Vorführmotorrad ja oder nein?


Allgemeine Gesprächsthemen, Fragen und Antworten.
Schubser


#16

Beitrag von Schubser » 22.12.2006 15:45

Also ich weiß nicht..... stelle ich mir nun vor, ein Gixxertreiber hat sein Motorrad bei der Inspektion und nimmt den Vorführer mit.... soweit kann man gar nicht am Kabel reißen, dass man nur annähernd an die Leistung seines vertrauten Motorrades kommt :D

Außerdem ist ja noch die Frage wie lange man das Teil fahren will...kauft man sich nach 2-3 Jahren dann doch ein anderes Motorrad ist es denke ich Latte, wie das Dingens gefahren wurde.....Gebrauchsgegenstand halt :)

Also grundsätzlich würde ich mir einen Vorführer kaufen....aber dann zu einem wirklich guten Preis :wink:

Und dann das Gerede von Umfaller :) huh ....warum sollte ein Motorrad nicht auch mal umfallen können :roll:

Benutzeravatar
Gutso
SV-Rider
Beiträge: 3627
Registriert: 19.01.2003 19:08


Re: Vorführmotorrad ja oder nein?

#17

Beitrag von Gutso » 22.12.2006 17:41

baumgartner hat geschrieben:Wie war denn das Vorführbike versichert?

Bei uns gibt es nen Händler, der hat nur Haftpflicht auf die Bikes
Alle Suzuki-Bikes sind Vollkasko (ohne Ausnahme), mit 1000,-€ Selbstbeteiligung versichert. Sprich wenn du das Mopped in den Graben fährst, musst du den entstandenen Schaden bis zu einer Höhe von1000,-€ selber zahlen. Ist bei allen Suzuki-Vorführern so. Die Vorführmodelle gehören nicht den Händlern, sondern Suzuki. Sie sind nämlich auf Suzuki-Europe zugelassen und nicht auf den jeweiligen Händler, deswegen haben auch alle ein HP-Kennzeichen (Landkreis Bergstraße).

Icey hat geschrieben:Allerdings habe ich die Befürchtung, es könnte eventuell nicht eingefahren sein.
Beim Kauf eines Gebrauchten (ob vom Händler, oder Privatperson) weißt du auch nicht, ob der Vorbesitzer das Motorrad wie vom Hersteller empfohlen eingefahren hat. Nur beim Neukauf kann man sich sicher sein, wenn man das Motorrad selbst einfährt.
Motoren werden, von den Herstellern schon im Werk eingefahren, ehe man sie ins Fahrzeug einbaut. Vor 30 Jahren war das vielleicht etwas anders. Da war es wirklich empfehlenswert den Motor einzufahren. Die Technik schreitet immer weiter voran, bessere Werkstoffe, präzisere Fertigungsverfahren etc. . Habe alle meine Motorräder bis jetzt mit 0km gekauft und auch gleich mal richtig in den Drehzahlbegrenzer geprügelt. Wenn ich mir jetzt das Innenleben (Ventilspiel etc.) des Motors meiner SV nach 35.000 km anschaue, ist alles noch im Grünen Bereich und keine Anzeichen von Verschleiß.

Icey hat geschrieben:Wieviel km wird normalerweise ein Motorrad (die SV ;) ) eingefahren?
Nach meiner Erfahrung muss man die Heutigen Motorräder nicht einfahren, die Hersteller empfehlen es zwar, ist aber eigentlich total überflüssig. Da scheißen sich die Leute einfach zu sehr in die Hose, als ob ein neuer Motor ein rohes Ei wäre.

Icey hat geschrieben:Gibts noch irgendwelche Gründe die für oder gegen einen Vorführer sprechen?
Dafür spricht ein recht guter Preis.

Black_Rider


Re: Vorführmotorrad ja oder nein?

#18

Beitrag von Black_Rider » 22.12.2006 18:30

Gutso hat geschrieben:
Icey hat geschrieben:Wieviel km wird normalerweise ein Motorrad (die SV ;) ) eingefahren?
Nach meiner Erfahrung muss man die Heutigen Motorräder nicht einfahren, die Hersteller empfehlen es zwar, ist aber eigentlich total überflüssig. Da scheißen sich die Leute einfach zu sehr in die Hose, als ob ein neuer Motor ein rohes Ei wäre.
So kann man das auch nicht sagen. Durch moderne Schneidstoffe und Maschinen mit hoher Wiederholgenauigkeit sind sehr geringe Rauhtiefen und Toleranzen möglich. In geringem Maße müssen sich zB. Kolbenringe trotzdem noch einschleifen um eine optimale Kompression und geringen Ölverbrauch zu erzielen.
Einfahren ist also immernoch empfehlenswert. Und vor allem warmfahren ist imens wichtig.
Das macht sich nicht gleich nach ein paar Tausend Kilometern bemerkbar. Vergleicht man jedoch zwei Motoren mit hoher, annähernd gleicher Laufleistung (der eine nicht eingefahren und immer gleich rangenommen, der andere eingefahren und immer warmgefahren) wird man bei dem "geschundenen" einen höheren Ölverbrauch und geringere Kompressionswerte feststellen.

