LED-Blinker Probleme!!!!


Wie repariere ich...? Wie baut man was an der SV um? Die Bastelbude für den Laien bis zum Profi.
Helajny


LED-Blinker Probleme!!!!

#1

Beitrag von Helajny » 09.11.2005 19:28

Hallo alle zusammen,
hab mich heute daran versucht meine LED-Blinker anzubringen. wie ich schon hier im forum gefunden habe, brauch ich für meine LED-Blinker, 8,2 ohm widerstände. die hab ich, nach erstem fehlversuch :oops: auch erfolgreich angelötet bekommen und alle 4 LED-Blinkern, also beide vorne und beide hinten (hinten louis arrow miniblinker und vorne louis verkleidungsblinker) haben auch einwandfrei funktioniert; sprich im richtigen takt und ALLE LED Dioden haben geleuchtet. dann habe ich die lötstellen isoliert (ohne den kontakt zu unterbrechen versteht sich) mich ans zusammen schrauben der maschine gemacht und nochmal n test gemacht um zu sehen wie schön das doch aussieht :D doch aufeinmal taktet der blinker viel zu schnell. zuerst nur auf der linken seite, dann eine minute später auch auf der rechten seite!! nur beim warnblinker taktet er richtig!! ausserdem leuchten jetzt nur noch 3 Leuchtdioden...beim arrow die äussersten drei auf beiden seiten und vorne die untersten drei auf beiden seiten
Problem is hoffentlich ausführlich erleutert. Vorschläge, ideen, lösungen???
bitte helft mir!!!!!!
gruß der helajny

PS: hab ne SV 650 S K03

Common


Re: LED-Blinker Probleme!!!!

#2

Beitrag von Common » 10.11.2005 11:33

Helajny hat geschrieben:Vorschläge, ideen, lösungen???
Nur die.

Wenn der Warnblinker richtig taktet, die Blinker paarweise aber nicht, haut etwas mit deinen Widerständen nicht hin.

Margie


#3

Beitrag von Margie » 10.11.2005 19:05

da ja der bevorstehende winter lang genug ist könnte sich doch jemand mal die mühe machen und den blinkgeber selbst auf den geringeren strom, den die LED blinker benötigen, umzubauen. dann kann man sich das widerstandseinbauelend ersparen. hat dann halt leider keine beheizten blinker mehr :wink:

das einzige bauteil das man im blinkgeber ändern muß ist der "shunt" widerstand, der im widerstandswert erhöht werden muß. einfach ausrechnen wieviel spannung am original eingebauten widerstand abfällt, und den widerstandswert auf den geringeren LEDblinkerstrom (spannungsabfall) anpassen, fertig!

SVHellRider


#4

Beitrag von SVHellRider » 10.11.2005 19:09

Margie hat geschrieben:d... einfach ausrechnen .... anpassen, fertig!
Mach doch bitte mal n anschaulisches Beispiel für den geneigten Laien :wink:

Margie


#5

Beitrag von Margie » 10.11.2005 21:29

also Helli, ganz einfach:

Motorräder bzw. Autos haben 12 volt 21 Watt Blinker. Da es vorne und hinten meistens zur gleichen zeit blinkt *g* sind das dann 42 Watt.
das U : I x R ist, und P = U x I dürfte auch klar sein.

Also haben wir P = 42 Watt : U = 12 Volt ist = 3,5 Ampere
bedeutet, wenns blinkt fliessen 3,5 Ampere (blinkerkontrolleuchte wird vernachlässigt)
wenn jetzt im Blinkgeber besagter Widerstand (das ist der größte/dickste Widerstand den du im Blinkgeber findest oft Keramik oder Zementausführung) z.B. 0,2 Ohm hat, dann rechnen wir
I (3,5 Ampere) x R (0,2 Ohm) = U (0,7 Volt)
das bedeutet, über unserem Widerstand fallen 0,7 Volt ab.
fällt jetzt eine Glühbirne aus, fällt nur noch die Hälfte ab, und unser Blinker merkt eine Birne ist kaputt, und blinkt doppelt so schnell.

Da die LED Blinker viel weniger Strom ziehen, meint der Blinkgeber, da ist eine Birne kaputt! Was wir nun tun müßen, den Vorwiderstand so zu erhöhen, das bei reduziertem Strom genausoviel Spannung abfällt wie bei den Birnen.
Sagen wir die LED Blinker brauchen 3 Watt, sind das zusammen 6 Watt

also P (6 Watt) : U (12 Volt) = I (0,5 Ampere)

jetzt sollen über den Widerstand bei 0,5 Ampere ja 0,7 Volt abfallen.
Rechnen wir:
U (0,7 volt) : I (0,5 Ampere) = R (1,4 Ohm)

also 1,4 Ohm einbauen, fettich! 8)

noch fragen?

