Zeitschrift Motorrad beim Motorradtest - Suzukifeindlich?


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B-Huhn
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Zeitschrift Motorrad beim Motorradtest - Suzukifeindlich?

#1

Beitrag von B-Huhn » 26.07.2005 8:30

Hab von "Totto" ausm Banditforum einen Abdruck seines Leserbriefs an "Motorrad" gepnt bekommen um ihn hier im SV-Forum für ihn/Euch einzustellen. Nett daß die Banditfahrer für die SV Werbung machen - und nebenbei mal anfragen wieso Suzuki etwas stiefmütterlich behandelt wird ;-)




Hallo MOTORRAD,
Hatte immer Hochachtung vor euerm 1000 Punktetest nur so langsam kommen mir da Zweifel ob das alles nicht zur Marktbeeinflussung dienen soll. Vielleicht sehe ich das als Banditfahrer ein wenig eingefärbt und ihr könnt das aufklären. Ich schaue mir immer die Allrounder/Naked Bikes an in eurer Bestenliste. Im Heft 06.2005 wird die nackte Suzuki SV1000 mit 686 Gesamtpunkten gewertet, auf Platz 1. Im aktuellen Heft wird dieses Modell nicht mehr aufgeführt. Wäre Platz drei mit der Punktzahl. Aber da steht eine BMW. Wieso könnt ihr so ein Spitzen Modell einfach wegfallen lassen? Dann habe ich mal etwas genauer die Suzuki Modelle beleuchtet und das Kopfschütteln bekommen. Die Bandit 1200s im Heft 06.2005 mit 657 Punkten wird jetzt mit Kat bei 640 Punkten gelistet. Entweder ist es euch nicht möglich die Punkte reproduzierbar mit dem selben Modell zu wiederholen oder der Kat ist Grund zur Abwertung? Auch in der Spalte Kosten/Umwelt ist die Bandit ohne Kat besser. Preiserhöhung gab es nicht beim Katmodell. Die Bandit1200 ist als nackte im Heft 06.2005 sogar 10 Punkte besser im Alltag also ohne Windschutz wie das aktuelle Kat Modell. Witzig ist auch wie ihr mit der aktuellen Bandit 650 umgeht. Bei der direkten Konkurrenz der Honda CBF600 testet ihr die ABS Modelle. Bei der Bandit nur die nackte mit ABS. Die Bandit mit Halbschale wird ohne ABS getestet. Wenn ich jetzt mal davon ausgehe das dieses ABS in der Spalte Sicherheit Punkte bringt und dann sehe dass die nackte mit ABS getestete dort 13 Punkte mehr hat als die Bandit mit Halbschale fange ich an zu rechnen. Diese 13 Punkte lassen in der Gesamtwertung die Bandit650s mit ABS an der Triumph Speed Triple vorbeiziehen. Würde sich somit auf Platz 7 einordnen.
Also - wieso lasst ihr ein spitzen Modell (SV) einfach wegfallen?
Freunde sind Menschen die Dich mögen obwohl sie Dich kennen!

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Bednix
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#2

Beitrag von Bednix » 26.07.2005 8:57

hi,

finde ich einen durchaus berechtigen einwand. aber jeder weiß, motorrad ist der pr-folder von BMW.
ich persönlich bin immer eher skeptisch, wenn ich vergleichstests lese.

z.b. neulich ps.

mittelklassen nackte auf der nordschleife, sv gegen honet gegen z750

z750 gewinnt den vergleich um sieben punkte...fünf davon macht die z750 beim motor gut, einen für die bremsdosierung, und denn letzten hab ich vergessen.
die sv wurde zweite beim sportlichenn fahren.
und nochmals zweite gleich auf mir der hornet bei der alllgemeinwertung.

in anderen heften, z.b. reitwagen, wird die z750 in den himmelgelobt. zufällig in dem heft, wo eine riesige kawasaki anzeige drinnen ist, locker 6 volle seiten.
un beim nächsten z750 test, wieder exakt das gleiche...z750 schneidet erschaunlich gut ab, bei großer kawasaki anzeige.

schlussendlich wird es wohl nur sehr sehr selten 100%ig wahre ehrlich tests geben.

beste grüße,

ph.
Fährst Du noch, oder beherrscht Du schon?

SV 1000 N R: GSX-R USD-Gabel, WP, Yoshimura, Akrapovic, ABM, Lucas, usw. ...daraus sind Träume gemacht!

