Warum der Conti RA3 nicht mein Freund wird


Richtige Einstellungen am Fahrwerk und den für dich richtigen Reifen wählen.
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superhelmut
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Re: Warum der Conti RA3 nicht mein Freund wird

#61

Beitrag von superhelmut » 24.10.2021 11:28

loki_0815 hat geschrieben:
22.10.2021 18:56
Also ich bremse hinten nur zum Korreieren oder weil ich es im Kopf gerade nicht abgeschalten bekomme !
Manchmal beim durchfahren einer Kurve um die Fuhre beim rausbeschleunigen zu stabilisieren.
Wenn ich vorne voll anker ... weil wir gerade unerlaubt rennerles machen, dann bringt mir die hinterre Bremse nur Unruhe ! Da ist das Rad dauernd vom Boden weg ... was soll da bremsen ??
Zudem, wenn die Masse steht fehlen die Zentrierkräfte und das Bike begint zu schlingern.
Da so oder so nur max 30% der Vorderleistung möglich ist ... Gewichtsverschiebung, und die SV Bremse bei mir hinten so abartigt zupackt, stehe ich dauernd quer oder versau mir die Linie !

Ich wechsel nur die hinteren Beläge weil die kurz davor sind aus der Zange zu rosten ! :) cross
Vorne aber alle 8000-12000km ... je nach dem mit wem und wo ich unterwegs bin ....

Eine Sache, hatte ich bei meinen Ausführungen nicht bedacht.
Nochmals Danke an Keiler, dass er mich quasi geweckt hat.

So gesehen, fahren wir verschiedene Mopeds ;)

Dass das bei dir voraussichtlich nicht funktionieren kann, leuchtet mir ein.
# Siehe meine Antwort an Keiler. Siehe weiter oben. #

Gruß
Helmut
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superhelmut
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Re: Warum der Conti RA3 nicht mein Freund wird

#62

Beitrag von superhelmut » 24.10.2021 11:49

Pat SP-1 hat geschrieben:
22.10.2021 13:18
superhelmut hat geschrieben:
22.10.2021 12:26
Die Bremse hinten ist nicht minder wichtig, als die Vordere.
Doch ist sie. Das ist einfacher Physik: Bei statischer Geradeausfahrt lastet auf beiden Reifen etwa die gleiche Gewichtskraft. Im Laufe der Bremsung verschiebt sich diese Balance immer mehr nach vorne, bis -zumindest bei einer Vollbremsung- irgendwann das Hinterrad überm Boden schwebt, also 0% des Gewichts hinten und 100% vorne lasten. D.h. am Anfang der Bremsung bringen beide Bremsen gleich viel aber das ändert sich dann sehr schnell in die Richtung, dass die hintere immer weniger und die vordere mehr bringt.
Hallo Patric,

tatsächlich habe ich, was die Gefahrenbremsung angeht, etwas ganz wichtiges unbewusst außer Acht gelassen.

Das die Kollegen, die ein Motorrad mit Superbikesitzposition fahren, dass meist unmöglich können.

Das eine anders Sitzgeometrie sich so extrem auf die hintere Bremse auswirkt, dass hatte ich
nicht berücksichtigt. Aber da ist das wohl auch von Motorrad zu Fahrer unterschiedlich.
Pauschal kann meine Darstellung nicht mehr gesehen und gewertet werden.

####
Fakt ist, dass es bei mir nicht nur funktioniert, es funktioniert super!!!
####

Mein Hinterrad hebt nicht mehr ab bei einer Gefahrenbremsung vom Boden ab.
Das liegt, unter anderem, an meiner aufrechten Sitzposition. Diese bringt mich in die Lage, mit meinem Hinterteil das Moped hinten runter zu pressen. Das wird wohl auch von Fahrer zu Fahrer, von Motorrad zu Motorrad, von Reifen zu Reifen, etc, unterschiedlich der Möglichkeiten sein.

Wenn ich mir deine Sitzposition auf deinem Profilbild so ansehe, dann glaube ich schon das auch du das so erlernen könntest. Versuchen kannst du es doch mal.

Erlernen kannst du das z.B.bei den Trainings der Verkehrswacht: https://www.fahrsicherheitscentrum.de


Die Trainer, die uns das vermittelt hatten, machen das nebenberuflich bei der Verkehrswacht.
Hauptberuflich sind das zwei Polizisten. Sie sind, meinen Informationen nach, Trainer der Polizeimotorradstaffel NRW. Frag mal nach Olli und Toddi. Glaube so heißen die. Schon was her.


