Endlich mal ein vernünftiges Urteil


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Ronaan
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Re: Endlich mal ein vernünftiges Urteil

#31

Beitrag von Ronaan » 22.08.2009 19:37

fabian hat geschrieben:es wird ja das schmerzensgeld reduziert ... und diese schmerzen wären ggf. gar nicht entstanden, wenn schutzkleidung getragen worden wäre. das muss natürlich individuell entschieden werden.
Die Schmerzen wären auch dann gar nicht erst entstanden, wenn der Verursacher den Kradler nicht umgefahren hätte.

Wenn ich morgen über die Straße laufe und mir schießt jemand in den Bauch, krieg ich dann auch nur nen Bruchteil vom Schmerzensgeld?
Ich meine, man kann doch ne schußsichere Weste tragen, oder?
Gewichtstuning fängt beim Fahrer an ;)

steffen1660


Re: Endlich mal ein vernünftiges Urteil

#32

Beitrag von steffen1660 » 22.08.2009 19:42

Ronaan hat geschrieben:
fabian hat geschrieben:es wird ja das schmerzensgeld reduziert ... und diese schmerzen wären ggf. gar nicht entstanden, wenn schutzkleidung getragen worden wäre. das muss natürlich individuell entschieden werden.
Die Schmerzen wären auch dann gar nicht erst entstanden, wenn der Verursacher den Kradler nicht umgefahren hätte.

Wenn ich morgen über die Straße laufe und mir schießt jemand in den Bauch, krieg ich dann auch nur nen Bruchteil vom Schmerzensgeld?
Ich meine, man kann doch ne schußsichere Weste tragen, oder?

diese aussage finde ich mal voll für den popo :( hell nicht böse sein ronaan ;) bier aber ich kann das eine nicht mit dem anderen vergleichen , wenn ich ein mopped hab ,habe ich einfach nicht in kurzen hosen und t-shirt zu fahren ,die wo so fahren haben selber pech und bekommen von mir kein mitleid :twisted: wir haben schon ein sehr gefährliches hobby da muss mandoch nicht seinen glück noch mehr raus fordern !

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Re: Endlich mal ein vernünftiges Urteil

#33

Beitrag von B-JT** » 23.08.2009 7:47

Moin,

ich dacht hier läuft ein falscher Film.

Hamse Euch was in den Kaffee getan oder zu heiss gebadet, ....

Im Umkehrschluss sind also bald auch die Radler und dann die Fussgänger dran, die könnten ja auch im Lederkombi und Integralhelm strampeln.
Und was ist mit Dosenfahren die keinen Airbag und ESP haben......

In erster Linie fahre ich das Bike um von A nach B zu kommen und nicht um mich einer erhöhen Gefahr auszusetzen!

Unangebrachte Bekleidung auf dem Bike ist obermies aber noch lange kein Grund um sich aus der Haftung zu stehlen.
Bei dem geringen Schmerzensgeld was in D erstritten wird ist es teurer für die Versicherung eine hochwertige beschädigte Schutzbekleidung zu ersetzen.

Bye

Jürgen
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Re: Endlich mal ein vernünftiges Urteil

#34

Beitrag von B-JT** » 23.08.2009 7:57

Martin650 hat geschrieben:Gegenfrage: Warum bekommt ein besoffener Autofahrer der völlig unschuldig in einen Verkehrsunfall verwickelt wird eine Teilschuld oder mehr ? Ist das etwa ungerecht ?

Weil man immer davon ausgeht das er im nüchternen Zustand "Gegenmassnahmen" hätte einleiten können um den Unfall zu vermeiden oder dessen Auswirkungen hätte mindern können. Wozu man im betrunkenen Zustand nachweislich nicht in der Lage ist da nicht nur das Sichtfeld stark eingeschränkt ist sondern auch die Reaktionsfähigkeit erheblich verschlechtert wird.
Aber dieses trifft für einen Fahrer ohne ausreichende Schutzkebleidung NICHT zu.

