Lackieren - Theorie und Praxis
Verfasst: 18.09.2006 22:03
Servus !
Da ich nun länger gesucht hab aber keinen wirklich hilfreichen Fred über das lackieren von Motorrad-Vollverkleidungen gefunden. Deswegen möcht ich hier mal "mein Projekt" vorstellen und hoffe, einen Hilfreichen Fred auch für andere zu eröffnen.
Ausgangssituation ist folgende:
Ich habe 2 vollverkleidete Maschinen in der Garage stehen die über den Winter neu lackiert werden sollen.
Zur verfügung stehendes Werkzeug:
Mir stehen in unserer Firma 2 vollausgestattete Lackierkabienen (entweder mit Spritzwand oder mit Ober/Unterflurabsaugung) zur verfügung, beide beheizbar bis 60 Grad, eine Trockenkabine mit Infrarotlampe, alles schön staubfrei, Obertopfspritzpistolen mit mehreren Düsengrößen...
alles in allem denke ich an der Ausrüstung sollte es nicht scheitern.
Weiters ist das wichtigste, und zwar Zeit in Hülle und Fülle vorhanden.
Vielleicht als ergänzung, ich habe das Tischlerhandwerk erlernt und habe schon des öfteren lackiert, schleifen ist von der handwerklich seite kein Problem, und als draufgabe arbeitet bei uns ein Lackierer mit äußerst ruhiger Hand ( 25 Jahre erfahrung sollte rechen
)
Das erwartete ergebnis:
Spiegelglatte Oberfläche, also keine "huschi-wuschi-lackierung"
Hauptfrage: Der richtige Aufbau....
Ich skizziere hier mal meine im angedachten Arbeitsschritte die zum oben angefürhten Ergebniss fürhen sollen.
1.) Verkleidungsteile gründlich reinigen, Sticker mit Heisluftfön entfernen, klebrige Rückstände entfernen (mit den übelichen Mitteln).
2.) Leicht angerissene verkleidungsteile von hinten mit 2-K Epoxidharz und glasfasermatten kleben.
3.) Sichtflächen mit Schleifpapier grob anschleifen und dann die gröbsten von hinten gegklebten risse mit Spachtel füllen und ebenfalls mit Schleifpapier glätten.
4.) Oberfläche komplett anschleifen ( trocken, Korn 200 ? ) mit Staubfix-tüchern staubfei vorbereiten zum Grundieren.
5.) Grundieren: Teile in 2 - 3 Dünnen schichten mit kurzer zwischentrockenzeit Grundieren.
Frage: Muss man vor dem Grundieren / Spritz-füllern die Plastikteile mit Reaktionsgrund vorbereiten ?
6.) Grob / Feinschliff nach dem Grundieren.
Die grundierten Teile mit Nassschleifpapier in mehreren Gängen mit steigender Körnung 400 - 600 - 800 schleifen bis letztlich eine "quetsch-glatte" Oberfläche zurück bleibt.
7.) Nach der ganzen Schleiferei die Teile nochmals mit Staubbindetüchern restlos säubern.
8.) Lack mit Härter und Verdünnung anmischen / Probespritzen - dabei Luft/Farbgemisch einstellen und dann ein Teil nach dem anderen zuerst leicht "benebeln", kurz antrocknen lassen ( 1-2 Minuten ), dann die Farbschicht aufbringen. Ganz klar, nicht zu wenig, nicht zu viel, ohne Tropfnasen usw....
9.) Klarlack: Für eine glänzende Oberfläche Klarlack verwenden, das ist klar, aber.... nass in nass, oder nass auf trocken ? Sollte Beklebung zur Anwendung kommen ist hier die Frage: besser unter den Klarlack oder einfach nachher drüber... ?
So, das sind mal die Arbeitsschritte die ich mir so zusammengedacht habe. Nun währe ich froh über Nützliche Hinweise / Verbesserungsvorschläge.
Ganz besonder würde ich mich darüber freuen wenn mir jemand bei den zu verwendenden Lack/Füller komponenten weiterhelfen könnte. Die Auswahl ist schier unendlich, bevorzugen würde ich Produkte der Firma Lack & Technik ( www.lack-technik.at ), hierbei Produkte "Du Pont".
Wenn wer bessere Vorschläge hat, dann raus damit, wobei mir persönlich wichtig ist dass ich im Geschäft kaufen will und nicht im Internet.
So, das wars von meiner Seite....
