So viel Pech geht doch echt nicht ...


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schnief


So viel Pech geht doch echt nicht ...

#1

Beitrag von schnief » 09.08.2006 17:44

Ich muss euch mal eine kleine Geschichte erzählen. Hab seit April meine SV, bin davor 1,5 Jahre kein Motorrad gefahren und wollte heute voller stolz meine entdrosselte SV abholen. Sie war auch fertig ich bekam mein TÜV bericht (oder wie sich das nennt) meinen Brief und Farhzeugschein wieder und wollte sie endlich wieder fahren. Ich bemerkte dass es anfing zu regnen, machte mir aber nichts raus, denn mein Weg nach hause war nicht weit. Nun kam ein Mechaniker und sagte mir er müsse noch eine Probefahrt machen.
Naja ich machte mir nix drauß und er fuhr los. Ich wunderte mich warum das ganze so lange dauert, dann kam der chef der motorrad werkstatt und sagte etwas von "du kannst hier noch lange warten, der hat sich grad hingelegt" ... ich machte mir in den ersten sekunden nichts drauß weil ich nicht wusste das ich gemeint war. Als ich realisiert hab, dass er mich meint und das meine Maschine ist die irgendwo aufm boden liegt dachte ich erst er will mich verarschen, aber irgendwie machte er einen ernsten eindruck. Naja es stellt sich raus, er hat das Vorderrad vor ner kurve überbremst (vermutlich) und es ist ihm weggerutscht und dann hinten links auf bzw. unters auto gerutscht. Der mechaniker hatte leichte blessuren an arm, hand und knie und mein Maschinchen sieht auch dementsprechend aus. Das Sturzpad hat weiteren schaden übrigens noch abgefangen ....

Nun meine Frage an, wenn ihr die Bilder anschaut. Was kann da noch alles kaputt sein was man nicht auf den ersten Blick sieht und was sollte ich in meinem Fall machen. Der Händler hat ne suzuki fachwerkstatt also wird der wohl alles wieder in Ordnung bringen. Wisst ihr wie das ist mit Unfallschaden etc.? Was genau ist ein unfallschaden? Schaden der wegem nem Unfall ist oder einfach Schaden an tragenden Teilen wie Rahmen, Gabel, etc. ? Ich denk da vor allem an Wiederverkauf etc. nun hab ich ja nen Unfallschaden für den ich überhaupt nichts kann....

Zu was würdet ihr mir raten?
Danke schonmal an die, die sich die Mühe machen und mein Posting durchlesen und sich die Bilder anschauen^^

http://www.flickr.com/photos/95743387@N00/?saved=1

Bitte bescheid sagen wenn das mit flickr nicht geht, ich nutze das zum ersten mal.

SVHellRider


Re: So viel Pech geht doch echt nicht ...

#2

Beitrag von SVHellRider » 09.08.2006 17:51

schnief hat geschrieben:...Zu was würdet ihr mir raten?...
Zum Anwalt gehen und dich beraten lassen :!:
Der soll dir am besten auch gleich einen unabhängigen Sachverständigen vermitteln :!:

Tauschi
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#3

Beitrag von Tauschi » 09.08.2006 18:16

So ein Schaden ist üblicherweise über die Betriebshaftpflichtversicherung der Firma abgedeckt. Falls er keine Betriebshaftpflicht hat, haftet die Firma, bzw. der Unternehmer für so einen Schaden.

Wurde der Unfall von der Polizei aufgenommen und dir eine Vorgangsnummer mitgeteilt? Hat der Unfallgegner einen Schaden (Der ist für Dich wichtig)? Wie hat denn der Werkstattbesitzer reagiert?

Wenn der Werkstatteigentümer Eier hat, wird er nicht `rumzicken. Vielleicht kannst Du dich mit ihm einigen und er kauft dir den Schrott zum Restwert ab, und Du kaufst bei Ihm `ne neue.....

Anwalt kannst Du dir für später aufheben, nur solltest Du jetzt alles schriftlich machen und protokollieren.

Achso, ja, Beileid natürlich :?
Zuletzt geändert von Tauschi am 09.08.2006 18:22, insgesamt 1-mal geändert.

schnief


#4

Beitrag von schnief » 09.08.2006 18:22

er hat eben keine Polizei geholt das ist das Problem und da hatte ich ja auch gar keinen einfluss drauf weil ich ja auch net dabei war. ich bin nur später zur unfallstelle hin und habe das Motorrad fotografiert.
Ja das abkaufen und neue kaufen hört sich net schlecht an, aber da mache ich ja im grunde auch nur verlust durch weil ich ja im grunde drauf zahle. aber vorschlagen werd ichs ihm

SVHellRider


#5

Beitrag von SVHellRider » 09.08.2006 18:22

Tauschi hat geschrieben:... Vielleicht kannst Du dich mit ihm einigen und er kauft dir den Schrott zum Restwert ab, und Du kaufst bei Ihm `ne neue.....

