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Erfahrungen mit G-P***?

Verfasst: 01.09.2004 22:16
von mikrobi
Hi Leute,

hat vielleicht schon mal jemand Erfahrungen mit G-P*** Leistungskit´s
gesammelt? Es gibt ja verschiedene Anbieter für diese Teile. Mein Susi-Dealer empfiehlt Metisse, aber dort kostet das Teil richtig Geld. Bei Ebay sind die Dinger schon für 25 Steine zu haben. Fragt sich nur ob es was bringt. :roll:

Gruß Mikrobi

Verfasst: 01.09.2004 22:22
von SV-Schnarchi
hab gehört dass es ETWAS bringen soll, aber in wirklich keit ist es irgendwie nur ein widerstand der in einer box drin ist, soll irgendwie einen anderen gang wohl simulieren und so die maschine irgendwie "austricksen"

Verfasst: 01.09.2004 22:42
von [W2k]Shadow
in diesem fall mus sich hier mal den deppen spielen

versuchs mal hiermit:

G-P***

Verfasst: 01.09.2004 22:47
von Bombwurzel
Finger weg vom G-P***.

Das Teil ist ne schwarze Kiste mit viel Elektronik-Schrott.
Der verbaute Widerstand und der IC haben keinerlei elektrische Verbindung zu irgendwelchen Motorradkomponenten. Sie sollen das Gerät nur wichtig aussehen lassen.
Das Teil ist Kundenverarsche nach Lehrbuch.

Der Effekt des G-P*** wird erreicht, in dem 2 Drähte vom Gangsensor abgeklemmt werden - dazu ist keinerlei Elektronik nötig, weshal sie im G-P*** auch nur als Dummy verbaut ist.

Die Blackbox der SV registriert nur 3 Zustände:
2.Gang,
3.Gang,
irgendein anderer Gang

im zweiten und dritten Gang wird der Zündzeitpunkt verstellt um die deutschen Lärm- und Schadstoffemissionen zu erfüllen, das Ergebnis ist ein unmerklich verringertes Durchzugsvermögen der SV in diesen beiden Gängen.

Hier im Forum gibt es dutzende Anleitungen, welche Drähte du abklemmen musst, um die Gang-Erkennung zu deaktivieren.

Sind 10min Arbeit und kostet keinen Cent.

Der Effekt ist mehr Glaubenssache als alles andere.
Bisher konnte jedenfalls niemand einen messbaren Vorteil nachweisen.

Praktisch muss er vorhanden sein, da Suzuki selbst die Drosselung im 2. und 3. Gang zugibt und das "G-P***" auch offiziell im SV-Cup benutzt wurde.

Verfasst: 02.09.2004 10:01
von Möllani
@ Bombwurzel: Diese Legende mit den Kabeln erzählt man sich für die Vergasermodelle, aber trifft das auch für die neuen Modelle mit Einspritzung zu? Würd mich jetzt rein Interessehalber auch interessieren.
mikrobi hat das leider nicht explizit geschrieben, aber unter seinem Avatar steht was von 2003....

Verfasst: 02.09.2004 12:13
von Hippe
1. Ja, das was Bombwurzel geschrieben hat, gilt für die Vergasermodelle. Allerdings ist es keine Legende, sondern erwiesene Tatsache.

2. Bei einem Einspritzer kann man natürlich mehr beeinflussen (beim Vergasermotor der alten SV war es lediglich die Zündkurve). Allerdings ist es besser, das Steuergerät umzuprogrammieren, sprich die Kennfelder zu ändern. Da die SV im Gegensatz zur großen DL keine dramatischen Einschränkungen hat, die durch den Gangsensor beeinflußt werden (die DL regelt bei 200 km/h im 6. Gang ab), halte ich das Teil für Murks. Der Name G-Pak stammt von der Funktionsweise, die auf dem Vorgaukeln falscher Gänge basiert.

Getreu dem Motto: "Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht...." halte ich die Hersteller des/der G-Paks eh für Ganoven. Wer einmal versucht hat, die Kunden zu verarschen, dem nehme ich nichts mehr ab.

