Gleichzeitig bremsen und runterschalten


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Michael


Gleichzeitig bremsen und runterschalten

#1

Beitrag von Michael » 20.01.2003 21:37

Soll heißen: Vorderradbremse ziehen und gezogen lassen und dabei folgendes nacheinander tun:
- auskuppeln
- runterschalten
- Drehzahl durch kurzes Gasgeben anpassen und einkuppeln

Ich habe heute damit angefangen, das zu üben. Hat noch nicht so ganz gut geklappt.

Daher möchte ich das auch "trocken" üben. Also mit ausgeschalteter Zündung bremsen und gleichzeitig kurz Gas geben. Das ganze dann so 50 mal wiederholen innerhalb von ungefähr 5 Minuten.

Meine Fragen: Dieses Trockentraining kann der SV doch nicht schaden, oder? Ich nehme an, dabei wird kein Benzin transportiert. Oder kann sich dabei irgendwo zuviel Benzin ansammeln (Vergaser, Zylinder)?

Was wäre, wenn die Zündung zwar eingeschaltet ist aber der Motor nicht läuft? Kann man dann auch oft am Gasgriff drehen, ohne dass es dem Mopped schadet? Ich erinnere mich, dass früher in der Anleitung von einem alten Auto von mir stand, dass es im Winter beim Starten helfen kann, vorher zu "pumpen". Also Gaspedal paarmal treten, ohne dass der Motor läuft. Also wird zumindest unter einer bestimmten Voraussetzung wohl doch Benzin transportiert.
Zuletzt geändert von Michael am 20.01.2003 21:46, insgesamt 1-mal geändert.

Ricci


#2

Beitrag von Ricci » 20.01.2003 21:43

Du Bremst nicht mit 2 Fingern oder? Sonst versteh ich das Problem nicht wirklich.

dee
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#3

Beitrag von dee » 20.01.2003 21:48

vorweg: du kannst am stehenden motor am gas ziehen soviel du willst - wir haben keine flachschieber mit beschleunigerpumpe oder sowas - also wird kein sprit transportiert ...

zum bremsen und zwischengas geben: hab ich früher immer gemacht - mit der sv hab ich mir das abgewöhnt - fand das peinlich, das ewige nicken durchs ungewollte bremse-aufmachen beim zwischengasgeben ... :oops: - ist halt feinfühliger als die alte "gummibremse" an der gsx ...

was ich als alternative mache: einfach schneller runterschalten und die drehzahl unten halten (also bremsen bis drehzahl weiter unten ist und dann KlockKlock ..) - ist auch weniger gefährlich bezüglich hinterradstempeln. wenns nur ein gang ist, ists eh egal - da schaff ich das zwischengasen schon noch ....

Dee

Martin650


#4

Beitrag von Martin650 » 20.01.2003 21:50

Üb doch aufm Fahrrad :lol:

Michael


#5

Beitrag von Michael » 20.01.2003 21:51

Ricci hat geschrieben:Du Bremst nicht mit 2 Fingern oder? Sonst versteh ich das Problem nicht wirklich.
Als ich es heute geübt habe, habe ich nur mit zwei Fingern gebremst. Sonst bremse ich aber meistens mit mehreren Fingern (mit 4, glaube ich). Ist schon klar, dass gleichzeitiges Bremsen und Runterschalten besser klappt, wenn man nur mit zwei Fingern bremst. Deswegen über ich das jetzt auch, auch wenn ich nicht gleichzeitig runterschalte.

peter_s


#6

Beitrag von peter_s » 20.01.2003 22:00

Hallo Michel!

Würde dir auf jeden Fall empfehlen, mit 2 Fingern zu bremsen und zu kuppeln. Vorteil: Man kann sich auch beim Betätigen von Brems-/Kupplungshebel gut festhalten und bei der Bremse nebenbei auch noch in gewissem Maße das Gas bedienen. Außerdem sind für die Bemse nicht mehr als 2 Finger notwendig, weil du so schon auf jeden Fall genug Kraft aufbringen kannst. Weiterer Vorteil: solltest du während dem Bremsen plötzlich einem Hindernis nur noch durch lösen der Bremse und Gas geben ausweichenkönnen, so gelingt dies mit nur 2 Fingern auf der Bremse schneller.

mfg, Peter

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#7

Beitrag von SV29 » 21.01.2003 0:56

Ich hatte schon mal fast Probs, weil ich gerade nur zwei Finger an der Bremse hatte, hatte etwas weit innen gegriffen,...
-----------------

peter_s


#8

Beitrag von peter_s » 21.01.2003 0:58

Na gut, okay. Das sollte halt nicht passieren...