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Pat SP-1 hat geschrieben:
22.10.2021 13:18
superhelmut hat geschrieben:
22.10.2021 12:26
Und massive Nachteile:
- der der dich überhaupt erst in die heikle Situation gebracht hat: Du hörst auf zu bremsen, bevor Du siehst ob das richtig oder falsch ist.
Pat SP-1 hat geschrieben:
22.10.2021 13:18
[quote=superhelmut post_id=10240418 time=1634898400 user_id=25493
Definitiv bin ich zu schnell in die Kurve.
Ich hatte dir bereits da drauf geantwortet. Ja ich war zu schnell. Fehler ja. Wie oft möchtest du da noch drauf rumreiten?

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Pat SP-1 hat geschrieben:
22.10.2021 13:18
superhelmut hat geschrieben:
22.10.2021 12:26
Du nutzt die Motorbremse nicht, um das Motorrad in die Kurve zu ziehen und zum Scheitelpunkt hin die Geschwindigkeit zu verringern.
Richtig, ich nutzte in diesem Fall die Motorradbremse nicht. Weil das in meiner Situation nur Unruhe ins Motorrad gebracht hätte.


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Pat SP-1 hat geschrieben:
22.10.2021 13:18
superhelmut hat geschrieben:
22.10.2021 12:26
Zu 2.: warum sollte das passieren? Ich sehe doch nicht erst, dass eine Kurve eng ist, wenn ich schon 50° Schräglage habe und fange dann plötzlich an zu bremsen sondern ich bremse einfach etwas länger und ggf. etwas härter als ich es eh gemacht hätte. Und bei 30° Schräglage kann man noch fast so stark bremsen wie geradeaus (hier ist das mal für einen Haftindex von 1,1, was guten Reifen auf trockenem Asphalt entspricht, abgebildet: https://www.motorradonline.de/ratgeber/ ... adreifens/ in dem Fall gehen bei 38° Schräglage 79% der möglichen Bremskraft). Man kann auch bei sehr ordentlicher Schräglage anfangen, zu bremsen, aber das erfordert sehr viel Konzentration und ist daher eher nicht für eine "Paniksituation" geeignet.
Danke für´s nochmals drauf rumreiten. ;)

Weder Du, noch Motorradonline waren in meinem Fall dabei.

„ in dem Fall gehen bei 38° Schräglage 79% der möglichen Bremskraft“ und Du garantierst mir das und kommst für alle entstandenen Kosten auf, im Schadensfall?

Ich werde das nächste mal vorher:
- Die Reifentemperatur messen
- den Asphalt analysieren
- den Haftindex errechnen
-

Wenn Dir noch was einfällt, schreibe es bitte hinzu.


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Pat SP-1 hat geschrieben:
22.10.2021 13:18
superhelmut hat geschrieben:
22.10.2021 12:26
Das Zweitwichtigste ist, dass die hintere Bremse das Motorrad stabilisiert, bei richtiger Anwendung.

Das kann man damit machen (hatte ich ja auch schon mal geschrieben). Aber nötig/sinnvoll ist das m.E. nur bei sehr niedrigen Geschwindigkeiten, bei denen das Motorrad ansonsten instabil wäre. Daher mein Beispiel mit dem Wenden. Bei etwa der Hälfte der Kehren am Stilfser Joch habe ich das auch gemacht, da ich da mit der SP-1 ansonsten Probleme gehabt hätte, umzukippen. Aber sobald das Moped schneller als etwa 25-30 km/h fährt, ist es eh so stabil, dass so etwas völlig unnötig ist.
Nur weil es in deinen Augen unnötig und sinnfrei ist, heißt das nicht, dass es eben doch Sinn hat.
Aber das wolltest du ja noch nie wahrhaben. Aber so kennen und lieben wir Dich ja ;) bier


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Pat SP-1 hat geschrieben:
22.10.2021 13:18
superhelmut hat geschrieben:
22.10.2021 12:26
Und auch in dem Metier gibt es sehr unterschiedliche Fahrweisen, die vom Fahrstil und Motorrad abhängen.
Stimmt sicherlich. Für mich ist es schon immer wichtig gewesen, von direkter persönlicher Erfahrung zu lernen. Dann noch Feedback und Korrekturen zu bekommen, dass hilft mir mehr als jede Theorie.