Anwalt kannst Du dir für später aufheben, nur solltest Du jetzt alles schriftlich machen und protokollieren.
:oh-ha:

Geh zum Anwalt, jetzt :!:

schnief


#6

Beitrag von schnief » 09.08.2006 18:27

Das werde ich mit meinen Eltern auf jeden Fall morgen tun. Ich habe leider keinen rechtschutz, weshalb mich das ganze recht teuer kommen könnte ...

Tauschi
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#7

Beitrag von Tauschi » 09.08.2006 18:30

Bevor Du ihm was vorschlägst, erfragst Du erstmal den Namen des Unfallgegners. Der ist Dein einziger Zeuge (klingt wie im schlechten Film) :!: Dann besorgst Du dir `ne Kostenübernahmeerklärung des Unternehmers oder seiner Versicherung. Danach lässt Du den Schrotthaufen begutachten (nicht von dem Werkstattfuzzi). Wenn du das Restwertgutachten hast, fängst Du an mit Ihm zu verhandeln.

Es kann für den Unternehmer unter Umständen attraktiv sein, den Schaden aus der eigenen Tasche zu bezahlen. Betriebshaftpflichtversicherungen stufen ihre Kunden nach Schadenshöhe und -häufigkeit ein. Es kann also sein, das der Werkstattheinz lieber aus der eigenen Tasche auf ein wenig Deckungsbeitrag verzichtet, als eventuell in einen schlechteren Versicherungsrabatt eingestuft zu werden.

SVHellRider


#8

Beitrag von SVHellRider » 09.08.2006 18:30

Alles andere, als eine Beratung beim Anwalt, kommt dich vermutlich noch teurer, fall du den überhaupt zahlen mußt! :wink:
Zuletzt geändert von SVHellRider am 09.08.2006 18:30, insgesamt 1-mal geändert.

svlerleichti


#9

Beitrag von svlerleichti » 09.08.2006 18:30

ich würde auch empfehlen das du dir von nem sachverständigen ein schadensbericht anfertigen läßt, falls du sie über die werkstatt flicken lassen willst... normal müßte das die werkstatt über ihre betriebshaftpflicht laufen lassen, war ja ihr fehler...

ansonsten ist die lösung mit dem ankauf(in zahlung nehmen) für ne neue auch ne gute variante

mfg sascha

Tauschi
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#10

Beitrag von Tauschi » 09.08.2006 18:32

SVHellRider hat geschrieben: Geh zum Anwalt, jetzt :!:
Wenn er jetzt zum Anwalt geht und der andere keinen Stress macht, bleibt er auf den Anwaltskosten sitzen :roll:

SVHellRider


#11

Beitrag von SVHellRider » 09.08.2006 18:36

Der hat ihm das Mopped kaputt gemacht :arrow: also zum Anwalt!!!!

Und unabhängiger Sachverständiger, bevor das Mopped repariert wird!!!!

Tauschi, wenn du keine Ahnung hast .... :!:

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#12

Beitrag von Tauschi » 09.08.2006 18:40

Naja, ich musste schon einige Schäden von Kunden über meine Betriebshaftpflicht bzw. aus der Firmenkasse abwickeln.... Aber lass´ mal, Helli, passt schon :roll:

Chrizzz


#13

Beitrag von Chrizzz » 09.08.2006 19:02

Ich HASSE dieses Anwalt-Gerufe in Foren.
Der Händler hat ne Vertragswerkstatt. Der wird es regeln. Der Fall ist doch klar. Wo ist das Problem?!

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#14

Beitrag von svbomber » 09.08.2006 19:07

Hm... nehme an, es handelt sich um ein Neufahrzeug.
Das der Händler alle Mängel beseitigen wird, dürfte selbstverständlich sein. Dennoch hat man ein Neufahrzeug gekauft und auch bezahlt...

SVHellRider


#15

Beitrag von SVHellRider » 09.08.2006 19:25

schnief hat geschrieben:...Ja das abkaufen und neue kaufen hört sich net schlecht an, aber da mache ich ja im grunde auch nur verlust durch weil ich ja im grunde drauf zahle. aber vorschlagen werd ichs ihm
Richtig gerechnet, aber den falschen Schluß gezogen!

Dir steht nicht nur eine Reparatur zu, sondern auch ein Wertausgleich wegen Wertminderung, da nun Unfallmaschine.

Ich sach nur: geh zum Anwalt, der kann dir sagen, was dir zusteht!
Chrizzz hat geschrieben:Ich HASSE dieses Anwalt-Gerufe in Foren.
Der Händler hat ne Vertragswerkstatt. Der wird es regeln. Der Fall ist doch klar. Wo ist das Problem?!
Wenn es Probleme geben würde, dann wäre es für den Anwalt vielleicht schon (zu) spät.

Der Händler wird das schon regeln, na klar! :roll:

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