Erlebe den Traum: http://www.svrider.de/index.php?seite=u ... etails=114 Vote und schreib deine Meinung dazu!

einsamerreiter


#3

Beitrag von einsamerreiter » 26.07.2005 8:58

Ehrlich gesagt verstehe ich nicht, warum Du Dich über solche Unwichtigkeiten wie die "Motorrad" so aufregst?! Das ist ein Werbeblatt für Gummikühe und Motorradfahrer, die gerne den neuesten Heizsportler mit bald 200PS fahren wollen.
Über Freude am Motorradfahren und Freude an Motorradmechanik habe ich schon lange nichts mehr in dieser Zeitschrift gelesen. Die raren Berichte von Monika Schulz möchte ich aus dieser Kritik ausdrücklich raushalten.

Mein Motorrad muß mir keiner gut oder schlecht testen. Das ist mir ziemlich wurscht. Und ich werde mir auch nicht alle zwei Jahre die neueste Modellreihe kaufen. Denn erstens freue ich mich an dem, was ich habe, und zweitens habe ich leider keinen Geldscheißer, der mich die utopischen Preise für neue Motorräder vergessen ließe! Drittens kann ich nicht begreifen, warum der Leistungswahn in der Zeitschrift "Motorrad" so gepflegt wird. Denn es geht auch darum, der nichtmotorradfahrenden Umwelt begreiflich zu machen, warum ein Motorrad 180 PS haben muß. Die Unfallberichte (auch im Fernsehen) mit billigster Hau-Drauf-Journaille häufen sich. Und in absehbarer Zeit wird es vermutlich wieder Leistungsbeschränkungen geben. Auch dank "Motorrad", die ihre journalistische Pflicht, das Motorradfahren vernünftig in der Gesellschaft zu "verkaufen", weitestgehend vernachlässigen. Immerhin schimpft sie sich "größtes europäisches Motorradmagazin", wenn mich nicht alles täuscht...

Gruß, Gerhard

SVDieter


#4

Beitrag von SVDieter » 26.07.2005 9:37

Das ganze ist mir auch schon aufgefallen, z.B. bekam die SV 1000 N in der Motorwertung ein paar Punkte mehr als die S, obwohl es der gleiche Motor ist...
Na egal Motorrad kauf ich eh schon lange nicht mehr.

Gruß Dieter

Q996


#5

Beitrag von Q996 » 26.07.2005 9:40

Hihi - willkommen in der Realität.
Wer glaubt, Medien (egeal welche) seien objektiv, glaubt wahrscheinlich auch an Wahlversprechen und den Weihnachtsmann!

@ZephyrJens
Das sehe ich hingegen anders. Die absolut überzogene Reaktion der Medien auf die I-ABS-Geschichte war mit Sicherheit keiner Fraktion förderlich. Vor allem nicht uns Motorradfahrern.
Das I-ABS (auch wenn ich es pers. nicht mag) rettete sicher mehr Freizeit-Bikern das Leben als jede andere Bremsanlage. Mir kommt das vor wie die Diskussion über die Anschnallpflicht in Dosen a la "ich kenne aber einen der einen kennt der nur überlebt hat weil er nicht angeschnallt war".
So gesehen finde ich den Beitrag von Motorrad mehr als gelungen, die gemüter ein wenig zu beruhigen.
Aus Du wirst mit I-ABS kürzere Bremswege erzielen als ohne. Aber man sollte auch mal auf die Kontrollleuchten im Cockpit achten und auch mal ein wenig mitdenkem (was heutzutage ja nicht mehr so angesagt ist - lieber lassen wir uns alles vorsetzen und konsumieren)...

bye, Marcus

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solidux
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#6

Beitrag von solidux » 26.07.2005 9:41

:) trost
einsamerreiter hat geschrieben:Ehrlich gesagt verstehe ich nicht, warum Du Dich über solche Unwichtigkeiten wie die "Motorrad" so aufregst?!......Mein Motorrad muß mir keiner gut oder schlecht testen. Das ist mir ziemlich wurscht.
Besser kann man es nicht ausdrücken. :ACK:

Was jucken mich Punktetabellen und Testergebnisse gegen Bikes, die garnicht in derselben Kategorie fahren.

crashed kid (Mr. NOS)


#7

Beitrag von crashed kid (Mr. NOS) » 26.07.2005 10:24

ist doch eh immer das gleiche bei den test....
in dem werbevideo dieses straßenkarts (ich glaube top gear atom oder so) ist am ende ein vergleich de karts gegen einen supersportler...es wir gezeigt, wieviel schneller das kart doch in der kurve ist, woebi der moppedfahrer nicht annähernd mit dem knie auf dem boden ist...dahingegen holt der kartfahrer so ziemlioch alles aus dem dingen raus und fährt jede kurve mit nem powerslide...

mattis


#8

Beitrag von mattis » 26.07.2005 10:55

Moin,

Nichts neues.

