Entfernungszuschlag (Mo2006 Gebrauchtkauf Spezial)


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deakon


Entfernungszuschlag (Mo2006 Gebrauchtkauf Spezial)

#1

Beitrag von deakon » 18.04.2006 21:19

Hallo,

hier mal einen Auszug aus der oben genannten Zeitschrift.


Nichts ist für Gebrauchtkäufer frustrierender als eine Zustandbeschreibung, die von der Wahrheit ebenso weit entfernt ist wie der Besichtigungsort.


Es gibt vermutlich kaum einen Gebrauchtinteressenten, der noch nicht auf geschönte zustandbeschreibungen einer Gebrauchtmaschine hereingefallen ist. Was am Telefon noch
Verlockend klingt, stellt sich vor ort nicht selten als Zurechtgedengelte Unfallmaschine oder heruntergekommene Möhre heraus.
Wohl dem, dem diese unschönen Erfahrungen im näheren umkreis seines Wohnortes widerfuhren und sich sowohl der Zeitverlust als auch die Spritkosten noch im rahmen
Des erträglichen bewegten.

Im Zeitalter des Internets sind die verlockendsten Angebote jedoch oftmals einige hundert
Kilometer entfernt. Hält es der Verkäufer in einem solchen fall beim telefonischen Vorgespräch nicht mit der Wahrheit, ist der ärger vorprogrammiert. Niemand opfert
Schließlich freiwillig einen tag urlaub, zwei Tankfüllungen oder ein Zugticket, weil er
Am Telefon vom Anbieter schlicht und ergreifend belogen wurde.

Dabei ist im Gesetz verankert, dass jeder, der in Vertragsverhandlungen eine Vertrauenssituation geschaffen hat, für seine aussagen gerade stehen muss. Und zwar auch dann, wenn es nicht zum Vertragsschluss kommt. Entspricht also der zustand eines Motorrads
Objektiv nicht der Beschreibung des veräußerers am Telefon, kann ein getäuschter Kaufinteressent Schadensersatzansprüche – beispielsweise die Fahrtkosten – geltend machen. Vorausgesetzt er kann beweisen, dass der Verkäufer absichtlich falsche angaben gemacht hat.



In der MOTORRAD Zeitschrift (Gebrauchtkauf Spezial) gibt’s es dazu einen Fragebogen
Der dem Verkäufer zugesandt werden kann. Hier wird dem verkaufswilligen eine detaillierte
Zustandsbeschreinung abverlangt. Fachwissen ist hierbei nicht nötig und kann auch nicht erwartet werden. Entscheidend ist, dass sich der Interessent ein möglichst exaktes bild von der Gebrauchtmaschine machen kann, bevor er sich auf den weiten weg macht. Weigert sich der Anbieter den Zugefaxten Fragebogen vollständig ausgefüllt und unterschrieben zurückzusenden, hat er vermutlich was zu verbergen und die lange anfahrt zur Besichtigung lohnt nicht.
Dieser Fragebogen nützt jedoch nicht nur dem Interessenten als nachweis, sondern auch dem Anbieter, der damit ebenfalls schriftlich beweisen kann, dass er korrekte angaben zum zustand gemacht hat.




Hoffe der beitrag ist hier richtig, dachte das es für diejenigen die auf der suche nach einem motorrad sind sehr interessant seien könnte.


quelle: Motorrad 2006 - Gebrauchtkauf Spezial von Uli Holzwarth



gruss

der zwenn

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solidux
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#2

Beitrag von solidux » 18.04.2006 22:07

Mal aus Verkäufersicht:
Wenn ich ein ordentliches Motorrad verkaufe
und eine normalen Preis mache, dann werde ich mich kaum damit
beschäftigen die nervige Faxanfrage des Interessenten auszufüllen.
Zudem ich nicht weiß, was aus der Aktion wird.

