Motorschaden SV 650 s


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mattis


Re: Motorschaden SV 650 s

#16

Beitrag von mattis » 06.10.2008 23:02

Das mit dem Filter ist doch Schwachsinn.
Dann müssten im Endurobereich, wo nur geölte Schaumstofffilter verwendet werden, ja wöchentlich die Motoren hops gehen.

Jaja, ich weiß: Der K&N ist nicht aus Schaumstoff.

Trotzdem ist die Erklärung des Gutachters imho alles andere als realistisch.

Gibt es von der Maschine Bilder?
Bzw. haste einen Bekannten, der die kaputten Teile mal Materialtechnisch untersuchen kann?

Bluebird


Re: Motorschaden SV 650 s

#17

Beitrag von Bluebird » 07.10.2008 5:08

Ich weiß wie n Zweitakter funzt. Mir gehts einzig und allein um die Aussage des Gutachters: Öl im Zylinder kann den Motor hopps machen (die Menge von nem eingeölten Luftfilter, tziss). Ein zweitaket bekommt mehr Öl ab, und er verdicht zum teil höher als ein Viertakter. Das bisschen Öl muss ein Viertakter auch aushalten. was ist denn mit den ganzen Autos, die mit verschlissenen Kolbenringen fahren, die gehn doch auch nicht von jetzt auf nachher hopps. Oder z.b. meine TRX, die das bekannte Problem mit dem Öl saufen hat. Macht doch nix aus. Der Gutachter issn doofkopp und seines Amtes nicht wert

Garry


Re: Motorschaden SV 650 s

#18

Beitrag von Garry » 07.10.2008 6:36

Motoren mit verschlissenen Kolbenringen Verdichten meist auch nicht mehr richtig.

MFG Garry

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Dieter
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Re: Motorschaden SV 650 s

#19

Beitrag von Dieter » 07.10.2008 7:57

Verdichtung der SV 1:15 also grob gerechnet verdichtet der Motor die 325ccm eines Zylinders auf 21ccm, das ist schon verdammt viel was da noch übrig bleibt, 21ccm sind ca. ein Schnapsglas voll, das ist mehr als was auf dem K&N verteilt wird.

Soll heissen, der Motor müsste in einer Kurbelwellenumdrehung 21ccm Öl aus dem Filter saugen und verdichten damit es zu einem "hydraulischen Schlag" kommen würde... :vogel:

Sowas passiert nur bei alten Vergasermotoren wenn der Benzinhahn undicht ist und der Brennraum voll Benzin läuft beim Startversuch...

Gruß Dieter

Becks


Re: Motorschaden SV 650 s

#20

Beitrag von Becks » 07.10.2008 8:20

Dieter hat geschrieben:Verdichtung der SV 1:15 ...
Ich denke mal, es war nur ein Schreibfehler, muss natürlich 1:11,5 sein, sonst hätten wir ja wirklich eine echte Rennmaschine, die dann auch entsprechend empfindlich wäre. Ist unsere SV aber nicht.
Der vom "Gutachter" beschriebene Schadenshergang kann nur beim Starten passieren. Wenn der Motor erst mal läuft ist die Trägheit einer Flüssigkeit viel zu groß um die Ansauggeschwindigkeit in dieser Menge mitzugehen. Da müsste der Ansaugtrakt schon geflutet werden, damit gar nicht mehr genug Luft vorhanden ist.
Der "Gutachter" wird einfach nach einen nicht originalen Teil gesucht haben und will damit die alles auf den Besitzer abschieben. Nach dem Motto: "Die müssen eh alles schlucken was ich behaupte."

hansfisch53


Re: Motorschaden SV 650 s

#21

Beitrag von hansfisch53 » 07.10.2008 13:10

Hallo , danke für die Rückmeldungen


Hab die Maschine 2 Wochen vor dem Unfall beim Fachhändler gebraucht gekauft mit 13tkm, vor der Übergabe wurde ein Kundendienst gemacht.

der Händler hat die Maschine als Garantieleistung sofort zurückgenommen und den Kaufpreis erstattet.

Ich hab sie nur noch wegen Beweissicherung bis zum Gutachten gehabt.
Mein Händler sieht die Geschichte genauso wie ich, er will natürlich, sofern es ein nachweisbarer Materialfehler war, seinen Verlust bei Suzuki einfordern.
Das wusste der Sachverständige und Suzuki natürlich auch.
Der Sachverständige wurde von Suzuki bzw. von dem Anwalt der Suzuki vertritt vorgeschlagen, nachdem er einen vom Gericht beauftragten Sachverständigen wegen angeblich zu weniger Zweirad Fachkenntniss abgelehnt hat.

