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Verschleiß der Antriebskette

Verfasst: 29.05.2010 14:31
von Femi
Tag!

Habe vor nicht ganz 10.000km meine Antriebskette ersetzt.

Die Alte wurde erneuert, da die Rollen der Kette stark riefig waren, es standen quasi kleine Späne ab. Die Rollen haben dabei so sehr am Schwingenschleifer gerieben, dass dieser ganz aufgeraut war (als hätte man mit einem kleinen Schraubendreher darin herumgestochen). Die Kette wurde aber immer gewissenhaft und pfleglich behandelt. Dachte damals es liegt an schlechtem Material, günstiger DID Kette.

Die neue Kette, eine recht teure von Enuma, zusammen mit dem Stealth-Kettenblatt fängt nach der recht kurzen Laufleistung nun auch wieder an das gleiche Symptom aufzuweisen. Auch jetzt sind die Kettenrollen wieder leicht aufgeraut und riefig. Verwende nun ein ganz anderes Schmiermittel, Polo Drylube. Mit dem alten Satz war es noch herkömmliches Kettenfett.

Hat einer das gleiche Problem und weiß woher es kommt?

Werd bald möglichst mal Bilder machen, dann wird vll. deutlicher was ich meine.

Danke!

Re: Verschleiß der Antriebskette

Verfasst: 29.05.2010 14:38
von felix2k6
kette zu straff? ritzel mitgewechselt?

Re: Verschleiß der Antriebskette

Verfasst: 29.05.2010 15:04
von Femi
Nachdem mir die erste Antriebskette gerissen ist... hab ich immer ganz penibel darauf geachtet, dass der Kettendurchhang optimal eingestellt und die Kette nie zu straff läuft.
Ritzel ist natürlich auch ausgetauscht worden.

Re: Verschleiß der Antriebskette

Verfasst: 29.05.2010 16:01
von felix2k6
Femi hat geschrieben:Nachdem mir die erste Antriebskette gerissen ist... hab ich immer ganz penibel darauf geachtet, dass der Kettendurchhang optimal eingestellt und die Kette nie zu straff läuft.
Ritzel ist natürlich auch ausgetauscht worden.
was isn für dich optimal? optimal IST 3-4cm durchhang MIT fahrergewicht

Re: Verschleiß der Antriebskette

Verfasst: 29.05.2010 16:26
von Femi
Optimaler als es irgendwie sonst geht.
Ich habe die an der Schwinge mit einem Bolzen verschraubten Umlenkknochen demontiert und die dadurch frei drehbare Schwinge ungefähr auf den maximalen Einfederweg, Rad recht nah am Innenkotflügel, gedreht. Die Kette habe ich dann so sehr gespannt, dass sie in dieser Stellung noch ganz leichtes Spiel, bzw. minimalen Durchhang, hat.

Re: Verschleiß der Antriebskette

Verfasst: 29.05.2010 16:52
von utzibbg
Fluchten tut sie auch, nehm ich an?
Daß eine Kette Riefen bekommt und Materialspäne anfallen hatte ich erlichgesagt noch nie. Bin auch schon mal mit trockener Kette gefahren - da waren die Rollen aber eher poliert und haben geglänzt.
Fühlt sich die Kette auch rauh an? Wenn man mit den Finger die Rollen dreht, spürt man die Riefen und Späne?
Wird die Kette mehr als handwarm im Fahrbetrieb? Sie sollte nie wärmer werden, als daß man die Hand dran lassen kann.
Läuft sie leicht - auch von Hand? Macht sie besondere Geräusche?
Kann mir eigentlich nur noch einen Kettenversatz vorstellen...?

Re: Verschleiß der Antriebskette

Verfasst: 29.05.2010 17:12
von Femi
Kettenflucht ist mit Kettefluchtlaser eingestellt und durch Probefahrt überprüft.
Wenn man die Hände vom Lenker nimmt merkt man beim Fahren auch eine kleine Schrägstellung des Hinterrads schnell indem das Motorrad leicht in eine Richtung zieht.
Außerdem sieht man am, auf den Kettenrollen befindlichen, Schmiermittel ob die Kettenrollen Plan auf dem Kettenblatt aufliegen oder nicht. Liegen sie nicht plan auf, dann bildet sich einseitig auf den Rollen ein dunklerer Schmierfilmrand.

Also auch mit der Kettenflucht hab ich mich eingehend auseinandergesetzt...

Wie warm die Kette wird hab ich noch nicht überprüft. Aber sonst passt auch alles. Sie läuft absolut geräuscharm, ohne erhöhten Widerstand...
Hatte vll. für eine Distanz von 100-200km etwas zu wenig Schmierstoff an der Kette, daran dürfte es aber auch nicht liegen, wie du eben schon beschrieben hast.