Da musst du aber schon seehr weit innen gegriffen haben, weil von diesem Problem kann ich nicht berichten.

mfg, Peter

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#9

Beitrag von SV29 » 21.01.2003 1:02

hm, innen halt, ich habs mal verglichen, mit 3 oder 4 Fingern geht es besser. hm, gucken ist natürlich viel besser. Was ich machen werde weiß ich noch nicht. Es gibt halt Situationen, wo ich lieber beide in der Hand habe.

schaumama
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#10

Beitrag von zadde » 23.01.2003 18:17

Also ich hab mir das mit dem "Zwischengas" schon länger angewöhnt, da meine alte Guzzi ziemlich viel Schwungmasse hat, würde es beim runterschlten aus Drehzahlen über 3000 U/min einfach ein schöne Vollbremsung hinten geben. Bei der SV habe ich das beibehalten, da es meiner Meinung nach auch hilft das Material zu schonen, da die harten Lastwechselschläge deutlich abgemildert werden, speziell aus höheren Drehzahlen wie man sie gerne beim Pässefahren verwendet (und da ist man je nach Pass ordentlich am bremsen und schalten). Zum Bremsen nehme ich die ganze Hand und nur der Daumen ist in Verbindung mit der Handfläche noch am Gasgriff (bei der SV gehts ja im Vergleich zu den 36ér Dellortos der Guzzi sehr leicht) und dann im Moment des schaltens ein kurzer Gasstoss und schon schält es sich ohne rucken und stempeln. Größere moderne Mopeds haben dafür eine sogenannte Anti Hopping Kupplung, da fängt der Kupplungsmechanismus das ab und Zwischengas ist überflüssig. Ansonsten üben, die richtige Dosierung und den richtigen Zeitpunkt finden, Kupplung und Getriebe werden es sicher danken.
Zadde
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#11

Beitrag von dee » 23.01.2003 18:37

Hi Zadde,
ich hab auch immer mit allen fingern gebremst - daumen als gegenhalt am griff (war an den sch...bremsen der 750erGSX auch nötig ..) und hatte das schon gut im gefühl;

bei der SV scheine ich dabei immer die bremse zu pumpen, wenn ich zwischengase - ist halt doch feinfühliger in der dosierung als der alte einkolben-schwimmsattel. aber ich kann mich bemühen was ich will, wenn ich einigermassen dezent bremse und zwei drei gänge runter will, nickt meine kleine immer mit ihren glupschaugen - ich kann keinen konstanten druck halten und gleichzeitig das handgelenk drehn (gaszüge sind auf minimales spiel eingestellt bei mir); wenn ich stärker bremse, gehts eh einigermassen; darum lass ichs meistens, wenn ich mich auf was anderes konzentrieren muss :).

wie gehts euch dabei?

Dee

KuNiRider


#12

Beitrag von KuNiRider » 23.01.2003 21:06

Also ich bremse meist mit 2 Fingern, allerdings etwas unorthodox mit dem Mittel und Ringfinger! Die liegen eigentlich auch immer beim Fahren am Hebel. Mit dem Gasgeben habe ich kein Prob, bin allerdings auch mit Guzzis 'groß' geworden und auch mein letztes Moped (VX800) benötigte den Gaseinsatz wenn das Hinterrad nicht pfeifen sollte. Die SV ist da eigentlich sehr unkritisch. Allerdings gebe ich kein Zwischengas, ich ziehe die Kupplung beim Bremsen, schalte dabei runter und dann wird mit genau soviel Gas eingekuppelt, dass sie weder bremst noch beschleunigt.
Wer es am Anfang noch nicht so hinbekommt nochmals der Tip: Leerlauf auf 1500 -1600 U/min hochdrehen, dann sind die Lastwechsel fast weg :wink:

Michael


#13

Beitrag von Michael » 23.01.2003 21:38

KuNiRider hat geschrieben:Allerdings gebe ich kein Zwischengas, ich ziehe die Kupplung beim Bremsen, schalte dabei runter und dann wird mit genau soviel Gas eingekuppelt, dass sie weder bremst noch beschleunigt.
Wo liegt denn da der Unterschied? Okay, in der Differenz. Aber was ist die Differenz?

Für mich ist eigentlich beides dasselbe. ;) traurig

Michael


#14

Beitrag von Michael » 23.01.2003 21:56

Achso, ich glaube, ich hab's selber rausgefunden.

Unter "Zwischengas" verstehst Du wohl einen kurzen Gasstoß während ausgekuppelt ist. Beim Einkuppeln ist der Gasdrehgriff dann aber wieder auf Null-Stellung. Richtig?

Für das andere (KuNis Vorgehen) ist dann wohl der Name "Drehzahl-Anpassung" am treffendsten.

:twisted: Nr. 666 ... hehehe

KuNiRider


#15

Beitrag von KuNiRider » 23.01.2003 22:02

Zwischengas ist etwas dass ihr junge Hüpfer gar nicht mehr kennt :?
Das war bei den unsynchronisierten Getrieben ( Alte MAN-Bundeswehr-LKW) nötig um die Geschwindigkeit der Zahnradpaare anzugleichen, damit man ohne alzuviel Zahnverlust den nächsten Gang reinbekam. Dazu wurde im Leerlauf nochmal kurz eingekupplet und Zwischengas gegeben.
Bei der SV tritt man einfach solange drauf, bis der richtige Gang drin ist, also ohne Zwischengas und erst vorm Einkuppeln passt man die Motordrehzahl der gefahrenen Geschwindigkeit an, um das Fahrwerk vor Lastwechsel zu bewahren.

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