Synchronisieren mit Manometer,SK-Messer oder Schlauchwaage?


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2blue
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Synchronisieren mit Manometer,SK-Messer oder Schlauchwaage?

#1

Beitrag von 2blue » 28.09.2008 23:00

Hallo,
die Vergaser meiner SV müssen neu synchronisiert werden und je mehr ich darüber lese um so unsicherer werde ich.
Wollte mir erst zwei Kapselfeder Manometer mit einem Messbereich von -0,6... 0bar von Boehm holen.
http://www.boehm-synchrontester.de/bild ... /11007.jpg
Dann habe ich welche von Manotec entdeckt mit Silikon gedämpften Zeigerwerk und zusätzlich mit einer Drosseldüse. Leider nur mit Messbereich von -1...0bar
http://www.manotec-webshop.de/product_i ... tester-c-2
Dann noch die Variante mit dem Schwebekörpermesser wie Suzuki es verwendet.
Und als letztes die Schlauchwaage aus der Knowledgebase.
Möchte eigentlich was haltbares und genaues haben und tendiere daher zu Boehm. Bei Manotec gefällt mir die Silikonöl Dämpfung des Zeigerwerkes aber der Messbereich könnte kleiner sein. Über die SK Variante mit der Stahlkugel in der Glasröhre hab ich keine Ahnung. Die Schlauchwaage macht zwar nicht viel her ist aber preiswert und wenn ich mich recht entsinne auch ziemlich genau. Die Manometer zeigen auf ihrer Skala von Strich zu Strich 10mbar an, bei der Schlauchwaage entsprechen 10mbar ca. 100mm (angenommen Dichte Öl=Wasser).

1 Welches Messprinzip würdet Ihr mir empfehlen (Manometer,SK-Messer,Schlauchwaage).
2 Welches Gerät würdet ihr mir empfehlen.
3 Wie genau (wie viel mbar Differenz nach dem synchronisieren ) ist noch ok

Gruß
Gerhard
Die Power-Knubbel vom SV-Treffen 2016
Blau ist für mich ne tolle Farbe und kein Zustand

Mosinger


Re: Synchronisieren mit Manometer,SK-Messer oder Schlauchwaage?

#2

Beitrag von Mosinger » 29.09.2008 14:12

Das genaueste ist mit Sicherheit das U-Rohr. Nach Bernoulli etc. kannst du damit beliebig genau (mal von den Druckschwankungen durch die Ladungswechsel abgesehen) messen. 10cm Höhenunterschied ensprechen da ca. 0.01 bar (Je nach Ölsorte eher 0.008).
Allerdings: Wenn du von dem Ding lange was haben möchtest, musst du öl/säurefeste Schläuche nehmen. Silikonschläuche sind nicht sehr billig.
Außerdem kannst du damit nur Druckdifferenz messen. Die 10 cm bleiben, dass heißt bei 1bar negativem Überdruck (so ein Schwachsinn) müsstest du für eine Absolutdruckmessungen gegenüber der Atmosphäre 10m (senkrechte) Schlauchlänge einplanen.

Also: Zum Synchronisieren zum Basteln ist eine Schlauchwaage eine tolle Sache und von der Ölzitterei abgesehen extrem genau. Wenn man das Geld aber hat/auszugeben bereit ist, dann würde ich vielleicht eher zum Manometer tendieren. Da hat man was G`scheits.

Das SK Ding kann ich mir nur so erklären, dass es wie das U-Rohr mit einer Kugel funktioniert, die dann halt hilft die Höhe zu vermeiden.

Persönlich habe ich das U-Rohr mal genommen, fand das aber sehr unpraktisch.


Achja: Bei Louis hab ich neulich n Synchroding für 29 oder 39 Euro gesehen. Wahrscheinlich nicht Hightech aber man muss es auch nicht übertreiben.

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Dieter
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Re: Synchronisieren mit Manometer,SK-Messer oder Schlauchwaage?

#3

Beitrag von Dieter » 30.09.2008 19:29

Bei nem 2-Zylinder ist die Schlauchwaage extrem genau, und kostet nicht mal 10€. Ölfeste Schläuche sind auch quatsch, ich hab die vor mehr als 3 Jahren gebaut und der Schlauch (5m lang Ø6mm/Baumarkt) ist wie am ersten Tag. Eine Genauigkeit von 0,01 Bar/10cm ist schon sehr sehr genau, das wirst Du mit den zittrigen Rundmanometern nicht erreichen. Meine Waage ist mir rotem Motoröl befüllt und lässt sich prima ablesen und bring eine genügen hohe Dämpfung mit um exakt zu synchronisieren...

Alles andere ist rausgeworfenes Geld meiner Meinung nach...

Da macht es schon mehr Sinn in 2 benzinfeste T-Stücke zu investieren und die fest in die Unterdruckschläuche zu integrieren (3.Anschluss verschliessen), dann kann man mal öfter sie synchr. kontrollieren weil es dann nur Minutensache ist...

Gruß Dieter

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Re: Synchronisieren mit Manometer,SK-Messer oder Schlauchwaage?

#4

Beitrag von Dragol » 30.09.2008 22:43

2blue hat geschrieben:Hallo,
...
Möchte eigentlich was haltbares und genaues haben ...
Genauer beim Abgleich als mit der Schlauchwaage wirst Du mit vertretbarem finanziellen Aufwand nicht kommen.
(Ich selber verwende die einfachen Louis-Manometer von -1..0 bar und vertausche nach dem Abgleich zur Kontrolle noch mal die beiden Anschlüsse, ist handlicher als die Schlauchwaage und reicht meist vollkommen aus).

Wenn man mal die Datenblätter der Hersteller betrachtet erhält man die Dichte von Motoröl.
Hiel mal als Beispiel ein rotes Motoröl, welches vermutlich vom Dieter eingesetzt wird: http://129.35.64.91/bpglis/lsdsgyf.nsf/ ... 024758.pdf Also bei 15°C 0,875kg/l.

Damit entsprechen (wie bereits von Mosinger aufgezeigt) 100 mm Differenz der Motorölsäule in der Schlauchwaage einem Druckunterschied von ca. 0,0086 bar (bei höher Temperatur sogar noch weniger, vereinfachtes Berechnungsmodell).
Um das Pendeln der Ölsäule einzugrenzen kann der Schlauch unten im U stark verengt/zusammengedrückt werden, hauptsache es kann noch etwas Öl durhc die Verengung fließen - es ist noch eine ganz leichte Bewegung der Säule erkennbar.
"Der Lenker ist ein Instrument zur Kontrolle und nicht zum Festklammern da." (Keith Code, Der richtige Dreh II, 1993)

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Re: Synchronisieren mit Manometer,SK-Messer oder Schlauchwaage?

#5

Beitrag von 2blue » 03.10.2008 23:45

Hallo,

und vielen Dank für eure Infos. Hat jetzt zwar etwas länger gedauert bis ich mich wieder melde aber die Entscheidung ist gefallen. Von der Genauigkeit her bin ich zwar kurzfristig zur Schlauchwaage abgedriftet werde mir aber doch die Manometer der Firma Boehm kaufen.


Gruß
Gerhard
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