Cowoner's Kante und die Suche nach etwas Besserem


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jubelroemer
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Re: Cowoner's Kante

#16

Beitrag von jubelroemer » 20.09.2019 15:19

Ooch, ich hab öfters so seltsame Einfälle :) up :) empty .
ab 11:05 - wie geil ist das den !

Scheisse ist, wenn der Furz was wiegt !

Keep yourself alive

"The lightness is the secret" - M. T.

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Re: Cowoner's Kante

#17

Beitrag von Cowoner » 10.10.2019 17:34

Sooo, letzte Woche habe ich endlich das Vergleichsdiagramm von Wolli bekommen :D
19-09-02-Leistungsdiagramm-Vergleich.PNG
Muss sagen, dass ich mit dem Verlauf ziemlich zufrieden bin, auch wenn die Delle zwischen 4,5 und 6 doch ein bisschen unschön ist.
Zur Referenz, verbaut sind im Moment:
  • SV 1000 K5 Schnorchel
  • K&N Luftfilter
  • SFV 650 Gladius Ansaugstutzen (Ausgänge der Airbox sind noch nicht aufgebohrt)
  • Leovince SBK Evo 2 Slip-On
Zwischenzeitlich habe ich die sekundären Drosselklappen doch wieder ausgebaut. Hatte das ganze vor Jahren schonmal probiert und recht bald wieder rückgängig gemacht.

Erkenntnis #18: Es ist erstaunlich was ein paar Jahre Erfahrung und Lernen über die technische Seite für einen Unterschied machen.

Damals hatte mich gestört, dass der Motor extrem Leistung verliert, wenn man bei niedriger Drehzahl aufreisst. Inzwischen ziehe ich ohnehin progressiv auf und kann viel früher merken, wenns zu viel Luft wird. Damit überwiegen jetzt ganz klar die Vorteile. Viel direktere Gasannahme und dazu noch viel sanfter. Das Ruckeln bei niedrigen Drehzahlen ist weg und generell kann man die gleiche Geschwindigkeit jetzt gerne mal einen Gang höher fahren ohne dass der Motor um Hilfe schreit. Jetzt muss ich nur noch rausfinden wie ich der ECU die Anwesenheit des Drosselklappenmotors und der zugehörigen Sensorik vorgaukeln kann, damit ich meinen Motorraum ein bisschen aufräumen kann :D

Ansonsten noch zum Thema Motor: den Gedanken das SLS rauszuschmeissen habe ich wieder verworfen, das Knallen ist von selbst immer besser geworden seit der Abstimmung und tritt jetzt mit einer angenehm niedrigen Frequenz auf. Der verkappte Umweltbewusste in mir freut sich :mrgreen:

Ein paar Rückschlagventile habe ich inzwischen auf dem Schreibtisch liegen, warte aber noch auf ein zweites aus Alu. Hatte mir ein günstiges Doppelpack aus Kunststoff (mit angegebenem Öffnungsdruck) und eines aus Alu (ohne Angabe, daher mit der Vermutung, dass er recht hoch sein würde) zum Vergleichen bestellt, damals auch noch auf dem Wissensstand, dass die SV nur einen Kurbelgehäuseentlüftungsschlauch habe. Stimmt so auch für die Kilo, aber nicht für die 650er :roll:
Die hat noch einen eigenen für den vorderen Zylinder.
Nun ja, jetzt bezahle ich halt doppelt so viel Versand, aber was solls. Stellt sich heraus, dass das Alu Ventil einen viel geringeren Öffnungsdruck hat und damit besser geeignet ist. Bonus: Die Alu Variante kann man aufschrauben und ggf. einen Service machen.

