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ADAC Praxistipps zum Bremsen

Verfasst: 04.04.2006 8:18
von SVHellRider

Verfasst: 04.04.2006 11:10
von w8rabbit
Etwas für die "Ich brauche kein ABS-"Fraktion :lol: :lol: :lol:

Verfasst: 05.04.2006 9:07
von frankiboy
Etwas wichtiges fehlt in dem Beitrag.
Bei Vollbremsung sollten die Arme voll durchgestreckt sein, und die Schenkel fest an den Tank gepresst. So verliert auch ein blockierendes Hinterrad seinen Schrecken, da das Motorrad nur schwer ausbrechen kann. Und selbst ein blockiertes Vorderrad lässt sich mit Glück noch abfangen. Mit lockeren Armen hat man da keine Chance mehr.

Beim ADAC soll aber auch schon mal das gegenteil behaupet worden sein.
Begründung: Beim Aufprall gehen mit steifen Armen Schultern kaputt. Dabei soll man den Aufprall doch eigentlich verhindern.

Am besten selbst mal ausprobieren ( gestreckte Arme )

Verfasst: 05.04.2006 9:22
von SVHellRider
Sorry, ich hab das anders gelernt. Eben nicht die Arme durchzustrecken, sondern versuchen locker und unverkrampft zu bleiben.

In den ADAC-Tipps dazu:
....Vor Vollbremsungen möglichst eine "gesammelte", gerade Sitzhaltung einnehmen. Unterkörper
mit den Beinen gut am Tank abstützen. Arme mit leichter Beuge auf entspannten Händen
abstützen. Bei Geradeausbremsung darauf achten, dass auf beide Lenkerenden die gleichen
Kräfte wirken. Brems- und Kupplungshebel müssen ohne Einschränkungen zu betätigen sein....

Verfasst: 05.04.2006 9:28
von Da_Keks
SVHellRider hat geschrieben:Sorry, ich hab das anders gelernt. Eben nicht die Arme durchzustrecken, sondern versuchen locker und unverkrampft zu bleiben.
ja aber ich denke, mich erinnern zu können, das dies nur aufs auto bezogen war, da sollte man möglichst nicht mit gestreckten armen drin sitzen, da sollen die arme ja immer ein wenig angewinkelt sein,
mit dem hintergund das wenn man gegen ein festes hindernis prallt man sich nicht die arme bricht, die schultern auskugelt und der kopf nicht so einen peitschenschlag nach vorne macht
denn wenn die arme gerade durchgedrückt sind
dann ist der oberkörper "steif" dann ist der hals das schwächste glied und durch die trägheit der masse würde der dann nach vorne geschleudert bis der hals nicht mehr mit macht und dann wieder zurück fliegen
das kann je nach intensität des aufpralls von leichten nackenschmerzen bsi hin zum genick bruch führen
und ist sowie so voll der schwachsinn
denn die dosenfahrer haben ja nen air-bag der ihren aufprall (auf dem lenker) sowieso viel besser abfängt als sie es selbst könnten

beim motorrad ist das natürlich was anderes....
denke ich

Verfasst: 05.04.2006 9:49
von SVHellRider
Also meine Erfahrung ist, dass ich mit leicht angewinkelten Armen auch viel besser auf Bodenunebenheiten beim Bremsen reagieren kann.

Meist bin ich bei ner echten realen Voll- und Schreckbremsung die erste Sekunde so angespannt, dann ich mich bewußt lockern und die Konzentration auf die optimale Bremsung lenken muss.
Da kommt soviel zusammen:

blockierende Hinterradbremse (evtl. auch Vorderrad) lösen
maximale Bremskraft auf dem Vorderrad aufbauen bei Abschätzung des aktuellen Grips (Reifen- und Fahrbahntemperatur, Fahrbahnbeschaffenheit, Nässe oder Feuchtigkeit, Verschmutzungen wie Sand, Erde, Blätter ...
Fluchtwege suchen
Arme und Hände lockern
Straßenunebenheiten abfedern, da die Gabel komplett eingetaucht ist

dabei Entscheidung treffen, ob der Bremsweg reicht, ob ich nen Fluchtweg nehmen muss/soll. Mich mental auf ne Kollision oder nen Sturz einstellen. Dabei noch die Reaktionen und Aktionen der beteiligten Verkehrsteilnehmern einbeziehen oder abschätzen usw. ...

Verfasst: 05.04.2006 10:34
von Wurzlsepp
frankiboy hat geschrieben:Etwas wichtiges fehlt in dem Beitrag.
Bei Vollbremsung sollten die Arme voll durchgestreckt sein, und die Schenkel fest an den Tank gepresst. So verliert auch ein blockierendes Hinterrad seinen Schrecken, da das Motorrad nur schwer ausbrechen kann.
Das verstehe ich nicht so ganz. Welchen Schrecken hat denn ein blockiertes Hinterrad?
Kann man einfach mal (mit nem alten Reifen) ausprobieren. Blick vor dem Lenker nach unten fallen lassen, dann hinten blockieren - Hinterrad bricht beim blockiren wild nach allen Seiten aus. Kiste fährt aber gradeaus weiter. kann man bis zum stoppen durchexerzeiren.
Dasselbe nochmal - Blickführung aber richtig (geradeaus weit in die Ferne). Das Hintterrad schlackert auch aus, aber sehr viel geringer. Kann man ganz komfortabel stoppen.

Hat nix damit zu tun, dass man die Arme fester hält, sondern dass man durch korrekte Blickführung die (minimalen) Lenkbewegungen zum Ausgleich automatisch macht.

