Spiegelverbreiterung für S-Modelle
Verfasst: 07.03.2006 10:11
Hallo SV-Fahrer(innen)
schon serienmäßig ist der Blick nach hinten bei den 650 S-Modellen nicht gerade die Krönung der Ingenieurskunst. Nach einem Umbau auf Tourenlenker (Superbike-Lenker) wird die Sache aber langsam kriminell. Der kurze Blick in die Serienspiegel zeigt nur noch die durchtrainierten Oberarme des Piloten. Natürlich lässt sich durch verbiegen des Oberkörpers noch ein Fetzen des nachfolgenden Verkehrs erhaschen. Aber befriedigend finde ich und auch einige andere diese Art der Körperertüchtigung nicht. Immer wieder taucht die Frage nach Lösungsmöglichkeiten hier im Forum auf.
Meistens werden „Distanzstücke“ aus dem Zubehörhandel (Gericke, Polo usw.) oder die Susi-Teile aus dem Zubehörkatalog genannt und empfohlen. Ihren Zweck scheinen alle diese Verbreiterungen zu erfüllen. Letztlich die Optik und der sagenhafte Preis (ca. 60 €) für 2 Stück popeligen Kunststoff mit sage und schreibe 4 Präzisionsbohrungen haben mich zurückschrecken lassen.
Eine schöne Lösung scheint die Verwendung der GS 500-Spiegel (von 2005er Modell mit Vollverkleidung) zu sein. Nach vermessen bei meinem Susi-Händler sind diese von der Halterung identisch und um ca. 2,5 cm länger als die SV-Siegel. Lediglich den Preis von ca. 120.- € finde ich nicht so prickelnd!
Deshalb habe ich mich für die Spiegel der Firma Bach entschieden. Über diese Firma scheint es hier im Forum eine geteilte Meinung zu geben. Meisten aber im Bezug auf seine GFK-Teile. Ich war natürlich auch etwas skeptisch. Aber bei einem Preis von 78.- für den Satz 60 mm längerer Spiegel wollte ich doch den Versuch starten. Hier mein Erfahrungsbericht:
Erster Versuch – Bestellung über Mail. Nach 5 Tagen war immer noch keine Antwort da. Zweiter Versuch – Bestellung per Telefon. Nach dem Üblichen „wir sind total im Stress“ waren wir schnell bei der Sache. Es wurde der Gesamtpreis mit Transportkosten, die Bankverbindung und die Rech-Nr. geklärt. Über PC die Überweisung in Auftrag gegeben und 4 Tage (!) später war der Postbote auch schon an meiner Tür.
Nach dem auspacken war ich von der Qualität überrascht. Die Verarbeitung ist bestimmt mit den org. Spiegeln vergleichbar. Lediglich der Spiegelarm ist etwas dicker. Was ja bei dieser Ausladung (immerhin 6 cm) kein Nachteil sein muss.
Der untere Befestigungspunkt ist jedoch mit dem der org. Spiegel nicht identisch. Eine Befestigung mit der org. Imbusschraube M8 daher nicht möglich. Den Spiegeln liegt deshalb eine M6-Imbusschraube mit selbstsichernder Mutter und kleiner Beilagscheibe bei. Sehr Vertrauenswürdig sieht diese Befestigung nicht gerade aus. Der Originalspiegel wird oben und unter durch zwei große Stahlscheiben „gelagert“. Ein Einstellen (verdrehen der Spiegelarme) arbeitet sich dadurch nicht in das recht weiche Aluminium ein. Da der Nachrüstspiegel hier um 0,5 mm dicher ist können dies Scheiben nicht verwendet werden. Bei der Bach-Lösung habe ich da schon meine Zweifel wie oft man die Spiegelarme verstellen kann bevor die Aluspahne rieseln. Andererseits ist die Frage wie oft verstellt man die Spiegelarme? Über Fahrreindrücke (Vibrationen, Sichtverhältnisse, Einstellung) kann ich noch keine Aussage machen. Zur Montage: nicht optimal aber man kann damit leben.
Ich habe mich allerdings entschlossen die Siegel auf die Original-M8-Schraube umzubauen. Bedeutet aber Fräßmaschine - und die hat ja auch nicht jeder in der Garage.
