Fahren durch Gewitter


Allgemeine Gesprächsthemen, Fragen und Antworten.
rap


#16

Beitrag von rap » 11.07.2005 17:20

Unterstellen, bloß nicht unter einen Baum.

Besonders ein nasser Moppedfahrer ist ein prima Ziel für einen Blitz.
Den Rest kann man sich ja vielleicht vorstellen.
Ob man dann durch den Blitz stirbt oder durch die 100kmh beim runterfallen...


rap
Zuletzt geändert von rap am 11.07.2005 17:22, insgesamt 1-mal geändert.

SV-Paddy


#17

Beitrag von SV-Paddy » 11.07.2005 17:21

bswoolf hat geschrieben:vielleicht genügt es ja doch einfach die beine und füße dicht zusammenzuhalten, was beim hocken leicht fallen sollte. :wink:
jep, kommt ja schließlich auf´s gleiche hinaus! haste eben einen großen fuß! :wink:

SVDuja


#18

Beitrag von SVDuja » 11.07.2005 17:39

SV-Paddy hat geschrieben:
bswoolf hat geschrieben:vielleicht genügt es ja doch einfach die beine und füße dicht zusammenzuhalten, was beim hocken leicht fallen sollte. :wink:
jep, kommt ja schließlich auf´s gleiche hinaus! haste eben einen großen fuß! :wink:
das glaub ich nicht, dass das aufs gleiche rauskommt - es geht ja irgendwie um den kreislauf - ins eine bein rein, durchs herz durch, am anderen bein wieder raus

aber ich bin auch kein experte auf dem gebiet - habs mir nur neulich erklären lassen - garantiert keine dumpfbackenquelle!

bswoolf
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#19

Beitrag von bswoolf » 11.07.2005 17:47

ein kreislauf kommt aber nur bei unterschiedlichen potentialen zustande. der strom weiß nicht, daß da zwei beine sind.

Tiara


#20

Beitrag von Tiara » 11.07.2005 18:10

Wie's auch immer sei mit den zwei Beinen ... komme gerade von meinem Spaziergang (Hund) zurück und habe dabei eine Bekannte getroffen, die eben vom Blitz gestreift wurde. Weiß nicht, ob sie gerade unter dem zerfetzten Baum stand, unter dem sie auf die Ambulanz wartete, als der Blitz kam, oder wie weit weg davon. Wollte auch nicht unbedingt fragen und habe mich lieber auf die Suche nach ihrem Hund gemacht. :roll:

SVDuja


#21

Beitrag von SVDuja » 11.07.2005 19:07

Wenn man vom Gewitter überrascht wird, möchte man meistens zweierlei erreichen, nicht nass zu werden, und was noch viel wichtiger ist, vom Blitz verschont zu bleiben. Für das Erste nimmt man am Besten regendichte Kleidung.

Um nicht vom Blitz getroffen zu werden gilt es zwei Dinge zu beachten:

* Nicht direkt vom Blitz getroffen zu werden

Dazu gehört:

* Schutz in Gebäuden oder Fahrzeugen zu suchen
* auf offenem Gelände möglichst klein machen um kein direktes Ziel darzustellen.

* Nicht von Sekundäreffekten betroffen zu sein

Dazu gehört:

* Die unmittelbare Nähe von Holzmasten meiden.
* Abstand von Bäumen halten, wegen Sekundärblitzgefahr und möglicherweise umhergeschleuderten Holz- und Rindenteilen
* Hinkauern, Nicht hinlegen, Kontaktbereich zum Boden minimieren, beim Hocken Arme am Körper lassen, Kopf einziehen. Dies wird durch Gummisohlen (oder anderes isolierendes Material) unterstützt
* Enge Mulden und Höhleneingänge meiden, besser auf ebenes Terrain stellen, oder tiefer in die Höhle gehen, der Blitz verteilt sich größtenteils an der Oberfläche und kann in Höhlen der Wandkrümmung oft nicht folgen und Überspringt den Eingang als Sekundärblitz, analog mit Bodenmulden.

Oft falsch verstanden und lebensgefährlich ist ein altes Sprichwort: Vor Eichen sollst du weichen, Buchen sollst du suchen. Der Ursprung dieses Sprichworts könnte darin liegen, dass Buchen eine glatte und Eichen eine zerklüftete Rinde besitzen. Dadurch wird bei Regen der Blitz an der durchgängig feuchten Rinde der Buche besser an der Außenseite in den Boden geleitet, als bei der durch ihre tiefen Furchen nicht durchgänig feuchten Eichenrinde. Deshalb ist die Wahrscheinlichkeit bei Buchen geringer als bei Eichen, dass der Baumstamm beim Blitzeinschlag im unteren Teil explodiert und den Schutzsuchenden verletzt. Das Risiko durch Bäume ist außerdem dadurch gegeben, dass der Blitz zwar oben in den Baum einschlägt, aber weiter unten wieder heraus kommt und dann in den dort schutzsuchenden Menschen einschlägt. Ein weiterer Grund liegt im unterschiedlichen Wurzelaufbau der Bäume. Die lange Pfahlwurzel der Eiche, die oft bis ins Grundwasser ragt, läßt den Baum häufiger zum Blitzopfer werden als die flachere Herzwurzel der Buche. Bei einer Buche hinterlässt ein Blitzeinschlag typischerweise einen senkrechten, einige Zentimeter breiten, etwas spiralförmigen Schnitt in der Borke. Bei einem Gewitter die nächstgelegene Buche zu suchen, ist allerdings ein gefährlicher Fehler - auch in Buchen schlagen Blitze ein.

