Kettenschutz - mal ehrlich, brauch ich den wirklich ?


Wie mach ich und wo bekomme ich was? Was ist gut und günstig?
Christian79


Kettenschutz - mal ehrlich, brauch ich den wirklich ?

#1

Beitrag von Christian79 » 27.07.2006 18:56

Hallo Freunde,
bin vorhin wie eigentlich immer nach ner Fahrt so noch ein paar Minuten vor meinem Hobel gestanden, und hab mal den Blick so drüber wandern lassen.
Dabei ist mir zum wiederholten mal dieser häßliche Plastik-Kettenschutz aufgefallen. Also Schraubenzieher geholt und testweise mal abmontiert, sind ja nur ein paar Schrauben.
Und siehe da - sieht gleich viel geiler aus...
Die Sache ist nur, wohl kaum hat Suzuki das Teil da zum Spaß draugeschraubt. Aber ich frage mich wovor denn genau die Kette hier geschützt werden soll. Da kommt doch sonst nichts hin, oder fällt drauf. Oder ist er um alles drumherum vor der Kette zu schützen ? Daß man nicht versehentlich reintritt oder so ?
Hab jetzt schon öfter Bikes gesehen die Ihren Kettenschützer wegrationalisiert haben. Wie seht Ihr das, kann man es wagen ohne dieses Teil zu fahren, wer von Euch hat seinen auch in den Keller oder zu eBay verdammt ?
Der sehr angenehme Nebeneffekt ist die hervorragende Sicht auf die Kette. Was die Kontrolle und das Schmieren echt vereinfacht...
Gruß Christian

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ingo H.
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#2

Beitrag von ingo H. » 27.07.2006 19:25

Hallo erstmal!

Der TÜV will einen Kettenschutz am Mopped bei der HU.

Die Herren Gesetzeshüter im strengen Oberharz habe ich darüber noch nicht befragt.


Gruß aus dem schönen warmen Oberharz ingo H. :wink:
SV fahren ist einfach geil !!!

Und noch eins: " Die LE-Maske an meiner SUZI bleibt dran !!! "

Im Winter fahre ich Jeep !!!

Mein neues Mopped heißt Erna, HD Sportster 48 !!!

bswoolf
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#3

Beitrag von bswoolf » 27.07.2006 19:33

ja, nicht die kette soll geschützt werden sondern fahrer und insbesondere sozius vor der kette.

M.O.D. 82


#4

Beitrag von M.O.D. 82 » 27.07.2006 19:36

...ein weiterer seeeehr schöner Nebeneffekt ist, dass du dein Mopped dann nochmal mehr putzen darfst..haste schon mal in das Teil reingeschaut wies da drunter aussieht? ..ich möchte das nicht an meiner Heckverkleidung kleben haben..und jetzt nicht wieder das Gelaber von Dry Lube...wenn man das Zeuch wirkungsvoll benutzen will, dann schleudert das auch ab.


Ansonsten soll der Kettenschutz IMHO halt davor bewahren, dass sich eventuell flatternde Kleidungsteile in der Kette verfangen z.B. das schöne Beintuch des Sozius :mrgreen: .

rap


#5

Beitrag von rap » 27.07.2006 19:48

Ansonsten spart der Kettenschutz (wenns wirklich einer wäre :evil:) bei schlechtem Wetter jede Menge € zwecks Verlängerung der Lebensdauer der Kette.
Aber wer fährt in unserer weichgespülten Gesellschaft noch bei schlechtem Wetter?

Für mich sollte der größer sein.

Ich sehe beim Fahren mein Mopped sowieso nicht aber meinen Kontostand hab ich öfter vor Augen.
Wenn Kosten/Nutzen/Spaß nicht mehr stimmt mach ich was anderes.
Fuck You Motorradindustrie.

rap
Zuletzt geändert von rap am 27.07.2006 20:34, insgesamt 2-mal geändert.

bswoolf
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#6

Beitrag von bswoolf » 27.07.2006 19:53

ja stimmt, abschleudernders fett/öl wird auch zurückgehalten. aber daß die kette geschützt wird kann ich mir eigentlich nicht vorstellen. dafür ist das ding doch etwas dürr.

rap


#7

Beitrag von rap » 27.07.2006 20:32

Bei der (DDR)-MZ gabs einen geschlossenen Kettenkasten mit Fettfüllung.

