SV1000 Kaufentscheidung. Zuverlässigkeit und Probefahrt


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Pat SP-1
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Re: SV1000 Kaufentscheidung. Zuverlässigkeit und Probefahrt

#61

Beitrag von Pat SP-1 » 05.08.2019 14:01

Tewa hat geschrieben:
05.08.2019 13:02
Klingt vielleicht für den Einen oder Anderen irre aber als ich mir noch überlegte eine CBR 600 RR zu kaufen, fiel mir auf, dass die Fireblade nicht viel teurer ist und habe auch da schon überlegt.
Ob das irre ist oder nicht, vermag ich nicht zu beurteilen. Offensichtlich ist aber, dass es nicht selten ist. Deshalb ist die SSP 600 Klasse ja praktisch ausgestorben (hierzulande gibt es nur noch die R6).

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gummistiefl
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Re: SV1000 Kaufentscheidung. Zuverlässigkeit und Probefahrt

#62

Beitrag von gummistiefl » 05.08.2019 17:06

Ich bin von der Knubbel 650S auf die Kante 1000S umgestiegen und war im ersten Moment mit einem schlechteren Gefühl unterwegs als mit der kleinen.
Die 1000er wollte nicht richtig um die Kurven, das Fahrwerk der Knubbel war hinten besser und ich war selbst noch nicht so routiniert.
Habe dann über den Winter das Fahrwerk gemacht, also Heckhöherlegung und GSXR Gabel und von da an lief es richtig gut.
Der Motor ist sehr einfach zu fahren, schöner Drehmoment und Leistungsverlauf der es einfach macht das Gas zu kontrollieren.

Leih dir mal eine aus, fahr ein bisschen und entscheide dann.
Meiner Meinung nach ist alles was auf die Rennstrecke gehört und dafür gebaut wurde, nicht das richtige für die Landstrasse.
Hatte letztes Jahr eine nagelneue ZX10RR (200PS) für einen Tag. Mit der originalen Übersetzung hatte ich kaum eine Chance an den Kollegen auf der KTM 790 dran zu bleiben auf kurvigen Passtrassen, obwohl ich die normalerweise gut stehen lasse.
Da hab ich am Kurvenausgang echt warten müssen bis die Drehzahl hoch genug war, das auch Leistung da war.
Das war wesentlich anstrengender als mit der SV....

Ja Autobahn, das hat Spass gemacht mit dem Ding, aber auch nur kurz.

Beide SV's kann man Fahrwerksmässig auf den Stand bringen das man auch auf der Renne gut mitfahren kann.

Gruss Thomas
Zündapp KS 50 WC (noch in Besitz) --> KTM 640 LC4 --> Suzuki SV 650S BJ1999 --> Suzuki SV 1000S BJ 2004
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Es ist mit Reifen wie mit Frauen, man liebt sie bis sie sich einen Ausrutscher erlauben =)

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Pat SP-1
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Re: SV1000 Kaufentscheidung. Zuverlässigkeit und Probefahrt

#63

Beitrag von Pat SP-1 » 05.08.2019 17:26

gummistiefl hat geschrieben:
05.08.2019 17:06

Meiner Meinung nach ist alles was auf die Rennstrecke gehört und dafür gebaut wurde, nicht das richtige für die Landstrasse.
Wenn man einfach etwas haben möchte, was sich einfach und bequem fahren lässt, stimme ich Dir voll zu. Mit den aktuellen Superbikes hätte ich ehrlich gesagt auch wenig Lust, zu fahren, da man sich einfach nur noch die ganze Zeit zurückhalten muss. Die etwas älteren Sportler begeistern mich aber von ihrer ganzen Art her so, dass es mir mächtig Spaß macht. Zumindest geht es mir mit meiner SP-1 so und bei den -leider viel zu kurzen- Ausfahrten mit Ducati 999S und RC30 (die ja wirklich nur für die Rennstrecke gebaut wurde) war das Grinsen unterm Helm auch seeeehr breit.

Wie ich in einem anderen Thread schon mal geschrieben habe: Wenn sich Spaß beim Motorradfahren nur dadurch definieren würde, womit man am längsten zügig über Land- und Kreisstraßen 2. und 3. Ordnung fahren kann, dann müssten wir wohl alle GS fahren. Aber wollen wir das :?:

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Re: SV1000 Kaufentscheidung. Zuverlässigkeit und Probefahrt

#64

Beitrag von Tewa » 06.08.2019 20:09

Wie viel wäre denn eurer Meinung nach eine SV1000S mit Vollverkleidung, Sonderlenker von LUCAS, kleinem Kennzeichenhalter, Scheckheft (wahrscheinlich gepflegt) und 11000 km wert?