Wenn du der Meinung bist, dass man Motoren garnichtmehr einfahren muss, dann kannst du dir den Ölwechsel nach 1000km ja ohne schlechtes Gewissen getrost schenken- dürften keinerlei Spähnchen/Abrieb drin sein. Hast paar Euro gespart ;)

Benutzeravatar
Gutso
SV-Rider
Beiträge: 3627
Registriert: 19.01.2003 19:08


Re: Vorführmotorrad ja oder nein?

#19

Beitrag von Gutso » 22.12.2006 19:00

Black_Rider hat geschrieben:Durch moderne Schneidstoffe und Maschinen mit hoher Wiederholgenauigkeit sind sehr geringe Rauhtiefen und Toleranzen möglich. In geringem Maße müssen sich zB. Kolbenringe trotzdem noch einschleifen um eine optimale Kompression und geringen Ölverbrauch zu erzielen.
...deswegen werden Zylinder zusätzlich gehont. Jeder Hersteller hat da so seine eigenen Geheimnisse was das betrifft. Wie schon oben geschrieben werden vor dem Einbau die Motorren schon im Werk in Betrieb genommen. Du glaubst doch nicht, dass der Motor das erste Mal nach der Auslieferung und Entmontage beim Händler zum Laufen gebracht wird?

Black_Rider hat geschrieben:Wenn du der Meinung bist, dass man Motoren garnichtmehr einfahren muss, dann kannst du dir den Ölwechsel nach 1000km ja ohne schlechtes Gewissen getrost schenken- dürften keinerlei Spähnchen/Abrieb drin sein.
Spänchen, klar :lol:
Schon mal dran gedacht was passieren würde, wenn Metallspänchen von der Bearbeitung noch im Motor wären? Der Motor würde bevor er 1000km gelaufen ist beschädigt sein. Zwar sind Kolbenringe aus Teflon und hochlegierten Metallen gesintert, aber das würden die auch nicht Schadenfrei in der Einfahrphase überstehen. Genauso wenig würde auch der mit Si-Mg legierte Aluminiummotorblock, Reibung von Metallspänen verkraften.


Wie du aber schon schreibst ist das Warmfahren sehr wichtig.

mattis


#20

Beitrag von mattis » 22.12.2006 19:08

Moin,

das einzige was mir Sorgen machen würde, ist das die Kisten nicht warm gefahren werden.

Ich persöhnlich würde keinen Vorführer kaufen - gerade bei den aktuellen Preisen für 06er/05er Modelle (dafür hasse ich Suzuki).


me

Black_Rider


Re: Vorführmotorrad ja oder nein?

#21

Beitrag von Black_Rider » 22.12.2006 19:21

Gutso hat geschrieben: Schon mal dran gedacht was passieren würde, wenn Metallspänchen von der Bearbeitung noch im Motor wären? Der Motor würde bevor er 1000km gelaufen ist beschädigt sein. Zwar sind Kolbenringe aus Teflon und hochlegierten Metallen gesintert, aber das würden die auch nicht Schadenfrei in der Einfahrphase überstehen. Genauso wenig würde auch der mit Si-Mg legierte Aluminiummotorblock, Reibung von Metallspänen verkraften.


Wie du aber schon schreibst ist das Warmfahren sehr wichtig.
Ich mein logischerweise auch keine Spähne im Millimeterbereich, sondern hauchfeinen Abrieb. Was du geschrieben hat, hört sich so an, als ob überhauptkein Einfahren nötig wäre. Fertigungsverfahren- und Toleranzen hin oder her- auf zwei Tausendstel fertigen ist kein Problem mehr, aber sofort perfekt passend läufts nicht.

Benutzeravatar
Mad Marc
SV-Rider
Beiträge: 288
Registriert: 24.10.2006 13:36
Wohnort: Rheinland
Kontaktdaten:

SVrider:

#22

Beitrag von Mad Marc » 22.12.2006 19:35

Es heisst ja auch "Einfahren" und nicht "Einschleichen". Klar soll man nicht aus dem Stand in den Begrenzer kacheln, aber 1000km mit maximal 4000U/min sind auch nicht der Weisheit letzter Schluss. Oder mit 120km/h von München nach Hamburg fahren, weil dann die Kilometerempfehlung rum ist.

Benutzeravatar
ingo H.
SV-Rider
Beiträge: 1422
Registriert: 14.12.2003 13:50
Wohnort: Oberharz

SVrider:

#23

Beitrag von ingo H. » 22.12.2006 20:29

Hallo erstmal!

Wenn du deine SV lange fahren möchtest, dann würde ich dir schon eine neue SV empfehlen bzw. eine mit Tageszulassung & 0 km.

