Heut war ich fast dran...


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Elric1982


Heut war ich fast dran...

#1

Beitrag von Elric1982 » 04.08.2007 20:52

Tach zusammen,

muss mal schreiben was mir heut passiert ist.

Vorhin war ich mich mit Sozia ein bischen bei mir um die Ecke touren. Nachdem das Mädel dann heimgebracht war bin ich dann einen leichten Anstieg hochgefahren. Der lag ziemlich im Schatten.

Na ja und als ich so mit knapp 60 vor mich hindüse sehe ich wie auf der Gegenfahrbahn in der Sonne ein 3er steht und nach links abbiegt! Geschätzte 20 Meter vor mir.

Ich geh voll in die Eisen, mein Hinterrad steigt um einen gefühlten halben Meter und ich verpasse um vielleicht 5 cm dessen hinteren Kotflügel.
War danach erstmal fertig, rechts ran gefahren. Reaktion aller Autofahrer war toll, die unmittelbaren Zeugen sind stehengeblieben und haben sich nach mir erkundigt und auch mit dem Beinaheverursacher hab ich noch 5 Minuten geredet. Der meinte er hätte mich wegen des Schattens nicht gesehen. Immerhin hat der dermaßen Gas gegeben, das ich links an ihm vorbeiziehen konnte...

Leute, Leute, ich sag's euch, mir zittern immer noch die Knie, das wär echt übel geworden.

Was ich mich frage, ob ich noch besser hätte bremsen können. Da mir das Hinterrad gestiegen ist, musste ich kurz die Vorderradbremse lösen. Ich weiß nicht ob das optimal war?

Grüße einstweilen und eine unfallfreie Zeit!

Manic


Re: Heut war ich fast dran...

#2

Beitrag von Manic » 04.08.2007 22:31

Elric1982 hat geschrieben:Was ich mich frage, ob ich noch besser hätte bremsen können. Da mir das Hinterrad gestiegen ist, musste ich kurz die Vorderradbremse lösen. Ich weiß nicht ob das optimal war?
Erst mal Glückwunsch zum fast Geburtstag ;)
Und die Reaktionen der anderen Verkehrsteilnehmer sind ja wirklich vorbildlich... 8O (damit hätt ich nicht gerechnet)

Zu deiner Frage:
Ja, das war optimal, denn nur wenn der hinterreifen am Boden bleibt kannst du maximal verzögern, weil dem Bremsmoment das größtmögliche Gewicht entgegenwirkt.

Zur Verdeutlichung: Man muss sehr stark bremsen um das Hinterrad in die Luft zu bekommen, dann braucht man aber nicht mehr so eine große Bremskraft um das Rad noch höher zu bekommen, weil der Schwerpunkt nach oben und vorne wandert.

So sehe ich das zumindest...

Brainiac


#3

Beitrag von Brainiac » 05.08.2007 12:38

Ähnliches ist mir vor einer Woche auch passiert.

Hab einen Kreisverkehr verlassen und musste unter einer Eisenbahnbrücke durchfahren. Gleich danach ist eine Kreuzung. Ich hab Vortritt. Ich sehe, dass ein Rollerfahrer von Rechts an der Kreuzung anhält, mich angafft und dann rausfährt! Ich hab die Bremsen voll gezogen, der Trottel gafft weiter und bleibt zu allem Elend noch mitten auf meiner Fahrbahn stehen 8O

Hab dann mit aller Kraft das Möppi rechts hinter ihm durchgedrückt. Er gafft weiter, winkt und fährt weiter. Wenn es das Faustrecht noch gäbe....

Aber mit solchen Situationen muss man als Motorradfahrer rechnen.

Wünsche dir (allen anderen natürlich auch) eine weiterhin unfallfreie Saison

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stevenluet
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Re: Heut war ich fast dran...

#4

Beitrag von stevenluet » 05.08.2007 13:56

Elric1982 hat geschrieben:Was ich mich frage, ob ich noch besser hätte bremsen können. Da mir das Hinterrad gestiegen ist, musste ich kurz die Vorderradbremse lösen. Ich weiß nicht ob das optimal war?
nabend

du machst dir ja gedanken!! :?:
sie froh das du ihn nicht erwischt hast.anderen leuten haben nicht soviel glück bei so ner geschichte.
für diese situation hast du im richtigen moment das richtige getan.also mach dir keine gedanken ob du es hättest besser machen können. :lol:
in so einer situation denkst du nicht erst kurz nach wie du am besten bremsen kannst ohne das dein hinterrad steigt,anderenfalls könnte es durchaus sein das du womöglich nie wieder mopped fährst. :alleswisser:

will keinen belehren aber für solche sachen gibt es nunmal kein patentrezept.

hoffe das sich keiner auf den schlips getreten fühlt.

in diesem sinne hoffentlich immer unfallfreie fahrt :) moped
bis die tage
gruss steven

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#5

Beitrag von Timmey » 05.08.2007 15:15

@stevenluet

sorry, aber das versteh ich garnich... wenn er sich jetzt gedanken macht wie man noch optimaler bremsen könnte reicht es bei der nächsten evtl. noch glimpflicheren Situation auch wieder zum vorbei kommen.