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Re: SV1000 Kaufentscheidung. Zuverlässigkeit und Probefahrt

#65

Beitrag von Thorsten_Köhler » 06.08.2019 21:10

Weniger als bei kleinanzeigen aufgerufen wird.
Das Scheckheft ist zwar ausgefüllt, aber die Inspektionsintervalle sind alle 6.000 oder jährlich.
Wenn ich nicht komplett auf dem Schlauch stehe.
Dazu kommt, dass das eine Standuhr ist.
In 14 Jahren nur 10.500km?
Reifenalter? Flüssigkeiten? HU ist auch fast abgelaufen.
Es handelt sich jedenfalls nicht um eine K5, siehe Rahmenfarbe.
Für den Lenker und den Kennzeichenhalter gibt es ein großes Eis mit Sahne und für die VVK würde ich 300-500€ aufschlagen.
Also mehr als 3.500€ würde ich nicht ausgeben.

Die andere (die Rote) hat keinen SBK-Lenker aber die realistischer Preisvorstellung und neue Reifen plus die beiden Ständer.
Lenker kann man mit geschcik und Geduld selbst umbauen und dabei gleich Stahlflex verbauen.
Nach der Zeit eh zu empfehlen.
Lack oben, Gummi unten.

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Pat SP-1
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Re: SV1000 Kaufentscheidung. Zuverlässigkeit und Probefahrt

#66

Beitrag von Pat SP-1 » 06.08.2019 21:23

Tewa hat geschrieben:
06.08.2019 20:09
Wie viel wäre denn eurer Meinung nach eine SV1000S mit Vollverkleidung, Sonderlenker von LUCAS, kleinem Kennzeichenhalter, Scheckheft (wahrscheinlich gepflegt) und 11000 km wert?

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Keine Ahnung, was so etwas wert ist. Ich würde mich aber insofern meinem Vorredner anschließen, dass der Tachostand zu gering für so ein altes Moped ist. Standschäden können richtig ins Geld gehen. Die Raptor meiner Frau war so ein Fall. Die hatte auch unter 1.000km pro Jahr und dann mussten wir einiges machen.

Noch mal zurück zu anderen Vorschlägen: wenn Du einen Sporttourer mit 1000er V2 suchst, wie wäre es denn mit so etwas?: https://suchen.mobile.de/fahrzeuge/sear ... scopeId=MB
oder so etwas: https://suchen.mobile.de/fahrzeuge/deta ... scopeId=MB (ohne S (also ohne Öhlins-Fahrwerk und mit 916-Motor) und ohne ABS wäre sie auch noch deutlich günstiger).

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Re: SV1000 Kaufentscheidung. Zuverlässigkeit und Probefahrt

#67

Beitrag von Tewa » 06.08.2019 21:33

Ich habe mich wohl kitschiger Weise in die SV verguckt und die Anderen gefallen mir von der Optik her einfach nicht. Wie entstehen denn Standschäden und mit was muss ich da rechnen?

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Re: SV1000 Kaufentscheidung. Zuverlässigkeit und Probefahrt

#68

Beitrag von Pat SP-1 » 06.08.2019 21:47

Manche Teile brauchen regelmäßige Bewegung. Bei der Raptor war die Bremse von Anfang an mau, weil zwei Bremskolben schwergängig waren und als meine Frau dann auch länger nicht gefahren ist, war die Benzinpumpe hin. Nach einiger Standzeit heult die auch furchtbar, weil sie anscheinend austrocknet. Ist bei meiner SP auch so, weswegen ich mir mittlerweile angewöhnt habe, bei den beiden Mopeds wenigsten alle paar Wochen die Zündung an zu machen, damit die mal anläuft. Lager können auch festgammeln. Bei Fahrzeugen mit ABS (spielt bei der SV 1000 keine Rolle, gilt aber für Autos und Motorräder) sollte man auch hin und wieder mal im ABS-Regelbereich bremsen, damit die Ventile gangbar bleiben. Rost im Tank ist auch etwas, was man häufiger mal liest.

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Re: SV1000 Kaufentscheidung. Zuverlässigkeit und Probefahrt

#69

Beitrag von VOODOO » 06.08.2019 21:59

Tewa hat geschrieben:
06.08.2019 21:33
Ich habe mich wohl kitschiger Weise in die SV verguckt und die Anderen gefallen mir von der Optik her einfach nicht. ...
Genau der Grund, warum ich mir son Ding gekauft hab.
Ich brauch den Bums der Großen, weil ich etwas gewichtiger bin und das so auch von meinen Panzerkreuzern gewohnt bin. Dass das Fahrwerk sicher seine Defizite hat, wurde hier ja schon erläutert, wenn man das Gebotene aber nicht wirklich auslotet, reicht es super.
Tewa hat geschrieben:
06.08.2019 21:33
....Wie entstehen denn Standschäden und mit was muss ich da rechnen?
Des is nicht mein Themengebiet.
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Re: SV1000 Kaufentscheidung. Zuverlässigkeit und Probefahrt

#70

Beitrag von Tewa » 15.08.2019 18:30

So! Ich habe gestern spontan bei dem Suzuki-Händler Motorrad Hofmann Monsheim in Monsheim angerufen und eine Probefahrt ausgemacht. Ich bin ca. 45 Minuten lang durch die Gegend gefahren. Also der Motor ist echt super. Man hört und spürt ihn richtig. Mir haben die Vibrationen sehr gefallen.
Zu viel Power war es auf keinen Fall aber auch nicht zu wenig!
Ich schaue jetzt mal, dass ich mir eine SV raussuche, die mir am Besten zusagt und dann mal schauen.
Mir ist allerdings aufgefallen, dass sie mir fast zu hoch ist. Bei meiner XJ komme ich gut mit beiden Füßen auf den Boden und bei der SV ging es "relativ" gut auf den Fußballen bzw. Zehen. Dabei soll sie laut den Daten nur einen Centimeter höher sein? Woran könnte es liegen, dass ich nicht richtig auf den Boden komme mit den Füßen?

