Sozia-Testfahrbericht mit der Sv1000S von 2004


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Genoveva


Sozia-Testfahrbericht mit der Sv1000S von 2004

#1

Beitrag von Genoveva » 14.04.2005 14:13

Faschingsdienstag 2004
Das Glück war auf unserer Seite.

Nachdem wir schon Ende 2003 die einschlägigen Fahrberichte in den Medien studiert hatten und auf der Messe in Sinsheim gemeinsam probegesessen haben, war die Entscheidung für die SV eigentlich schon gefallen.

Zwei Wochen später erfuhren wir von unserem Suzuki-Händler:
die SV ist gestern als Vorführmaschine gekommen und schon zusammengeschraubt, vielleicht ist sie bis Faschingsdienstag schon zugelassen und ihr könnt sie für den Tag haben.
Und so war es zu unserer großen Freude auch.
Dazu kam noch genial sonniges Wetter.
Also rauf aufs Motorrad und ab zur 5-stündigen Probefahrt.
Warum nur 5 Stunden, wenn wir sie den ganzen Tag haben konnten?

Weil die Sozia sich in den Kopf gesetzt hatte, morgens nach Harro zu fahren und einen Lederkombi zu erstehen.
Statt ein Kombi von der Stange wurde daraus eine Maßanfertigung zum gleichen Preis und konnte erst in 6 Wochen abgeholt werden - na ja, man kann nicht alles immer gleich und sofort haben ;-)

Die 1. Freude mit der SV war schon mal, das der 1stöckige Tankrucksack ohne Probleme passte.
Die 2. Freude war der Sound des V2-Motors der uns mit seiner Original-Auspuffanlage durchaus befriedigte.
Unsere Tour vom Nordschwarzwald in die Pfalz und wieder zurück nach Hause war ca. 270 km lang und beinhaltete sowohl kurvenreiche Strecken, gemütliche Landstrassen und ein flottes Autobahnstück.
In jeder Situation war die SV unserer 1200er Bandit weit überlegen, sowohl für Fahrer (180cm) als auch für Sozia (165cm).

Wir Beide hatten zwar auf den ersten 5 km etwas Mühe, sich an die neue Sitzposition, den Stummellenker und die Verkleidung zu gewöhnen aber mit jedem Kilometer fühlten wir uns spürbar wohler.
Für mich als Sozia war es einfach nur etwas ungewohnt, in senkrechter Sitzposition keinen Körperkontakt mit dem Fahrer zu haben. Dies stellte sich aber durchaus als angenehm heraus - hatte ich doch wesentlich mehr Bewegungsfreiheit. Selbst bei 140 km/h war diese Sitzposition dank der genialen Scheibe sehr entspannend.
Aber auch die Sitzposition in Rennmanier war für mich durchaus angenehm, da die Unterarme wunderbar auf den Oberschenkeln lagen und somit den Rücken stützten ohne dem Fahrer im Kreuz zu liegen.
Außerdem war es in jeder Sitzposition möglich, den rückwärtigen Verkehr in beiden Spiegeln zu verfolgen - dies war für mich immer sehr wichtig.
Aber wenn ich's mir jetzt so richtig überlege, werde ich mir den Blick in die Spiegel bei der SV abgewöhnen können, außer natürlich bei Fahrten in der Gruppe *GGG*.

Absolut überzeugend zeigte sich das Fahrwerk und der gleichmäßige Durchzug des V2-Motors.
Allerdings kann dadurch ein Führerschein-Problem entstehen.
Denn eh man sich versieht, ist man für die StVo viel zu schnell unterwegs.
Kurven, die die 1200er Bandit im Solobetrieb schon in den
Grenzbereich kamen ließen, sind mit der SV selbst im Soziabetrieb locker fahren; für meinen Mann als Fahrer eine erschreckend-freudige Erkenntnis zumal er das Motorrad erst 1 Stunde unterm Hintern
hatte.
Ausschlaggebend dafür sind die größere Bodenfreiheit, die straffere Fahrwerksabstimmung, das geringere Gewicht gegenüber der Bandit und die von Suzuki gewählte Sportbereifung.
Auch schlechtere Fahrbahnbeläge bringen die SV nicht aus der
Ruhe.