Einen Vorführer würde ich nur aus dem Bauch raus über den Preis kaufen, klingt komisch, ist aber so.


Gruß aus dem vorweihnachtlichen Oberharz ingo H. :wink:
SV fahren ist einfach geil !!!

Und noch eins: " Die LE-Maske an meiner SUZI bleibt dran !!! "

Im Winter fahre ich Jeep !!!

Mein neues Mopped heißt Erna, HD Sportster 48 !!!

Gelöschter Benutzer 8485


#24

Beitrag von Gelöschter Benutzer 8485 » 22.12.2006 22:48

Nabend

Also die Entscheidung steht zu 99% fest, dass es wohl die Tageszulassung wird. Ich hab vor das Motorrad bis zum Zerbrechen zu fahren ;)

Bezüglich Einfahren, hab damals mit meiner 80er keine wirklich guten Erfahrungen mit schlecht eingefahren Motoren gemacht, und bei nem richtigen Motorrad find ichs halt noch wichtiger ;)

Schönen Abend noch

Icey

Sven_SV650


#25

Beitrag von Sven_SV650 » 22.12.2006 23:00

gute entscheidung.

wenn du mal mitkriegst wie mietwagen oder mietbikes behandelt werden, dann weisst du dass du die richtige entscheidung getroffen hast.

MCK


#26

Beitrag von MCK » 21.02.2007 0:17

huhuu


also mein Händler wollte mir auch eine Vorfühteil andrehen (SV 100S 02).


Die hatte 1000 km weg und der Hinterradreifen war platt.....und das für 500 Teuro Ermäßigung.

Die war weder eingefahren noch sorgsam behandelt....ich habe lieber 500 draufgelegt und mir eine Nagelneue gekauft...da weis ich was ich habe.

OK gebraucht ist auch in Ordnung aber dann in einer gaaanz anderen Preisklasse.


MfG
Andreas

Fazerfahrer


#27

Beitrag von Fazerfahrer » 21.02.2007 12:05

Hallo,
Sven_SV650 hat geschrieben:
DER.s.m.a.r.t.y hat geschrieben:. Angeblich wurde sie auch sorgfältig von den Mechanikern eingefahren. Der Meister erzählte mir, dass die Werkstatt immer eine gemeinsame Tour mit neuen Vorführern in den Harz macht, um diese einzufahren....ob das nun stimmt....keine Ahnung.
das glaubste doch selbst nicht oder?

wennde dem das abgenommen hast, dann biste aber naiv!
wie es Suzuki Händler halten, kann ich sicherlich nicht sagen, aber bei unserem Triumph Händler war es normal, daß Vorführer von einem Mitarbeiter des Händlers bis zur ersten Inspektion bei 800km (Triumph = 500 Meilen) eingefahren wurden. Habe es bei einer Speed Triple 1050 und einer Daytona 675 mitbekommen. Sicherlich hat es auch damit zu tun, daß Triumph Vorführer auf den Händler direkt zugelassen werden, im Gegensatz zu Suzuki.

Ich möchte damit nur zeigen, daß man mit solchen oben genannten Pauschalaussagen vorsichtig sein sollte.

Sven_SV650


#28

Beitrag von Sven_SV650 » 21.02.2007 21:26

ob einfahren bis in die 1. inspektion oder nicht, is doch wurst.

wenn nach 800km der erste "probefahrer" kommt, und das ding direkt um die ecke reisst..

dann sieht der motor auch so aus von innen.

da kann man vorher eingefahren haben wie man will

Aphyx


#29

Beitrag von Aphyx » 22.02.2007 9:40

Modell K6 für 4700? Icey stand die zufällig in Feuchtwangen?

Der Fotograf


#30

Beitrag von Der Fotograf » 22.02.2007 10:09

Hi Icey,

mein Beitrag kommt wohl viel zu spät, um Deine Entscheidung noch zu beeinflussen, trotzdem möchte ich meinen Senf hinzugeben.:

ich fahre seit Juni 2006 ebenfalls eine SV1000S-Vorführmaschine. Sie hatte bei Kauf exakt 2000 km weg, war mit einer zusätzlichen Vollverkleidung mit integrierten Sturzpads ausgestattet und wurde mir für 6.990 €, also 3000 € unter dem Listenpreis angeboten.

Für meine alte Bandit 600S hab ich noch 1.600 € bekommen, so dass es für mich wirklich ein Schnäppchen war.

Der Händler, den ich schon sehr lange kenne, versicherte mir, dass er persönlich das Motorrad 1.200 km eingefahren habe, um Schäden jeder Art durch unsachgemäße Behandlung von Testfahrern vorzubeugen. Der Hinterreifen hatte noch ordentlich Gummi und hat insgesamt bis km-Stand 5.400 durchgehalten.

Mittlerweile hab ich km-Stand 8.000 überstiegen und wirklich nichts Negatives feststellen können. Daher würde ich den Kauf jederzeit und ohne zu bedenken wiederholen !!!

Gruß
Sven

Antworten