Bio-Benzin


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Re: Bio-Benzin

#16

Beitrag von Nordisch81 » 21.05.2021 13:33

Sorry aber klimatechnisch spielt dass bei den paar Moppeds überhaupt keine Rolle.
Die Milliarden Zweiräder in Asien auf die es ankommen würde, werden wohl eher kein Biobenzin tanken.
Solange Schiffe immer noch mit Schweröl fahren, im Hafen die Motoren für Stromerzeugung laufen lassen und nicht auf Wasserstoff umgerüstet wird ist doch Mopped Biobenzin eher Marketinggag als nützliche Alternative um Umweltziele zu erreichen(die sowieso schon unhaltbar sind).
Sicher werden die grossen Konzerne keine eigenen Zapfsäule für Bio-Moppedbenzin anbieten...

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Re: Bio-Benzin

#17

Beitrag von LifadxD » 21.05.2021 23:05

Wobei ich hier anmerken möchte, dass nur weil Motorrad.de darüber berichtet, natürlich auch abermillionen PKW in Mitteleuropa diesen Kraftstoff tanken können.
Auch wenn du mit deinem Beitrag im Prinzip recht hast, liest er sich so, als würde das NUR für Motorräder existieren. Nimmt man die PKW mit in die Betrachtung, ist die Auswirkung schon beträchtlicher denke ich.
Ich habe das Recht mich zu beschweren,
ich kenn' alle Gesetzeszeilen.
Außer das Recht zu schweigen.

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Re: Bio-Benzin

#18

Beitrag von Nordisch81 » 21.05.2021 23:29

Recht hast du. Hab es auch erst so gelesen als ob der nur für Moppeds wäre....
Schauen wir mal was das so bringt...
;) bier

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Re: Bio-Benzin

#19

Beitrag von discus » 22.05.2021 8:46

Nordisch81 hat geschrieben:
21.05.2021 13:33
Sorry aber klimatechnisch spielt dass bei den paar Moppeds überhaupt keine Rolle.
Die Milliarden Zweiräder in Asien auf die es ankommen würde, werden wohl eher kein Biobenzin tanken.
Solange Schiffe immer noch mit Schweröl fahren, im Hafen die Motoren für Stromerzeugung laufen lassen und nicht auf Wasserstoff umgerüstet wird ist doch Mopped Biobenzin eher Marketinggag als nützliche Alternative um Umweltziele zu erreichen(die sowieso schon unhaltbar sind).
Sicher werden die grossen Konzerne keine eigenen Zapfsäule für Bio-Moppedbenzin anbieten...
Das ist ein Argument, dass zwar faktisch richtig ist, jedoch finde ich es moralisch schwierig. Irgendwer muss anfangen und warum, dann nicht die reichen Industriestaaten, die es sich leisten können. Sonst schieben wir immer nur den Schwarzen Peter von A nach B und es passiert nichts.
Wandel beginnt im Kleinen :!:
Mein Motorrad ist jetzt alt genug um eigene Entscheidungen zu treffen. Das macht den Umgang mit ihr manchmal etwas schwierig.

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Re: Bio-Benzin

#20

Beitrag von Trobiker64 » 22.05.2021 10:02

Wenn man allen Kraftstoffsorten 30% Bio-Anteil zuführen würde, wäre schon kurzfristig mehr erreicht, als je Elektrofahrzeuge bringen würden. Ganz zu schweigen von den Umweltschäden, verursacht durch die aktuellen (Li)-Antriebsbatterien.

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Re: Bio-Benzin

#21

Beitrag von Kolbenrückholfeder » 22.05.2021 10:46

Trobiker64 hat geschrieben:
22.05.2021 10:02
Wenn man allen Kraftstoffsorten 30% Bio-Anteil zuführen würde, wäre schon kurzfristig mehr erreicht, als je Elektrofahrzeuge bringen würden. Ganz zu schweigen von den Umweltschäden, verursacht durch die aktuellen (Li)-Antriebsbatterien.
Aus meiner Sicht ist das zumindest den großen Automobilherstellern klar. Alle relevanten Hersteller, bis auf BMW, gehen die große Wette auf die Zukunft ein die da heißt Energiespeicher- u. Batterieentwicklung.
Mechanisch Autos bauen können heute viele Produzenten, der eine gut der andere weniger gut.
Der Schlüssel wird der Energiespeicher, dessen Handhabung und die Energieflusssteuerung sein. Hier gilt es Geld in die Forschung zu pumpen.

