Mein erster Unfall
Verfasst: 08.09.2009 11:43
So - jetzt war´s leider auch mal bei mir soweit.
Nach knapp 40000km auf der Kleinen hat´s mich und sie leider satt zerlegt.
Anfahrt auf ne Rechtskurve in der Mitte von der Fahrbahn. Vorderbremse leicht gezogen um etwas Geschwindigkeit raus zu nehmen und gleichzeitig runter schalten. Straße leicht sandig.
Hinterrad schmiert weg. Weiter in die Kurve drücken - zu gefährlich - Leitplanke ohne Unterfahrschutz auf der Gegenseite. Also Maschine aufgerichtet, weil ich geradeaus die Wiese erblickt hab.
Nur dumm das der Graben völlig zugewachsen war. Den und den Wasserdurchlass aus Beton erblickte ich leider eine gefühlte tausendstel Sekunde zu spät. Nen halben Meter später in die Wiese und das ganze hätte höchstwahrscheinlich nur mit einem Umfaller geendet. Aber nein, ich musste ja den Durchlass treffen. Der Einschlag war vielleicht noch mit 50 kmh. Hat ganz schön gekracht.
Nach dem Einschlag war die Sichtfolge: Gras, Himmel, Gras, Himmel !! Dann Stille ! Erste Reaktion: "Wie geht´s meiner Kleinen"? Richtung Maschine gekrochen. Leider nicht geschafft - es wurde finster !!
Als ich wieder zu mir kam, waren ne Menge Leute um mich rum, unter anderen auch zufällig eine Anästhesistin, die meine Erstversorgung übernahm. Ich hatte Schmerzen überall und konnte mich nicht mehr bewegen. Dann kam die Angst: "Querschnittslähmung - Du bist ja auf dem Rücken gelandet"! Höchste Anstrengung auf die Arme - JA, die bewegen sich!! Kopf heben oder drehen - OK, auch das geht!
Aber warum zum Teufel geht das nicht auch mit den Beinen? Diese Schmerzen!!
Dann haben mich die Rettungskräfte in den Krankenwagen verfrachtet. Wann kam der denn? Keine Ahnung!
Im Krankenwagen wurde mir dann ein Zugang gelegt und Schmerzmittel verabreicht und endlich konnte ich meine Beine, wenn auch unter größten Schmerzen, bewegen. Nach ewig dauernder Untersuchung im Krankenhaus war die erste Diagnose: Starke Prellung des rechten Fußes und des gesamten Beckenbereiches, sowie Haarriss im rechten Schlüsselbein. Was hab ich doch für ein Schweineglück gehabt. Gut, beim Becken ist man sich noch nicht sicher. Auf den Röntgenbildern sieht man eine Schattenbildung. Sollten die Schmerzen innerhalb von 2 Wochen nicht deutlich nachlassen, wird zu einer CT geraten. Die will ich noch vermeiden, weil ich schon verdammt viel Bestrahlung dieses Jahr hatte ( Außenbandriss und Polypen-OP ). Seuchenjahr !!
Nach 8 Tagen Krankenhaus, durfte ich jetzt endlich wieder nach Hause. Der erste Weg war, an Krücken zum Mopped. Was für ein trauriger Anblick. Das Vorderrad bis zum Motorblock zurück gedrückt. Die vordere Verkleidung: ein Trümmerhaufen. Der Tank: von der Sitzbankseite her total eingedrückt ( jetzt weiß ich auch woher die blauen Genitalien und die starke Beckenprellung kommt ). Das Heck: nach links verschoben.
Die Kleine muß sich leider auch überschlagen haben. So wie es aussieht, ist da nix mehr zu retten. Ist ein 2003er Baujahr und hat 40000km runter. Auch wenn ich sie vorher gepflegt hab, wie meine Frau, und mir bei ihrem Anblick das Herz schmerzt, so werd ich sie doch "begraben" müssen. Glaub nicht, das sich ein Neuaufbau rechnet. Also werde ich mich langsam mal nach was Neuem umsehen. Meine hatte ich neu gekauft, aber leider gibts die SV ja nicht mehr neu. Vieleicht muß ich mir eine gebrauchte zulegen, denn von der Optik her, gefiel mir die Knubbel schon verdammt gut. Und der V2 macht höllisch Spaß. Die Kraft vom Drehzahlkeller ist schon enorm. Wie ist das erst bei der Kante? Vieleicht erfahr ich´s. Mal sehen, was der Markt so her gibt. Aber erst für die nächste Saison. Diese ist für mich leider gelaufen.
Dieser Crash wird mich nicht vom Motorrad fahren abhalten, aber er wird mich mit Sicherheit noch konzentrierter und vorausschauender fahren lassen. Mein größter Fehler war, meiner Meinung nach, leider das knappe runterschalten bei gleichzeitigem Bremsen mit der Vorderbremse in leichter Schräglage. Wichtig ist jedoch, aus seinen Fehlern zu lernen. Ich hoffe nur, das ich das auch verinnerlichen kann.
So, jetzt hab ich Euch genug gelangweilt, aber es mußte raus. Vielleicht hilfts mir, das ganze leichter zu verarbeiten.
