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[W2k]Shadow
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#31

Beitrag von [W2k]Shadow » 14.10.2004 22:27

novan, geht scheinbar doch einfacher als man glaubt
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flyingernst
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#32

Beitrag von flyingernst » 15.10.2004 9:46

Hi

Ichhabe einen bekannten bei der Polizei, der mir sagte man kann ein Handy jederzeit Orten und den Träger lokalisieren, so hat man es geschafft dem Mörder dieses kleinen Pascalls 2 Tage lang mit dem Heli zu observieren, in der Hoffnung zum Versteck geführt zu werden. Nach eigenen Angaben hat der später gefasste Täter davon nichts mitbekommen. Wenn Staatsanwaltschaft dementsprechend Geld rein hängen will ist vieles möglich.

MFG Michael

Buchi


#33

Beitrag von Buchi » 15.10.2004 10:27

flyingernst hat geschrieben:Ichhabe einen bekannten bei der Polizei, der mir sagte man kann ein Handy jederzeit Orten
Nur nochmal um es klarzustellen:
Orten ja, aber der Umkreis ist entscheidend. Wenn Du nicht gerade in Ballungszentren bist, beträgt der Radius mehrere Kilometer und gefunden werden kannst dann wirklich nur per Infrarotkamera und Hubschrauber. Was allerdings nichts mehr bringt wenn keine Wärme mehr vorhanden ist.

Also verlasst Euch nicht auf die Handyortung sondern fahrt dementsprechend !!!

Jan Zoellner
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#34

Beitrag von Jan Zoellner » 15.10.2004 12:29

> Wenn Du nicht gerade in Ballungszentren bist, beträgt der Radius mehrere
> Kilometer

Du meinst sicher die Zellengröße, das stimmt auch soweit erstmal. Da gibts aber noch ein paar kleinere Tricks inkl. Laufzeitmessung, Peilung über mehrere Sender (Signalstärke/Laufzeit), mit denen man die Genauigkeit stark erhöhen kann. Der Aufwand steigt natürlich damit auch an.

Ciao
Jan
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If ya don´t spend the most money on tires and gas, ya ain´t havin´ enough fun.

Buchi


#35

Beitrag von Buchi » 15.10.2004 12:31

Jan Zoellner hat geschrieben:Du meinst sicher die Zellengröße, das stimmt auch soweit erstmal. Da gibts aber noch ein paar kleinere Tricks inkl. Laufzeitmessung, Peilung über mehrere Sender (Signalstärke/Laufzeit), mit denen man die Genauigkeit stark erhöhen kann. Der Aufwand steigt natürlich damit auch an.
Bei einem sich nicht bewegendem "Objekt" natürlich nutzlos.

Jan Zoellner
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#36

Beitrag von Jan Zoellner » 15.10.2004 12:33

> Bei einem sich nicht bewegendem "Objekt" natürlich nutzlos

Das stimmt nicht.

Ciao
Jan
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Buchi


#37

Beitrag von Buchi » 15.10.2004 13:00

Jan Zoellner hat geschrieben:> Bei einem sich nicht bewegendem "Objekt" natürlich nutzlos

Das stimmt nicht.
Erklärst mir bitte auch warum nicht?

vtrquark


#38

Beitrag von vtrquark » 15.10.2004 14:20

mobilfunkzellen sind in 3 sektoren aufgeteilt, im winkel von 120° von der basisstation ausgehend.

um an der zellengrenze das unterbrechungsfreie "cell hopping" ermöglichen zu können überlappen sich die zellen um ca. 30%. so ist zur zeit auch bei allen in D installierten mobilnetzen ein flächendeckungsgrad von nahezu 96% realisiert. die restlichen 4% sind auf geländespezifische ursachen zurückzuführen.

ein handy sendet periodisch, im abstand von ca. 5 minuten ein sogenanntes "keepalive" als broadcast aus, wenn es sich im empfangsbereich befindet. dieses "keepalive" beinhaltet deine teilnehmerkennung und eine gerätekennung. im klartext, dein handy baut die verbindung zur basis auf und versucht sie aufrecht zu erhalten, nicht umgekehrt.
da diese "keepalives" gebroadcastet werden, werden diese von allen in reichweite befindlichen basisstationen empfangen UND auch ausgewertet.

befindet sich ein handy außerhalb einer zelle sendet es periodisch im minuten abstand eine login anforderung als broadast aus, welche von allen basisstationen empfangen werden kann. übrigens haben die basisstationen sehr empfindliche antennen, welche ein handy auch empfangen können, wenn am handy eigentlich kein empfang der basisstation möglich ist.

da in der oben genannten "keepalive" prozedur die teilnehmerkennung und die gerätekennung gesendet werden kann exakt bestimmt werden WER sich dort befindet.
zu dem WO kann folgendes festgehalten werden: das handy befindet sich IMMER in einem sektor irgendeiner basisstation. anhand des vom handy ausgesendeten signals kann anhand des an der basisstation ankommenden signalpegels exakt (ca.100m - 150m toleranz) der abstand zur basisstation bestimmt werden.

