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Motorradgetriebe

Verfasst: 01.06.2020 19:31
von SVrider 2017
Hallo zusammen,

ich hätte da mal eine Frage die jetzt nicht unbedingt hier rein passt, aber ich dachte ich stell sie trotzdem mal :)
Im Motorrad ist ja ein sequenzielles Getriebe verbaut. Wieso wird diese Art von Getriebe nicht in Serienautos verbaut? Liegt das nur daran, dass man die Gänge im Stand teilweise schlecht schalten kann oder ist ein sequenzielles Getriebe anfälliger für Verschleiß?

Danke fürs Antworten :D

Gruß Lukas

Re: Motorradgetriebe

Verfasst: 01.06.2020 19:53
von Marc
Ich hätte jetzt behauptet, die klassische H-Schaltung am PKW ist einfach billiger, und die Leute sind daran gewöhnt.

Re: Motorradgetriebe

Verfasst: 01.06.2020 20:02
von Pat SP-1
Zum Verschleiß kann ich nichts sagen. Aber Mopedgetriebe sind ja nicht nur sequentiell sondern auch unsynchronisiert. Bei Autos gibt es das eigentlich nur bei Renn-/Rallyewagen. Die Gänge lassen sich ja nicht nur im Stand schlecht schalten sondern auch wenn vorher keine große Last anliegt. Mopeds mögen es ja gar nicht, wenn Du mit konstantem Tempo dahinrollst und Dich dann entscheidest, hoch zu schalten. Dass man ein Renngetriebe mit untertourigem Fahren (viel Drehmoment bei wenig Drehzahl) kaputt macht, habe ich auch schon gelesen.
Insofern ist das synchronisierte Autogetriebe für den normalen Alltag schon praktischer. Fürs Moped ist es wahrscheinlich zu groß und zu schwer.

Re: Motorradgetriebe

Verfasst: 01.06.2020 20:23
von SVrider 2017
Pat SP-1 hat geschrieben:
01.06.2020 20:02
Zum Verschleiß kann ich nichts sagen. Aber Mopedgetriebe sind ja nicht nur sequentiell sondern auch unsynchronisiert. Bei Autos gibt es das eigentlich nur bei Renn-/Rallyewagen. Die Gänge lassen sich ja nicht nur im Stand schlecht schalten sondern auch wenn vorher keine große Last anliegt. Mopeds mögen es ja gar nicht, wenn Du mit konstantem Tempo dahinrollst und Dich dann entscheidest, hoch zu schalten. Dass man ein Renngetriebe mit untertourigem Fahren (viel Drehmoment bei wenig Drehzahl) kaputt macht, habe ich auch schon gelesen.
Insofern ist das synchronisierte Autogetriebe für den normalen Alltag schon praktischer. Fürs Moped ist es wahrscheinlich zu groß und zu schwer.
Ich hatte noch nie Probleme bei wenig Drehzahl und wenig Last meine SV zu schalten. Solang sich das Hinterrrad dreht seh ich da auch kein Problem, dass der Gang schlechter reingeht (natürlich nur wenn man mit Kupplung schaltet)

Re: Motorradgetriebe

Verfasst: 01.06.2020 20:31
von Pat SP-1
Dann nimm mal ein Moped mit mehr Schwungmasse und mehr Drehmoment. Bei meiner SP knackt es ziemlich, wenn ich bei minimaler Last und konstanter Geschwindigkeit schalte obwohl das Getriebe bei artgerechter Behandlung deutlich sanfter schaltet als das der SV. Von Boxer-BMWs mal ganz zu schweigen...
Wenn Du dann bei 3l Hubraum und viel Schwungmasse bist, will ich das lieber gar nicht wissen.

Re: Motorradgetriebe

Verfasst: 01.06.2020 20:33
von SVrider 2017
Pat SP-1 hat geschrieben:
01.06.2020 20:31
Dann nimm mal ein Moped mit mehr Schwungmasse und mehr Drehmoment. Bei meiner SP knackt es ziemlich, wenn ich bei minimaler Last und konstanter Geschwindigkeit schalte obwohl das Getriebe bei artgerechter Behandlung deutlich sanfter schaltet als das der SV. Von Boxer-BMWs mal ganz zu schweigen...
Wenn Du dann bei 3l Hubraum und viel Schwungmasse bist, will ich das lieber gar nicht wissen.
Achso du meinst jetzt nur das Geräusch, wenn der Gang einrastet. Also wie beim Einlegen vom ersten Gang z.B.?

Re: Motorradgetriebe

Verfasst: 01.06.2020 20:45
von Pat SP-1
Ja, ich meinte das Geräusch aber auch den Ruck, der durch die Karre geht.
Allerdings ist mir ein Fehler in meiner Überlegung aufgefallen: wahrscheinlich ist nicht die Schwungmasse des Motors entscheidend sondern eher die Masse der Getriebebauteile, die natürlich mit dem zu verkraftenden Drehmoment zu tun hat. Und die 100-120 Nm einer 1000er sind halt lächerlich wenig im Vergleich zu einem ordentlichen Automotor.

Re: Motorradgetriebe

Verfasst: 01.06.2020 21:45
von SVrider 2017
Pat SP-1 hat geschrieben:
01.06.2020 20:45
Ja, ich meinte das Geräusch aber auch den Ruck, der durch die Karre geht.
Allerdings ist mir ein Fehler in meiner Überlegung aufgefallen: wahrscheinlich ist nicht die Schwungmasse des Motors entscheidend sondern eher die Masse der Getriebebauteile, die natürlich mit dem zu verkraftenden Drehmoment zu tun hat. Und die 100-120 Nm einer 1000er sind halt lächerlich wenig im Vergleich zu einem ordentlichen Automotor.
Dann bin ich jetzt wieder etwas schlauer :D

Re: Motorradgetriebe

Verfasst: 02.06.2020 8:06
von Trobiker64
Bei Autogetrieben ist man flexibler, da man Gänge überspringen kann, zudem benötigt man einen Rückwärtsgang. Von daher sind die Anforderungen anders und dementsprechend auch die Konstruktion.

Re: Motorradgetriebe

Verfasst: 02.06.2020 8:23
von Pat SP-1
Trobiker64 hat geschrieben:
02.06.2020 8:06
Bei Autogetrieben ist man flexibler, da man Gänge überspringen kann,
Es sei denn, man hat ein Doppelkupplungsgetriebe. :wink:
Aber gerade das Überspringen von Gängen ist ja im normalen Straßenverkehr tatsächlich ganz nützlich (z.B. 2 Gänge vorm Überholen runter und dann danach gleich 3 Gänge hoch).

Re: Motorradgetriebe

Verfasst: 02.06.2020 13:33
von Thorsten_Köhler
Der Rückwärtsgang ließe sich auch sequentiell realisieren.
Nachdem man im Leerlauf angekommen ist, drückt man ein Knöpfchen und kann den Rückwärtsgang einlegen.
Aber was habe ich den nvon der größeneren Flexibilität der H-Kulisse?
Über die Schaltwippe oder den Schalthebel sind die Gänge auch fix gewechselt.
Und wer nicht vom 1. in den 6. schalten will, ist mit der H-Kulisse bestimmt nicht schneller als per Wippe.

Re: Motorradgetriebe

Verfasst: 02.06.2020 15:34
von Kolbenrückholfeder