Weiters habe ich die Unterdruckanschlüsse fürs Synchronisieren unter den Sozius verlegt, damit sie leicht zugänglich sind. Wollte sie eigentlich nur zum Rahmen hin verlegen, aber links ist sowieso schon zu viel Kram und rechts habe ich keine schöne Befestigungsmöglichkeit gefunden. :( hell

Dann habe ich mir noch die Halter für den Bugspoiler eigentlich nur vorübergehend aus 2 mm Alu (erinnert sich jemand an das Tachoblech? :lol: ) zusammengeschustert, um das Teil in meine Heimat zu kriegen. Hier habe ich nur einen kleinen Drehmomentschlüssel bis 30 Nm, die originalen Halter werden aber an Schrauben befestigt, die mit 100 Nm angezogen werden sollen.
Entsprechend handelt es sich im Moment um eine einfachere Version, die eine der Schrauben der Ritzelabdeckung (Danke an svnrider für die Idee und Maße) und eine des Kupplungsdeckels nutzt. So kann man sich das Biegen der Bleche sparen und belastet die Bleche auch im verbauten Zustand nur auf Zug/Druck anstatt auf Biegung. Da mir nach wie vor Werkzeug fehlt, um Edelstahl vernünftig zu bearbeiten, bin ich im Moment wirklich versucht diese Halter grad so zu lassen... :denk:

Wenns endlich mal aufhört zu regnen mache ich auch noch ein paar Bilder.

Letztes Wochenende habe ich auch mal das Gewicht geprüft:

Vorderrad: 89 kg
Hinterrad: 94 kg
Gesamt: 183 kg

Vollgetankt, mit relevanten Papieren, vollständigem Bordwerkzeug und einem Sporthandtuch unterm Sozius. Allerdings tue ich mich schwer einen Wert für den Originalzustand zu finden. Englisches Wikipedia gibt mir vollgetankt 198 kg für die Kante aus, aber ohne Unterscheidung zwischen N und S oder K3 gegen den Rest (Thema Heckrahmen), deutsches Wikipedia dagegen 182 kg ebenfalls ohne diese Unterscheidung...

Fragensammlung zum Schluss:
  • Hat jemand eine orginiale K3N und könnte sie mal vollgetankt wiegen?
  • Gedanken zum Thema schleifende Bremse vorne? (siehe Post #5)
  • Wie breit sind die Schaltereinheiten der K5S?
  • Passen die Schaltereinheiten der K5S ohne weiteres an den Kabelbaum der K3N?
  • Kann ich Heizgriffe (ca. 50W) und USB-Anschlüsse (30W) über ein einzelnes Relais schalten? Ist das Standard Schaltrelais von Louis

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Re: Cowoner's Kante

#18

Beitrag von 2blue » 10.10.2019 18:49

Cowoner hat geschrieben:
10.10.2019 17:34
Fragensammlung zum Schluss:
  • Kann ich Heizgriffe (ca. 50W) und USB-Anschlüsse (30W) über ein einzelnes Relais schalten? Ist das Standard Schaltrelais von Louis
Hallo Thorben

Berechnung Strom:
I=P/U=(50W+30W)/12V=80W/12V=6,67A

Laut Beschreibung von Louis sollte das Relais 30A verkraften. Laut Bild steht auch 30A drauf.
Sollte also locker reichen.

Gruß
Gerhard
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Blau ist für mich ne tolle Farbe und kein Zustand

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Re: Cowoner's Kante

#19

Beitrag von hannes-neo » 10.10.2019 19:08

Schleifende Bremse schreit nach Service. Das hast du aber schon erledigt. Bleibt eigentlich nur noch die Pumpe.

Die S Amaturen waren glaube minimal anders, da die S mehr Lichtleistung hat, wurde irgendwas an den Amaturen geändert. Kann ich aber nicht mit Bestimmtheit sagen, da ich das nur wage im Hinterkopf habe.
Star mich nicht so an, ich bin auch nur eine Signatur!

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Re: Cowoner's Kante

#20

Beitrag von Cowoner » 10.10.2019 19:18

Gerhard, die Rechnung rein über die Leistung war mir schon klar, hab eher Bedenken weil die USB-Anschlüsse eine induktive Last darstellen (Spannungswandler auf 5V runter) und ich mir nicht sicher bin/andere Leute schneller rauskriegen, ob das und die Parallelschaltung der beiden ein Problem darstellen könnte...