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Pat SP-1 hat geschrieben:
22.10.2021 13:18
superhelmut hat geschrieben:
22.10.2021 12:26
Und was ich überhaupt nicht gut finde ist, dass Du Dinge erzählst, die objektiv falsch sind und durch die man sich in Gefahr bringen kann, wie dass die hintere Bremse ebenso wichtig sei wie die vordere.
Wie fast immer bei deinen Kommentaren. Nur weil etwas für dich und die Motorräder die du fährst, deinen Fahrstil, etc nicht zutrifft, ist das auch pauschal auf den restlichen Planeten anzuwenden. ;) bier


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Pat SP-1 hat geschrieben:
22.10.2021 13:18
superhelmut hat geschrieben:
22.10.2021 12:26
Bei einem Motorrad, bei dem man aber im Ernstfall die volle Konzentration fürs Bremsen braucht, ist der Verlust an Konzentration durch den Versuch, beide Bremsen richtig zu benutzen, schlimmer als der kleine Nachteil, den der Verzicht auf die Hinterradbremse bringt.
Anstelle zu empfehlen, auf die Hinterradbremse zu verzichten, wäre es ratsamer Sicherheitstrainings zu empfehlen. Min 1. Jährlich.
Die Empfehlung zum verzicht auf die hintere Bremse als solche erachte ich als grob fahrlässig.

Ich kann dir nur empfehlen, ein mal Jährlich ein Motorradtraining für die Straße zu absolvieren.
Auch wenn manches langsam ggf. langweilig und Routine wird, so ist es die wiederholte Übung, die euch mehr Fahrzeugbeherrschung gibt.
Und wenn der Trainer dich dann bei Übungen nicht mehr heraus zieht, um dir Dinge zu erklären, dann hast du es nicht nur verstanden, du hast es umgesetzt.

Gruß
Helmut
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Re: Warum der Conti RA3 nicht mein Freund wird

#63

Beitrag von Pat SP-1 » 24.10.2021 12:01

Lustigerweise kam die explizite Aussage, ich solle die Hinterradbremse nicht benutzen mal bei einem Sicherheitstraining an mich, da ich der einzige Teilnehmer ohne ABS war. Das war allerdings auch keins dieser Standardtrainimgs, bei denen aus 50 im Trockenen gebremst wird, sondern eins im strömenden Regen, bei dem wir -um aufgrund der Bedingungen einfach anzufangen- als niedrigste Ausgangsgeschwindigkeit 70 genommen haben (als schnellstes hatten wir dann 110 oder 120).

Und ebenso wichtig wie die vordere Bremse ist die hintere bei keinem Zweirad. Das ist wie schon gesagt einfachste Physik. Je nach Motorrad kann sie mehr oder weniger viel unterstützen (bei einem Chopper recht ordentlich, bei einem Sportler kaum). Daher bleibe ich dabei, dass Deine Aussage objektiv falsch ist.

Ich wollte auch nicht darauf rumreiten, dass Du beim Einschätzen der Kurve einen Fehler gemacht hast. So etwas passiert. Worauf ich hinaus wollte ist, dass dieser Fahrstil, schon mit Bremsen aufzuhören und mit Gas in die Kurve zu fahren, solche Fehler begünstigt und es erschwert, sie zu korrigieren.

Und etwas letztes mit Zwinkern: trau Deinem Vorderreifen mal mehr und fahr mehr über beide Räder, anstatt alles dem Hinterreifen zuzumuten. :wink: ;) bier

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Re: Warum der Conti RA3 nicht mein Freund wird

#64

Beitrag von Hasake » 24.10.2021 16:06

Hier ist ja was los.
Dass man in Kurven Gas geben muss wenn man langsamer werden will darauf muss man erst mal kommen.
Den Tipp hat mir noch nie jemand gegeben. Probier ich das nächste Mal aus.
Da spielen wahrscheinlich die Kreiselkräfte der Räder und die Coriolis-Kraft der Erdrotation mit rein.
Das müsste mal ein Harald Lesch oder Ranga Yoghurtwart genauer erklären.