Verfasst: 02.09.2004 15:45
von Bombwurzel
Für die Einspritzmodelle würde ich ausschließlich den Powercommander empfehlen. Kostet nur unwesentlich mehr als das "Original G-P***" *prust*, erlaubt aber viel tiefgreifende Änderungen im Motormanagement als nur das Abschalten der Gangsensoren.
Wie Hippe schon beschrieben hat, kann man damit herrlich in den Kennfeldern rumfriemeln.
Du kannst dir dann eine ganze Reihe von Kennfeldern erstellen, die du je nach Einsatzzweck auf den EEPROM des Powercommanders lädst.
Ein schönes verbrauchsoptimiertes Kennfeld für die Stadt und das Cruisen auf der Landstrasse. Ein aggressiv auf Leistung abgestimmtes Kennfeld für die Rennstrecke oder um die Kilogixxe des Nachbarn zu versägen. ;)

Einfach mit dem Laptop an den Powercommander und das Kennfeld ist in Sekundenschnelle geändert. Der Vorteil dabei ist: Im Gegensatz zum G-P*** ist wirklich auch eine Änderung SPÜRBAR und noch wichtiger, auch messbar.

Der Einsatz den Powercommander ist, wie beim G-P*** auch, im Bereich der StVO unzulässig.

Die Variante mit den beiden abgeklemmten Drähten zwar prinzipiell auch. Bei einer Verkehrskontrolle sieht man aber nur den Einsatz von Zusatzgeräten (kurzer Blick unter den Tank). Die Kabellösung ist, wenn sie geschickt gemacht wurde, nur durch den Einsatz eines Multimeters nachweisbar.
Mir ist noch kein TÜVer untergekommen, der entsprechendes Equipment aufgefahren hat. Der Rennleitung fehlt in dem Fall meist sogar das elektrotechnische Verständnis. Die würde es nichtmal merken, wenn man es deutlich sehen kann.
Bei kleinen bunten Kisten mit dem Aufdruck POWERCOMMANDER oder G-P*** reagieren die Jungs jedoch schon ziemlich gereizt. Diese Modifikationen sind einschlägig bekannt und werden sofort geahndet.


Interressant wird die ganze Überlegung erst, wenn man sich mal in das Jahr 2007 beamt. Ab 2007 wird für Motorräder eine Abgasuntersuchung eingeführt. Das Gesetz dazu ist afaik noch nicht verabschiedet, die Realisierung ist aber schon seit Jahren beschlossene Sache. Wir können also zu 99,0815% mit der Umsetzung rechnen.
Wenn du nun ein G-P*** (oder die unsichtbare Variante) besitzt und damit zur AU fährst, ist die Stillegung der Mopete in greifbare Entfernung gerückt.
Die Drosselung wurde nämlich eben genau wegen den Abgaswerten eingebaut. Funktioniert diese nicht mehr, sind die Werte schlecht und es gibt keine Plakette.
Für selbst modifizierte Bikes kein Thema - einfach für den AU-Termin kurz zurückbauen. Doch was ist mit denen, die ihre Mopete gebraucht gekauft haben?
Wer weiss schon, was der Vorbesitzer alles geschraubt hat?
Also ich hab bei mir z.B. diese Modifikation vorgenommen und würde dies dem nächsten Käufer auch erzählen. Aber wieviele tun dies nicht?

Kann schon ärgerlich werden.... 8)

Verfasst: 02.09.2004 19:54
von Noxmortis
zum AU für moppeds sag ich nur haha
ich hab schon so oft mit kaputten enddämpfern, mittelschalldämpfer usw. AU bekommen und nie wirklich probleme gehabt. da wird einfach irgendwas eingegeben und das standgas kurz runtergedreht und fertig. klar wer direkt zum tüv oder dekra fährt ist selber schuld. dem gehört es auch nicht anders. alles nur geldmacherei & ein weiterer grund für die deppen uns ein kuchenblechnummernschild zu verpassen.
viva la belgien!

Verfasst: 02.09.2004 20:05
von Wörsty
Ich hab nix gemerkt :oops:
Und auf'm Prüfstand war ich noch nicht.

Verfasst: 04.09.2004 0:47
von Kasumi02
da der G-P*** ja wohl nix bringt. wärs doch mal an der zeit an nen andren endtopf zudenken. bei der alten sv hat die bos anlage in mittleren drehzahlen viel geholfen. (bis zu 6 ps glaube ich) leider weiss ich nicht wie sich das mit der einspritzer verhält.

Verfasst: 04.09.2004 6:39
von Bombwurzel
Doch, doch!

Das G-P*** bringt schon was. Auch wenn man nicht wirklich was merkt, ist der Effekt auf Garantie vorhanden. Die Frage ist nur, ob man dafür 150 Euro ausgeben muss.
Mit gezieltem Einsatz von Schraubendreher und Isolierband ist das in 10min selbst erledigt und kostet keinen müden Cent.