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Re: SV1000 Kaufentscheidung. Zuverlässigkeit und Probefahrt

#71

Beitrag von Grillgöttin » 15.08.2019 21:29

Da spielen mehr Faktoren rein als nur die reine Sitzhöhe. Ist die Bank breiter, läuft der Tank nicht schmal nach hinten aus, wirkt die Kiste höher.
Motorradfahren verbindet.

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Re: SV1000 Kaufentscheidung. Zuverlässigkeit und Probefahrt

#72

Beitrag von Tewa » 20.08.2019 21:27

Hallo,

ich melde mich mal wieder. Ich habe hier und da gelesen, dass das Fahrwerk nicht gerade so optimal sein soll.
Da ich durchaus auch sportlich fahren lernen möchte, frage ich mich nun, ob ich etwas daran verändern muss und wie viel das kosten würde.
Mich interessiert auch ein Zubehör-Auspuff (vielleicht auch nen Sportluftfilter), da die Maschine, die ich zur Probe gefahren bin einen Leo hatte und ich den Sound wirklich toll fand.
Muss ich die Maschine mit einem Zubehör-Auspuff neu abstimmen lassen oder wie das heißt?
Ich habe versucht auf den offiziellen Seiten von "Zubehör-Auspuff-Marken" etwas für die SV zu finden. Allerdings habe ich zum Beispiel keinen Leo gefunden. Gibt es die nicht mehr für die SV? Hätte ich mit der SV Probleme passendes Zubehör bzw. Ersatzteile zu finden?

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Re: SV1000 Kaufentscheidung. Zuverlässigkeit und Probefahrt

#73

Beitrag von motus » 20.08.2019 22:31

Was das Fahrwerk angeht empfehle ich vorne andere Federn plus frisches Öl. Ich hab bei 100kg Fahrergewicht inkl Klamotten die Federn von Wirth drin, unter 85/90kg wären die von Wilbers geeigneter.

Federn plus Öl haben mich damals ca 120€ gekostet, den Tausch hab ich selbst gemacht.

Hinten im Oktober bei der jährlichen Wilbers Aktion ein Federbein bestellen, welches auf das eigene Gewicht und Fahrweise angepasst wird. Preis abhängig vom Modell, ich glaube ab 400€ ist man da über die Forumshändler dabei.

Was Endtöpfe angeht ist es halt so, dass viele Sachen nicht mehr produziert werden für so ein altes Motorrad. Den Leo kriegst du nur noch gebraucht, wie viele andere auch. Ansonsten mal bei Louis und Polo über die Bike Datenbank schauen, was die noch haben.
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Re: SV1000 Kaufentscheidung. Zuverlässigkeit und Probefahrt

#74

Beitrag von BlueZuki » 21.08.2019 9:58

Was es auf jeden Fall noch gibt sind Töpfe von MIVV, IXIL, Takkoni, Hurric, Barracuda, GPR und Bodis, wobei die letzteren beiden ordentlich viel Geld kosten je nach Ausführung.

Ich habe einen Storm Oval von MIVV, also die Edelstahl-Ausführung vom MIVV Oval ( der ist aus Titan ).
Kann ich persönlich empfehlen, ist definitiv nicht zu laut und der Sound schön kernig. Die Tüten sind auch ordentlich groß, Leistungseinbußen sind keine zu verspüren. War auch schnell entschieden, da man die für 400€ neu bekommt :D . Viele schwören hier aber auch auf Hurric.
Manche sagen auch, dass man den Lenkungsdämpfer ersetzen sollte, kostet aber auch nochmal zwischen 200 und 300 Euronen.

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Re: SV1000 Kaufentscheidung. Zuverlässigkeit und Probefahrt

#75

Beitrag von Tewa » 05.04.2020 16:08

Hallo liebe SV-Gemeinde!

Heute war es so weit. Ich habe mir eine SV1000S gekauft mit ca. 27500 km mit Superbikelenker, Stahlflexleitung und scheckheftgepflegt für 3400 €. Mir ist allerdings aufgefallen, dass die Vorderradbremse sehr zäh abbremst. Der Bremshebel lässt sich eher schwer ziehen. Er sagte er hätte die Bremsflüssigkeit selbst gewechselt. Vielleicht muss ich mich erst noch daran gewöhnen... Mal schauen. Ich bin schon ganz gespannt wie die erste Ausfahrt wird. Mir ist auch beim Kupplungziehen aufgefallen, dass man ein "raselndes Geräusch" hört, wenn man die Kupplung loslässt. Es ist eher leise aber durchaus vernehmbar. Muss ich mir da Gedanken machen?

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