"Offene Anstalt" Strassenverkehr


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green650


Re: "Offene Anstalt" Strassenverkehr

#136

Beitrag von green650 » 02.07.2008 10:57

stimmt auch :!:

Wie heißt es so schön;

Ich bin alt genug, ich weiß was ich tue :mrgreen:

Weisswurst


Re: "Offene Anstalt" Strassenverkehr

#137

Beitrag von Weisswurst » 02.07.2008 11:00

Pepe hat da sicher ein Stück recht. Es liegt nicht unbedingt am Alter. Es gibt so viele Herangehensweisen an den Strassenverkehr wie es Menschen gibt. Mein Bruder bspw. ist jünger als ich und sportlich eher fitter.

Trotzdem fährt er unter aller Sau. Den Führerschein hat er gemacht, weil man das halt so macht. Auto fahren interessiert ihn nicht. Da ist kein Interesse, keine Faszination im Spiel. Und so fährt er auch. Schlampig, gepaart mit Unsicherheit!

Ich habe damals drauf gebrannt, dass ich endlich den Schein machen darf. Ich fahre immernoch gerne Auto, ok inzwischen lieber zwei Räder weniger... und so fahr ich dann auch. Ich weiss ob da noch genug Platz ist für mich. Ich schaue ganz automatisch bevor ich irgendwo ausschere. Sicher mach ich Fehler aber genau so sicher fahr ich nicht schlampig. Ich nehme die Sache ernst.

Ich denke es ist vielfach eine Einstellungssache ob man im hohen Alter noch vernünftig fahren kann oder nicht. Wer in der Jugend schon schlampt wird im Alter, wenn der Körper nachlässt vollends zum Risiko.

mattis


Re: "Offene Anstalt" Strassenverkehr

#138

Beitrag von mattis » 02.07.2008 11:34

Mahlzeit,
green650 hat geschrieben:Wie heißt es so schön;
Ich bin alt genug, ich weiß was ich tue :mrgreen:
Ich wohne hier in einer Gegend mit sehr vielen "alten" Leuten.
Ich hatte in der Vergangenheit öfters mal ein Gespräch mit einigen davon.
Und wenn es um das Thema "Autofahren" ging, kam des Öfteren die Aussage "wenn ich merke das ich nicht mehr sicher fahre, dann gebe ich den Führerschein ab".

Tja. Und dann sieht man die gleichen Leute auf der Strasse und denkt sich seinen Teil.
Die Beurteilung der eigenen Fähigkeiten und der tatsächliche Zustand weichen doch deutlich voneinander ab ;-)

Ich bin auch für eine regelmäßige Kontrolle ab dem 60. Lebensjahr.
Schadet keinem. Am Ende profitieren alle von mehr Sicherheit (und zusätzlichen Einnahmen ;-) ).

Die Idee mit dem Persöhnlichkeitstest ist auch nicht schlecht.
Eigentlich sollte jeder Führerscheinanwärter vorher zu einem Psychologen geschickt werden ;-)


Gruß
Matthias

ichneumon


Re: "Offene Anstalt" Strassenverkehr

#139

Beitrag von ichneumon » 02.07.2008 11:49

So schlimm finde ich die 60+ Fahrer gar nicht. Die fahren meist langsam und gemütlich und ihre Aktionen sind i.d.R. vorrauszusehen. Jedenfalls kann ichmich nicht erinnern, das mir mal ein älterer Fahrer die Kurve geschnitten hat oder ohne zu schauen rausgezogen ist, als ich eine Autoschlange überholen wollte.
Sowas erlebe ich immer nur von 18 bis 50 Jährigen.

Wenn man körperlich nicht mehr so kann, passt man seine Fahrweise entsprechend an und lässts viel gemühtlicher angehen, ist jedenfalls meine Erfahrung. Viele "Alte" trauen sich doch auch gar nicht mehr in die Stadt, weil da so hecktisch und unübersichtlich ist.