Als dann das Bike beim (unabhängigen)Sachverständigen war rief der mich 2mal an und hat bei diesen Gesprächen mir erklärt, dass es eine sehr komplizierte Geschichte sei und er vermutete, dass die Schaltgabel vom 5. u. 6. Gang gebrochen sei vermutlich wegen Überlastung. Der Vorbesitzer müsse wohl regelmäßig ohne Kupplung geschaltet haben. ( Dies war aber definitiv nicht der Fall) Also Suzuki hat nichts damit zu tun. Beim 2. Gespräch eröffnete er mir, dass ich wohl eher gegen meinen Händler was unternehmen könne, der soll auf jeden Fall beim Vorort Termin dabei sein. (Er sagte mir immer wieder, er dürfe mir das ja eigentlich nicht sagen, ich soll ihn ja nicht in die Pfanne hauen. Komischer neutraler Sachverständiger oder.
Beim Vorort Termin mit 3 Suzuki Leuten, meinem Händler und mir, wurde dann die neue Öl-These, die ihn angeblich einige schlaflose Nächte gekostet hat vorgestellt. Mein Händler ging sofort auf das stumpf gebrochene Pleuel los und wollte die These des Sachverständigen wiederlegen, aber er ließ sich nicht überzeugen. Den Suzuki Leuten lief diese Version natürlich runter wie Öl, die haben diese Möglichkeit voll unterstützt.
Der Sachverständige hat übrigens gesagt, an seinem Gutachten sei nicht zu rütteln. Wir müssten sowieso 2-3 Gegengutachten erbringen um sein Gutachten in Frage zu stellen . Dies sei auf jeden fall teuer und würde sich für mich nicht lohnen. Es sei ja dann immer noch nicht gesagt, dass ich dann einen Prozess gewinne. Meist liefe das im günstigsten Fall auf einen Vergleich raus. Wenn man da keinen Rechtschutz hat der mitzieht würde es teuer werden.
So jetzt ist der Kerl erst mal eingeschüchtert und schmeisst bestimmt alles hin. (wird er wohl gedacht haben)

So in etwa läuft das heute, wer Geld hat und groß ist, hat auch seine Sachverständigen im Griff.

Ich geb aber nicht so leicht auf!!! Für Tips bin ich sehr dankbar. Ich könnte einige vergleichbare Schaden Ereignisse, wie auch schon in den Antworten erwähnt wurden gebrauchen, um soviel Aussagen und Berichte wie möglich bei der Gerichtverhandlung vorlegen zu können.

Gruß Uli
Zuletzt geändert von hansfisch53 am 07.10.2008 13:47, insgesamt 2-mal geändert.

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Re: Motorschaden SV 650 s

#22

Beitrag von nille » 07.10.2008 13:37

Der Sachverständnislose wurde von Suzuki geschickt oder?

Die These die der da in den Raum wirft, ist wirklich eine mehr als peinliche Behauptung.
Wenn er sich ein wenig mit der Motorentechnik auskennt, sollte er Dir aus dem Stehgreif sagen können,
wie sich das Verdichtungsverhältnis errechnet und wie sich
2 -3 hundertstel weniger Füllraum
auf dieses Verhältnis auswirken.

Gegen das Gutachten würde ich auf jeden Fall gegenan gehen!
Gruß Nils

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Re: Motorschaden SV 650 s

#23

Beitrag von roxxity » 07.10.2008 14:59

hansfisch53 hat geschrieben: Er redet da von 2 -3 hundertstel weniger Füllraum die den Druck expotenzial steigen lassen und der Motor für diesen Überdruck nicht ausgelegt ist.
Das ist schlicht und ergreifend total falsch. Der "Exponent" von dem der Vollidiot da redet, ist 1.4, was bei 2-3 Hundersteln minimal was verändert. Legt man ne isentrope Verdichtung (Enddruck = Umgebungsdruck * Verdichtung ^ 1,4) zugrunde, hast eben statt 30.5 bar eben 30.7, also 0,2 bar mehr, das sollte n Serienmotor wohl verkraften :roll:

Bluebird


Re: Motorschaden SV 650 s

#24

Beitrag von Bluebird » 07.10.2008 16:00

Garry hat geschrieben:Motoren mit verschlissenen Kolbenringen Verdichten meist auch nicht mehr richtig.