Richtig ist, alle Bäume, hohe Holzmasten und Gewässer bei einem Gewitter zu meiden. Kammlagen und hohe Bäume sollten – auch im Wald – gemieden werden und nur dann, wenn man sich tief im Wald befindet, gilt das oben erwähnte Sprichwort.

Sich in eine Mulde oder in eine Höhle zu ducken kann zwar das Riskio minimieren direkt vom Blitz getroffen zu werden, aber es ist unbedingt zu beachten, dass insbesondere in engeren Mulden und in Höhleneingängen das Risiko von einem Blitzeinschlag betroffen zu werden trotzdem höher sein kann, als auf offenem Terrain, da bei einem Blitzeinschlag in der Nähe die sich verteilende Elektrische Ladung nicht der Krümmung des Bodens bzw. Höhlenwand folgt, sondern die "Lücke" direkt als Sekundärblitz überspringt, der dann in dort befindliche Menschen einschlagen kann.

Es wird empfohlen, auf Zehenspitzen (ohne Abstützen durch Hände auf dem Boden oder an Dingen in der Nähe) in die Hocke zu gehen und den Kopf einzuziehen. Halten sie sich dabei von allem fern, was Kontakt mit dem Boden hat und den Strom leiten kann, z.B. Regenpfützen oder Pfähle.

Hinlegen oder breitbeiniges Hinstellen erhöhen das Risiko bei einem indirekten Blitzeinschlag von dem sich im Boden ausbreitenden Blitz als "Ladungsverteiler" genutzt zu werden, da der menschliche Körper den elektrischen Strom aufgrund des Salzgehalts besser leitet als der Boden, auch wenn dieser nass ist.

Gegen einen direkten Blitzschlag können aber auch mehrere Zentimeter dicke Gummisohlen nicht schützen.


Quelle:
http://de.wikipedia.org/wiki/Blitz

Aber von Kühen steht da leider nix...

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#22

Beitrag von EiWolf » 11.07.2005 19:45

Bei mir in der nähe wurde vor ca. 4 Wochen ein 17jähriger Azubi tödlich vom Blitz getroffen. Gestern erst hat bei einem Bezirksligafußballspiel der Blitz eingeschlagen.
-> http://www.donau.de/SID_928f62dafc8b08f ... z&id=41889

Gruß

Diverse Teile (Ausser Nockenwellen ;-)) eines SV 650 K3 Motors zu verkaufen - Bei Fragen einfach PN.

Bluebird


#23

Beitrag von Bluebird » 11.07.2005 19:59

SVDuja hat geschrieben:
Bluebird hat geschrieben:stellt euch mal folgendes vor: ihr seit auf dem flachland, hat auch kaum bäume, nirgends eine brücke etc. zum unterstellen. dann naht sehr schnell ein gewitter. was ist gut. natürlich nicht weiterfahren. ihr steigt vom mopped ab, geht einige meter davon weg und ab in die hocke. beine fest zueinander stellen und den kopf in den schoß senken lassen. so wartet ihr ab. bis plötzlich vor euch ein weißer strahl herabkommt- alsdann auch ein kanll kommt, als ob ihr direkt neben der mündung einer schießenden kanone hockt. der blitz triffte eure sv am spiegel. ihr müsst mitsehen, wie jener eure ach so gute sv in flammen aufgehen lässt, und es gibt keine möglichkeit sie zu löschen. bis die feuerwehr eintreffen wird, is sie sowieso total asche.
also irgendwie würde MICH das stören 8O

Also wenn das so wäre wie oben beschrieben, dann würdest Du mit Sicherheit nicht mehr zugucken, wie die SV in Flammen aufgeht.... warum?
Aus dem gleichen Grund, warum Kühe bei Blitzeinschlag sterben. Wenn ein Blitz in den Boden geht, dann entlädt sich die Spannung nicht nur an dieser Stelle sondern breitet sich kreisförmig um die Einschlagstelle aus. Die Entladung wird dann nach außen hin immer weniger. Wenn dort eine Kuh steht, dann fließt der Strom komplett durch die Kuh durch und sie fällt tot um. Wenn Du also dort in der Hocke sitzt, dann passiert das gleiche. Wenn Du also sehen willst, wie Deine SV in Flammen aufgeht, dann solltest Du maximal auf einem Bein stehen, dann fließt der Strom nicht komplett durch den Körper.

Lerne: stehe bei Gewitter nie direkt unter einem Baum und stelle Dich immer auf 1 Bein!!!