Wundert mich eh, das es noch Leute gibt, die dieses Käseblatt lesen.

Hab ich seit Jahren nicht mehr angerührt.
Die MO folgte und wird seit Monaten auch nicht mehr gekauft.

Evtl. mal den Reitwagen testen, der soll ja noch lesenswert sein.


Gruß
Matthias

Q996


#9

Beitrag von Q996 » 26.07.2005 11:35

@ZephyrJens
Was das BMW-Marketing angeht, hätten die wirklich etwas fixer reagieren können. Da waren ein paar Herren zu langsam, aber die Pressemitteilungen sind seit Anfang letzter Woche raus, die Kunden werden angeschrieben.
Mit einer offensiveren Strategie hätte man der Medienschelte besser den Wind aus den Segeln genommen. Technisch ändert das aber nichts.
Die Motorradfahrer, die sich nicht vom Medien-Hype haben anstecken lassen, sind jetzt genauso schlau wie vorher (im positiven Sinne).

@Mebner
Sieht bei mir auch so aus. Auch den Tourenfahrer hab' ich gestrichen (nach Motorrad, vor MO ;) ). Den Reitwagen haben wir in der Firma als Abo. Ist wirklich gut zu lesen, obwohl teilweise die Informationen etwas knapp sind. Dafür bringen die das ursprüngliche Feeling rüber - wenn auch oft mit einem Nagel im Ösi-Kopf :D

Was ich vermisse ist die "Bikers Live". Die hat's in der grellbunten Medienlandschaft wohl leider nicht gepackt...

bye, Marcus

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Schakal
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#10

Beitrag von Schakal » 26.07.2005 13:08

Wer kauft sich schon ein Motorrad, weil es in einem Test gut abgeschnitten hat?! Ich habe mir die SV gekauft, weil ich mich von dem Augenblick total in das Bike verschossen habe, als ich es das erste Mal bei einem Händler sah. Und nach einer Probefahrt stand mein Entschluss fest.
Für mich entscheidet in erster Linie die Optik und der Preis. Die Technik kann da noch so toll sein, wenn die Karre hässlich ist, dann würde ich sie mir nie kaufen.

Masterlu


#11

Beitrag von Masterlu » 26.07.2005 13:27

Schakal hat geschrieben:Wer kauft sich schon ein Motorrad, weil es in einem Test gut abgeschnitten hat?!
Ähm, Einsteiger und Anfänger vielleicht? Ich meine wenn im Freundes- und Bekanntenkreis sonst niemand Motorrad fährt und man so keine "Quellen" der Inspiration hat, dann kann ich mir gut vorstellen dass sich Personen aus oben genannter Kategorie sehr wohl aufgrund eines Tests für oder gegen ein Bike entscheiden.

Ich persönlich könnte das allerdings nicht, dafür ist das Fahren aufm Motorrad zu sehr eine Herzensangelegenheit... :D

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#12

Beitrag von [W2k]Shadow » 26.07.2005 13:30

oyy ich bin erst durch tests auf die sv gekommen,

udn nahc ner probefahrt bei geblieben ;)

bis heute natürlich nicht bereut ;)

ausschlaggebend war für mich, der faktor "fahrspaß" und kosten-nutzen

udn da war die sv unschlagbar laut tests

das mit den kosten nutzen seh ic heut anders, aber des is mir heut auch wurst ;)
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[W2k]Shadow
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Q996


#13

Beitrag von Q996 » 26.07.2005 13:38

@ZephyrJens
Ach soooo, Custombike klingt aber sehr chopperich. Früher (hab' 99-02) war die Bikers Live aber recht gut. Zwar auch etwas Langgabler-lastig, aber immer mit tollen Umbauten und Ideen.
Muss ich mal beim Kiosk vorbeischauen...