Nach knapp 40000km auf der Kleinen hat´s mich und sie leider satt zerlegt.
Anfahrt auf ne Rechtskurve in der Mitte von der Fahrbahn. Vorderbremse leicht gezogen um etwas Geschwindigkeit raus zu nehmen und gleichzeitig runter schalten. Straße leicht sandig.
Hinterrad schmiert weg. Weiter in die Kurve drücken - zu gefährlich - Leitplanke ohne Unterfahrschutz auf der Gegenseite. Also Maschine aufgerichtet, weil ich geradeaus die Wiese erblickt hab.
Nur dumm das der Graben völlig zugewachsen war. Den und den Wasserdurchlass aus Beton erblickte ich leider eine gefühlte tausendstel Sekunde zu spät. Nen halben Meter später in die Wiese und das ganze hätte höchstwahrscheinlich nur mit einem Umfaller geendet. Aber nein, ich musste ja den Durchlass treffen. Der Einschlag war vielleicht noch mit 50 kmh. Hat ganz schön gekracht.
Nach dem Einschlag war die Sichtfolge: Gras, Himmel, Gras, Himmel !! Dann Stille ! Erste Reaktion: "Wie geht´s meiner Kleinen"? Richtung Maschine gekrochen. Leider nicht geschafft - es wurde finster !!
Als ich wieder zu mir kam, waren ne Menge Leute um mich rum, unter anderen auch zufällig eine Anästhesistin, die meine Erstversorgung übernahm. Ich hatte Schmerzen überall und konnte mich nicht mehr bewegen. Dann kam die Angst: "Querschnittslähmung - Du bist ja auf dem Rücken gelandet"! Höchste Anstrengung auf die Arme - JA, die bewegen sich!! Kopf heben oder drehen - OK, auch das geht!
Aber warum zum Teufel geht das nicht auch mit den Beinen? Diese Schmerzen!!
Dann haben mich die Rettungskräfte in den Krankenwagen verfrachtet. Wann kam der denn? Keine Ahnung!
Im Krankenwagen wurde mir dann ein Zugang gelegt und Schmerzmittel verabreicht und endlich konnte ich meine Beine, wenn auch unter größten Schmerzen, bewegen. Nach ewig dauernder Untersuchung im Krankenhaus war die erste Diagnose: Starke Prellung des rechten Fußes und des gesamten Beckenbereiches, sowie Haarriss im rechten Schlüsselbein. Was hab ich doch für ein Schweineglück gehabt. Gut, beim Becken ist man sich noch nicht sicher. Auf den Röntgenbildern sieht man eine Schattenbildung. Sollten die Schmerzen innerhalb von 2 Wochen nicht deutlich nachlassen, wird zu einer CT geraten. Die will ich noch vermeiden, weil ich schon verdammt viel Bestrahlung dieses Jahr hatte ( Außenbandriss und Polypen-OP ). Seuchenjahr !!
Nach 8 Tagen Krankenhaus, durfte ich jetzt endlich wieder nach Hause. Der erste Weg war, an Krücken zum Mopped. Was für ein trauriger Anblick. Das Vorderrad bis zum Motorblock zurück gedrückt. Die vordere Verkleidung: ein Trümmerhaufen. Der Tank: von der Sitzbankseite her total eingedrückt ( jetzt weiß ich auch woher die blauen Genitalien und die starke Beckenprellung kommt ). Das Heck: nach links verschoben.
Die Kleine muß sich leider auch überschlagen haben. So wie es aussieht, ist da nix mehr zu retten. Ist ein 2003er Baujahr und hat 40000km runter. Auch wenn ich sie vorher gepflegt hab, wie meine Frau, und mir bei ihrem Anblick das Herz schmerzt, so werd ich sie doch "begraben" müssen. Glaub nicht, das sich ein Neuaufbau rechnet. Also werde ich mich langsam mal nach was Neuem umsehen. Meine hatte ich neu gekauft, aber leider gibts die SV ja nicht mehr neu. Vieleicht muß ich mir eine gebrauchte zulegen, denn von der Optik her, gefiel mir die Knubbel schon verdammt gut. Und der V2 macht höllisch Spaß. Die Kraft vom Drehzahlkeller ist schon enorm. Wie ist das erst bei der Kante? Vieleicht erfahr ich´s. Mal sehen, was der Markt so her gibt. Aber erst für die nächste Saison. Diese ist für mich leider gelaufen.
Dieser Crash wird mich nicht vom Motorrad fahren abhalten, aber er wird mich mit Sicherheit noch konzentrierter und vorausschauender fahren lassen. Mein größter Fehler war, meiner Meinung nach, leider das knappe runterschalten bei gleichzeitigem Bremsen mit der Vorderbremse in leichter Schräglage. Wichtig ist jedoch, aus seinen Fehlern zu lernen. Ich hoffe nur, das ich das auch verinnerlichen kann.
So, jetzt hab ich Euch genug gelangweilt, aber es mußte raus. Vielleicht hilfts mir, das ganze leichter zu verarbeiten.