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B-Huhn
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#39

Beitrag von B-Huhn » 15.10.2004 14:29

SunnyFrani hat geschrieben:
Murray hat geschrieben:Also immer schön in die Brusttasche damit - kann Leben retten.
Kann Rippen brechen. :roll:
:arrow: :
meinem Dad hat beim Überholversuch eines Traktors und dem Abflug weil der dann abgebogen ist der beim Bremsen hochsteigende Magnet-Tankrucksack (die unterste festere Platte) 7 Rippen gebrochen, also wurscht ob per Handy oder Tankrucksack ;-)

Ich würd mal sagen am wichtigsten ist daß das Handy überhaupt an ist und dabei und nicht - wie bei manchen Leuten die ich kenne - aus und dann wenn mans braucht macht mans halt an ...
Freunde sind Menschen die Dich mögen obwohl sie Dich kennen!

Jan Zoellner
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#40

Beitrag von Jan Zoellner » 15.10.2004 14:33

> anhand des vom handy ausgesendeten signals kann anhand des an der
> basisstation ankommenden signalpegels exakt (ca.100m - 150m toleranz)
> der abstand zur basisstation bestimmt werden

Und da wie beschrieben meistens mehrere Stationen das Signal empfangen, kann man deren Daten verknüpfen und die Genauigkeit so weiter erhöhen (einfache Trigonometrie, keine Ahnung, ob und was für weitere Zaubereien es da gibt). Das meinte ich übrigens mit "Peilung über mehrere Sender", war eher mißverständlich bzw. falsch ausgedrückt, da es hier ja um die Empfangsfähigkeit der Basisstation geht (senden kann sie natürlich auch).

Ciao
Jan
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Buchi


#41

Beitrag von Buchi » 15.10.2004 14:34

vtrquark hat geschrieben:anhand des vom handy ausgesendeten signals kann anhand des an der basisstation ankommenden signalpegels exakt (ca.100m - 150m toleranz) der abstand zur basisstation bestimmt werden.
Vielen Dank für die ausführliche Erklärung. Wenn Deine Distanzangabe stimmt, scheinen aber die technischen Möglichkeiten nicht immer eingesetzt zu werden :? (sprech da leider aus Erfahrung)

Jan Zoellner
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#42

Beitrag von Jan Zoellner » 15.10.2004 14:41

> scheinen aber die technischen Möglichkeiten nicht immer eingesetzt zu werden

Kosten vs. Nutzen vs. Interesse vs. ggf. Datenschutz vs. ...

Ich denke mal, offiziell eine Genehmigung so eine detaillierte Überwachung oder Ortung zu bekommen, ist gar nicht so einfach. Was dagegen im realen Leben[tm] so abläuft, weiß ich nicht.

Ciao
Jan
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vtrquark


#43

Beitrag von vtrquark » 15.10.2004 14:41

der einsatz dieser möglichkeiten hat nichts mit technischen einschränkungen zu tun, sondern die einschränkungen sind eher von behördlicher natur (datenschutz).

man könnte die technische möglichkeit leicht austesten, wenn man eine bombendrohung an den reichstag per handy mit nicht unterdrückter rufnummer richten würde (mit leicht arabischen akzent evtl.) ich schwör dir, wenn du dein handy angeschaltet lässt, dauert es keine 30 minuten und du bist lokalisiert und ne hundertschaft GSG9 befindet sich ganz in deiner nähe...

Buchi


#44

Beitrag von Buchi » 15.10.2004 14:50

Jan Zoellner hat geschrieben:Kosten vs. Nutzen vs. Interesse vs. ggf. Datenschutz vs. ...

Ich denke mal, offiziell eine Genehmigung so eine detaillierte Überwachung oder Ortung zu bekommen, ist gar nicht so einfach. Was dagegen im realen Leben[tm] so abläuft, weiß ich nicht.
Also im konkreten Fall kann ich nur sagen das die Ortung wohl genehmigt war, das Interesse wohl auch, der Datenschutz keine Rolle spielte und die Kosten wohl auch nicht. Denn ein Hubschraubereinsatz mit Infrarotkamera kostet sicher mehr.

Also kann da was nicht ganz richtig gelaufen sein.

Gerch


#45

Beitrag von Gerch » 16.10.2004 17:24

Ursprünglich stamme ich aus der Ecke Hof, Bayreuth, Marktredwitz und Eger, also daher, wo der Vermisste wahrscheinlich wieder in Richtung Deutschland gefahren sein müßte!

Die Suchanzeige habe ich mal an meine Schwester geschickt, die hat was beim MT Marktredwitz-Wölsauerhammer zu sagen! Da sind immerhin so 30 aktive Biker Mitglied!!

Die sollen mal ein wenig die Augen offen halten, vieleicht bringts ja was!

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