Was du sagst klingt ja irgendwie nach... is ja gut gegangen, hurra ich bin unsterblich :wink:


ansonsten denk ich Manic hat recht, wenn das Hinterrad gerade am Boden bleibt wäre es noch optimaler... aber auch so schon respekt... denke das schaffen bei weitem nich alle ohne sich abzulegen.

gruß
der Streber sieht das Ziel
aber der Weise pflückt am Rand Blumen

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#6

Beitrag von stevenluet » 05.08.2007 15:52

nabend


wollte sagen in der situation greifst du einfach nur zu.wenns hinterrad steigt lässt du wieder etwas locker.klar kann man sich drüber gedanken machen wie es besser geht, nur ob du in der lage dann dran denkst??? :) empty
bis die tage
gruss steven

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Elric1982


Re: Heut war ich fast dran...

#7

Beitrag von Elric1982 » 05.08.2007 16:44

Manic hat geschrieben: Erst mal Glückwunsch zum fast Geburtstag ;)
Und die Reaktionen der anderen Verkehrsteilnehmer sind ja wirklich vorbildlich... 8O (damit hätt ich nicht gerechnet)

Zu deiner Frage:
Ja, das war optimal, denn nur wenn der hinterreifen am Boden bleibt kannst du maximal verzögern, weil dem Bremsmoment das größtmögliche Gewicht entgegenwirkt.
Du wirst lachen: ich feier morgen meinen 25. :sonne:

@ stevenluet

Ich wär einfach voll auf den Wagen draufgeknallt, hätte der nicht Vollgas gegeben. Deswegen frag ich, wie man sowas besser macht. Ein Fahrsicherheitstraining hab ich bisher nämlich noch nicht absolviert.

Michael


Re: Heut war ich fast dran...

#8

Beitrag von Michael » 05.08.2007 16:49

Elric1982 hat geschrieben:Was ich mich frage, ob ich noch besser hätte bremsen können. Da mir das Hinterrad gestiegen ist, musste ich kurz die Vorderradbremse lösen.
Hat die SV immer noch so weiche Gabelfedern wie serienmäßig beim 2001er Modell? Dann würde ich etwas härtere Gabelfedern reinmachen lassen.

Hintergrund: Ein sehr guter SV-Fahrer auf SV650 (2001er?) und ich auf R6 (2003er) haben mal unsere Bremskünste verglichen. Mein Bremsweg war wesentlich kürzer. Ich führe das weniger auf Unterschiede im Können zurück als aufs Material und da halt insbesondere auf die Gabelfedern.

Zur Bremstechnik: Kurz gesagt glaube ich weniger, dass Du es hättest wesentlich besser machen können. Ich glaube, der zur Verfügung stehende Bremsweg war einfach zu kurz.

Die etwas längere Version: Generell gilt ja: Ein kurzer Bremsweg wird am Anfang der Bremsung gemacht, nicht am Ende.
D. h.: (1) Schnell zum Bremshebel greifen; (2) schnell Druck aufbauen aber rutschendes Vorderrad vermeiden. (2) hast Du gemacht, sonst wäre das Hinterrad nicht hoch gekommen. Vielleicht angesichts der weichen Gabel sogar etwas zu schnell. Aber da das Vorderrad nicht weggerutscht ist, ist das nicht Deine Schuld sondern die des Motorrads. Und der zur Verfügung stehende Bremsweg war halt verdammt kurz, da hätte ich es wohl auch nicht besser geschafft. Ob Du (1) gemacht hast, weiß ich nicht. Wäre sehr wichtig.

Wie war es mit ausweichen? Wäre das möglich gewesen? Was hättest Du im Fall eines Zusammenpralls gemacht? Mein Ziel ist es, dann übers Auto zu fliegen. Das trainiere ich machmal mental und übe zwischendurch auch mal, schnell auf dem Motorrad aufzustehen.
Timmey hat geschrieben:Was du sagst klingt ja irgendwie nach... is ja gut gegangen, hurra ich bin unsterblich
Lies vielleicht nochmal den Satz mit den zitternden Knien.
Zuletzt geändert von Michael am 05.08.2007 17:07, insgesamt 1-mal geändert.

Elric1982


Re: Heut war ich fast dran...

#9

Beitrag von Elric1982 » 05.08.2007 17:06

Michael hat geschrieben: Hat die SV immer noch so weiche Gabelfedern wie beim 2001er Modell? Dann würde ich etwas härtere Gabelfedern reinmachen lassen.