Die Leistung eines neuen Auspuffs hat bei der alten SV nur was gebracht, wenn du auch den Vergaser darauf abgestimmt hast. Ansonsten war der Leistungsgewinn nahezu Null. Die meisten haben sich den Endtopf aber sowieso nur aufgrund des besseren Aussehens und des Klangs gekauft. Dass zudem viele Anlagen das kleine Leistungsloch ausbügelten, war ein erfreulicher Nebeneffekt. Mehr Spitzenleistung brachte eine neue Anlage aber nur mit Vergaserabstimmung, und dann nichtmal besonders viel. 6PS halte ich für etwas übertrieben. Ich möchte mal frech behaupten, dass bei diesen Messungen der Vergaser vorher nicht optimal eingestellt war und durch die neue Justierung endlich mal richtig eingestellt wurde.

Suzuki liefert die SV nämlich mit einer Grundeinstellung in die ganze Welt, ohne dabei auf geografische oder klimatische Unterschiede einzugehen.
Die Leistungsunterschiede zwischen Bergland und Flachland kannst du auf jedem Leistungsprüfstand ebenso nachweisen wie die Unterschiede bei variierenden Aussentemperaturen. Wenn du am frühen Morgen bei 18-20 Grad auf dei Rennstrecke fährst und deinen Vergaser einstellst, wirst du Nachmittags bei 35 Grad einen spürbaren Leistungsverlust haben. Das selbe passiert, wenn du in Hamburg deine Mopete perfekt einstellen lässt und dann zum Rennen nach Salzburg brennst. Dort oben ist die Luft nämlich dünner und deine Mopete läuft somit viel fetter als in Hamburg.


Selbiges Problem hast du natürlich auch bei der neuen SV.
Dank Einspritzanlage stehst du aber nicht mehr vor einem einstellbaren Vergaser, sondern vor einer fest programmierten Blackbox. Da ist nix mehr mit Hauptdüse vergrößern und Düsennadel höher hängen.
Mehr Sprit, und damit auch mehr Leistung, gibt's aber nur durch Veränderung der Einspritzmenge, und das muss dann sogar noch lastabhängig erfolgen.
Da die SV650 nur über einen U-Kat verfügt und somit keine Lambda-Sonde besitzt, kann sie die Einspritzmenge nicht automatisch den neuen Gegebenheiten anpassen. Du sitzt also auf deiner fest programmierten Blackbox und ärgerst dich ein Loch in den Bauch.

Mehr Leistung gibt's blos über den PowerCommander. Der ist aber, wie das G-P*** auch, im Bereich der StVO nicht zulässig und kommt somit für TÜV-sicheres Tuning nicht in Frage.

Verfasst: 04.09.2004 9:31
von Kasumi02
habs nie nachgemessen, ist nur rein subjektiv. ist mir aber vor allem zusammen mit meiner schwester aufgefallen. (gleicher gang, gleiche strecke, ca. gleiches wetter, gas aufziehen) ging besser ab 5.500 touren)

an spitzenleistung hats freilich nix gebracht. aber darum gings mir auch nicht.

Verfasst: 04.09.2004 12:06
von Aldo
das ist es wieder dieses Wort! :evil:

Verfasst: 04.09.2004 12:14
von [W2k]Shadow
aldo Subjektiv oder G-P***?

bitte nicht steinigen :-P

Verfasst: 04.09.2004 15:22
von flyingernst
Also zur K3

1. Kabel durchschneiden geht bei ihr, aber nur bis zum ersten mal wo die Blackbox ein Kommando vom Sensor erfordert, ist dies nicht der Fall, gehts rote Lichtlein an (Fehleranzeige), haben schon ein paar hier ausprobiert. Sobald dies der Fall ist geht die Blackbox bezüglich des fehlenden Sensors auf einen Standartwert, was nach Handbuch der 4. Gang wäre. Das ist gut, das ist nämlich so ziemlich der einzigste Gang der nicht manipuliert ist, aber das rote Lämpchen halt....Es gibt Kabel G-P***s, die diesen Fehler beheben. Frag mich nicht wo, ich weis nemme.
2. Kann man bei der K3 das Gemisch einstellen indem man den Luftdrucksensor, oder den Lufttemperatursensor (beide werden einmal beim ersten Schlüsseldreh, also dann wenn die Benzinpumpe kurz surrt, abgefragt um das Moped auf Höhe und Temperatur einzustellen) zusätzlich mit einem Podi (in Reihe geschaltet) bestückt und somit das gesamt Gemischlevel nochmal fetter stellen kann, wie das was die Blackbox eigentlich einstellen würde.