Seite 1 von 2

Fahrverhalten Problem

Verfasst: 18.02.2005 17:39
von ds4444
Hi, habe über Winter an meiner Knubbel-SV paar Veränderungen vorgenommen. U. a. prog. Wirth-Federn+ 15Öl (ich weiß, einberreichs Öl war gestern.... :roll: ) und GixxerFbein. Bin ne Proberunde bei nem warmen/trockenen Tag gefahren und bin recht unsicher wegen Fahrverhalten.

Das Problem: Sie fällt förmlich in die Kurven rein... Also, wie soll ich das beschreiben. Ich lenke wie gewohnt/früher ein, und merke so ein seltsames Gefühl, als ob das Vorderrad kurz vorm wegrutschen ist (ihr wisst doch was ich meine, oder?) obwohl ich die Schräglage bei weitem nicht ausreize. Ich muss ja fast dagegen lenken um nicht "umzukippen"! Ist das normal? Bin nicht so Fahrwerkserfahren...

Könnt ihr mir sagen was die Ursache sein könnte? Ich weiß mit den Angaben lässt sich nicht wirklich was anfangen aber vielleicht ist ja jemanden das Problem bekannt und er hat ne Lösung....

Mfg
David

P.S.: :arrow: Reifendruck ist ok
:arrow: habe mich bei Gabelumbau genau an die Ölmenge pro Holm, die von Wirth-Homepage vorgegeben wird, gehalten.

Verfasst: 18.02.2005 18:12
von einsamerreiter
Hallo David,

Das klingt nach zu straffer Zugstufendämpfung an der Gabel. Sprich: Das Gabelöl ist zu zähflüssig.

Gruß, Gerhard

Verfasst: 18.02.2005 18:32
von Lichtmann
verspannte Gabel?? zu harte Federn? spricht die Gabel fein an?

Verfasst: 18.02.2005 20:49
von ds4444
hi jungs, also fooooooooooollllgendes:
auf der Wirth-Seite steht 489 ml/Holm bei 140 Luftkammer.
Aber des ist schlechtweg einfach unmöglich: entweder ich schmeiß 489 ml/Holm rein, habe nur 80er Polster (su um die ecke...) oder 140 Polster aber dafür kann ich aber nie und nimmer 489ml/holm nehmen, sondern viel weniger.
Na ja, ich hab mich halt für die 489 ml/Holm entschieden! Die Gabel ist dadurch schon deutlich straffer als das Original.

@lichtmann: vespannte Gabel? meinst du mechanisch durch Beschädigung/Unfall? neee, die ist mechanisch ok.
spricht die Gabel fein an? meinst du ob sie weich ist wie das Original? => ne, ist sie nicht mehr (s.o.). ich hab ne Vollbremsung versucht, und habe dann an den Holmen die "Spuren" nachgemessen bis wohin die Gabel eingesunken ist. Es waren so ca. 6 cm. Ist es normal/zu viel/zu wenig?
Könnt ihr damit was anfangen?

mfg
David

Verfasst: 18.02.2005 20:57
von Q996
Nur um sicherzugehen:
bei Umbauten schreibst Du u.a.
Du hast nicht zufällig eine Heckhöherlegung drin oder die Standrohre durchgeschoben, oder?!
Man wei sja nie ;)

bye, Marcus

Verfasst: 18.02.2005 20:59
von Doctor Spoktor
hallo david, ein reinkippen mit deinem umbau ist denke ich gewissermassen auch logisch. durch das gixxerfederbein ist dein mopped hinten etwas höhergelegt was zur folge hat, das dein radstand kürzer wird.
folglich wird die ganze scherre auch leichter zum reinkippen.
inwiefern das fahrverhalten sich in deinem fall verhält kann ich leider nicht nachvollziehen..
kann sein muss aber nicht , also der fehler könnte auch anderweitig liegen.

nur mal so am rande erwähnt

Gruss Spoki

Verfasst: 18.02.2005 21:03
von Doctor Spoktor
edit: sind die angaben 140 lp und 489ml nicht vom neuen model ??????

Verfasst: 18.02.2005 23:59
von TL1000junkie
naja mit deiner Aussage ist schwer was Anzufangen. Wenn mechanisch alles korrekt arbeitet, würde ich auch auf zu hohes Heck durchgesteckte Gabel tippen. Federt sie überhaupt synchron?Ist vorn die Vorspannung zu lasch? Hast du die Teile des Fahrwerks nur eingebaut oder auch schon was am Setup geändert?

Gruß Nico

Verfasst: 19.02.2005 0:38
von lelebebbel
tippe auf zu zähes gabelöl in kombination mit der höherlegung.

es ist winter, das 15er öl ist also nochmal zäher als sonst!!

des weiteren: ist der negativfederweg am federbein korrekt eingestellt? mit hilfe der vorspannung kann man das elends weit hochdrehen, wenn man das übertreibt hat meine eine super-heckhöherlegung!

die dämpfungseinstellung am federbein muss natürlich auch stimmen. zum testen einfach druck und zugstufe je 1 umdrehung auf.

Verfasst: 19.02.2005 0:46
von jensel
Die Luftkamer wird ohne Feder gemessen.

Und so ist das nunmal, wenn das Mopped endlich das Handling hat, was es kann :)

Verfasst: 19.02.2005 1:03
von Doctor Spoktor
jensel hat geschrieben:Die Luftkamer wird ohne Feder gemessen.