Bye

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Re: Endlich mal ein vernünftiges Urteil

#35

Beitrag von catering » 23.08.2009 10:38

Germanien live

Die betroffene und in diesem Fall geschädigte Gruppe (Mopedfahrer) klatscht Beifall für ein Urteil das JEDE Versicherung in die Lage versetzt das Schmerzensgeld in einem unverschuldeten zu mindern bzw. zu verwehren.

:rofl:
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1. Honda CR125R, 2. Kreidler Flory, 3. Aspes Navaho 80, 4. RD 350 YPVS, 5. GPZ 1100. 6. Vmax, 7. GSX-R 1100,
8. GSX-R 1100, 9. Vmax, 10. Ducati Monster, 11. aktuell: SV 1000N, 12. aktuell: Speed Triple 1050 SE, 13. aktuell; RD 350 YPVS 1WW

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Re: Endlich mal ein vernünftiges Urteil

#36

Beitrag von fantaV2 » 23.08.2009 10:49

ich bleibe bei meiner meinung, zumindest wenn der einzelfall berücksichtigt wird. und in deutschland ist nunmal ein gefälltes urteil im gegensatz zur usa nicht pauschal "gesetz".

müsste der unfallverursacher das schmerzensgeld persönlich zahlen, wäre die sache noch eindeutiger. warum sollte man zehntausende euro zahlen, nur weil der unfallgegner in kurzer hose bei hohen geschwindigkeiten landstraße gefahren ist.

ich persönlich würde mir da äußerst verarscht vorkommen.
nur weil man eine haftpflicht hat, muss man darüber doch nicht hinweg sehen.

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Re: Endlich mal ein vernünftiges Urteil

#37

Beitrag von x-stars » 23.08.2009 11:19

"warum sollte man zehntausende euro zahlen"

Hast du mal gesehen, was für lächerliche Beträge man in De an Schmerzensgeld kriegt?

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Re: Endlich mal ein vernünftiges Urteil

#38

Beitrag von catering » 23.08.2009 13:04

fabian hat geschrieben:warum sollte man zehntausende euro zahlen, nur weil der unfallgegner in kurzer hose bei hohen geschwindigkeiten landstraße gefahren ist.
Vielleicht weil der kurze Hosen Fahrer ohne den Unfall nicht verletzt gewesen wäre??

Gegenfrage:
Warum sollte die Versicherung bei einem Unfall bei dem die Schuld eindeutig feststeht oder bei einem Diebstahl dubiose Abzüge an Fahrzeug, Kleidung etc. machen? Fakt ist das die Versicherer dies tun.....
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Re: Endlich mal ein vernünftiges Urteil

#39

Beitrag von Ronaan » 24.08.2009 10:01

steffen1660 hat geschrieben:
Ronaan hat geschrieben:
fabian hat geschrieben:es wird ja das schmerzensgeld reduziert ... und diese schmerzen wären ggf. gar nicht entstanden, wenn schutzkleidung getragen worden wäre. das muss natürlich individuell entschieden werden.
Die Schmerzen wären auch dann gar nicht erst entstanden, wenn der Verursacher den Kradler nicht umgefahren hätte.

Wenn ich morgen über die Straße laufe und mir schießt jemand in den Bauch, krieg ich dann auch nur nen Bruchteil vom Schmerzensgeld?
Ich meine, man kann doch ne schußsichere Weste tragen, oder?

diese aussage finde ich mal voll für den popo :( hell nicht böse sein ronaan ;) bier aber ich kann das eine nicht mit dem anderen vergleichen , wenn ich ein mopped hab ,habe ich einfach nicht in kurzen hosen und t-shirt zu fahren ,die wo so fahren haben selber pech und bekommen von mir kein mitleid :twisted: wir haben schon ein sehr gefährliches hobby da muss mandoch nicht seinen glück noch mehr raus fordern !
Keine Angst, hab ein dickes Fell :wink:

Wenn einer mit Bermudas und Flipflops fährt (meinethalben auch mit Adiletten), und sich selber auf's Maul packt, ist das sein eigenes Problem. Dann kriegt er auch kein Mitleid von mir.