Die Riefen kann man deutlich sehen und natürlich auch mit dem Fingernagel gut ertasten.
Wobei es momantan noch harmlos ist im Vergleich zur vorigen Kette. Die hätte ich zur Dokumentation mal besser aufgehoben.

Möchte diesen Prozess gern zukünftig möglichst unterbinden...

Bin schon etwas ratlos.

Re: Verschleiß der Antriebskette

Verfasst: 29.05.2010 18:28
von Piet
Schmiermittel an der Kette ist nicht so wichtig eher in der Kette
lassen sich die Tonnen noch drehen die die Riefen haben ?

wenn sie sich nicht drehen lassen dann ist wohl das Fett raus, die Tonne dreht sich nicht mehr und wird auf dem Kettenrad nicht abgerollt daher die Riefen.

Und das passiert nur, wenn die O-Ringe entweder mit einem Hochdruckreiniger in kontakt kamen, die Kette zu heiß wurde oder die Dichtringe durch falsches Pflegemittel zerstört wurden.

Re: Verschleiß der Antriebskette

Verfasst: 29.05.2010 22:16
von Femi
Nö, die drehen alle völlig frei.

Und wie schon beschrieben bin ich immer pfleglich mit der Kette umgegangen. Die Fettfüllung und Dichtringe dürften noch in gutem Zustand sein. Ich bin auch nie mit falschen Mitteln oder dem Hochdruckreiniger drangewesen.

:?

Re: Verschleiß der Antriebskette

Verfasst: 30.05.2010 20:25
von nille
Ist nur Theorie, aber meiner Meinung nach können die Riefen nur entstehen,
wenn die Kette während der Fahrt zu locker ist, schwingt und nicht sauber in die Zähne des
Kettenrades einläuft. Soll heißen, die Rollen der Kette schlagen gegen die "Zahnspitzen".

Re: Verschleiß der Antriebskette

Verfasst: 30.05.2010 20:36
von Chrissiboy
Beim Kauf auf Teilung der Kette, Ritzel und Kettenblatt geachtet? Weiss nicht wie gross da die Unterschiede sein koennen... :|

Re: Verschleiß der Antriebskette

Verfasst: 30.05.2010 21:45
von utzibbg
Wenn die Teilung nicht passt, dann läuft sie aber nicht leicht und geräuscharm, sondern hakt und rasselt wie die Sau.
Das ist wohl bisher ein einzigartiges Phänomen.
Schon mal einen professionellen Schrauber gefragt?

Re: Verschleiß der Antriebskette

Verfasst: 30.05.2010 23:08
von loki_0815
mach mal ein bild und setze es rein ... von der kette, kettenrad. von nahem und von einem stück entfernt. aber bitte keine verschwommenen bilder !

Re: Verschleiß der Antriebskette

Verfasst: 31.05.2010 13:26
von Femi
@nille,
danke, das könnte mich vll. weiterbringen!

Werde mir die Spitzen der Zahnräder mal ganz genau anschauen und die Kettenspannung vll. doch nochmal anpassen.
Wobei ich, wie bereits beschrieben, am Maximum sein dürfte. Fühlt sich auch nicht zu locker an. Werd die Prozedur mit dem Lösen der Umlenkknochen etc. nochmal wiederholen und schaun ob ich noch etwas stärker spannen kann ohne Gefahr zu laufen, dass es voll eingefedert zu wenig Spiel gibt.

Außerdem besorg ich mir die Tage mal die HKS Schmiere. Vll. hilft die ja auch etwas.

@utzibbg,

bin selbst vom Fach -Zweirad-/Kfz-Mechaniker und momentan Fahrzeugtechnik Student-. Allerdings hab ich bei einer BMW Werkstatt gelernt... Da ist ein Kettenantrieb eher selten :D. Wobei ich natürlich auch privat reichlich Erfahrungen gemacht habe.


Werd die Tage mal genau nachsehen und Bilder machen.


Hab übrigens ein GSXR-Federbein.
Könnte mir noch vorstellen, dass der Weg zwischen voll eingefedertem und komplett ausgefedertem Hinterrad evtl. zu groß ist, wodurch die Kette Zwangsweise zu stark durchängt.
Dürfte aber wohl die Runde gemacht haben, wenn es da Probleme gäbe.

Re: Verschleiß der Antriebskette

Verfasst: 31.05.2010 17:25
von x-stars
Wie oft kommts denn vor, dass dein Federbein komplett eingefedert ist/der Abstand Kettenrad/Ritzel maximal ist, wie du es durch dein Umlenknochen demontieren-Ketteeinstellen-Umlenkknochen wieder montieren erreichen willst? Mal versucht normal nach Suzukivorgabe mit normal Belasten plus 3-4cm Spiel oder wie die genaue Vorgabe da war einzustellen?