Motorräder sind diesem Szenario eine Randerscheinung.
OT: BTW, würden wir unseren Fleischkonsum deutlich senken wäre das ein noch größerer Wurf. Von dieser Warte aus betrachtet haben wir ein reines Luxusproblem.
;) bier

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Re: Bio-Benzin

#22

Beitrag von Trobiker64 » 22.05.2021 11:29

Kolbenrückholfeder hat geschrieben:
22.05.2021 10:46
Der Schlüssel wird der Energiespeicher,
Man wird auf Jahrzehnte keine Batterien bekommen, die auch nur annähernd eine Energiedichte der heutigen Flüssigkraftstoffe bereit stellen. Die ganze Thematik führt in eine Sackgasse, da auch die Rohstoffe endlich sind und somit schließt sich der Kreis. Nach meiner Einschätzung werden Autos mit Batteriespeicher langfristig nur für den Kurzstreckeneinsatz tauglich sein, da die umweltunproblematischen und ausreichend verfügbaren Batterierohstoffe (z.B. bei Blei- oder NiMH-Zellen) eine deutlich geringere Energiedichte haben. Die Zunkunft für Reichweiten bis 1500km gehört den Verbrennern mit CO2-neutralen Kraftstoffen und Elektrofahrzeugen mit Brennstoffzellen und Ammoniakversorgung. Für beide Varianten bedarf es einer massiv ausgebauten grünen Wasserstoffversorgung als Primärenergie. Und ........die Energieverbräuche müssen runter um eine ordentliche Energieabdeckung zu bekommen. Was soll ein Sportwagen heute noch mit 600PS, ein SUV mit 2to Leergewicht oder auch ein Tesla mit 700PS. :roll:

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Re: Bio-Benzin

#23

Beitrag von janaldo » 22.05.2021 12:37

Wer braucht denn ernsthaft Reichweiten von 1500km? Die Masse fährt weniger als 15.000 km im ganzen Jahr.

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Re: Bio-Benzin

#24

Beitrag von Trobiker64 » 22.05.2021 13:16

Urlaubsreisen, Dienstreisen! Wobei 1500km den obersten Grenzwert darstellen. Ich fahre mehrmals im Jahr mit dem PKW längere Strecken über 700 km in Urlaub. Mit einem Elektroauto ala Tesla brauche ich da deutlich länger als mit einem Verbrenner, und da reden wir von einigen Stunden.

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Re: Bio-Benzin

#25

Beitrag von Nordisch81 » 22.05.2021 13:48

Trobiker64 hat geschrieben:
22.05.2021 13:16
Urlaubsreisen, Dienstreisen! Wobei 1500km den obersten Grenzwert darstellen. Ich fahre mehrmals im Jahr mit dem PKW längere Strecken über 700 km in Urlaub. Mit einem Elektroauto ala Tesla brauche ich da deutlich länger als mit einem Verbrenner, und da reden wir von einigen Stunden.
Da werden die Neuerungen in der Ladetechnik interessant. Wenn der Akku nach 20 min wieder voll ist geht die Rechnung auf. Pause machen und weiterfahren. Allerdings ist die ausreichende Ladeinfrastruktur auf Autobahnraststätten und der Energiepreis interessant. Kam die Woche eine interessanter Plusminusbericht. Da werden teilweise über 1€/KWH berechnet da Strom aus 100% erneuerbarer Ressource produziert. Das macht dann aber den Verbrenner wieder günstiger als das Emobil.

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Re: Bio-Benzin

#26

Beitrag von Pat SP-1 » 22.05.2021 14:23

Da werden teilweise über 1€/KWH berechnet da Strom aus 100% erneuerbarer Ressource produziert
Der Zusammenhang existiert nicht. Mittlerweile sind die Erneuerbaren die günstigen Erzeuger und liegen im Bereich von etwa 5cent/kWh. Letztens habe ich einen Artikel über eine Firma gelesen, die ihre Werkshallendächer mit PV vollgepflastert hat und mit 3ct/kWh calculiert. Das auf dem Niveau der Betriebskosten von abgeschriebenen Kernkraftwerken.

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Re: Bio-Benzin

#27

Beitrag von janaldo » 22.05.2021 14:47

Trobiker64 hat geschrieben:
22.05.2021 13:16
Urlaubsreisen, Dienstreisen! Wobei 1500km den obersten Grenzwert darstellen. Ich fahre mehrmals im Jahr mit dem PKW längere Strecken über 700 km in Urlaub. Mit einem Elektroauto ala Tesla brauche ich da deutlich länger als mit einem Verbrenner, und da reden wir von einigen Stunden.
Bei den 700km mit 130km/h lädst du ein Model 3 z.B. einmal unterwegs 30 Minuten auf, macht also knapp 6h.
Alternativ mit Verbrenner vllt 4,5h reine Fahrzeit (vorausgesetzt 160km/h im Durchschnitt wären möglich) und ne halbe Stunde Pause, dann sparst du dir ne ganze Stunde. Wäre für mich kein Grund beim Verbrenner zu bleiben.