Fazit der Probefahrt: wie gesehen und gefahren - so wurd sie gekauft!

Nun fahren wir sie schon ein gutes Jahr und die Liebe zu ihr ist noch größer geworden..

Geno & Petz

7@n3r


#2

Beitrag von 7@n3r » 14.04.2005 14:24

Schön das die SV zu euch passt.... :) sv
Weiterhin gute fahrt... :wink:

P.S. Sehr schön berrichtet... Bild

Greetzzzz....

Genoveva


#3

Beitrag von Genoveva » 14.04.2005 14:29

ui....
ich habe gedacht, das ich jetzt zum Scheiterhaufen geführt werde.
Es freut mich sehr, das der Bericht gefallen findet.

LG
Geno

!LL


Re: Sozia-Testfahrbericht mit der Sv1000S von 2004

#4

Beitrag von !LL » 14.04.2005 14:41

Genoveva hat geschrieben: Außerdem war es in jeder Sitzposition möglich, den rückwärtigen Verkehr in beiden Spiegeln zu verfolgen - dies war für mich immer sehr wichtig.
Aber wenn ich's mir jetzt so richtig überlege, werde ich mir den Blick in die Spiegel bei der SV abgewöhnen können, außer natürlich bei Fahrten in der Gruppe *GGG*.
hm..also ich kann mich halten wie ich will....ich seh immer nur meine Oberarme *g* Sieht sicher witzig aus wenn mir einer beim Spiegelblick zusieht (Linker Ellenbogen hoch und unter den Achseln durchguck :) )

mal sehen ob die ZTV Spiegelverlängerung was bringt

Gegge


#5

Beitrag von Gegge » 14.04.2005 14:59

Ich finds auch sehr gut geschrieben :D

Man merkt, dass es Euch taugt und kann Euch fast grinsen sehen, hehe

lg,
Gegge

SVDieter


#6

Beitrag von SVDieter » 14.04.2005 18:50

Ich finds auch schön geschrieben, obwohl ich einiges nicht verstehe... die Sitzposition auf ner 12 ´er Bandit im Vergleich mit der SV 1000, ich dachte immer das die SV da gar nicht mithalten kann, ich hab die Bandit da bequemer in Erinnerung als meine SV. Und auf das Brötchen da hinter mir würd ICH mich niemals setzen :? , Du scheinst da ja weniger Probleme mit zu haben. :wink:

Hauptsache ist aber Ihr kommt damit klar und das scheint ja der Fall zu sein, also noch viel Spaß mit Eurem Bike, und gerne noch mehr Berichte dieser Art :wink:

Gruß Dieter

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Black Wolf
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#7

Beitrag von Black Wolf » 14.04.2005 19:16

Hi Geno&Petz

Fand ich auch sehr amüsant :lol:
und natürlich in meiner Meinung bestätigt :wink:
...is schon nen feines Mopped :!:

Gruß Wolf
Gruß Wolf

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SV fahn is wie wennste fliechst

Ben


#8

Beitrag von Ben » 14.04.2005 19:59

Meine Sozia fühlt sich auch bei weitem wohler auf der SV als auf dem Vorgänger Moppi, der GSX750F...

Schön geschrieben, da muss ich gleich mal wieder mitgrinsen! :D

brämäläm


#9

Beitrag von brämäläm » 14.04.2005 21:57

das ist ja mal wieder ein schöner text.

und ich kann es bestätigen das sozius brötchen ist wirklich nicht unbequem.
bin selbst auch schon über 200km als sozius uf der sv gefahren und das ohne grössere probleme :!:

Chrizzz


#10

Beitrag von Chrizzz » 14.04.2005 22:51

Das Hauptproblem bei der SV ist halt der fehlende Körperkontakt. Wer damit klar kommt -> super. Finde es als Fahrer auch angenehmer, da bleibt einem das ständige "klong" erspart ;)