Martin650


#6

Beitrag von Martin650 » 10.11.2005 21:41

.... oder ein lastunabhängiges Relais verbauen. Ich finds als E-Techniker einfach nur Murks elektrische Energie über einen Widerstand zu verbraten.

Bluebird


#7

Beitrag von Bluebird » 10.11.2005 21:42

Martin650 hat geschrieben:.... oder ein lastunabhängiges Relais verbauen. Ich finds als E-Techniker einfach nur Murks elektrische Energie über einen Widerstand zu verbraten.
genau, muss au nix rumgelötet werden

SVHellRider


#8

Beitrag von SVHellRider » 10.11.2005 21:52

Ja, noch Fragen!
Margie hat geschrieben:also Helli, ganz einfach:

Motorräder bzw. Autos haben 12 volt 21 Watt Blinker. Da es vorne und hinten meistens zur gleichen zeit blinkt *g* sind das dann 42 Watt.
das U : I x R ist, und P = U x I dürfte auch klar sein.

Also haben wir P = 42 Watt : U = 12 Volt ist = 3,5 Ampere
bedeutet, wenns blinkt fliessen 3,5 Ampere (blinkerkontrolleuchte wird vernachlässigt)
wenn jetzt im Blinkgeber besagter Widerstand kann man den einfach öffnen und austauschen und schließen? (das ist der größte/dickste Widerstand den du im Blinkgeber findest oft Keramik oder Zementausführung) z.B. 0,2 Ohm hat, dann rechnen wir bis hierhin alles klar
I (3,5 Ampere) x R (0,2 Ohm) = U (0,7 Volt) wieso? oben hatten wir doch 12V! - Der Rest von der Rechnung is klar, aber wieso "fällt" da was ab und wohin? hmmm
das bedeutet, über unserem Widerstand fallen 0,7 Volt ab.
fällt jetzt eine Glühbirne aus, fällt nur noch die Hälfte ab, und unser Blinker merkt eine Birne ist kaputt, und blinkt doppelt so schnell.

Da die LED Blinker viel weniger Strom ziehen, meint der Blinkgeber, da ist eine Birne kaputt! Was wir nun tun müßen, den Vorwiderstand so zu erhöhen, das bei reduziertem Strom genausoviel Spannung abfällt wie bei den Birnen.
Sagen wir die LED Blinker brauchen 3 Watt, sind das zusammen 6 Watt

also P (6 Watt) : U (12 Volt) = I (0,5 Ampere)

jetzt sollen über den Widerstand bei 0,5 Ampere ja 0,7 Volt abfallen.
Rechnen wir:
U (0,7 volt) : I (0,5 Ampere) = R (1,4 Ohm)

also 1,4 Ohm einbauen, fettich! 8)

noch fragen?

Margie


#9

Beitrag von Margie » 10.11.2005 21:59

ich seh keine! Was denn??

Für die Leute die es noch immer nicht begriffen haben, durch die von uns beschriebene Modifikation wird keine Leistung in der Dummheit an dicken Widerständen verbraten!

Beim billigen Universalrelais da schaltet ob was dran angeschlossen ist, oder nicht. Dadurch fällt die Kontrollfunktion, die im Originalzustand wie auch bei unserem Vorschlag erhalten bleibt, weg! :amen:

Margie


#10

Beitrag von Margie » 10.11.2005 22:04

SVHellRider hat geschrieben:Ja, noch Fragen!
Margie hat geschrieben:also Helli, ganz einfach:

Motorräder bzw. Autos haben 12 volt 21 Watt Blinker. Da es vorne und hinten meistens zur gleichen zeit blinkt *g* sind das dann 42 Watt.
das U : I x R ist, und P = U x I dürfte auch klar sein.

Also haben wir P = 42 Watt : U = 12 Volt ist = 3,5 Ampere
bedeutet, wenns blinkt fliessen 3,5 Ampere (blinkerkontrolleuchte wird vernachlässigt)
wenn jetzt im Blinkgeber besagter Widerstand kann man den einfach öffnen und austauschen und schließen? (das ist der größte/dickste Widerstand den du im Blinkgeber findest oft Keramik oder Zementausführung) z.B. 0,2 Ohm hat, dann rechnen wir bis hierhin alles klar
I (3,5 Ampere) x R (0,2 Ohm) = U (0,7 Volt) wieso? oben hatten wir doch 12V! - Der Rest von der Rechnung is klar, aber wieso "fällt" da was ab und wohin? hmmm
das bedeutet, über unserem Widerstand fallen 0,7 Volt ab.
fällt jetzt eine Glühbirne aus, fällt nur noch die Hälfte ab, und unser Blinker merkt eine Birne ist kaputt, und blinkt doppelt so schnell.