@Schakal
Ich glaube das vertust Du Dich. In einem Land wo man möglichst alles für nichts haben will, sind Testberichte sehr gefragt und meinungsbildend.
Beispiel: Wir (als kleines, regionales + kostenloses Anzeigenmagazin) hatten mal einen etwas negativen Bericht über eine Maschine. Daraufhin gab' es bei einem großen Händler sogar Auftragsstornierungen! Oder was war damals, als Motorrad über Gabel/Bremsprobleme bei der ZX9R schrieb? Das Teil wurde zur Standuhr.
Ich will nicht sagen, das die Presse (Bikes) "schönschreiben" soll, ein wenig mehr Realitätsnähe wäre manchmal aber schon angebracht. Wo gibt es denn heute noch wirklich gravierende Mängel? Da zieht man sich schon an mäßig platzierten Chokehebeln hoch und die (wir) dummen Biker nehmen dann solche Wertungen auch noch ernst. (und wenn auch nur unterbewusst...)

bye, Marcus

einsamerreiter


#14

Beitrag von einsamerreiter » 26.07.2005 14:08

Ein Bekannter, der bei einem großen Zweiradhändler in der Werkstatt arbeitet, erzählt:
Wenn irgendeine Zeitschrift von irgendeinem Mangel an einem Motorrad berichtet, kann er davon ausgehen, daß am nächsten Tag zig Fahrer dieses Motorradtyps an der Hoftüre stehen und sich über genau diese Dinge beschweren. Viele von denen können zwar einen Vergaser nicht von einer Tubberdose unterscheiden, aber das "Gabelstuckern bei der fünften Extrembremsung auf dem Ring" ist schon allerhand!!!

Also, ein Motorradmodell durch einen "Test" kaputtschreiben ist absolut drin.
BMW hätte in dem Bremskraftverstärker/ABS-Fall ein bißchen interessierter reagieren müssen. Kann das aber auch verstehen: Ein ernstzunehmendes Sicherheitsproblem kostet auf dem amerikanischen Markt nicht nur Image, sondern auch gleich ein paar Millionen, wenn jemand zu Schaden kommt.

Es gibt halt zwei Seiten: Die Hersteller, die ein (leicht) fehlerhaftes Motorrad bauen (oder den Kompromiss gesucht haben, z.B. Fahrwerk), und die Kunden, die aus jeder kleinsten Fehlerberichterstattung gleich den Untergang des Abendlandes heraufbeschwören (blabla, ich hab schließlich auch 12000 Mücken - von der Bank - vorgestreckt usw. usf.).

Ich fahr ja die 1000er F***r. Wenn ich den Berichten aus "Motorrad" Glauben schenken darf, hat sich mein Motorrad in den letzten drei Jahren wundersam verändert: Erst war es ein "fomidabler Tourensportler", der unangefochtene "König der Landstraßen", heute eine langweilige Möhre, die mit der aktuellen R1 nicht im Geringsten mithalten kann. Hm, erstaunlich, Yamaha baut aber immer noch das gleiche Modell wie 2001. Da erspar ich mir doch jeden weiteren Kommentar und freu´ mich an meinem tollen Motorrad, das meine bescheidenen Fahrkünste bei weitem in den Schatten stellt. Übrigens hatte ich mir die F***r nicht aufgrund der "Testberichte" gekauft, sondern weil sie mir gefällt und mich beim Probefahren überzeugt hat.

Gerhard 8)

DerMax


#15

Beitrag von DerMax » 26.07.2005 14:45

Seit etwa 600 km bin ich nun mit (m)einer SV 1000S zusammen. Es war eine Blitzhochzeit :-)!

Die Berichte der Fachpresse widersprechen sich aber auch ziemlich.

Alle kennt ihr die (angeblichen) Fahrwerksmängel die die Motorpresse Journals so feststellen. Eigentlich müsste die SV 1000S fast unfahrbar sein, ja eigentlich gefährlich.

Die Zeitschrift der Tourenfahrer (Heft aus 2003) wiederum attestiert ein sogar sehr gutes Fahrwerk.

Ein anderer Profi (ist mir entfallen) meint, dass das Fahrwerk nach einigen km (>2000) besser geworden sei.

Also, was stimmt?

Kann es nicht auch an best. Vorlieben liegen? An der Körpergröße??

Wie auch immer, es wird viel geschrieben, weil es auch (nachvollziehbar) langweilig ist, nur zu sagen alle modernen Motorräder sind nur noch gut.

Ich selbst komme bisher mit dem Fahrwerk gut zurecht. Fahre keine Rennen, aber doch auch zügig, wenn möglich.

Ein erfahrener Hersteller wie Suzuki hat sicher ein gutes Ingenieursteam, welches weiß, wie man ein Fahrwerk abstimmt. Da werden wahrscheinlich genug Versuche laufen.

Man wird sicher nervös, wenn Journalisten etwas bemängeln, aber es gilt die eigene Erfahrung!

Gruß

Max

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