Wenn aber z.B. einer mit Jeans und Lederjacke und Turnschuhen fix zum Bäcker fährt, vorsichtig natürlich, und wird unverschuldet runtergeholzt, und nachher kommt von der Versicherung der Spruch "ja hätt er keine Jeans angehabt wär die Haut noch dran und mit Stiefeln anstatt Turnschuhen wär der Knöchel jetzt nicht steif, also zahlen wir's nicht", dann ist es dämlich.

(ich fahre immer in voller Montur, aber es geht schon ein Bißchen um's Prinzip) :wink:
Gewichtstuning fängt beim Fahrer an ;)

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Re: Endlich mal ein vernünftiges Urteil

#40

Beitrag von Jonny » 24.08.2009 16:17

Euch hamse wirklich ins Hirn gesch*****...

Sorry Leute, aber alles klar bei euch?! Ihr wisst schon, dass ihr damit all den Spackos da OBEN beiklatscht und euch selber Handschellen anlegt.

JEDER von euch ist schonmal ohne ausreichende Schutzkleidung gefahren. Und solche bescheurten Aussagen wie "wäre er nicht in kurzer Hose gefahren" sind totaler Blödsinn, denn wenn der Autofahrer nicht reingefahren wäre, dann gäbe es auch keinen Unfall. Dann ist es nämlich SEIN PECH, dass er gerade in jemanden reingefahren ist, der zudem mit kurzer Hose gefahren ist. Natürlich trage ich Leder, weil ich mich selber vor weiteren Verletzungen schützen möchte, falls es mich mal wieder hinschmeißt.

Auch noch ne tolle Frage: Was machen denn die Klugscheißer hier, wenn es den Moppedfahrer mal mit Textilklamotten schmeißt?! Ich meine die ach so tollen Dinger, die zwar als Schutzkleidung angepriesen werden, aber trotzdem ab 30Km/h schon anfangen zu reißen?! Dann hat man zwar Schutzklamotten angehabt, aber das angerissene Hinterteil hats trotzdem erwischt. Dann müsste der Gesetzgeber noch eins weiter schreiten und die Schutzklamotten weiter definieren, denn so wird es ein einziger Kampf zwischen Geschädigtem, Versicherung und Richtern, denn Liebe Leute, JEDER Fall stellt sich anders da... "wenn der so rum gefallen wäre, dann hätte er jetzt noch Haut am Arm, wenn er ne Lederhose zur Textiljacke angehabt hätte, wären seine Beine keine Schmirgelpapiere geworden, wenn er ne Lederkombi von Schwabenleder angehabt hätte, hätte das Leder die Schleifpartie bei 200Km/h sicher gehalten..."

So viel dazu! Dass Martin FÜR dieses Urteil ist, war mir sowieso klar, wieso fährste eigentlich noch Motorrad?!

(sorry, könnt mich nur aufregen)

MFG Jonny

green650


Re: Endlich mal ein vernünftiges Urteil

#41

Beitrag von green650 » 24.08.2009 16:31

Der Motorradfahrer hatte sich im Taunus bei einem Sturz erheblich verletzt, nachdem ein Fahrradfahrer plötzlich aus einem Waldweg heraus vor ihm auf die Landstraße eingebogen war. Laut Urteil hatte er den Unfall dennoch aus eigener Unachtsamkeit selbst verschuldet. In einem Ausflugs- und Wandergebiet müsse ein Verkehrsteilnehmer immer mit plötzlich auftretenden Spaziergängen und Radfahrern rechnen, begründete das Gericht. Darüber hinaus sei die «Betriebsgefahr» bei Motorradfahrern ungleich höher als bei Autofahrern und anderen Verkehrsteilnehmern.

