Welche Züge für die Kante


Wie mach ich und wo bekomme ich was? Was ist gut und günstig?
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Kolbenrückholfeder
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Re: Welche Züge für die Kante

#16

Beitrag von Kolbenrückholfeder » 10.05.2015 8:37

thomfred hat geschrieben:...Aber eine Rastenanlage kostet viel Geld. Da gibt es noch ein Gelenkkit von LSL, dass man in 2 cm Schritten im Kreis verstellen kann. Ob das viel bringt...?
Wie hast Du das Problem gelöst?
Werden die Rasten weiter nach hinten gestellt bekommst du mehr Spannung in den Körper, das Becken kippt nach vorne. U.U. werden dann die Fußspitzen in den Kurven durch den Asphalt matretiert, also müssen die Rasten gleichzeitig noch nach oben, das bringt noch etwas mehr Spannung in den Oberkörper. Ich nenne das dann Attackehaltung so wie bei vielen Fightern gewünscht. Der Breite Lenker dient dann zur Abstützung, das kann im Einzelfall durchaus helfen um den Rücken gerade zu bekommen.
Wandern die Rasten weiter nach vorne, ist keine Spannung mehr vorhanden, das Becken dreht nach hinten und es zeigt sich der Rundrücken :mist: .
Man muss für die eigenen Bedürfnisse die optimale Haltung finden und ungefähr wissen wo das eigentliche Problem ergonomisch liegt.

Meine Lösung:
Bei den Fußrasten spürst du jeden halben Zentimer der verstellt wird. Ich habe an dieser Stelle bisher nichts geändert, da für mich nicht unbedingt notwendig, werde ich jedoch testen.
Mein Sitz ist etwa 1cm höher und härter als der Originale. Der Kniewinkel wird etwas flacher. :top:

Damit ich nicht nach vorne falle (mich stärker auf den Händen abstütze) wurde die 25mm Lenkererhöhung eingebaut. Der origjnale N-Lenker ist bisher geblieben.
Ich bin der Meinung das ein breiter Lenker jenseits von maximal 730mm ohne eine deutlich höher Kröpfung erst einmal nichts bringt an der 650er außer mehr Unruhe in die Fuhre. Das Argument des besseren Handhabbarkeit ist bei einer N ohne Verkleidung ein wenig zweifelhaft. Wenn z.B. ein breiter SBK-Lenker zusammen mit einer Heckhöherlegung verwendet wird ist das bei der 650er mit einem 60er Vorderreifen schon grenzwertig was die Trefferquote des Zielkorridors vor der Ecke und die Stabilität in der Kurve angeht. Die Handlichkeit sollte immer über das Fahrwerk eingestellt werden, nie über einen Lenker.
Meine Bekleidung: Textil.

Durch den 70 Querschnitt auf dem Vorderrad steht das Fahrzeug vorne um etwa 1,2 cm höher und die Agilität ist dahin.
Also muss vorne durchgesteckt (geht bei mir nicht) oder die Höhe hinten nachgeführt werden (+1,2cm) um eine gute Hanhabbarkeit (+0,5cm) zu gewährleisten.

Diese Änderungen kommen mir entgegen, ich sitze etwas gerader auf dem Moped vor allem des Sitzes wegen und habe die Hände entlastet.
Der Lastanteil auf dem Vorderrad ist so noch ausreichend (hoffe ich).
Rechnet man die Maße zusammen, könnte die Lenkererhöhung noch etwas größer ausfallen, denn so bin ich fast wieder bei der Originalgeometrie Sitz - Lenker.
Die Ursprüngliche Rechnung wurde mit einem 60er Querschnitt gemacht, der 70er Road4 bringt jedoch bezüglich Dämpfung so viel, das ein weiterer Umbau für mich im Moment nicht notwendig ist. Ob ich mich an das Fahrverhalten des 70er gewöhne wird sich zeigen.

Ein Gasgriff mit etwas kürzerem Hub wurde ebenfalls verbaut.