Hannes, ich vermute du hast dann Post 5 nicht gelesen (nehm ich dir aber nicht übel, ist ja ein riesen Vieh...). Das Ganze tritt auch nach vollständigem Service der Zangen, frischer Bremsflüssigkeit und neuen, knickfrei verlegten Stahlflexleitungen auf. das einzige, was ich noch nicht geserviced habe ist die Pumpe, da fehlt mir aber auch spontan das Verständnis dafür wie die diesen Effekt haben könnte. Hebel geht normal zurück und lecken tut auch nichts. :?

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Re: Cowoner's Kante

#21

Beitrag von Black Jack » 10.10.2019 21:09

Wenn es die Pumpe ist, dann geht sie nicht richtig zurück.
Das würde heißen, die Rücklaufbohrung ist nicht richtig offen, oder noch zu!
Die Zange kann dann nicht öffnen, die Beläge schleifen...
Gruß Jürgen

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Re: Cowoner's Kante

#22

Beitrag von Cowoner » 11.10.2019 16:28

Hab mal noch ein bisschen im Internet rumgeschaut. Es gab anno dazumal wohl eine Rückrufaktion von Suzuki für die Pumpe. Könnte mein Problem daher rühren, dass dieser Rückruf vom Vorbesitzer nicht wahrgenommen wurde?
Laut Suzuki wurde eine Oberflächenbehandlung für den Kolben fehlerhaft/nicht durchgeführt wodurch es zu Gasbildung und deswegen schwammigem Druckpunkt kommen konnte.
Klingt eigentlich nicht nach meinem Problem, wenn sich aber über die Jahre die Oberfläche des Kolbens zersetzt hat könnte ja die Rauigkeit dran Schuld sein :denk:

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Re: Cowoner's Kante

#23

Beitrag von Black Jack » 11.10.2019 18:07

Das wäre vorstellbar...
Gruß Jürgen

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Re: Cowoner's Kante

#24

Beitrag von hannes-neo » 11.10.2019 20:11

Der Kolben Innerhalb einer Bremspumpe ist nicht so saftig drin wie in einer Bremszange. Den Druck baut eigentlich nur die Dichtung an. Zerleg das mal, dann siehst du was ich damit meine.

Hast du die Zentrierhülsen zwischen Gabelfuß und Zangen drin?
Sind die Bremsscheiben mittlerweile sinnvoll zentriert?
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Re: Cowoner's Kante

#25

Beitrag von Cowoner » 11.10.2019 20:23

Hatte schon ein paar andere Pumpen zerlegt, weiß was du meinst. Hatte ich vorhin nicht mehr dran gedacht...
Dann bin ich jetzt wieder etwas ratlos. Außer Überreste von der Kolbenoberfläche hätten sich irgendwie dumm eingelagert und würden deswegen die Dichtung an ihrer Arbeit hindern.
Hm. Ich werd das Teil im Winter mal zerlegen und per Reparatursatz auffrischen. Schaden kanns ja nicht. Eventuell ist in der Pumpe ja auch noch verschlammte Bremsflüssigkeit vom Vorbesitzer, die könnte den Rückstrom ja auch behindern :denk:

Zentrierhülsen sind drin, sitzen aber auch so fest, dass ich nicht glaube, dass die sich nochmal gewaltfrei vom Gabelfuß verabschieden :lol:
Die Bremsscheibenproblematik hat sich mit der Felge der Kilokante erledigt, die ist dimensional identisch zur GSX-R K8 Felge. Da ist nur der BCD der Bremsscheiben größer (und natürlich anderes Design und leichter).

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Re: Cowoner's Kante und die Suche nach etwas Besserem

#26

Beitrag von Cowoner » 12.10.2019 15:52

Samstag, schönes Wetter und ein bisschen Freizeit. Was macht man da als junger Motorradfahrer?
Richtig, Probefahrt!

Heute wars eine Yamaha MT-09.
Am Anfang war die Sitzposition extrem gewöhnungsbedürftig. Kurz, sehr aufrecht, hoher Lenker, sehr tiefe, weit hinten angebrachte Fußrasten und ein unwahrscheinlich schmaler Sattel. Macht eine sehr geräumige Sitzposition (im Vergleich zu meinen Tourenstummeln und K3S-Rasten); wären die Rasten weiter vorne und der Kniewinkel entsprechend weniger spitz würde es sich fast wie ein Roadster anfühlen. Hat mich an meine alte Sachs denken lassen. Aber man kann sich sehr schnell daran gewöhnen, sobald das geschafft ist ist sofort klar weshalb so viele Leute das Teil lieben.