Sowas müssen nur die Verkäufer ausfüllen, die schon länger auf Ihrem Motorrad mit wahnwitzigen Wertvorstellungen sitzen. (ein paar Kandidaten findet man auch hier im 'Verkaufe'-Forum. :nixsag: )

Böörni


#3

Beitrag von Böörni » 19.04.2006 1:10

@solidux
Sehe ich nicht so. Als Verkäufer fülle ich gerne einen solchen Wisch aus, wenn ich von dem guten Zustand meiner Maschine überzeugt bin. Dann mach ich ne Kopie von der Sache und wenn noch mehr Leute solch einen Zettel haben wollen, bekommen die halt die Kopie zugefaxt.
Wenn ich was verkaufen will, gebe ich mir auch Mühe.
Außerdem denke ich, dass jemand der eine weite Entfernung zurücklegt um sich die Maschine anzuschauen, diese auch kaufen wird.
Grreetz!

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#4

Beitrag von solidux » 19.04.2006 9:52

Ja, ein wie auch immer gearteter FAX-Fragebogen ist interessant
für Leute die ihr Motorrad noch über eine 3-teilige Anonce in
eine Motorradzeitung veräußern wollen. Die Methode ist ja auch von Anno-Tuck. Die haben sich ja auch noch keine grosse Mühe gegeben und müssen dann nacharbeiten :twisted:.

Wenn jemand aber 3 Digitalfotos, Kenndaten und einen kurzen individuellen Text fertig macht, und bei entsprechenden WWW-Portalen einträgt,
dann hat er ja schon einiges über die Maschine berichtet.
Bei einem angemessenen Preis zur richtigen Jahreszeit kann er sich die Käufer aussuchen. :wink:

deakon


#5

Beitrag von deakon » 19.04.2006 16:57

Dann nehemen wir mal an ich interessiere mich für ein Angebot bei mobile. die maschine steht ca. 250 km entfernt von mir in der garage. ich hab also die eckdaten, drei digitalfotos und die mündliche oder schriftliche aussage per telefon/mail bekommen das die karre in einem technisch einwandfreien zustand ist und sie weder umgefallen noch nen unfall hatte. ich fahre also 250 km mit bahn dorthin weil ich die kaufentscheidung wegen oben genannter kriterien schon geschlossen habe.


steh also vor der karre und kann festellen woran auch immer das sie schon einen sturz hinter sich hat.

was dann? ey du hast mich belogen?

dann sagt der verkäufer mir irgendeinen text auf und ich kann wieder mit dem zug nachhause fahren.

ich bin auch der meinung das wenn jemand ein motorrad verkaufen möchte das sich dieser dann mal eben die 10 minuten für den fragebogen zeitnehmen kann.

tut er dies nicht hat er entweder kein bock dazu oder aber, und das ist wohl wahrscheinlicher hat er was zu verbergen bzw. die beschreibung entspricht nicht der wahrheit.

Anfang Mai mache ich mich auf die suche nach ner Sv, wenn ich eine karre finde die so in 100 km umkreis steht werde ich den bogen wohl auch nicht nutzen. aber alles darüber hinaus werde ich mit dem bogen vorher abklären.

bekomme ich dann einen bogen ausgefüllt und unterschrieben zurück gefaxt und entscheide mich den weg in kauf zu nehmen, mit ner roten nummer unterm arm und muss dann festellen das die angaben überhaupt nicht der wahrheit entsprechen werde ich meine ADVOCARD zücken!

dann bekomme ich wenigstens die unkosten zurück und der typ wird sich überlegen nochmal zu lügen.

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#6

Beitrag von svfighter » 19.04.2006 17:05

find ich gut, würd ich och so machen
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rookie


#7

Beitrag von rookie » 19.04.2006 17:49

>>>Fragebogen
Halte ich auch für eine nützliche Idee! So etwas hätte ich letzte Woche gebrauchen können...dabei ging es jedoch um ein gebrauchtes MTB.

rookie

ps. Wollte bspw. zusätzliche Fotos vom Bike, der Verkäufer konnte mir jedoch keine zusenden, da ihm zufällig zwei Tage zuvor die Kamera aus dem Auto geklaut wurde... :roll:

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