Angeblich hat die Oringlose Kette da ziemlich lange gehalten was doppelt niedrigen Kosten (Oringlos + lange Lebendauer) entspricht.

Aber vielleicht kann sich mal ein ehemalig "Betroffener"... dazu äußern.

Imho mögen Ketten als leistungsübertragendes Glied weder Dreck noch Nässe noch Kälte noch Salz.....
Daher ist der Schutz jawohl primär wichtig.

Ich sehe das rein maschinenbautechnisch. Die Schmierung des Hauptantriebsgliedes ist unter aller Sau.
Ein Zahnriemenantrieb ist in der Herstellung imho genauso teuer und wesentlich unempfindlicher. Aber da verdient die Zubehörindustrie nicht so viel.....
Naja die sinkende Zahl der Moppedfahrer ist ja auch kein Problem .....
Und Zweitrossis für die aktuellen Spitzenmodelle gibt es ja genug :?:

Ein guter! Kettenöler ist ein gewisser Ersatz.

rap

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#8

Beitrag von bswoolf » 27.07.2006 20:43

soweit ich das von den zonenkollegen so weiß, war das mit fettkasten ziemlich o.k., solange nicht unbemerkt wasser und dreck eingedrungen sind. dann wars ne kettenvernichtungsmaschine. :P

ich denke, zahnriemen und kette haben jeweils vor- und nachteile. und ich denke, kette wird noch ein bischen billiger sein.

Pinky


#9

Beitrag von Pinky » 27.07.2006 20:45

was soll die kette denn von oben einsauen?? die echten probleme kommen von unten... wenn du in ne pfütze springst is der schirm auch scheiss egal...

der schutz dient nur dem fahrer bzw. sozius... aber das wohl auch nur als alibi bei dem kunststoffteil - wenn die kette dabei nen abgang macht dann is auch der kettenschutz weg glaub ich...

die ketten der mz (auch simson) hielten natürlich länger - weil sie liegen ja im schlauch - das fett kam nicht raus und der dreck nicht rein... aber die kette war komplett gekapselt nicht nur von oben...

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#10

Beitrag von K.haos-Prinz » 28.07.2006 0:48

nachteil von den schläuchen ist allerdings, dass man mehr reibung hat, und somit weniger leistung, die aufs hinterrad übertragen wird. gerade bei den kleinen 50ern kann das schon mal ein paar km/h ausmachen, beim richtigen motorrad ist es allerdings ziemlich egal. da hat man eh genug leistung und es kommt auf die paar km/h nicht an.
Satzzeichen sind keine Rudeltiere

Lausitzer


#11

Beitrag von Lausitzer » 28.07.2006 6:37

Hey, ich hab ma ne ETZ 150 und 251 gefahren, beide mit kompletten Kettenschutz, war echt ne feine Sache :)

Allerdings gibts auch Nachteile, sollte es mal die Kette entschärfen, fliegt einem und demjenigen, der hinter einem fährt der gesamte Kettenkasten mit Kette und Fett um die Ohren :x :? :( 8O

Das ist ne riesen Sauerei :( hell

Kochracer


#12

Beitrag von Kochracer » 28.07.2006 12:53

Der Ketten schutz hat noch ne sehr wichtige Arbeit.
Wenns die Kette beim fahren zerlegt,bin ich froh das ich dieses Blastig ding drauf habe sonnst kann es passieren das du es im Wadel hast.(Fus)
Bei einem Freund von mir,ist ihm genau das Passiert.Kette war aber 2 wochen alt und hat nix gehapt.warum sie gerissen ist keine ahnung.
Moral von der geschichte,ketten schutz weg,aber er nix gehapt.
Schöne grüsse aus dem Sehr heissen wien.(35C)
Der Koch

greyhound


#13

Beitrag von greyhound » 28.07.2006 14:15

Mit über 100.000 Kilometern Erfahrung (mit gekapseltem Kettenantrieb an einer 250-er MZ) "im Rücken" hier meine Meinung zu euren Bemerkungen:
rap hat geschrieben:Bei der (DDR)-MZ gabs einen geschlossenen Kettenkasten mit Fettfüllung.

