Geiles Statement .id073897 hat geschrieben:Auch wenn ich nicht direkt angesprochen wurde, erlaube ich mir doch einen längeren Kommentar:Walle hat geschrieben:Du hast nichts kapiert, und den Unterschied zwischen Stahlflex und den Ori Schläuchen nicht wirklich " erfahren ",
Ich habe meine Q (bisher mein einziges Mopped, das ich auf Stahlflex umgerüstet habe - alle anderen der letzten Jahre hatten bereits Stahlflex verbaut, die SV wird noch folgen) 30 Tkm ohne und 35 Tkm mit Stahlflex gefahren. Ich hoffe, dass es als Erfahrungshorizont akzeptabel ist, auch wenn ich diese Fahrleistung weder auf dem Kringel noch in erster Linie auf Pässen hinter mich gebracht habe.
Falls ja: durch die Stahlflex-Schläuche verbessert sich m. E. der Druckpunkt ganz deutlich, auch bei "kalter" Bremsflüssigkeit, weil das Schlauchsystem einer Ausdehnung infolge wachsenden Flüssigkeitsdrucks einen höheren Widerstand entgegen setzt.
Stahlflex kann aber nur das eliminieren, was die (Gummi-)Bremschläuche in das Gesamtsystem Bremse mit einbringen - es hilft nicht gegen (konstruktiv) alte Schwimmsattelbremsen und zu "weiche", sich aufspreizende Bremssättel, egal ob Fest- oder Schwimmsättel, unabhängig ob Monoblock oder geschraubt.
Die Bremsleistung als solche ist vom Flüssigkeitsdruck abhängig (wenn dieser mal als einziger variabler Anteil betrachtet würde), der wiederum von der Kraft, die über den Handhebel aufgebracht wird, insofern verbessern Stahlflex-Leitungen nicht die Bremsleistung. Sie verringern bei gleichem Bremsdruck den Hebelweg bis er erreicht wird, weil die Volumenänderung im Schlauchsystem verringert wird - eine Art scheinbarer Kompressibilität der Bremsflüssigkeit. Vom Gefühl her unterscheidet sich das nicht sehr von einer Lufteintragung in das Bremssystem. Von der Haptik her wird das Bremssystem beim Wechsel auf Stahlflex "härter", wollte man es im mechanischen Modell durch Feder und Dämpfer darstellen, so würde man die Änderung auch durch eine härtere Feder und eine stärkere Dämpfung simulieren.
Dass diese veränderte Haptik zu einer verbesserten Integration des Fahrers führt kann jeder leicht durch eine Modifikation des von Bernt Spiegel beschriebenen Tastversuch erleben: einfach mal den Stift durch einen gefederten Stift (z.B. umgedrehter Kugelschreiber) ersetzen.
Gruss,
Gunter
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Das läßt doch mal das Herz höher schlagen