Gruß Scooter
schon serienmäßig ist der Blick nach hinten bei den 650 S-Modellen nicht gerade die Krönung der Ingenieurskunst. Nach einem Umbau auf Tourenlenker (Superbike-Lenker) wird die Sache aber langsam kriminell. Der kurze Blick in die Serienspiegel zeigt nur noch die durchtrainierten Oberarme des Piloten. Natürlich lässt sich durch verbiegen des Oberkörpers noch ein Fetzen des nachfolgenden Verkehrs erhaschen. Aber befriedigend finde ich und auch einige andere diese Art der Körperertüchtigung nicht. Immer wieder taucht die Frage nach Lösungsmöglichkeiten hier im Forum auf.
Meistens werden „Distanzstücke“ aus dem Zubehörhandel (Gericke, Polo usw.) oder die Susi-Teile aus dem Zubehörkatalog genannt und empfohlen. Ihren Zweck scheinen alle diese Verbreiterungen zu erfüllen. Letztlich die Optik und der sagenhafte Preis (ca. 60 €) für 2 Stück popeligen Kunststoff mit sage und schreibe 4 Präzisionsbohrungen haben mich zurückschrecken lassen.
Eine schöne Lösung scheint die Verwendung der GS 500-Spiegel (von 2005er Modell mit Vollverkleidung) zu sein. Nach vermessen bei meinem Susi-Händler sind diese von der Halterung identisch und um ca. 2,5 cm länger als die SV-Siegel. Lediglich den Preis von ca. 120.- € finde ich nicht so prickelnd!
Deshalb habe ich mich für die Spiegel der Firma Bach entschieden. Über diese Firma scheint es hier im Forum eine geteilte Meinung zu geben. Meisten aber im Bezug auf seine GFK-Teile. Ich war natürlich auch etwas skeptisch. Aber bei einem Preis von 78.- für den Satz 60 mm längerer Spiegel wollte ich doch den Versuch starten. Hier mein Erfahrungsbericht:
Erster Versuch – Bestellung über Mail. Nach 5 Tagen war immer noch keine Antwort da. Zweiter Versuch – Bestellung per Telefon. Nach dem Üblichen „wir sind total im Stress“ waren wir schnell bei der Sache. Es wurde der Gesamtpreis mit Transportkosten, die Bankverbindung und die Rech-Nr. geklärt. Über PC die Überweisung in Auftrag gegeben und 4 Tage (!) später war der Postbote auch schon an meiner Tür.
Nach dem auspacken war ich von der Qualität überrascht. Die Verarbeitung ist bestimmt mit den org. Spiegeln vergleichbar. Lediglich der Spiegelarm ist etwas dicker. Was ja bei dieser Ausladung (immerhin 6 cm) kein Nachteil sein muss.
Der untere Befestigungspunkt ist jedoch mit dem der org. Spiegel nicht identisch. Eine Befestigung mit der org. Imbusschraube M8 daher nicht möglich. Den Spiegeln liegt deshalb eine M6-Imbusschraube mit selbstsichernder Mutter und kleiner Beilagscheibe bei. Sehr Vertrauenswürdig sieht diese Befestigung nicht gerade aus. Der Originalspiegel wird oben und unter durch zwei große Stahlscheiben „gelagert“. Ein Einstellen (verdrehen der Spiegelarme) arbeitet sich dadurch nicht in das recht weiche Aluminium ein. Da der Nachrüstspiegel hier um 0,5 mm dicher ist können dies Scheiben nicht verwendet werden. Bei der Bach-Lösung habe ich da schon meine Zweifel wie oft man die Spiegelarme verstellen kann bevor die Aluspahne rieseln. Andererseits ist die Frage wie oft verstellt man die Spiegelarme? Über Fahrreindrücke (Vibrationen, Sichtverhältnisse, Einstellung) kann ich noch keine Aussage machen. Zur Montage: nicht optimal aber man kann damit leben.
Ich habe mich allerdings entschlossen die Siegel auf die Original-M8-Schraube umzubauen. Bedeutet aber Fräßmaschine - und die hat ja auch nicht jeder in der Garage.
Gruß Scooter