Angeblich hat die Oringlose Kette da ziemlich lange gehalten was doppelt niedrigen Kosten (Oringlos + lange Lebendauer) entspricht.

Aber vielleicht kann sich mal ein ehemalig "Betroffener"... dazu äußern.

...
rap
Pinky hat geschrieben: ...
die ketten der mz (auch simson) hielten natürlich länger - weil sie liegen ja im schlauch - das fett kam nicht raus und der dreck nicht rein... aber die kette war komplett gekapselt nicht nur von oben...
Richtig, die Kette hat (auch bei schlechter Pflege) "relativ" lange gehalten und war in der Kapselung auch recht gut von Schmutz und Nässe geschützt. Damit lag sie aber auch nicht im Blickfeld und wurde von vielen vernachlässigt, obwohl fetten und nachspannen nach 5 bis 8 Tkm eigentlich ausreichten ...
"Fettfüllung" ist aber etwas übertrieben ...
Die Haltbarkeit war (zumindest bei mir) trotzdem nicht wesentlich anders als heute. Bei 20 bis 25Tkm war durch Längung oder Rollenbruch i.d.R. das "Ende" erreicht.
TUNc34 hat geschrieben: nachteil von den schläuchen ist allerdings, dass man mehr reibung hat, und somit weniger leistung, die aufs hinterrad übertragen wird. gerade bei den kleinen 50ern kann das schon mal ein paar km/h ausmachen, beim richtigen motorrad ist es allerdings ziemlich egal. da hat man eh genug leistung und es kommt auf die paar km/h nicht an.
Dem kann ich mich kaum anschließen, da auch bei längerer Fahrt die Schläuche kaum mehr als handwarm waren. Umgesetzte "Verlustleistung" also geschätzte 20 bis 50 Watt, also selbst für die Leistung einer 50-er kaum mehr als ein Prozent!! Und wenn es einen merklichen (Geschwindigkeits-)Vorteil gebracht hätte, mit offener Kette zu fahren, wäre die Schar der Nachahmer in dieser Klasse sicher groß gewesen ...
Lausitzer hat geschrieben: ... Allerdings gibts auch Nachteile, sollte es mal die Kette entschärfen, fliegt einem und demjenigen, der hinter einem fährt der gesamte Kettenkasten mit Kette und Fett um die Ohren ...
Richtig! ABER: Die Kapselung (Gummischläuche und Duroplastgehäuse) war natürlich als SOLL-Bruchstelle ausgelegt! Sonst wäre im Fall der Fälle viel mehr passiert ... und die Gewalt, mit der die Kette wegfliegt, wird auch noch etwas gebremst ...

Mir ist damals nie eine Kette "um die Ohren geflogen" und auch an der SV werd ich sie (hoffentlich!) immer zeitig genug ausmustern ...

Wenn ich nur manchmal meine Hinterradfelge oder die Kennzeichenrückseite an der SV sehe, wünsche ich mir so einen Kettenschutz zurück (... oder 'nen Zahnriemen) !

Gruß Joc

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#14

Beitrag von svfighter » 28.07.2006 23:15

ich hab keinen dran,

brauch man nich wenn man nen einsitzer hat,

dient nur dem sozius als schutz,
Dieser Beitrag wurde 569 mal editiert, zum letzten Mal von svfighter: Heute, 12:24

Pinky


#15

Beitrag von Pinky » 28.07.2006 23:23

svfighter hat geschrieben:ich hab keinen dran,

brauch man nich wenn man nen einsitzer hat,

dient nur dem sozius als schutz,
aha... wo steht das??? bitte nich "hat mein tüvver gesagt" :wink: frag ich 3 tüvver krieg ich 5 antworten...

die reibung im schlauch ist wohl ein rein theoretischer aspekt... ganz einfach frage: was passiert mit nem weichkunststoffteil (war kein gummi) wenn es mit ner laufende stahlkette in berührung kommt?! es bremst die kette... na klar :wink:
die erwärmung kam (kommt) bestimmt nicht durch die reibung der kette - wohl eher durch die gesamte bewegung der ganzen

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