Zum Thema Laswechsel in Schräglage.
Man kann sowohl das Gas auf als auch zu machen während die Raste schleift.
Man darf es nur nicht ruckartig tun und sollte dabei den Lenker locker halten.
Anfänger haben Lowsider weil sie verkrampft sitzen in Schräglage und den Lenker zu fest halten.
Das kostet Grip und Feedback und sie merken deswegen nicht wenn sich ein Reifen ankündigt.

Zum Thema Conti:
Ich bin begeistert vom ContiTrack.

Gruß
Hasake

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Re: Warum der Conti RA3 nicht mein Freund wird

#65

Beitrag von jubelroemer » 24.10.2021 16:14

superhelmut hat geschrieben:
24.10.2021 11:24
jubelroemer hat geschrieben:
22.10.2021 14:03
Wie fahre ich mit einem Motorrad um die Kurve die 1.000ste :wink: ;) bier .
Dafür ;) bier

:hallo: Mods :hallo: auf geht's.

Evtl. kann man die Beiträge (ab #45)auch in ein vorhandes Thema zum Thema Hinterradbremse Ja/Nein integrieren.
Scheisse ist, wenn der Furz was wiegt !

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Re: Warum der Conti RA3 nicht mein Freund wird

#66

Beitrag von Hasake » 24.10.2021 17:01

Stimmt Jubelroemer!
Spätestens wenn Hasake etwas zum bisher besprochenen Thema etwas geäußert hat wird es höchste Zeit für die Moderatoren.
;) bier :mrgreen:

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Re: Warum der Conti RA3 nicht mein Freund wird

#67

Beitrag von Pat SP-1 » 23.09.2022 19:38

Ich bin heute das erste Mal mit dem RA3 gefahren, allerdings auf der VFR. Falls es jemanden interessiert, wie er sich im Vergleich zum Road 6 anfühlt. Vielleicht ist es ja auf eins der SV-Modelle übertragbar (SV-S und VFR sind ja immerhin beides Sporttourer):
Beim „Hin und her Wedeln“ super handlich. Auf den ersten Metern fühlte es sich so an wie ich das gewohnt war, aber dann hatte ich den Eindruck, dass das Moped noch etwas leichter lenkt als mit dem Road 6. Allerdings ist es auf der Bremse leider gegenteilig. Wenn man in der Kurve bremst, will sich die VFR deutlich aufstellen und auch beim Einlenken auf der Bremse muss man etwas beherzter zur Sache gehen als beim Road 6. Dafür liegt das Moped in (sehr) großer Schräglage sehr stabil und vertrauenserweckend (zumindest auf gutem Asphalt etwas stabiler als zuletzt mit dem Road 6, wobei ich natürlich nicht mehr im Kopf habe, wie das bei dem im Neuzustand war.). Ich vermute, dass das an der doch recht harten Karkasse liegt. Die sorgt dann aber im nächsten Punkt für ein kleines Minus: die Eigendämpfung scheint nicht so gut zu sein wie beim Michelin, insb. hinten. Jedenfalls fand ich am Anfang der Fahrt, dass er doch relativ deutlich auf Unebenheiten reagiert und bei Asphaltkanten etwas versetzt. Nachdem ich ein Stück etwas flotter gefahren bin, kam allerdings eine Kurve mit kurzen Bodenwellen und da war alles bestens. Vielleicht braucht der Reifen einfach etwas mehr Temperatur, um geschmeidig zu werden (das hat nichts mit dem Grip des Gummis zu tun. Der ist ab der Hofeinfahrt wunderbar.). Dann in Stuttgart auf den Baustellenstraßen hier, hat man dann wiederum gemerkt, dass der Fahrkomfort etwas geringer ist als bei dem Michelin.

Bzgl. Aufstellmoment und Eigendämpfung wäre es einen Versuch wert, noch mal etwas mit dem Luftdruck zu spielen. Vielleicht vorne etwas mehr, um das Aufstellmoment zu verringern und hinten etwas weniger, um die Eigendämpfung zu verbessern. Aber das ist jetzt ja alles erstmal nur ein kleiner erster Eindruck. Ich bin gespannt, wie es auf schlechten Straßen, bei Kälte und Nässe aussieht.

P.S.: ich teile den Titel nicht. :wink: Der Conti fährt sich super und um zu entscheiden, ob es nächstes Mal auch wieder einer wird oder wieder ein Michelin muss ich noch deutlich mehr damit fahren.