Das Risiko, auf dem Motorrad getötet zu werden, sei beispielsweise sieben Mal höher als bei anderen Verkehrsteilnehmern, zitierte das Gericht die «Zeitschrift für Verkehrssicherheit». Nach dieser Statistik sterben je Milliarde gefahrener Kilometer 92 Motorradfahrer, aber nur 13 Autofahrer.Diese Betriebsgefahr lasse sich bei Motorradfahrern daher «grundsätzlich als Verschulden gegen sich selbst begreifen».
Unfallfolgen würden schon deshalb ganz bewusst in Kauf genommen
und dürften daher «ganz überwiegend nicht auf den Unfallgegner abgewälzt werden», heißt es in der Entscheidung. LG Frankfurt am Main, Urteil vom 30.03.2007, Az. 2-20 O 8806/06 - Quelle: dpa-Meldung vom 30.03.2007

:mrgreen: :mrgreen:

Quelle: © Motorradrecht / © Kanzlei Hoenig Berlin - Link www.motorradrecht.de
Zuletzt geändert von green650 am 24.08.2009 16:39, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Endlich mal ein vernünftiges Urteil

#42

Beitrag von Dragol » 24.08.2009 16:36

Dann such mal bitte jemand die Statistik für Fahrradfahrer und Fußgänger raus.
Wieviele davon bleiben pro 1 Milliarde km auf der Strecke?

Ich hatte fast schon befürchtet mit meiner Kritik an dem Urteil einer kleinen Minderheit anzugehören ...
"Der Lenker ist ein Instrument zur Kontrolle und nicht zum Festklammern da." (Keith Code, Der richtige Dreh II, 1993)

2006, 2007, 2009, 2010, 2011, 2012 amico del tornanti
2013 viaggio in Sardegna, Routes des Grandes Alpes

green650


Re: Endlich mal ein vernünftiges Urteil

#43

Beitrag von green650 » 24.08.2009 16:38

Dragol hat geschrieben:Dann such mal bitte jemand die Statistik für Fahrradfahrer und Fußgänger raus.
Wieviele davon bleiben pro 1 Milliarde km auf der Strecke?

Ich hatte fast schon befürchtet mit meiner Kritik an dem Urteil einer kleinen Minderheit anzugehören ...
Dragol,

hatte ich vergessen. :oops:
Frag ihn selbst :D
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Re: Endlich mal ein vernünftiges Urteil

#44

Beitrag von Karbuk » 24.08.2009 16:44

Ich glaub ja wohl es hackt! Na gut, am besten fahren wir dann alle spritfressende Straßenpanzer ala VW Tuareg, Audi Q7 usw und als Hobby dann LKW. Denke in sonem 40 Tonner sitzt man schon relativ sicher wenn der nächste Radfahrer ausm Waldweg kommt...

Die Spinnen die Römer....

mattis


Re: Endlich mal ein vernünftiges Urteil

#45

Beitrag von mattis » 24.08.2009 17:17

Ronaan hat geschrieben:Wenn aber z.B. einer mit Jeans und Lederjacke und Turnschuhen fix zum Bäcker fährt, vorsichtig natürlich, und wird unverschuldet runtergeholzt, und nachher kommt von der Versicherung der Spruch "ja hätt er keine Jeans angehabt wär die Haut noch dran und mit Stiefeln anstatt Turnschuhen wär der Knöchel jetzt nicht steif, also zahlen wir's nicht", dann ist es dämlich.
ACK. Finde derartige Regelungen sehr gefährlich. Und zwar für uns.

Wo fängt korrekte Schutzkleidung an? Reicht Textil? Wie dick muss das Material sein? Braucht man Protektoren? Was ist mit einem Rückenprotektor? Wird Leder Pflicht? Reicht ein Jet-Helm?

Und dann kommen Fragen wie "Hätte die Verletzung mit einer anderen Ausrüstung verhindert werden können?"

Im Ernstfall können sie es dann drehen und wenden wie sie wollen und wir gucken dabei in die Röhre.

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