Die etwas längere Version: Generell gilt ja: Ein kurzer Bremsweg wird am Anfang der Bremsung gemacht, nicht am Ende.
D. h.: (1) schnell zum Bremshebel greifen; (2) schnell Druck aufbauen aber rutschendes Vorderrad vermeiden. (2) hast Du gemacht, sonst wäre das Hinterrad nicht hoch gekommen. Vielleicht angesichts der weichen Gabel sogar etwas zu schnell. Aber da das Vorderrad nicht weggerutscht ist, ist das nicht Deine Schuld sondern die des Motorrads. Und der zur Verfügung stehende Bremsweg war halt verdammt kurz, da hätte ich es wohl auch nicht besser geschafft. (1) weiß ich nicht.
Ja also meine SV ist von 2002 und hat ne weiche Vorderradgabel. Dachte bisher, dass das nur eine Fahrwerksbeeinträchtigung darstellt. Aber was du schreibst leuchtet ein. Den Umstieg auf ein härteres Federbein hab ich bisher gescheut. Eher wollt ich mir eine neue Maschine holen...

Und zu (1): Ich kann mich mittlerweile gar nicht mehr richtig erinnern,aber ich glaube beide Hände am Lenker gehabt zu haben. Die Finger hat ich jedenfalls nicht bremsbereit schon am Hebel. Dazu kam die Schrecksekunde, die war heftig.

Ausweichen war eigentlich nicht möglich. Hätte erst die Bremse lösen, wieder das Hinterrad zu Boden bringen müssen und dann nach links in den (stehenden) Gegenverkehr ausweichen können. Keine gute Idee.
Allerdings war der Wagen ein 3er Touring. Ich bin also zielstrebig auf dessen D-Säule zugerauscht. Abrollen wohl nicht möglich.

Was mir mittlerweile wieder eingefallen ist, war dieses verflucht instabile Gefühl, als das Hinterrad am höchsten Punkt war. Ich hatt mehr Schiss mich zu überschlagen als gegen den Wagen zu prallen.

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#10

Beitrag von Timmey » 05.08.2007 19:07

@Michael
Lies vielleicht nochmal den Satz mit den zitternden Knien.
Lies vieleicht nochmal auf welche Aussage, vor allem von wem, ich mich bezogen habe.
der Streber sieht das Ziel
aber der Weise pflückt am Rand Blumen

Michael


#11

Beitrag von Michael » 05.08.2007 22:32

Oh, da habe ich was übersehen. Okay, Entschuldigung, dann nehme ich es zurück.

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Re: Heut war ich fast dran...

#12

Beitrag von stevenluet » 06.08.2007 0:05

Michael hat geschrieben: Zur Bremstechnik: Kurz gesagt glaube ich weniger, dass Du es hättest wesentlich besser machen können. Ich glaube, der zur Verfügung stehende Bremsweg war einfach zu kurz.
mein reden.
aber anscheinend gibt es leute die anderer meinung sind die meinung anderer nur schwer bis garnicht akzeptieren :autsch:


finde nur das er riesen glück gehabt hatte das es nicht zum unfall kam.andere hätten sich aber anscheinend noch ganz cool ne fluppe angesteckt. :x
bis die tage
gruss steven

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Overdrive


#13

Beitrag von Overdrive » 06.08.2007 0:12

Joar, war wohl ne Punktbremsung. Meine aus 50 braucht man knapp 11m, dann sinds aus 60 schon ein paar mehr, sprich rund deine geschätzten 20m.

An sich ist bei solchen Sachen situationsbedingt ein Ausweichen wohl besser. Darf nat. kein anderer PKW hinter dem "Spurblockierer" warten. o.ä.

Elric1982


#14

Beitrag von Elric1982 » 06.08.2007 1:16

Overdrive hat geschrieben:Joar, war wohl ne Punktbremsung. Meine aus 50 braucht man knapp 11m, dann sinds aus 60 schon ein paar mehr, sprich rund deine geschätzten 20m.

An sich ist bei solchen Sachen situationsbedingt ein Ausweichen wohl besser. Darf nat. kein anderer PKW hinter dem "Spurblockierer" warten. o.ä.
Ne also ich hab's gar nicht bis zum Stillstand geschafft. Ich wär voll reingerauscht. Mein Glück war, dass der Kerl geistesgegenwärtig auf's Gas gesappt ist und nen Satz vorwärts gemacht hat. Dadurch war die Lücke frei und ich bin um Zentimeter an ihm vorbeigeschrammt. Kurz danach kam ich erst das Mopped ausrollen lassen.

mattis


#15

Beitrag von mattis » 06.08.2007 19:01

Glückwunsch zur 2. Geburt ;-)
Hast wohl alles richtig gemacht, nix überbremst, nix angestarrt.

Schade das es Adrenalin nicht in Dosen gib :twisted:

Ich hatte sowas vor 2 Jahren: Tussnelda biegt hinter einem Maisfeld in die Landstrasse ein.
Vollbremsung, Heck kommt hoch, ca. 1 Meter hinter dem Auto zum stehen gekommen.

Ich hab mich damals schon im Sarg gesehen.

Und genau solche Sachen sind der Grund, warum am 31.10.2007 Schluss ist :-( Auch wenn es schwer fällt...

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