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Re: Warum der Conti RA3 nicht mein Freund wird

#68

Beitrag von Kurvenguide » 25.09.2022 9:44

Pat SP-1 hat geschrieben:
23.09.2022 19:38
Ich bin heute das erste Mal mit dem RA3 gefahren, allerdings auf der VFR. Falls es jemanden interessiert, wie er sich im Vergleich zum Road 6 anfühlt. Vielleicht ist es ja auf eins der SV-Modelle übertragbar (SV-S und VFR sind ja immerhin beides Sporttourer):
Beim „Hin und her Wedeln“ super handlich. Auf den ersten Metern fühlte es sich so an wie ich das gewohnt war, aber dann hatte ich den Eindruck, dass das Moped noch etwas leichter lenkt als mit dem Road 6. Allerdings ist es auf der Bremse leider gegenteilig. Wenn man in der Kurve bremst, will sich die VFR deutlich aufstellen und auch beim Einlenken auf der Bremse muss man etwas beherzter zur Sache gehen als beim Road 6. Dafür liegt das Moped in (sehr) großer Schräglage sehr stabil und vertrauenserweckend (zumindest auf gutem Asphalt etwas stabiler als zuletzt mit dem Road 6, wobei ich natürlich nicht mehr im Kopf habe, wie das bei dem im Neuzustand war.). Ich vermute, dass das an der doch recht harten Karkasse liegt. Die sorgt dann aber im nächsten Punkt für ein kleines Minus: die Eigendämpfung scheint nicht so gut zu sein wie beim Michelin, insb. hinten. Jedenfalls fand ich am Anfang der Fahrt, dass er doch relativ deutlich auf Unebenheiten reagiert und bei Asphaltkanten etwas versetzt. Nachdem ich ein Stück etwas flotter gefahren bin, kam allerdings eine Kurve mit kurzen Bodenwellen und da war alles bestens. Vielleicht braucht der Reifen einfach etwas mehr Temperatur, um geschmeidig zu werden (das hat nichts mit dem Grip des Gummis zu tun. Der ist ab der Hofeinfahrt wunderbar.). Dann in Stuttgart auf den Baustellenstraßen hier, hat man dann wiederum gemerkt, dass der Fahrkomfort etwas geringer ist als bei dem Michelin.

Bzgl. Aufstellmoment und Eigendämpfung wäre es einen Versuch wert, noch mal etwas mit dem Luftdruck zu spielen. Vielleicht vorne etwas mehr, um das Aufstellmoment zu verringern und hinten etwas weniger, um die Eigendämpfung zu verbessern. Aber das ist jetzt ja alles erstmal nur ein kleiner erster Eindruck. Ich bin gespannt, wie es auf schlechten Straßen, bei Kälte und Nässe aussieht.

P.S.: ich teile den Titel nicht. :wink: Der Conti fährt sich super und um zu entscheiden, ob es nächstes Mal auch wieder einer wird oder wieder ein Michelin muss ich noch deutlich mehr damit fahren.

Servus, @Pat SP-1 .

Kann deine Aussagen bezüglich dem CRA3 bestätigen....
Finde es nur schade, das Conti diesen Reifen aus der Produktion nimmt, um ihn komplett durch den CRA4 zu ersetzten.
Der zwar deutlich teurer aber NICHT deutlich besser ist!

Ich persönlich würde mir wünschen der CRA3 würde als Second-Liner, etwas günstiger, im Sortiment bleiben.....und diesen wesentlich schlechteren Conti RoadAttack (0) ersetzen.
So wie das andere Hersteller auch können!

Aber.....dann würden wahrscheinlich wesentlich weniger den CRA4 kaufen 8O

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Re: Warum der Conti RA3 nicht mein Freund wird

#69

Beitrag von Pat SP-1 » 25.09.2022 12:35

Im Frühling war ich mit einem Bekannten unterwegs, der gerade den RA4 neu hatte und meinte, er hätte nur unwesentlich mehr gekostet als der RA3. Aber das kann ja immer mal schwanken.

