Mel650S hat geschrieben: Das mit der harten gasannahme hab ich nur wenn ich mit Normalbenzin fahre, da ist sie irgendwie etwas unruhiger mit.
Die Oktanzahl gibt die Entflammbarkeit von Benzin an und sagt aus dass sich ein Kraftstoff wie das Mischungsverhältnis von 2,2,4-Trimethylpentan (100 Oktan) zu n-Heptan (0 Oktan) verhält.
Benzin mit hoher Oktanzahl lässt sich schwerer, als mit kleinerer Oktanzahl entzünden. z.B. bei höher Motorkompression sollte man deswegen auch Benzin mit höheren Oktanzahlen benutzen, damit sich das Gemisch nicht vorzeitig von selbst im Zylinder entzündet = Fehlzündung (auch Klopfen genannt). Solange du nichts großartiges am Motors verändert hast, kannst du dich drauf verlassen, dass nur die Zündkerze das Gemisch zünden wird.
Die Oktanzahl sagt nämlich nichts über den Energiegehalt von Benzin aus. Ob man in den Tank der SV Normal, Super oder SuperPlus kippt ändert weder was am Verbrennungsvorgang noch am Verbrauch.
sashka hat geschrieben:Ahja, ist das eigentlich bei allen 2-zylinder maschinen so? Wie verhält sich eine 4-zylinder bzw. 1-zylinder im vergleich?
- Leistung = Drehmoment * Drehzahl * 2 * Pi / 60
- Allgemein gilt: je größer der Hubraum pro Zylinder, umso größer das Drehmoment bei gleicher Drehzahl
- die Kolbenmasse gibt die max. zulässige Hubgeschwindigkeit vor; je leichter ein Kolben ist, umso größer darf seine Hubgeschwindigkeit sein (= höhere zulässige Drehzahl)
- Lastwechsel entstehen durch plötzliche Änderung des Drehmoments
Bei 4-Zylindermotoren ist der Hubraum logischerweise auf 4 Zylinder verteilt. Somit sind hohe Leistungen z.B. bei 600cm³-Motoren bei sehr hoher Drehzahl realisierbar. Ein- und Zweizylindermotoren brauchen nicht so hohe Drehzahlen, um auf die Leistung zu kommen, weil sie ein größeres Drehmoment haben. Das bedeutet, dass ein vergleichbarer 1- oder 2-Zylindermotor seine Maximalleistung viel schneller, als ein 4-Zylindermotor erreicht und dass ein 1- oder 2-Zylindermotor größere Lastwechsel, als ein 4-Zylindermotor hat.