Extrem handlich(er als meine SV), komfortabel und der Motor ist ein Sahnestückchen. Selbst mit dem standard Auspuff klingt das Ding geil, ist aber nicht zu laut. Die verschiedenen Leistungsmodi unterscheiden sich merklich und sind in meinen Augen sinnvoll abgestuft. Der Sportmodus ist etwas empfindlich was Lastwechsel angeht, aber das ist auch das einzige, was mich am Motor gestört hat. Der elektronische Gashahn hat einen angenehmen Widerstand und fühlt sich nicht wie das Spielzeug an der CB1000R an. :top:
Nicht so begeistert war ich von den elektronischen Helferlein. Die Traktionskontrolle ist in drei Stufen einstellbar: Aus, Normal und Regen. Da es eine Probefahrt war wollte ich sie nicht komplett ausschalten, also bin ich in der normalen Stufe gefahren. Und da beschneidet sie sehr merklich die Leistung beim rausbeschleunigen, selbst im komplett aufrechten Zustand. Oben rum reißt es einen immer noch fast aus dem Sattel, unten raus (bis ca. 6,5k) fühlt es sich vergleichsweise an als würde man durch einen Sumpf fahren. :?
Interessant fand ich, dass man den Leistungsmodus jederzeit wechseln kann, solange der Gashahn zu ist, um die Traktionskontrolle zu ändern muss man aber auch die Kupplung gezogen haben :denk:
Von Quickshiftern bin ich allgemein für die Straße kein Freund, aber mir geht es auch nicht um...Hausstreckenzeiten? Mir macht die Tätigkeit des Fahrens Spaß, also will ich auch etwas zu tun und zu lernen haben. Kupplungsloses Schalten, Zwischengas, Gashand richtig dosieren etc. Bei der MT-09 geht der Quickshifter nur nach oben (was in meinen Augen entsprechend etwas Gutes ist) fühlt sich aber relativ ruppig an. Da war die Implementierung bei der Honda CB1000R erheblich seidiger. Der Kontrollleuchte nach kann man ihn auch deaktivieren, allerdings habe ich dafür die Taste nicht gefunden.
Das Fahrwerk fand ich weich und etwas unterdämpft, speziell hinten hats für mich zu viel nachgeschwungen, aber es war beim normalen Fahren nicht störend und sehr komfortabel. Ich vermute für die sportlichere Gangart dürfte die SP besser geeignet sein.
Die Bremsen fand ich auf der kurzen Fahrt spitze, die hintere war erstaunlich kräftig und hat damit super als Ausgleich der schwachen Motorbremse funktioniert, vorne gab es gutes Feedback und natürlich nochmal eine Schippe mehr Kraft. Ob das ganze bei wirklich sportlicher Gangart noch gut funktioniert kann ich leider nicht sagen, dafür hatte ich zu wenig Zeit und keine guten Straßen.

In Summe: geiles Motorrad, aber nichts für mich.
Die Sitzposition funktioniert für mich nicht, spätestens dann nicht mehr, wenn man in die Kurve geht. Interessant fand ich, dass ich mich danach auf meiner SV wie ein Affe aufm Schleifstein gefühlt habe. Außerdem fühlt sich die SV irgendwie sehr viel...solider an? Kuppeln und Schalten braucht mehr Kraft, gibt aber deswegen auch mehr Feedback, mein Fahrwerk ist erheblich steifer, damit auch mehr Feedback. Irgendwie fühlt sich alles mechanischer an (ist es ja auch) und so sehr ich das Klischee auch hasse, echter. Und mir macht der Sound einfach mehr Spaß :) devil