MFG Garry
Im Fall der TRX net

Garry


Re: Motorschaden SV 650 s

#25

Beitrag von Garry » 07.10.2008 16:22

Bluebird hat geschrieben:
Garry hat geschrieben:Motoren mit verschlissenen Kolbenringen Verdichten meist auch nicht mehr richtig.

MFG Garry
Im Fall der TRX net
Weils n TRX Motor is :?:
wir sollten allerdings ein eigenes Thema aufmachen und dort weiterschreiben.

MFG Garry

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Re: Motorschaden SV 650 s

#26

Beitrag von nille » 07.10.2008 22:05

Bluebird hat geschrieben: Im Fall der TRX net
Garry hat geschrieben: Weils n TRX Motor is :?:
wir sollten allerdings ein eigenes Thema aufmachen und dort weiterschreiben.

MFG Garry
Hehe (erledigt), für euch beiden geht's HIER weiter :D
Gruß Nils

WilheLM TL


Re: Motorschaden SV 650 s

#27

Beitrag von WilheLM TL » 08.10.2008 21:42

Nur zu meinem Verständnis:
wird hier davon ausgegangen dass sich die Karre selbst ohne äußeren Eingriff runtergeschaltet und dann zu Tode gedreht hat?
Sollte so etwas nicht auch sichtbare Spuren am Ventiltrieb und den Kolbenböden hinterlassen haben?

Ugly


Re: Motorschaden SV 650 s

#28

Beitrag von Ugly » 08.10.2008 22:57

Ich habe selbst Fahrzeugmotorentechnik während meines Studiums gehört. Und kann mich eigentlich nur wegschmeißen bei dieser These. Schreib den Fall doch mal an eine große deutsche Motorradzeitschrift. Ich würde die MO empfehlen, wenn die solche abstrusen Behauptungen mal veröffentlichen freut sich Suzuki bestimmt 8O

Offtopic:
Meines Freundin ist diese Woche mit ihrem Mazda 2 ausgerollt weil der Motor übergekocht ist. Diagnose von ATU: 600€ Kopfdichtung defekt. Ich hab der Sache nicht getraut und das Fahrzeug in eine Vertragswerkstatt schleppen lassen. Im Endeffekt war ein Widerstand des Kühlerlüfters durch gebrannt 3,50€ :roll:

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Re: Motorschaden SV 650 s

#29

Beitrag von B-JT** » 11.10.2008 10:30

Moin,

nur so eine Idee:

Schicke das Gutachten / Auszug davon der Deutschlandvertretung von K&N zu mit Bitte um Gegengutachten / Stellungnahme.

Vielleicht gelingt es Dir so ohne Probleme das sich die "Fachleute" untereinander zerfleischen.

Für K&N wäre es fatal, wenn solch ein "Gutachten" deren Umsätze schmälert, da hierdurch potentielle Käufer abgeschreckt werden könnten.

Bye

Jürgen
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Re: Motorschaden SV 650 s

#30

Beitrag von B-JT** » 11.10.2008 11:09

hansfisch53 hat geschrieben:...Hab die Maschine 2 Wochen vor dem Unfall beim Fachhändler gebraucht gekauft mit 13tkm, vor der Übergabe wurde ein Kundendienst gemacht....
...er vermutete, dass die Schaltgabel vom 5. u. 6. Gang gebrochen sei vermutlich wegen Überlastung...

Wow,

das mit der Schaltgabel kann aber daher kommen das die Belastung für die Schaltgabel zu gross wurde durch dem plötzlichen Stillstand des Motors wegen dem Pleuelbruch. Denn das Bike fuhr ja nach und versuchte den Motor durchzudrehen (erfolglos, sonst hätte des Hinterrad nicht blockiert).
Mir ist noch kein Fall bekannt bei dem ein Pleuel abriss nur weil der Motor plötzlich blockiert wurde ausser es befand sich etwas zwischen Kolbenhemd/boden und Kurbelwange. Diese würde aber deutlichen Eindrücke am Kolben und Kurbelwellenwange hinterlassen.

Bei dem von 2. Gutachter festgestellten/vermuteten Überlastung der Schaltgabel durch Schalten ohne Kupplung müsste es zu erheblichen Verschleisserscheinungen an der Reibfläche der Schaltgabel/Zahnradführungsfläche kommen und an den Zapfen der Zahnräder die den Kraftschluss herstellen.

Bye

Jürgen
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