Gabelölwechsel bei24000km unbedingt notwendig???


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Danny88@kg


Gabelölwechsel bei24000km unbedingt notwendig???

#1

Beitrag von Danny88@kg » 07.11.2007 10:02

Ich hab meine SV650s mit 20000 gekauft und bis dato wurde alles in einer suzuki werkstatt gemacht jetzt habe ich alles selber in die hand genommen und trau mich da nicht ran. Wenn es wirklich notwendig ist brauch ich noch ein bisschen nachhilfe da mir die fotos in der Knowledgebase noch nicht ganz ausreichen. :?

MFG Danny

Timmi
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#2

Beitrag von Timmi » 07.11.2007 10:24

Bei dem Kilometerstand täte ich das Öl schon wechseln. Hat auch den Vorteil dass Du etwas mit der Viskosität experimentieren kannst. Vermutlich wird auch Dir die Gabel zu weich sein.
Am einfachsten geht es , wenn man unterm Lenkkopf n Stander ansetzt und dann die Gabel ausbaut.
Vorher Bremssättel lösen und Lenker ab. Sieht schlimmer aus als es ist.
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Danny88@kg


#3

Beitrag von Danny88@kg » 07.11.2007 10:49

was brauch ich dann deiner meinung nach alles für teile?? 8O
und wie verhält sich des mit der viskosität?
Je mehr luft umso weicher oder wie :) oder lieg ich jetzt ganz falsch
MFG Danny

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Dieter
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#4

Beitrag von Dieter » 07.11.2007 11:09

Hallo,

ich bin 40tkm mit dem Öl gefahren und hab es letztens gewechselt. der Unterschied ist schon deutlich spürbar, die Dämpfung ist deutlich straffer als mit der "alten Plörre"... Unbedingt nötig ist der Wechsel nicht, die Gabel nimmt keinen Schaden dadurch wenn Du es nicht wechselst... Aber das Fahrverhalten wird es Dir danken...

Kannst das Moppes auch vorne Aufhängen, bei meiner "N" ist das einfacher, Nylonhebeseil um den Lenker, hochheben und fertig, bei der "S" geht das so wie Timmi beschrieben oder man muss das Nylonseil unter dem Rahmen am Lenkkopf durchschlingen...

Ansonsten wie beschrieben:
Bremszangen raus, Vorderrad raus, Klemmungen der Gabel und des Lenkers lösen, Gabelrohre nach unten rausziehen. Stopfen oben öffnen (vorsicht Restspannung) Distanzrohr, Distanzscheibe und Feder entnehmen, Rohr umdrehen und Öl rauslaufen lassen (dabei pumpen), Neues Öl rein (entlüften durch Pumpen) Ölstand 130mm Luftpolster bei voll eingefederter Gabel messen ohne Feder, Buchse und scheibe gemessen. Danach alles wieder zusammen und gut.

Kostet 12,50€ für das Öl, 3-4 Putzlappen und 2 Stunden arbeit (wenn man sich Zeit lässt)

Gruß Dieter

Martin650


#5

Beitrag von Martin650 » 07.11.2007 12:07

Nur noch eine Ergänzung zu Dieters Ausführungen:
Die Stopfen oben in der Gabel vor dem Öffnen der Gabelklemmung schon lösen. Nachher kann man die Holme so schlecht einspannen.

Jan Zoellner
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#6

Beitrag von Jan Zoellner » 07.11.2007 12:54

Weitere Ergänzung: Vor dem Lösen der Stopfen die *obere* Gabelklemmung lösen, die untere bleibt so.

Ciao
Jan
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LazyJoe
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#7

Beitrag von LazyJoe » 07.11.2007 22:30

Ich finde der Wechsel hat sich gelohnt..
Damals hatte ich erst 16.000km etwa, aber in der "Plörre", wie Dieter so schön sagt, war ziemlich viel Metallabrieb.. Das muss ja nicht sein.

Irgendwann sollte man vielleicht die Gabel auch mal komplett zerlegen, um sie richtig zu reinigen (wir haben das damals gemacht, um gleichzeitig die Tauchrohre zu lackieren), aber ich denke, dass das noch einige tausend Kilometer Zeit hat. Lass einfach so viel Öl wie möglich raus laufen, ich denke man muss es auch nicht übertreiben mit der Sache.
Proper planning and preparation prevents piss poor performance.