Viele kleine Änderungen haben zu einem für mich recht ordentlichen Gesamtergebnis geführt.
Ein positiver Nebeneffekt ist der etwas höhere Schwerpunkt, ein Tick weniger Schräglage ist notwendig. :) sv
Linke Hand zum Gruß.
Koichi Shimada † 11.02.2016

thomfred
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Re: Welche Züge für die Kante

#17

Beitrag von thomfred » 11.05.2015 19:21

Komme gerade von der Probefahrt mit der neuen Ducati Scrambler und beim Umstieg auf die SV dachte ich sofort, dass der Kniewinkel zu spitz ist für eine entspannte Sitzhaltung.
Die Lucas Adapter sehen gut aus. Was kosten die und was ist mit Schalt-/Bremsfußhebel?
Muss da was angepasst werden?

thomfred
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Re: Welche Züge für die Kante

#18

Beitrag von thomfred » 11.05.2015 19:44

@kolbenrückholfeder : Um Fahrdynamik, Fahrwerksgeometrie etc. geht es mir nicht mehr. Hatte jahrelang eine Honda Fireblade und bin mit dem Thema, möglichst schnell und tief durch eine Kurve zu kommen, durch.
Mein Ziel ist es, bei möglichst bequemer Position entspannt durch die Gegend zu fahren.
Bin auch zu 90 Prozent in der Stadt unterwegs (leider)...

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Kolbenrückholfeder
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Re: Welche Züge für die Kante

#19

Beitrag von Kolbenrückholfeder » 12.05.2015 9:50

thomfred hat geschrieben:Komme gerade von der Probefahrt mit der neuen Ducati Scrambler und beim Umstieg auf die SV dachte ich sofort, dass der Kniewinkel zu spitz ist für eine entspannte Sitzhaltung.
Die Scrambler sieht mir von der Ergonomie her wie ein klassisches Bike aus. Hier wird nicht zwangsläufig alles auf die Vorderradachse verschoben was irgendwie geht. Die Sitzhaltung fühlt sich wahrscheinlich ähnlich an wie auf einer GS.

[OT]Die 821 dagegen zielt eher in diese Richtung, obwohl ich beim Probesitzen den Eindruck hatte auf einem Altherrenmotorrad zu sitzen was den Kniewinkel angeht. Das ist sehr eigen gestaltet, weiter Kniewinkel mit leicht nach vorne gekipptem Becken um den Oberkörper in diese Richtung zu bekommen. [/OT]

Eine Maßnahme für dich wäre sicher ein anderer Sitz, bzw. eine Aufpolsterung. Damit wird der Kniewinkel (wie bei mir) schon etwas weiter.
thomfred hat geschrieben:Die Lucas Adapter sehen gut aus. Was kosten die und was ist mit Schalt-/Bremsfußhebel?
Muss da was angepasst werden?
Wenn du die Lochplatten meinst: Zumindest die Schaltstange muss verlängert werden wenn die Rasten weiter nach hinten wandern.
Auf der rechten Seite kann es sein, dass es Probleme mit der Bremspumpe bei einigen Lochvarianten gibt. Die Letze Reihe scheint auf jeden Fall zu funktionieren.

Dazu können die Mädels/Jungs die die Teile fahren sicher mehr sagen.

Um weiter nach unten mit den Füßen zu kommen würden auch die außermittig drehbaren Fußrasten funktionieren. Bei normal großen Füßen allerdings nur in zwei Stellungen, entweder oben oder unten.
thomfred hat geschrieben:@kolbenrückholfeder : Um Fahrdynamik, Fahrwerksgeometrie etc. geht es mir nicht mehr. Hatte jahrelang eine Honda Fireblade und bin mit dem Thema, möglichst schnell und tief durch eine Kurve zu kommen, durch.
Mein Ziel ist es, bei möglichst bequemer Position entspannt durch die Gegend zu fahren.
Bin auch zu 90 Prozent in der Stadt unterwegs (leider)...
Mit so einer landstraßentauglichen bequemen Konfiguration kann man keine Rennen gewinnen (ich sowieso nicht mehr), das ist eine andere Spielklasse. Jedoch flott daher kommen geht schon.
Linke Hand zum Gruß.
Koichi Shimada † 11.02.2016

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