Mal schauen, wie er mir auf Dauer gefällt. Momentan würde ich für mich im Vergleich zum Road 6 den Nachteil des höheren Aufstellmoments etwas stärker sehen als den Vorteil der höheren Stabilität in großer Schräglage. Aber so etwas hängt natürlich von Fahrstil und Motorrad ab. Wenn jemand weniger in die Kurven reinbremst oder ein Moped, dass da weniger störrisch ist, hat, stört das Aufstellmoment natürlich weniger. Davon ausgehend, dass sich Road 5 und 6 diesbezüglich nichts nehmen, würde ich sagen, dass die Knubbel S auf der Bremse leichter einlenkt als die VFR. Da würde das Aufstellen des RA3 wahrscheinlich nicht stören aber dafür der Stabilitätsvorteil überwiegen.

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Re: Warum der Conti RA3 nicht mein Freund wird

#70

Beitrag von Kolbenrückholfeder » 25.09.2022 13:15

Ich kann das "starke" Aufstellmoment bei mir nicht bestätigen (120/70, lineare Federn) und bin sicher kein Frühbremser.
Hinten habe ich ein leichtes Rutschen wenn es wellig wird, das liegt aber eher an meinem Federbein (Zugstufe) oder dem mitlerweile vorhandenen Lagerspielen als am Reifen.
Ansonsten ist das für mich ein ausgezeichneter Reifen. Bin allerdings den PiRo5/6 noch nicht gefahren.
Der PiRo4 war für mich recht zwiespältig (zu wenig Stabilität in den Kurven).
Linke Hand zum Gruß.
Koichi Shimada † 11.02.2016

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Re: Warum der Conti RA3 nicht mein Freund wird

#71

Beitrag von Pat SP-1 » 25.09.2022 15:59

Das Aufstellmoment ist halt stärker als beim Road 6. Im Vergleich zu dem BT023, der beim Kauf auf der VFR war, ist es praktisch nicht vorhanden. :wink:
Wie schon gesagt, kann ich mir gut vorstellen, dass es bei einem Moped, das leicht auf der Bremse einlenkt, kaum stört.

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Re: Warum der Conti RA3 nicht mein Freund wird

#72

Beitrag von Kurvenguide » 26.09.2022 9:29

Pat SP-1 hat geschrieben:
25.09.2022 15:59
Das Aufstellmoment ist halt stärker als beim Road 6. Im Vergleich zu dem BT023, der beim Kauf auf der VFR war, ist es praktisch nicht vorhanden. :wink:
Wie schon gesagt, kann ich mir gut vorstellen, dass es bei einem Moped, das leicht auf der Bremse einlenkt, kaum stört.

Servus, @Pat SP-1 .

Aufstellmoment...hmm.....ich kenne den CRA3 auf einigen Mopeds, vom Supersportler über Power-Nakeds, ja sogar auf Supermotos.
Und ja, er zeigt ein leichtes "Aufstellmoment", auch abhängig vom Verschleiß-Zustand und abgefahrenen VR-Kontur.....ich würde es aber keinesfalls als "störend" bezeichnen und empfinden, eher "informativ".

Ja, der Road 5 kennt gefühlt kein Aufstellmoment, ist am VR extrem neutral.....musste mich erst daran gewöhnen.....mag ihn aber, ist aktuell, in Summe, mein Lieblings-VR bei den Tourensportreifen.

Das GEFÜHLTE Aufstellmoment, ist aus meiner Erfahrung nicht nur vom Motorrad & Reifentyp abhängig.
VR-Reifendruck spielt dabei eine Rolle, kurz gesagt "je weniger Druck, desto mehr Aufstellen". Auch der Verschleißzustand und die aktuelle Kontur.

Ist der Fahrstil und der Motorrad-Charakter entsprechend, spielt das auch eine Rolle. Bremst der Fahrer stark und tief in die Kurve ODER das Moped liebt und provoziert diese Fahrweise.....kann das "Aufstellen" natürlich verstärkt auffallen.


Was mir aber bei meinen Moped-Kumpels im Vergleich und mir auffällt.....es gibt eine deutlich unterschiedliche Sensibilität und Empfindung bei den Fahrern für das Aufstellen.

Es gibt Fahrer, die empfinden schon leichten Gegendruck am Lenker, beim Umlegen auf der Bremse......als störend.......andere mögen es fast, da gehöre ich dazu.
Deshalb musste ich mich erst an den Road5 etwas gewöhnen.