Die Suche nach etwas besserem geht weiter...am Dienstag ;) bier

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Re: Cowoner's Kante

#27

Beitrag von cider101 » 15.10.2019 18:23

Cowoner hat geschrieben:
10.10.2019 17:34


Vollgetankt, mit relevanten Papieren, vollständigem Bordwerkzeug und einem Sporthandtuch unterm Sozius. Allerdings tue ich mich schwer einen Wert für den Originalzustand zu finden. Englisches Wikipedia gibt mir vollgetankt 198 kg für die Kante aus, aber ohne Unterscheidung zwischen N und S oder K3 gegen den Rest (Thema Heckrahmen), deutsches Wikipedia dagegen 182 kg ebenfalls ohne diese Unterscheidung...
Mein K5 N hat vor dem Umbau vollgetankt 190.5kg gewogen - zu 98% im original Zustand (kleinere Blinker, Sturzpads, kurzes Heck mit Edelstahl Kennzeichenhalter). Gewogen habe ich sie auf der Wage unseres Entorgungszentrum

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Re: Cowoner's Kante

#28

Beitrag von Cowoner » 15.10.2019 20:26

Danke dir! ;) bier
Hmmm, dann schätze ich mal, dass die K3 um die 193 kg wiegen dürfte. Meine mich zu erinnern, dass der Heckrahmen ca. 2 kg schwerer war :denk:
10 kg ohne wirklich danach zu suchen find ich gut :D
Aber soll dann die Halbschale der S wirklich 5 kg extra wiegen, um auf die 198 kg zu kommen? 8O

Mein zweites Ventil ist leider immer noch nicht angekommen :( hell


In der Zwischenzeit habe ich mir aber heute einen Traum (teil-)erfüllt. Bin endlich eine Yamaha MT-10 gefahren :D
Vorwarnung! Da das Teil eins meiner Traummotorräder war lange bevor es überhaupt angekündigt wurde, wird das jetzt sehr viel ausführlicher als bei der MT-09. Ihr seid gewarnt :lol:

Ich hatte mir davor ein paar Sorgen gemacht.
Was, wenn es eine "Never meet your heroes" Situation ist?
Was, wenn das Teil mich einfach nur verängstigt zurücklässt?
Was, wenn sie meine Überzeugung, dass die SV650 nicht zu ersetzen ist, über den Haufen wirft?

Ich fang mal mit den Sachen an, die mir negativ aufgefallen sind:
Der Quickshifter ist effektiv identisch zu dem an der MT-09. Nur hoch und ziemlich ruppig, das krieg ich manuell besser hin. Dafür abschaltbar.
Der Gashahn hat sich so angefühlt wie bei der Honda. Also wie ein Spielzeug. Quasi kein Widerstand, wackelt lustig auf dem Lenker rum und hatte zu viel Spiel für meinen Geschmack.
Die Spiegel sind auch nach Einstellen nutzlos, ich hab darin nur meine Schultern sehen können. Und die, die mich auf dem Treffen gesehen haben, wissen, dass ich nicht ausgefallen breit baue...
Die Abstimmung des Motors haut so gar nicht hin. Im Sportmodus sind die Lastwechsel absurd, dagegen ist eine nicht geservicede SV ein Witz. Da hilft der nicht existente Widerstand vom Gashahn auch nicht grade. Ein Schlagloch und das Vorderrad steigt...und ich mag es eigentlich wenn der Übergang von Schubbetrieb auf Schubtrieb nicht ganz so glatt ist :twisted:
Im normalen Modus tritt das immer noch auf, aber nur in hohen Drehzahlen. Und im "Regen" Modus passiert untenrum erstmal gar nichts, aber das ist vermutlich auch so gewollt.
Abgesehen davon säuft das Teil mehr als meine Mitstudenten nach geschaffter Abschlussprüfung damals :lol:
Beim ersten ( :!: ) sportlichen Fahren standen dann schonmal 13-15 l/100km im Display. Bei 50 km/h im 3ten oder 4ten durch den Ort tuckern wurde mit 5,5 l quittiert. Wenn ich da dran denk, dass ich auf meiner SV primär mit 200 über die Autobahn brettern muss, damit mein Durchschnittsverbrauch auf 5,5l steigt...klar, kleinerer Motor, dafür aber auch 15 Jahre älter.
Naja, von nichts kommt nichts. Würde ich aber definitiv sehr bald neu abstimmen lassen.
Und dann ist da der Sitz...stramm ist er, womit ich aber kein Problem habe. Die K3 ist ja auch nicht unbedingt berühmt für ihren weichen Sattel. Aber sobald man sich ein bisschen drauf bewegt fühlt er sich immer falsch an. Es ist immer irgendwo eine Kante wo keine sein sollte. Und dann ist da dieser kleine Aufsatz hinten. Vermutlich als Anschlag beim Beschleunigen gedacht. Die Form ist aber extrem ungünstig, dass Teil drückt sich wohin, wo nichts hindrücken sollte...jedem das Seine, aber für mich ist das nichts.