Genoveva


#11

Beitrag von Genoveva » 15.04.2005 16:09

SVDieter hat geschrieben:Ich finds auch schön geschrieben, obwohl ich einiges nicht verstehe... die Sitzposition auf ner 12 ´er Bandit im Vergleich mit der SV 1000, ich dachte immer das die SV da gar nicht mithalten kann, ich hab die Bandit da bequemer in Erinnerung als meine SV. Und auf das Brötchen da hinter mir würd ICH mich niemals setzen :? , Du scheinst da ja weniger Probleme mit zu haben. :wink:

Hauptsache ist aber Ihr kommt damit klar und das scheint ja der Fall zu sein, also noch viel Spaß mit Eurem Bike, und gerne noch mehr Berichte dieser Art :wink:

Gruß Dieter
Hi Dieter,
meinem Mann brennt das Ärschle auf der SV auch 200km eher als auf der Bandit.
Mein Ärschlein meldet sich nach wie vor nach 600km.
Daran hat sich nichts geändert ;-)
Ich muß allerdings gestehen, das ich seit der SV Stringtangas als ultimative Biker-Underwear bevorzuge ;-)

LG
Geno

Genoveva


#12

Beitrag von Genoveva » 15.04.2005 16:24

Chrizzz hat geschrieben:Das Hauptproblem bei der SV ist halt der fehlende Körperkontakt. Wer damit klar kommt -> super. Finde es als Fahrer auch angenehmer, da bleibt einem das ständige "klong" erspart ;)
Nicht nur das 'Klong' ;-)
Ich möchte dem Bericht noch etwas hinzufügen:
In den Dolomiten hat sich die SV als äußerst soziatauglich für den Fahrer bewährt.
Bergab habe ich auf der Bandit meinem Mann immer unweigerlich im Kreuz gelegen, das hat dicke Arme gegeben ;-)
Bei der SV kann ich mich am Tank abstützen ohne meinen Mann zu behindern. Das bringt mir mehr Gefühl für die Maschine und ihm ein angenehmeres Fahren.

Der Körperkontakt insgesamt ist uns eingentlich erhalten geblieben.
Ich weiß genau, wann mein Mann ans Gas geht oder die SV eine Kurve riecht.
Dann mach ich mich ganz klein und schmieg mich ganz sanft an ohne ihm im Kreuz zu liegen.
Für mich ist das aktives Mitfahren und für ihn die Gewissheit, das ich ganz bei der Sache bin und nicht vor mich hinträume.
Auf der Bandit habe ich nämlich selbst in den Dolomiten schon mal leise vor mich hingeduselt bzw. auch schon mal ein Nickerchen gemacht.

Ich habe die Bandit geliebt, so isses nicht. Aber sie war eindeutig langweiliger ;-)

LG
Geno

SVDieter


#13

Beitrag von SVDieter » 15.04.2005 21:38

Ich habe die Bandit geliebt, so isses nicht. Aber sie war eindeutig langweiliger
Verstehe, weil Du keinen Stringtanga gebraucht hast :wink: :lol: :lol: .

Gruß aus Essen

Dieter

ici et ailleurs


#14

Beitrag von ici et ailleurs » 19.04.2005 22:57

Salut,

mmm, meine Frau hat auf der alten SV650S shon immer geflucht. Nach 40km war sie am Rande eines Bandscheibenvorfalls und das obwohl sie Stringtanga trägt :lol:

Als sie das erste mal die 800er Monstro gesehen hat, bekamm sie beim Anblick des "grosszügen" Passsagierplatzes schon Rückenschmerzen.

Seitdem fahr ich nur noch alleine...

Bonne route
ici-Paris

Genoveva


#15

Beitrag von Genoveva » 22.04.2005 20:01

:lol:
der Strintanga hat ja auch was mit dem Ärschlein zu tun und nicht mit der Bandscheibe :lol:

Aber auch mit String tut mir der Arsch nach 600 km weh :oops:

LG
Geno

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