Und so ist das nunmal, wenn das Mopped endlich das Handling hat, was es kann :)

8O escht 8O drum is meine so weich vorne :oops:

Verfasst: 19.02.2005 3:27
von ds4444
Ich habe die Luftkammer ohne Feder und eingestauchter Gabel gemessen.(die Suchfunktion hat es mir brav verraten. 8) ) Die war bei weiterm nicht 140, sondern wie gesagt so bei 80 oder allerhöchstens bei 100.... (kann mich nicht mehr genau dran erinnern :roll: )

Die ml Angaben von wirth habe ich auch eingehalten (sind defenetiv die für die Knubbel-SV). Habe, um sicher zu gehen, mir die Mühe gamacht und die Holme komplett rausgenommen um das "Altöl" vollständig rauslaufen zu lassen. 8)

Das Federbein habe ich übehaupt noch nicht eingestellt weil mir das "VorspannungsDrehDingsBumms-Werkeug" fehlt und ich nicht mit nem Schraubenzieher und Hammer alles Kaputtmeisseln wollte.
Die Vospannung ist ca auf der Mitte/ oder etwas Obehalb des FB Gewindes. (Ich wiege ca 70 kg)

Wie gesagt, Negativ-Federweg usw habe ich am Federbein noch nicht angefasst.
Auuserdem glaub ich ncith dass mein Mopped durch den einbau des FB hinten hochgegangen ist, zumnindest habe ich nichts bemerkt.

Könnt ihr mir bitte eure Setup-Kombinationen für 70kg bis 75kg am Federbein verraten? Damit ich nicht unnötig lange rumprobiern muss.

@996: Sorry, ne NOOB-Frage :schaem: : Was meinst du mit Standrohre durchschieben?

Meint ihr ich soll Öl rauslassen um auf die 140er Luftkammer zu kommen?
Habe Bedenken dass die Gabel dann fast genau wie das Original rumeiert... Kein Bock auf fruchtlose Experimente!

Verfasst: 19.02.2005 8:16
von Martin650
ds4444 hat geschrieben:Ich habe die Luftkammer ohne Feder und eingestauchter Gabel gemessen.
Luftpolster messen ohne Feder und mit zusammengedrückter Gabel. Bei der SV 99-02 sinds ca. 0,5 Liter bei 140er Luftpolster pro Holm. Ganz wichtig ist das einpumpen des Öls. Dabei wird der Gabelholm solange auf und abgeschoben, bis alle Luft raus ist (man hörts deutlich, das Gurgeln wird zum Zischen).

Habe meinen Bockmist mal nacheditiert. Ich sollte mich nicht auf mein Gedächtnis verlassen, sondern nachlesen bevor ich was schreibe.

Verfasst: 19.02.2005 9:09
von jensel
Nein Martin, lt. Einbauanleitung Wilbers wird der Ölstand bei eingestauchter Gabel gemessen, so hab ich es auch gemacht.

Das Pumpen ist aber wichtig. Solange, bis keine Bläschen mehr auftauchen.

Und bei mir haben auch ca. 490ml in jeden Holm gepasst, habe zwei Halbliterdosen gebraucht.

Verfasst: 19.02.2005 9:36
von Lichtmann
@lichtmann: vespannte Gabel? meinst du mechanisch durch Beschädigung/Unfall? neee, die ist mechanisch ok.
spricht die Gabel fein an? meinst du ob sie weich ist wie das Original? => ne, ist sie nicht mehr (s.o.). ich hab ne Vollbremsung versucht, und habe dann an den Holmen die "Spuren" nachgemessen bis wohin die Gabel eingesunken ist. Es waren so ca. 6 cm. Ist es normal/zu viel/zu wenig?
Könnt ihr damit was anfangen?

mfg
David[/quote]

Hi, mit weich meine ich ob du mal statische bassis gemessen hast??, Negativfederweg, was hilft mir ne Gabel die beim Bremsen nicht auf Bock geht aber sonst sehr hart ist, also wenn du draufsitzt soll dein Negativfederweg 3-4 cm betragen.
Zum Verspannen der Gabel: alle Schrauben leicht lösen, Achsklemmung und so weiter, jetzt nicht Bremsen und schieben , sondern leicht gegen ein Hinderniss rollen und auf diesem Wege einfedern, Achsmutter festziehen, dran denken nach fest kommt ab, Drehmoment! wieder gegen das Hinderniss, jetzt die Achsklemmung, wieder federn, und weiter nach oben vorarbeiten, Sinn und Zweck ist es die event. Verspannung der Gabel zu lösen und das Losbrechmoment zu verringern.

Noch ein Wort zu den ganzen Federngedöööönnnsss,

Fährt das Motorrad über eine fallende Stufe, federt das Fahrwerk aus, Negativfederweg, danach ist die Gewichtskraft des Motorrads grösser als die Federkraft, so dass das Fahrwerk wieder einfedert bis Gewichtskraft und Federkraft gleich gross sind. Die Federhärte gibt an, wie schnell ein Fahrwerk reagiert. Ist die Feder zu hart, reagiert das Fahrwerk zu schnell und kann leicht den Bodenkontakt verlieren, ist sie zu weich, ist das Fahrwerk zu langsam so dass das Motorrad nicht genügend schnell auf kommende Hindernisse bereit ist.
Ein schwererer Fahrer braucht eine härtere Feder, damit sie genügend Kraft hat die grössere Masse genügend schnell zurück zubewegen. Bei einem leichteren Fahrer entsprechend Umgekehrt. Ein Fahrwerk, welches nur mit Federn realisiert würde, wäre nicht tauglich, da die Energie eines Schlages nicht geschluckt würde, sondern nur in der Feder zwischengespeichert wäre. Diese gespeicherte Energie würde an das Motorrad weitergegeben. Diese Energie muss der Dämpfer schlucken, also in Strömungenergie umsetzen, dickes Öl viel Energie nötig um es durch die Ventil zu pressen.