Katanatoa


Re: "Offene Anstalt" Strassenverkehr

#140

Beitrag von Katanatoa » 02.07.2008 11:58

hallo

ich denke es hat weniger mit dem Alter als mehr mehr mit dem Mensch selber zu tuhn.

ein THW Kolege (70) fähert noch immer LKW und macht fürs BRK Fahrdienst.
er ist deutlich Sicherer und vernünftiger unterwegs als so mach Jüngerer.

mfg Katanatoa

rennbär


Re: "Offene Anstalt" Strassenverkehr

#141

Beitrag von rennbär » 02.07.2008 13:39

Ohne die Problematik älterer Verkehrsteilnehmer kleinzureden...schonmal spaßeshalber nach einer Unfallstatistik gesucht...? Über Jahre gibt es da belastbare Daten, mit dem Fazit, daß 18-24 Jährige den größten Teil von Unfallverursachern stellt...obwohl sie prozentual weniger Bevölkerungsanteil haben. Sollte man vielleicht auch mal drüber nachdenken.

fantaV2


Re: "Offene Anstalt" Strassenverkehr

#142

Beitrag von fantaV2 » 02.07.2008 18:52

bei vielen statistiken wird von unfällen/jahr geredet. das taugt jedoch nichts, da ein rentner viel weniger fährt als ein führerscheinneuling.

falls jemand einen link zu einer übersicht nach dem motto "unfälle pro gefahrene 1000km" hat - bitte link posten! interessiert mich wirklich!

rennbär


Re: "Offene Anstalt" Strassenverkehr

#143

Beitrag von rennbär » 02.07.2008 19:10

fabian hat geschrieben:bei vielen statistiken wird von unfällen/jahr geredet. das taugt jedoch nichts, da ein rentner viel weniger fährt als ein führerscheinneuling.

falls jemand einen link zu einer übersicht nach dem motto "unfälle pro gefahrene 1000km" hat - bitte link posten! interessiert mich wirklich!

Mal genau durchlesen, dann merkst Du wo der Haken ist...schlichtweg in der Unerfahrenheit.
http://www.tuev-hessen.de/resource/pub/ ... litaet.pdf

Martin650


Re: "Offene Anstalt" Strassenverkehr

#144

Beitrag von Martin650 » 02.07.2008 19:32

Bitte jeder mal an die eigene Nase packen.

Keiner fährt fehlerfrei Auto oder Motorrad. Wenn euch ein Fehler unterläuft, was glaubt ihr denken alle die, die es gesehen haben ?





Genau.

fantaV2


Re: "Offene Anstalt" Strassenverkehr

#145

Beitrag von fantaV2 » 02.07.2008 19:42

das fahranfänger die gefährdetste gruppe im straßenverkehr sind, will ich gar nicht abstreiten.

trotzdem finde ich es merkwürdig, dass immer nur (auch in dem link von dir) von unfällen/jahr gesprochen wird und nicht von unfällen/fahrleistung, was definitiv sinnvoller wäre.

da es nur noch recht wenige 90jährige gibt, die auto fahren (und wenn dann wenig) ist es klar, dass nicht viele unfälle von ihnen produziert werden.
mein verdacht ist, dass die von mir geforderte statistik deshalb nicht erstellt wird, um den vielen älteren wählern die diskussion um eine jährliche ärztliche untersuchung ab 60 zu ersparen.

das in einer solchen statistik die 18jährigen noch weit vor den 30jährigen liegen würden ist klar - aber wie sieht es am hinteren ende der altersskala aus?

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Timmey
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Re: "Offene Anstalt" Strassenverkehr

#146

Beitrag von Timmey » 02.07.2008 21:40

Die Frage ob man ab irgendwann einen Sehtest machen sollte hat doch nix mit Unfallstatistiken zu tun.