Neutraler war für mich der leise Auspuff. Eigentlich schade, weil er für einen original Dämpfer verdammt gut klingt. Könnte ein bisschen mehr Bass vertragen, aber das wars auch schon. Bei 100 km/h hab ich schon nichts mehr davon gehört. Dafür kommt irgendwo aus dem Motor ein Geräusch, das wie ein Kompressor am Auto klingt. Geil :mrgreen:
Die Sitzposition taugt mir erheblich besser als die MT-09, Fußrasten sind höher und ich meine ein bisschen weiter vorne (bei der 09 hatte ich das Gefühl, dass sie ne Ecke hinter meinem Allerwertesten waren. Vermutlich für all die Wheelies :roll: ) und der Lenker ist ein bisschen weiter weg. Immer noch sehr aufrecht, sehr tourig, aber gut! Ich würde den Lenker gegen einen flacheren und weniger nach hinten kommenden tauschen, aber dank normaler Klemmung sollte das kein Problem sein.

Sooo, und ab jetzt geht's nur noch bergauf. Die Leistungsentfaltung ist schlicht brachial. Untenraus drückt sie speziell für einen R4 schon übel, ab ca. 8000 schmeißt sie dann gefühlt nochmal so viel drauf und vorm Begrenzer...fragt nicht nach morgen. :( scared
Nicht unähnlich der GSX-S1000, aber extremer und...brutaler. Du weißt, dass du auf einer MT-10 sitzt wenn dir beim Kurvenausgang bei über 100 km/h im dritten Gang ausversehen das Vorderrad steigt 8O
Und trotzdem fand ich sie nicht schwierig zu fahren. Ich bilde mir nicht ein, dass ich auch nur ansatzweise so präzise unterwegs war wie auf meiner SV, aber da spielt ja auch einfach Gewohnheit eine große Rolle. Aber es war kein Thema langsam zu fahren. Mir ists auf anderen 1000ern immer mal wieder passiert, dass ich plötzlich mit 50 unterwegs war, weil ich nicht gemerkt hatte wie stark die Beschleunigung war. Hier fühlt es sich wie ein Tritt in den Hintern an, das merkt man :lol:
Und bei konstanter Geschwindigkeit vibriert da nichts, fühlt sich fast schon tot an. Erst beim Beschleunigen passiert was. Fand ich erstmal komisch (klar, wer V2 fährt...) aber auf langen Strecken dürfte das ein enormer Komfortgewinn sein und in den Kurven lebt sie dann ja doch merklich auf.
Die elektronischen Helferlein waren angenehm unauffällig. ABS könnte einen Ticken später regeln, aber wenn ichs richtig verstehe fehlt der nicht-SP die Schräglagensensorik, entsprechend wird es wohl etwas empfindlicher abgestimmt sein um wenigstens bei leichter Schräglage noch zu funktionieren. Die Traktionskontrolle merkt man eigentlich nur wirklich im Regenmodus, da wird die Leistung schon merklich beschnitten. Da passiert auch im ersten Gang kein Wheelie oder sonst was.
Der mittlere Modus lässt ganz kleine Wheelies zu und regelt sonst unmerklich. In der schwächsten Einstellung kommt das Rad schon gerne ein gutes Stück höher, bleibt aber sehr kontrollierbar. Vermutlich kann man sich damit auch die Straße runter schmeißen, da ich sowas (Wheelies) aber ohnehin nicht aktiv mache habe ich das nicht versucht auszureizen :-P
Das Fahrwerk ist voll einstellbar, was ich auch definitiv nutzen müsste beim Setup mit dem ich gefahren bin. Nicht, dass es schlecht gewesen wäre, hat sich nur ein paar Mal komisch angefühlt. Defintiv strammer als bei der MT-09. Hatte aber keine unschönen Situationen damit. Das Gewicht (ca. 210 kg vollgetankt, wenn ich mich nicht täusche) und die Breite geben dem ganzen ein sehr souveränes Gefühl. In Kombination mit der Sitzposition fand ich es auch sehr komfortabel (solange man mittig auf dem Sattel saß). Beim Fahren fühlt es sich dabei aber nicht sonderlich schwer an, ich hatte nie das Gefühl, dass ich das Motorrad herumwuchten musste (die SV1000S von letztens grüßt von der Hantelbank). Scheinbar ist aber auch der Radstand kürzer als bei der MT-09 :?: :!: 8O
Und dann habe ich noch ein nettes Gimmick gefunden. In der "Frontverkleidung" ist links tatsächlich ein Zigarettenanzünder verbaut :lol:
Passt aber auch zum Tempomaten...