Besten Dank im Vorhinein, ich hoffe auf zahlreiche Resonanz !
Da ich nun länger gesucht hab aber keinen wirklich hilfreichen Fred über das lackieren von Motorrad-Vollverkleidungen gefunden. Deswegen möcht ich hier mal "mein Projekt" vorstellen und hoffe, einen Hilfreichen Fred auch für andere zu eröffnen.
Ausgangssituation ist folgende:
Ich habe 2 vollverkleidete Maschinen in der Garage stehen die über den Winter neu lackiert werden sollen.
Zur verfügung stehendes Werkzeug:
Mir stehen in unserer Firma 2 vollausgestattete Lackierkabienen (entweder mit Spritzwand oder mit Ober/Unterflurabsaugung) zur verfügung, beide beheizbar bis 60 Grad, eine Trockenkabine mit Infrarotlampe, alles schön staubfrei, Obertopfspritzpistolen mit mehreren Düsengrößen...
alles in allem denke ich an der Ausrüstung sollte es nicht scheitern.
Weiters ist das wichtigste, und zwar Zeit in Hülle und Fülle vorhanden.
Vielleicht als ergänzung, ich habe das Tischlerhandwerk erlernt und habe schon des öfteren lackiert, schleifen ist von der handwerklich seite kein Problem, und als draufgabe arbeitet bei uns ein Lackierer mit äußerst ruhiger Hand ( 25 Jahre erfahrung sollte rechen
Das erwartete ergebnis:
Spiegelglatte Oberfläche, also keine "huschi-wuschi-lackierung"
Hauptfrage: Der richtige Aufbau....
Ich skizziere hier mal meine im angedachten Arbeitsschritte die zum oben angefürhten Ergebniss fürhen sollen.
1.) Verkleidungsteile gründlich reinigen, Sticker mit Heisluftfön entfernen, klebrige Rückstände entfernen (mit den übelichen Mitteln).
2.) Leicht angerissene verkleidungsteile von hinten mit 2-K Epoxidharz und glasfasermatten kleben.
3.) Sichtflächen mit Schleifpapier grob anschleifen und dann die gröbsten von hinten gegklebten risse mit Spachtel füllen und ebenfalls mit Schleifpapier glätten.
4.) Oberfläche komplett anschleifen ( trocken, Korn 200 ? ) mit Staubfix-tüchern staubfei vorbereiten zum Grundieren.
5.) Grundieren: Teile in 2 - 3 Dünnen schichten mit kurzer zwischentrockenzeit Grundieren.
Frage: Muss man vor dem Grundieren / Spritz-füllern die Plastikteile mit Reaktionsgrund vorbereiten ?
6.) Grob / Feinschliff nach dem Grundieren.
Die grundierten Teile mit Nassschleifpapier in mehreren Gängen mit steigender Körnung 400 - 600 - 800 schleifen bis letztlich eine "quetsch-glatte" Oberfläche zurück bleibt.
7.) Nach der ganzen Schleiferei die Teile nochmals mit Staubbindetüchern restlos säubern.
8.) Lack mit Härter und Verdünnung anmischen / Probespritzen - dabei Luft/Farbgemisch einstellen und dann ein Teil nach dem anderen zuerst leicht "benebeln", kurz antrocknen lassen ( 1-2 Minuten ), dann die Farbschicht aufbringen. Ganz klar, nicht zu wenig, nicht zu viel, ohne Tropfnasen usw....
9.) Klarlack: Für eine glänzende Oberfläche Klarlack verwenden, das ist klar, aber.... nass in nass, oder nass auf trocken ? Sollte Beklebung zur Anwendung kommen ist hier die Frage: besser unter den Klarlack oder einfach nachher drüber... ?
So, das sind mal die Arbeitsschritte die ich mir so zusammengedacht habe. Nun währe ich froh über Nützliche Hinweise / Verbesserungsvorschläge.
Ganz besonder würde ich mich darüber freuen wenn mir jemand bei den zu verwendenden Lack/Füller komponenten weiterhelfen könnte. Die Auswahl ist schier unendlich, bevorzugen würde ich Produkte der Firma Lack & Technik ( www.lack-technik.at ), hierbei Produkte "Du Pont".
Wenn wer bessere Vorschläge hat, dann raus damit, wobei mir persönlich wichtig ist dass ich im Geschäft kaufen will und nicht im Internet.
So, das wars von meiner Seite....
Besten Dank im Vorhinein, ich hoffe auf zahlreiche Resonanz !