Ich mag leichtes Aufstellen.... weil......ich es als "Belastungsgrad" für's VR verwende, es ein Stückweit sogar brauche.
Umsomehr du noch an der VR-Bremse ziehst beim Umlegen oder in Schräglage .....je stärker ist der "Gegendruck" am Lenker.

Das "in die Schräglage Reinbremsen" ist etwas "kritisch".....verlierst du dabei das VR, war es das meistens.
Locker lässiges, leichtes Mitbremsen am VR, beim Umlegen, ist dabei überhaupt nicht das Problem.....wird man dabei immer aggressiver oder das Moped provoziert es.....kann es grenzwertig werden. Meist "Zack und weg".

Habe ich jetzt ein VR, das mich mit, NICHT vorhandenen Gegendruck, überhaupt nicht darüber informiert, was ich mit meiner Bremserrei und Schräglagenlust, ihm aktuell zumute......fühle ich mich nicht zwingend wohl, fast etwas "blind".

Ich persönlich mag das leichte, lineare, spürbare Aufstellen des CRA3 beim Bremsen.....da fühle ich mich "sicherer", besser informiert!
Irgendwie kann man damit auch "lenken". War die gewählte Kurvenlinie leicht zu eng, Einlenkpunkt leicht zu früh......braucht man nur etwas stärker in der aufbauenden Schräglage bremsen und die Kurvenlinie wird "automatisch" etwas weiter, ohne einen neuen Lenkimpuls setzen zu müssen.....und der Kurven-Ausgang sollte so umso besser funktionieren (Point & Shoot).
Beim Road5 funktioniert das, gefühlt überhaupt nicht.

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Re: Warum der Conti RA3 nicht mein Freund wird

#73

Beitrag von Pat SP-1 » 26.09.2022 17:44

Keine Angst, ich bremse nicht hart in die Kurven rein, schon gar nicht auf öffentlichen Straßen. Nur halt leicht, um mehr Last auf dem Vorderrad zu haben und nicht damit anfangen zu müssen, in der Kurve zu bremsen, falls irgendwo im Kurvenverlauf oder dahinter etwas ist, weswegen ich bremsen muss. Deshalb bremse ich immer mindestens bis ich freie Sicht habe, leicht.
Und ich werde mich ganz sicher auch an den Conti gewöhnen. Bin ja erst knapp 60km damit gefahren und wollte nur einen kurzen ersten Vergleich zum Road 6 geben. Zu letzterem gibt es ja bisher noch nicht so viel zu lesen und ich halte beide für sehr gute Reifen mit etwas unterschiedlichen Eigenschaften.
P.S.: leider habe ich ja keinen Vergleich zwischen Road 5 und 6 auf dem gleichen Moped. Daher kann ich zu den beiden nur sagen, dass der Vorderreifen beim 6er länger hält. Auf der VFR hat er im Vergleich zum 5er auf der SV, obwohl mehr Spaßfahrten dabei waren und die VFR einen Zentner mehr wiegt, gute 10% länger gehalten (der Hinterreifen war dann auch schon auf knapp 2,5mm runter, während der Road 5 auf der SV noch 3mm hatte, als der Vorderreifen fertig war. Bei etwas touristischerer Fahrweise könnten beim 6er also wohl beide gleich lange halten.).

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Re: Warum der Conti RA3 nicht mein Freund wird

#74

Beitrag von jubelroemer » 30.09.2022 9:08

Die ganze Woche rumgehirnt :mmh: mit welchem Reifen ich die 3 Tage in die Vogesen ausrücken soll. CRA3 oder Road5 :?: Nach durchstöbern meines Fundus' mich für ein Pärchen AngelGT2 entschieden, das ich gestern noch schnell aufgezogen habe. Der soll ja bei Nässe Bestwerte abliefern. Hoffentlich liegt der Wetterbericht genauso daneben wie die letzten Tage.
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Re: Warum der Conti RA3 nicht mein Freund wird

#75

Beitrag von Pat SP-1 » 30.09.2022 9:32

jubelroemer hat geschrieben:
30.09.2022 9:08
Die ganze Woche rumgehirnt :mmh: mit welchem Reifen ich die 3 Tage in die Vogesen ausrücken soll. CRA3 oder Road5 :?:
Bist Du schon beide auf der Knubbel gefahren? Falls ja: wie lautet Dein Fazit?

Hoffentlich liegt der Wetterbericht genauso daneben wie die letzten Tage.
Bon Chance!

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