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Re: Bio-Benzin

#28

Beitrag von Nordisch81 » 22.05.2021 16:37

Pat SP-1 hat geschrieben:
22.05.2021 14:23
Da werden teilweise über 1€/KWH berechnet da Strom aus 100% erneuerbarer Ressource produziert
Der Zusammenhang existiert nicht. Mittlerweile sind die Erneuerbaren die günstigen Erzeuger und liegen im Bereich von etwa 5cent/kWh. Letztens habe ich einen Artikel über eine Firma gelesen, die ihre Werkshallendächer mit PV vollgepflastert hat und mit 3ct/kWh calculiert. Das auf dem Niveau der Betriebskosten von abgeschriebenen Kernkraftwerken.
Ging um den Verkaufspreis an der e-säule auf der Autobahnrastätte. Nutzt mit ja nix wenn jemand kostengünstig produziert aber teuer verkauft. Bei Tesla zahlste 0.39€/kwh, bei Ionity 0.79€/kwh und beim Anbieter aus 100% erneuerbarer En. 1,09€/kwh

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Re: Bio-Benzin

#29

Beitrag von Trobiker64 » 22.05.2021 17:18

janaldo hat geschrieben:
22.05.2021 14:47
Bei den 700km mit 130km/h lädst du ein Model 3 z.B. einmal unterwegs 30 Minuten auf, macht also knapp 6h.
Dir Rechnung stimmt vorne und hinten nicht, da du bei einem Schnitt von 130km/h deutlich zu viel Energie verbrauchst. Du wirst in der sparsameren Standardversion mit 50 KW/h Akku dich zwischen 20-25KW Leistungsbedarf bewegen, was eine Fahrzeit von gut 2 Std. bedeutet. Und in 30 Minuten lädt man nur einen Teil nach. Wenn jetzt auch noch die Außentemperaturen sehr niedrig sind und die Heizung in Betrieb ist, sieht es noch schlechter aus. Ein Kumpel von mir fährt ein Model 3 und die Erfahrungsberichte sind da sehr interessant. Um 400 km am Stück zurückzulegen, fähst man max. 100-110km/h, erst dann ist eine Energieaufnahme von 12-14 kW/h möglich. Mit meinem Verbrenner, selbst mit einem Benziner, kann ich 700km am Stück mit einem Schnitt von 130 km/h problemlos ohne Pause, zumindest theoretisch, durchfahren. Zumindest bestimme ich selber wie lange die Pause dauert. Selbst der Tesla mit 75 KW/h Akku kommt da nicht dran.:wink: Von daher kommt mir so eine Kiste nicht ins Haus, außer vielleicht für die Stadt im Kurzstreckenbetrieb.
Zuletzt geändert von Trobiker64 am 22.05.2021 17:24, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Bio-Benzin

#30

Beitrag von Pat SP-1 » 22.05.2021 17:22

Nordisch81 hat geschrieben:
22.05.2021 16:37
Pat SP-1 hat geschrieben:
22.05.2021 14:23
Da werden teilweise über 1€/KWH berechnet da Strom aus 100% erneuerbarer Ressource produziert
Der Zusammenhang existiert nicht. Mittlerweile sind die Erneuerbaren die günstigen Erzeuger und liegen im Bereich von etwa 5cent/kWh. Letztens habe ich einen Artikel über eine Firma gelesen, die ihre Werkshallendächer mit PV vollgepflastert hat und mit 3ct/kWh calculiert. Das auf dem Niveau der Betriebskosten von abgeschriebenen Kernkraftwerken.
Ging um den Verkaufspreis an der e-säule auf der Autobahnrastätte. Nutzt mit ja nix wenn jemand kostengünstig produziert aber teuer verkauft. Bei Tesla zahlste 0.39€/kwh, bei Ionity 0.79€/kwh und beim Anbieter aus 100% erneuerbarer En. 1,09€/kwh
Dass der Verkaufspreis total überteuert ist, steht außer Frage. Aber das damit zu begründen, dass es Ökostrom ist, ist halt totaler Blödsinn. Billiger ist nur Strom aus Braunkohle.

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