In Summe: Die MT-10 war schon immer eins meiner Traummotorräder und ist es jetzt immer noch. Nur irgendwie ganz anders als ich es erwartet hatte.
Ich habe immer versucht etwas zu finden, das besser ist als meine SV, einen Ersatz. Jetzt habe ich etwas gefunden, was für mich auf genau die richtige Weise unperfekt ist. Und so ganz anders als die SV.
Alle anderen Motorräder, die ich bisher gefahren habe, haben mich kalt gelassen. Mir ist nie die Klappe runtergefallen, ich hatte nie Gänsehaut. Die GSX-S 1000 war da noch am nächsten dran, der Motor ist genial und ich fand sie enorm handlich, aber der viel zu nahe und fürchterlich gekröpfte Lenker und der für mich langeilige R4 Sound habens mir irgendwo verdorben.

Bei der MT ist das anders.
Der Motor hat mich wie einen irrsinnigen Lachen lassen ohne wirklich einschüchternd zu sein. Das Fahrverhalten würde ich nicht als handlich bezeichnen (wenigstens nicht mit der SV als Benchmark), aber mich hat nichts daran gestört und es hat sich einfach sehr souverän angefühlt, man hatte eine gewisse Präsenz auf der Straße. Und trotzdem hat es sich angefühlt als würde man auf einem wilden Bären reiten :twisted:
Es gibt ein paar Ecken an denen ich rumschrauben würde aber das ist in meinen Augen etwas gutes.

Das beste an allem: Danach bin ich wieder auf meine kleine, gedrungene, schwachbrüstige SV gestiegen. Und hatte trotzdem die gesamte Fahrt über ein breites Lächeln auf den Lippen. Durch nichts zu ersetzen. Punkt. ;) bier

Ein Problem hab ich jetzt trotzdem. Woher nehm ich armer Student das Geld für eine MT-10? :hammer:

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Re: Cowoner's Kante

#29

Beitrag von Black Jack » 15.10.2019 20:59

Sehr schöner Bericht, kann mich aber nicht reizen das Ding.
Hast du schon mal die Superduke gefahren?
Gruß Jürgen

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Pat SP-1
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Re: Cowoner's Kante

#30

Beitrag von Pat SP-1 » 15.10.2019 22:32

Kenne aus eigener Erfahrung ja nur die R1, aber die hat ja im Prinzip den gleichen schönen Crossplane Motor wie die MT nur mit einigen Pferdchen mehr oben raus. Da hat mich total begeistert, wie easy sich so ein schnelles Moped fahren lässt. Handlich, bequem und klingt geil (nicht so widerlich laut wie eine S1000, dafür mit V4-Grummeln). Wäre nur nichts für mich auf öffentlichen Straßen; damit auch nur halbwegs im legalen Geschwindigkeitsbereich zu bleiben grenzt an Selbstkasteiung...

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