Noch ne kleine Anekdote - letzten Herbst habe ich weil Gegenlicht und defekte Bremsleuchte an der Dose vor mir, auch ne Schreckbremsung hintelegt.
Das ganze in normaler, entspannter Sitzhaltung.
Bin ca. 20 Meter mit blockiertem VR gerutscht, bis ich die Bremse wieder auf und das Rad sich gedreht hat. Ist nix passiert.
Das ist aber nicht zum nachahmen empfohlen ;)
Der Lenker fängt bei der TL dann auch schlagartig an zu schlagen - Man merkt also sehr deutlich, dass das VR steht. Hören tuts man ja auch mehr als deutlich.
Zum. meine Reaktion ist automatisch, die Bremse zu lösen.
Wichtig wäre, zu trainieren, die Bremse nur zu lockern und nicht ganz auf zu machen. Und das ganze zu dosieren. Ich wäre nämlich beinahe in besagte Dose reingerauscht. Habe im letzten Moment eine Seitentür gesehen und bin den Fluchtweg dran vorbei angetreten.

Verfasst: 05.04.2006 10:47
von svbomber
>Bremsen
http://www.svrider.de/index.php?direct_ ... wledgebase
Frag mich, wie man bei durchgestreckten Armen ein Notbremsmanöver in der Kurve durchführen möchte ... da gehts dann geradeaus :lol:

>blockiertes Hinterrad
Muss man denke ich unterscheiden. Vollbremsung nur mit der Hinterradbremse und blockiertem Rad unter 100km/h dürfte noch machbar sein. Über 100km/h empfehle ich nicht zu testen. Abgesehen davon ist dann bestensfalls nur der Reifen hin :lol:

Bei einer Vollbremsung mit kombinierter Bremsung (vorne+hinten) erzielt das HR angfangs vielleicht noch eine Bremsleistung von 30%, welche mit zunehmender Dosierung der Vorderradbremse weiter abnimmt.
Daher hab ich gelernt:
HR-Bremse zuknallen, VR-Bremse zur Blockiergrenze bringen. Das HR wird derart entlastet, dass es nach kurzer Zeit kaum noch Bremsleistung überträgt. Weiterhin ist der Mensch in einer Notsituation mental eh nicht in der Lage 2 Bremskreise gleichzeitig derart zu dosieren, dass eine optimale Bremsleistung erzielt wird. Da der größte Anteil von der Vorderradbremse ausgeht, bei Überbremsung hier das höchste Sturzpotential besteht, in erster Linie auf die VR-Bremsdosierung konzentrieren. HR-Bremse aufgrund o.g. Kriterien und zur Ausnutzung des max. Bremswirkungsgrades blockieren.

//edit: Passender Beitrag dazu: http://www.fahrtipps.de/motorrad/hinter ... bremse.php

Verfasst: 05.04.2006 11:07
von frankiboy
Die Maschine muss natürlich vorher aufgerichtet werden, damit die Vollbremsung geht. Das ganze fuktioniert im öffentlichen Strassenverkehr natürlich nur bedingt ( Leitplanken Bäume.......) Das wird beim Sicherheitstraining dann als Flucht ins Gelände trainiert.


@ Wurzlsepp: Das Lenkerschlagen soll ja eben durch die versteiften Arme unterdrückt werden. Demzufolge klappt dann das Vorderrad nicht so schnell ein.

Verfasst: 05.04.2006 11:10
von svbomber
frankiboy hat geschrieben:Die Maschine muss natürlich vorher aufgerichtet werden, damit die Vollbremsung geht. Das ganze fuktioniert im öffentlichen Strassenverkehr natürlich nur bedingt ( Leitplanken Bäume.......) Das wird beim Sicherheitstraining dann als Flucht ins Gelände trainiert.
:?: beim Bremsen in der Kurve 8O Die Maschine richtet sich von alleine auf. Dazu hast du auch gar keine Zeit!
Flucht ins Gelände? Wenn da eine Leitplanke ist, dann ist die da.

Verfasst: 05.04.2006 11:15
von Schubser
Durchgestreckte Arme würde nich wirklich Sinn ergeben... versucht doch mal mit durchgetreckten Armen einen Lenkimpuls zu geben :wink:

Verfasst: 05.04.2006 11:33
von Wurzlsepp
frankiboy hat geschrieben: Das Lenkerschlagen soll ja eben durch die versteiften Arme unterdrückt werden. Demzufolge klappt dann das Vorderrad nicht so schnell ein.
Damit kannst du dann aber keine Lenkimpulse mehr geben...

Und: DAS Lenkerschlagen, da verhindert dann der LD das schlimmste, aber auch mit versteiften Armen hältst du da gar nix. Da wirken schon ganz ordentliche Kräfte (zum. aus meinen 105 km/h)...

Verfasst: 05.04.2006 12:00
von svbomber

Verfasst: 05.04.2006 17:03
von Sledge
ich habs beim Fahrsicherheitstraining mit fast ganz durchgestreckten Armen (also nicht so weit das die Ellbogen schon nach innen wegklappen :roll: ) gelernt und praktisch probiert...die Vollbremsung

Wenn man da drauf sitzt wie ein Nasser Sack klappt das im Leben nicht.

Und die "Arnold Schwarzenegger" Arme will ich mal sehen die angewinkelter Weise bei einem Motorrad eine Drehbewegung des hinteren Teils um die Lenkachse verhindern zu versuchen.

Jetzt kommt mir nicht mit Lenkimpulsen oder Bremsen inner Kurve.

Wir reden hier von einer normalen Vollbremsung

Verfasst: 05.04.2006 17:10
von Da_Keks
Suzischubser hat geschrieben:Durchgestreckte Arme würde nich wirklich Sinn ergeben... versucht doch mal mit durchgetreckten Armen einen Lenkimpuls zu geben :wink:
warum kannst doch über die schultern machen ... :?