Overdrive


#8

Beitrag von Overdrive » 08.11.2007 3:20

Nach 24tkm wird dort schwarze Plörre rauskommen vom feinsten. Das scharze kommt vom metallischen Abrieb und der ist in einer Moppedgabel immer gegeben. Also ablassen und neu befüllen. 8)

DaRock


#9

Beitrag von DaRock » 08.11.2007 7:55

ich würde sogar so weit gehen und die ganze gabel zerlegen ...

gabelsimmerringe tauschen und die staubkappen

du musst die gabel unbedingt komplett mit bremsenreiniger oder ähnlichem ausspülen ... da bleibt so ein richtig grauer schleim drin ... arg grauslich!!!

wie gesagt, ich würde sie gleich ganz zerlegen ... dann hast du wieder für lange zeit ruhe ...

bernhard

Danny88@kg


#10

Beitrag von Danny88@kg » 08.11.2007 17:53

was für öl würdet ihr da empfehlen???? normalerweise kommt ja 10er rein gibts was besseres?

MFG Danny

DaRock


#11

Beitrag von DaRock » 08.11.2007 17:57

dazu gibts wirklich viele erfahrungen im forum

viele sagen 10w15 vom louis für sportliche normalfahrer

10w20 für die rennstrecke ... dürfte wohl straffer sein aber etwas stumpfer bei kühlen temperaturen

je nachdem wie du es gerne hast ...

Danny88@kg


#12

Beitrag von Danny88@kg » 08.11.2007 22:39

das werd ich auf jeden fall mal probieren aber ich lass die original federn drin dürfte ja cuch so wieder straffer werden.
die federwirkung kommt doch eigentlich nur von der restlichen luft in der gabel oder versteh ich das falsch???

MFG Danny

mattis


#13

Beitrag von mattis » 22.11.2007 16:42

DaRock hat geschrieben:du musst die gabel unbedingt komplett mit bremsenreiniger oder ähnlichem ausspülen ... da bleibt so ein richtig grauer schleim drin ... arg grauslich!!!
Ich würde eher mit Gabelöl, etc. spülen.

BR ist doch recht heftig für Kunststoff und Gummi.

el capitan


@danni88kg

#14

Beitrag von el capitan » 23.11.2007 18:11

Hab ich auch gemacht und anfangs nur vom serienmäßigen (wobei das "mäßig" hier ernst gemeint ist) 5W-Öl auf 10er gewechselt, die Luftkammer tendenziell verkleinert und die Gabelfedern belassen: War besser, aber der Negativfederweg war zu viel - da geht die Gabel immer noch tief runter beim Ankern.

Also Suzuki raus (siehe da, sind bei der K4 offenbar auch progressiv), abtropfen lassen und Wilbers rein. War schon mal besser. Nach dem Einbau des GSX-R-Federbeins habe dann noch mit der Vorspannung vorne gespielt: Nun sind die Federn deutlicher vorgespannt und die Fuhre wird immer bequemer, zumal das Federbein für mich korrekt eingestellt ist und mit der Gabel harmoniert.

Jeder Arbeitsschritt per se verbessert das Fahrwerk. Die Summe bringt es aber am meisten - oft kommt Unruhe nicht aus der Gabel, sondern von hinten nach vorne und wird dort dann richtig spürbar. Und schon mit der ganz groben "Russenabstimmung" wurden Dinge wie böse Fahrbahnabsätze in Schräglage (wenn die Brücken ständig über den Wildbach mäandern) problemlos fahrbar, die einen zuvor ständig an der Grenze zum Spital beschäftigt haben ...

In meinem Fall ist es eine K4S, ich fahre mit flachem SBK-Lenker, immer solo und wiege nackt 78 kg.

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#15

Beitrag von LazyJoe » 23.11.2007 21:39

el capitan hat geschrieben:sind bei der K4 offenbar auch progressiv
Davon habe ich nichts sehen können. Bist Du sicher, dass das die originalen waren?

Wie viel Luftkammer hattest Du denn noch, nachdem Du 10er Öl eingefüllt hast?
Proper planning and preparation prevents piss poor performance.

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