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Leichter Rost im Tank was nun???

Verfasst: 02.04.2007 18:29
von Mutombo
Ich habe bischen spät :( aber letztendlich doch Rost im Tank entdeckt, ist zwar nicht so viel aber was kann bzw. soll ich jetzt machen???

MfG

Verfasst: 02.04.2007 20:31
von Dieter
viewtopic.php?t=39061

In dem Thread sind die Möglichkeiten des entrostens beschrieben, wenns nur minimal ist würd ichs lassen. Wenns angerostet ist nur entrosten, und wenns richtig heftig (kurz vorm durchrosten) ist von innen beschichten. Evtl. mal mit leerem Tank zu jemanden mit Endoskop fahren und den Tank von innen begutachten/lassen...

Gruß Dieter

Verfasst: 02.04.2007 20:41
von Black_Rider
Es ist nicht zu spät. Solang er nicht durchgerostet ist :lol:
Da ich Hobbyrestaurator bin, kann ich dir jetzt mal was runterleiern:

Zuerst sollte der Tank abgebaut werden, dann kann man anfangen:

- Sämtliche kleinen Anschlussöffnungen mit Gummipfropfen verschließen
- Zum entfernen von Rost und sonstigen Ablagerungen IM Tank kann man zB. Trovalliersteine benutzen oder auch andere keramische abrassive Stoffe.
- Den Tank mit Motorreiniger und danach heißem Wasser gründlich ausspülen.

Nun gibt es verschiedene Produkte. Ich nenn einfach ma eines: Fertan Rostumwandler. Der is in der Scene auch sehr bekannt.
- Fertan Rostumwandler- "gegen Rost" in den Tank geben und längere Zeit gut verteilen. Wie lange etc. steht alles drauf.
"Ammon Entfetter" ist ein Pulver, das in heißem Wasser aufgelöst wird. Der Tank wird bis zum Rand damit aufgefüllt. Aufpassen, dass der Lack außen nichts abbekommt, am Besten vollständig abkleben. Mit einem Tauchsieder wird die Brühe auf ca. 65° gehalten.
Jetzt sollte der Tank Rost- und fettfrei sein. Sobald er auch trocken ist kann man versiegeln. Dazu eignet sich zum Beispiel "Fertan Tapox". Dieses Mittel wird aus zwei Komponenten angemischt, das kleinste Gebinde langt für ... na ich schätz mal 2-3 Tanks.
Ein anderes Mittel zum versiegeln ist "Ammon Kreem rot", welches ebenfalls auf Zweikomponentenbasis aufbaut.


Man braucht nicht sehr viel handwerkliches Geschick um en Tank nach dieser Methode wieder fit zu machen. Etwas Sorgfalt ist aber angebracht.


MfG
B_R

Verfasst: 03.04.2007 18:36
von Mutombo
Danke für die detailierte Auskunft, ich lass das ausmaß mal von einem fachmann begutachten und dann muss ich selbst intiative ergreifen :D
Wenn es nur bischen ist muß ich mir da wirklich keine sorgen machen???

Verfasst: 03.04.2007 20:09
von Black_Rider
Nein. Selbst übern Winter sollte das nicht so viel gefressen haben. Wenn Bedenken bestehen halt nochmal Rostumwandler durchjagen.
Rost im Tank kommt meist von mangelnder Füllung über längere Zeit. Kondenswasser bildet sich und verursacht die Korrossion, der agressive Bleifreie Sprit gibt sein Übriges dazu.
Ein Blick durchs Endoskop gibt Klarheit.

Verfasst: 03.04.2007 23:27
von Radetzky
nun eine ganz blöde Frage... wie sehe ich Rost IM Tank ohne gleich dem Chirurgen was zu fladern??
Ich halt meinen Zinkn ned freiwillig in des dunkle Loch eine und von außen sieht ma ja nur die Schräge wo das Benzin draufprasselt. Seitenteile oder Boden - negativ, die restlichen 90% vom Tank bleiben verborgen.
Also wie kann man da gscheid halbwegs früh was erkennen?
Nanona, wenns leckt is scho z'spät! :wink:

mfg
Radetzky

Verfasst: 04.04.2007 14:29
von Black_Rider
Ohne Endoskop hat man da schlechte Changsen bei modernen Motorradtanks. Ein kleiner Spiegel an ner Flexwelle hilft auch manchmal weiter.

Verfasst: 10.04.2007 12:02
von Mutombo
Ok danke euch, dann bin ich ja beruhigt!

MfG

Entrosten

Verfasst: 11.04.2007 23:07
von el capitan
In grauer Vorzeit (als Katalysatoren und Motorräder noch keine Gemeinsamkeiten hatten) wurde mir mal empfohlen, den trockenen und leeren Tank mit einigen Händen voll Bleischrot zu füllen und dann kräftig zu schütteln - das trägt einerseits die Rostpartikel von den Innenseiten ab und versiegelt die rauhen Stellen mit einer dünnen Bleischicht.
Ist wohl bei einem Kat-Moped nicht mehr so ein toller Tip, oder?