Werden die Rasten weiter nach hinten gestellt bekommst du mehr Spannung in den Körper, das Becken kippt nach vorne. U.U. werden dann die Fußspitzen in den Kurven durch den Asphalt matretiert, also müssen die Rasten gleichzeitig noch nach oben, das bringt noch etwas mehr Spannung in den Oberkörper. Ich nenne das dann Attackehaltung so wie bei vielen Fightern gewünscht. Der Breite Lenker dient dann zur Abstützung, das kann im Einzelfall durchaus helfen um den Rücken gerade zu bekommen.thomfred hat geschrieben:...Aber eine Rastenanlage kostet viel Geld. Da gibt es noch ein Gelenkkit von LSL, dass man in 2 cm Schritten im Kreis verstellen kann. Ob das viel bringt...?
Wie hast Du das Problem gelöst?
Wandern die Rasten weiter nach vorne, ist keine Spannung mehr vorhanden, das Becken dreht nach hinten und es zeigt sich der Rundrücken
Man muss für die eigenen Bedürfnisse die optimale Haltung finden und ungefähr wissen wo das eigentliche Problem ergonomisch liegt.
Meine Lösung:
Bei den Fußrasten spürst du jeden halben Zentimer der verstellt wird. Ich habe an dieser Stelle bisher nichts geändert, da für mich nicht unbedingt notwendig, werde ich jedoch testen.
Mein Sitz ist etwa 1cm höher und härter als der Originale. Der Kniewinkel wird etwas flacher.
Damit ich nicht nach vorne falle (mich stärker auf den Händen abstütze) wurde die 25mm Lenkererhöhung eingebaut. Der origjnale N-Lenker ist bisher geblieben.
Ich bin der Meinung das ein breiter Lenker jenseits von maximal 730mm ohne eine deutlich höher Kröpfung erst einmal nichts bringt an der 650er außer mehr Unruhe in die Fuhre. Das Argument des besseren Handhabbarkeit ist bei einer N ohne Verkleidung ein wenig zweifelhaft. Wenn z.B. ein breiter SBK-Lenker zusammen mit einer Heckhöherlegung verwendet wird ist das bei der 650er mit einem 60er Vorderreifen schon grenzwertig was die Trefferquote des Zielkorridors vor der Ecke und die Stabilität in der Kurve angeht. Die Handlichkeit sollte immer über das Fahrwerk eingestellt werden, nie über einen Lenker.
Meine Bekleidung: Textil.
Durch den 70 Querschnitt auf dem Vorderrad steht das Fahrzeug vorne um etwa 1,2 cm höher und die Agilität ist dahin.
Also muss vorne durchgesteckt (geht bei mir nicht) oder die Höhe hinten nachgeführt werden (+1,2cm) um eine gute Hanhabbarkeit (+0,5cm) zu gewährleisten.
Diese Änderungen kommen mir entgegen, ich sitze etwas gerader auf dem Moped vor allem des Sitzes wegen und habe die Hände entlastet.
Der Lastanteil auf dem Vorderrad ist so noch ausreichend (hoffe ich).
Rechnet man die Maße zusammen, könnte die Lenkererhöhung noch etwas größer ausfallen, denn so bin ich fast wieder bei der Originalgeometrie Sitz - Lenker.
Die Ursprüngliche Rechnung wurde mit einem 60er Querschnitt gemacht, der 70er Road4 bringt jedoch bezüglich Dämpfung so viel, das ein weiterer Umbau für mich im Moment nicht notwendig ist. Ob ich mich an das Fahrverhalten des 70er gewöhne wird sich zeigen.
Ein Gasgriff mit etwas kürzerem Hub wurde ebenfalls verbaut.
Viele kleine Änderungen haben zu einem für mich recht ordentlichen Gesamtergebnis geführt.
Ein positiver Nebeneffekt ist der etwas höhere Schwerpunkt, ein Tick weniger Schräglage ist notwendig.