Da die LED Blinker viel weniger Strom ziehen, meint der Blinkgeber, da ist eine Birne kaputt! Was wir nun tun müßen, den Vorwiderstand so zu erhöhen, das bei reduziertem Strom genausoviel Spannung abfällt wie bei den Birnen.
Sagen wir die LED Blinker brauchen 3 Watt, sind das zusammen 6 Watt

also P (6 Watt) : U (12 Volt) = I (0,5 Ampere)

jetzt sollen über den Widerstand bei 0,5 Ampere ja 0,7 Volt abfallen.
Rechnen wir:
U (0,7 volt) : I (0,5 Ampere) = R (1,4 Ohm)

also 1,4 Ohm einbauen, fettich! 8)

noch fragen?
huch, nun erst gesehen! also :

wie der Blinkgeber bei der SV aussieht, weiß ich nicht. Beim Auto, Motorrad (Honda und Yamaha) kann man ihn auf jedenfall ganz einfach öffnen.

zu deiner anderen frage:
die 3,5 Ampere fliessen nicht nur durch die Glühbirnen, sondern nat. auch über den Shuntwiderstand im Blinkgeber, und da bei 3,5 Ampere und den angenommenen 0,2 Ohm, fallen über diesen Widerstand 0,7 Volt ab.
Würden über diesen Widerstand 12 Volt abfallen, wären deine Blinkerbirnen aus, und der Widerstand würde glühen :wink:

SVHellRider


#11

Beitrag von SVHellRider » 10.11.2005 22:08

Margie hat geschrieben:... zu deiner anderen frage:
die 3,5 Ampere fliessen nicht nur durch die Glühbirnen, sondern nat. auch über den Shuntwiderstand im Blinkgeber, und da bei 3,5 Ampere und den angenommenen 0,2 Ohm, fallen über diesen Widerstand 0,7 Volt ab.
Würden über diesen Widerstand 12 Volt abfallen, wären deine Blinkerbirnen aus, und der Widerstand würde glühen :wink:
:autsch:
Ah jetz ja. :oops:
Hätt ich doch auch selbst drauf kommen können :roll: :lol:

Margie


#12

Beitrag von Margie » 10.11.2005 22:11

kein problem helli, ist normal das es im alter alles n bischen länger dauert :mrgreen:

Martin650


#13

Beitrag von Martin650 » 10.11.2005 22:17

Margie hat geschrieben:ich seh keine! Was denn??

Für die Leute die es noch immer nicht begriffen haben, durch die von uns beschriebene Modifikation wird keine Leistung in der Dummheit an dicken Widerständen verbraten!
Margie hat geschrieben:die 3,5 Ampere fliessen nicht nur durch die Glühbirnen, sondern nat. auch über den Shuntwiderstand im Blinkgeber
Was denn jetzt. Ich will keine Wärme erzeugen. 3,5A bei 0.7V sind auch gut 2W Verlustleistung. Von der Wärme mal ganz abgesehen.
Margie hat geschrieben: Beim billigen Universalrelais da schaltet ob was dran angeschlossen ist, oder nicht. Dadurch fällt die Kontrollfunktion, die im Originalzustand wie auch bei unserem Vorschlag erhalten bleibt, weg! :amen:
Wenn die LED-Blinker mal dran sind am Universalrelais, für was brauch ich dann noch die Kontrollfunktion ? Bremslicht hat auch keine und ist eher noch wichtiger als Blinker

SVHellRider


#14

Beitrag von SVHellRider » 10.11.2005 22:23

Margie hat geschrieben:kein problem helli, ist normal das es im alter alles n bischen länger dauert :mrgreen:
Das hat auch seine schönen Seiten, aber das kennst du ja :wink: :lol:

Helajny


#15

Beitrag von Helajny » 10.11.2005 23:13

moin leute

danke für deine gute idee margie, aber leider is es dafür nun auch schon zu spät...abgesehen davon is das problem gelöst (ich hoffe doch auch mal auf dauer)!!! Die Lösung des Problems is für mich, und ich hoffe ich bekommen sie erklärt, irgendwie nich so 100% nachzuvollziehen!
Meine Batterie war schwach, also hab ich sie über nacht aufgeladen. heute; maschine angeschmissen, alle 4 LED-Blinker funzen einwandfrei :D
ALLE dioden leuchten!! und ALLE takten richtig, egal ob warnblinker, links, rechts mit oder ohne bremse oder fernslicht, es is einfach alles prima :D
aber kann mir das jemand erklären?? aufgrund einer schwachen batterie takten sie anders und leuchten nich mehr alle?? hab mir gedacht das aufgrund des nich mehr genügend ausreichenden saftes, nur noch strom für jeweils 3 der dioden übrig war (geht das überhaupt???? liegts an den widerständen????), der blinkgeber dadurch dachte der blinker sei kaput und hat deswegen die taktzahl erhöht...wie nah bin ich dran??? :roll: :?:

LG healjny

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