8O
stümmt, die sache mit dem spannungstrichter. mir fällt blos nicht mehr die distanz ein, ab welcher es nichtmehr gefährlich ist

Bluebird


#24

Beitrag von Bluebird » 11.07.2005 20:01

SV-Paddy hat geschrieben:
bswoolf hat geschrieben:vielleicht genügt es ja doch einfach die beine und füße dicht zusammenzuhalten, was beim hocken leicht fallen sollte. :wink:
jep, kommt ja schließlich auf´s gleiche hinaus! haste eben einen großen fuß! :wink:
deshalb sagte ich ja, beine fest zueinander stellen.
übrigends, rumrennen bringt au nix, der blitz trifft auch so sein ziel ;-)
(wollt ich mal einwerfen)

Christian


.

#25

Beitrag von Christian » 11.07.2005 23:10

Wie sagt ein befreundeter Elektrotechniker immer: "Strom macht klein und häslich..." :D

Markus SVS


#26

Beitrag von Markus SVS » 13.07.2005 17:35

Hm, das mit den eng zusammen gepressten Füssen ist schon mal richtig, so sollte mach auch verfahren wenn beim Spaziergang vor einem eine Hochspannungsleitung gerade auf den Boden fällt :wink: ja nicht weglaufen weil dann ist die Spannungsdifferenz riesig und euch verpasst es eine ordentliche Ladung :?

Aber die Sache mit klein machen minimiert genauso das Risiko wie die Tatsache das um einen herum etliche Gegenstände stehen welche höher sind.

Auf Discovery Channel kam da mal eine sehr interesannte Doku. Da wurde zum Beispiel festgestellt das in einer Grossstadt viel mehr Blitze in niedriegere Gebäude einschlugen als in die weit höheren die unmittelbar daneben standen.

Es wurde auch ein sehr interessanter Fall gebraucht wo ein Mädchen bei einem Konzert in einem Stadion vom Blitz getroffen wurde. Da standen etliche tausend Leute drum herum und auch das Stadion ist ja viel höher und hat Blitzableiter etc. aber trotzdem wurde dieses eine Mädchen in mitten der Massen getroffen.

In dem Bericht wurde auch oft widerlegt das der Blitz in den höchsten oder den am besten Leitenden Punkt eintritt.

Nur mal so zur Ergänzung :)

schlurf


#27

Beitrag von schlurf » 13.07.2005 18:07

ich hab noch gehört bzw. mal gesehen dass ein blitz nicht vom himmel runter kommt sondern wenn man es genau betrachtet vom boden in den himmel fährt. er sucht sich zuerst mal unsichtbar den weg von oben nach unten. ich kann mich leider nicht mehr genau erinnern ob das stimmt aber vielleicht hat das ja noch wer gehört oder gesehen?!?!?!?

Markus SVS


#28

Beitrag von Markus SVS » 13.07.2005 18:18

schlurf hat geschrieben:ich hab noch gehört bzw. mal gesehen dass ein blitz nicht vom himmel runter kommt sondern wenn man es genau betrachtet vom boden in den himmel fährt. er sucht sich zuerst mal unsichtbar den weg von oben nach unten. ich kann mich leider nicht mehr genau erinnern ob das stimmt aber vielleicht hat das ja noch wer gehört oder gesehen?!?!?!?
Ich kann dir jetzt zwar nicht bestätigen ob das immer der Fall ist aber die Aussage das Blitze vom Boden in Richtung Himmel hoch kommen ist richtig und war auch Inhalt der von mir besagten Reportage.

Bluebird


#29

Beitrag von Bluebird » 13.07.2005 18:21

schlurf hat geschrieben:ich hab noch gehört bzw. mal gesehen dass ein blitz nicht vom himmel runter kommt sondern wenn man es genau betrachtet vom boden in den himmel fährt. er sucht sich zuerst mal unsichtbar den weg von oben nach unten. ich kann mich leider nicht mehr genau erinnern ob das stimmt aber vielleicht hat das ja noch wer gehört oder gesehen?!?!?!?
das liegt an der ladung. bei einem gewitter ist die luft und die erde verschieden geladen (luft -, erde+?) versch. ladungen ziehn sich an. wenn die ladung zu groß wird, entstehen vorblitze (unsichtbar) welche von der erde zum himmel, und vom himmel zur erde wandern. sobald sich 2 treffen, gibts ein "kurzschluss" in form von dem blitz.

~Idefix~
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#30

Beitrag von ~Idefix~ » 13.07.2005 19:45

Vor dem eigentlichen Blitz bilden sich Kanäle über die die Hauptladung später fließt. Diese Kanäle wandern sowohl von unten nach oben wie auch andersrum.
Die Hauptladung fließt allerdings immer von Himmel Richtung Erde.

Back to Topic:
Unterstellen ist nicht mein Ding. Wenn es Übel wird kommt die Jacke über die Handschuhe, die Regenhaube über den Tankrucksack und weiter gehts. Für Regen hab ich meine Klamotten an. Anhalten tu ich erst wenn die Brühe zentimeterhoch über die Bahn läuft und der Vorderreifen anfängt zu schwimmen.

Aber aus Erfahrung muss ich leider sagen, dass man nach 200 Km heftigem Regen auf der Autobahn komplett nass ist. Inklusive Socken und Unterwäsche.

~Idefix~

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