Gerade der Gruppe der 18-24 Jährigen fehlt es halt noch an Erfahrung... die kann man aber eben nur erfahren.
Ich hatte auch mit 20 nen Unfall den ich Schuld war weil ichs einfach nicht gepeilt hab.
Den einzigen Ansazu dens dagegen vieleicht gibt ist das begleitete Fahren mit 17, wo man durch die Erfahrung des Mitfahrers profitieren kann. (theoretisch :wink: )


Es gibt aber irgendwann einfach körperliche Grenzen, die nunmal im Alter auftreten... es kann auch nicht Sinn sein das die Älteren die nurnoch 50m weit gucken können ihren Fahrstil anpassen und dann überall 50 fahren. Das is auch ein Sicherheitsrisiko.

Mein Auto muss auch zum Tüv, warum ich nich???
Imo sollte der Führerschein von Anfang an 5 Jahre gelten und dann immer gepaart mit nem Sehtest verlängert werden. Ich weiß übrigens selber wie viel schlechter Augen auch schon im Jungen Alter werden können. Jeder offizielle Ausweis in D gilt nur begrenzt... warum nicht der Führerschein???

Ich fänds auch Ok, wenn dazu noch nen ärztlicher Bescheid nötig wäre, das der Gesundheitszustand noch i.O. ist.

Ich persönlich würds ab nem gewissen Alter dann auf 3 oder sogar 2 Jahre kürzen (Tüver könnten ja ne ärztliche Zusatzausbildung bekommen :D )
der Streber sieht das Ziel
aber der Weise pflückt am Rand Blumen

cjoeras


Re: "Offene Anstalt" Strassenverkehr

#147

Beitrag von cjoeras » 02.07.2008 23:21

Dann muss man eben eine Brille aufsetzen.

:arrow: Haut nicht hin. Viele Menschen müssten mit Brille fahren, können aber mit ca. 1 Dioptrin auch "so" noch was sehen, ergo sie haben keine Brille auf beim fahren.

Außerdem ist das wieder ein mords Aufwand über den sich alle aufregen und ich auch keine Lust habe. Eigenverantwortung sollte immernoch an höchster Stelle sein.

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Re: "Offene Anstalt" Strassenverkehr

#148

Beitrag von SvFaxe » 02.07.2008 23:31

was heisst hier "mordsaufwand"?? beim LKW- führerschein geht's doch auch... ab 50 der erste test, und dann alle 5 (?) jahre gehts zum test, ansonsten hat man einen lappen gehabt

(ok - das dürfte auch einerseits daran liegen, das es mehr schaden anrichtet, wenn ein lkw-Fahrer einschläft, wie ein älterer herr/Dame)
† R.I.P †
Nicht gestorben - nur vorangegangen.


Hinweis für Allergiker: Mein Beträge können Spuren von Nüssen und Ironie enthalten

Weisswurst


Re: "Offene Anstalt" Strassenverkehr

#149

Beitrag von Weisswurst » 03.07.2008 8:13

Timmey hat geschrieben:(Tüver könnten ja ne ärztliche Zusatzausbildung bekommen :D )
Um himmels willen blos nicht. Dann muss ich wieder Monate lang rumsuchen bis ich nen Tüver hab der mich abnimmt. Nene.
Der TÜV is einfach unfair. Punkt! Dann darf mein Nachbar, der nur noch von der Tapete bis zur Wand sieht und mit seinem Elektrorollstuhl zur Garage fährt fahren und ich, fit wie Rocky mit 60, darf nimmer, weil ich schlecht hör.

twinny


Re: "Offene Anstalt" Strassenverkehr

#150

Beitrag von twinny » 03.07.2008 11:08

bei uns muss man mim lkw schein und beim bus fahrpraxis nachweisen (betriebszeugnis),
dann kommt der arzt und stellt die fahrtauglichkeit fest und beschränkt sie ggf. zeitlich.

das mit statistiken is so ne sache siehe

http://www.statistik.at/web_de/statisti ... 17795.html
es ist sehr schwer, gerade bei jungen und sehr alten leuten, die fahrleistung zu erfassen.

http://www.hersche.at/php/portal.php
die is sehr interiessant aber auf eine mrd gerechnet und nicht nach alter zelegt.

und werd viel zeit hat:
http://www.kfv.at/fileadmin/webcontent/ ... 07_WEB.pdf
seite 41 ff; seite 60ff;

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