gestürzt... bin ich straßenuntauglich?


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lelebebbel


#16

Beitrag von lelebebbel » 18.06.2006 20:04

Den Ausleger hab ich schon längst hochgebogen ;)
aufgesetzt hat schon der Haupt-Arm.

Darum gehts garnicht. Nächstes mal isses ne Rechtskurve und dann kommt eben der Auspuff. Oder die Schräglagenfreiheit ist unbegrenzt und irgendwann bin ich weiter unten als der Reifen zulässt.

Ich könnte mir auch eine R6 zusammensparen, dann könnt ich auch noch schneller, aber wie gesagt: das wäre genauso kontraproduktiv. Ich will ja nicht die Grenzen des Materials verschieben, sondern mich dazu bringen, diese zumindest auf der Straße nicht mehr auszuloten.

Urgestein


#17

Beitrag von Urgestein » 18.06.2006 20:44

oh je, so "schnell" kanns gehen bei einer "feierabend-schwarzwaldrunde" :? wär ich nur mitgefahren um dich zu bremsen ;) ich denke mal ich weiß um welche kurve es sich handelt, ohne gegenverkehr wirklich nicht sooo brenzlig. aber so ein glück hat man nicht immer :? deswegen gleich mal wieder eine alte empfehlung für mich an dich (falls du ihr immer noch nicht nach gekommen bist), egal wie du weiter machst: kauf dir endlich einen rückenprotektor! und dann kauf dir einen gescheiten auspuff, dann macht das langsamer fahren mehr spaß! hat bisher zum. bei mir geholfen :) bin noch weit von der geschwindigkeit entfernt, die ich mal gefahren bin. aber das ist auch gut so und mit genügend abwechlsung bei den strecken die man fährt wirds auch nicht langweilig. habe auch ein glück nicht mehr so das verlangen "auf der letzten rille" zu fahren, da ich jetzt doch mehr respekt vor einem sturz habe und es ist ja auch schon zu genüge "befriedigt" worden :? dementsprechend jungfräulich sieht meine neue linke raste aus :lol: im vgl. zur alten (hab sie letzt im schwarzwald im gras aufgesammelt :) ) :roll: lange rede kurzer sinn: mach deine sv selber etwas mehr zum mittelpunkt und erfreu dich an ihr, du hast ja auch immer doch das plastik geraffel dran. kauf dir einen auspuff und genieße den sound beim gediegenen cruisen und dann fahren wir mal wieder in die vogesen (müssen ja auch noch ein filmchen drehen, siehe unten) und du fährst hinter mir her und hast 100% überholverbot! ;) dann wirst du schon wieder spaß dran haben. und keine angst, rum schnecken tu ich noch lange nicht :lol: mit einem neuen reifensatz, der nächste woche wohl ansteht, wirds wohl auch wieder etwas schneller :roll:

WilheLM TL


#18

Beitrag von WilheLM TL » 18.06.2006 20:51

Hallo,

mal ganz direkt gefragt: brennt Dir der Kittel?

Wenn das Dein Ernst ist und nicht „halt so” in Bierlaune hingeschrieben, dann fliegt Dir wohl demnächst der Arsch weg. Ganz... oder in Teilen.
Das klingt so, als ob der einzige Kick beim Radeln für Dich nur noch in der Frage „Spital oder Pokal” liegt. Wohlgemerkt - aus Kostengründen im Öffentlichen Verkehr!
Entweder, ich kann mich auf der Straße von Logik und Disziplin leiten lassen - oder ich laß es. Alles andere ist kriminelles Handeln. Wobei sich das Handeln zuallererst gegen Dich selbst richtet! Punkt.

Du bist auch nicht der Erste, der sich diese Frage stellt. Denk mal an Q996. Nur war bei Dir der erste Alarm recht harmlos und ohne schlimme Schäden an Deiner Gesundheit.
Ich würde Dir folgendes empfehlen: sprich einfach mit vielen Leuten, die Du kennst, ausführlich drüber. Falsches Verhalten ist korrigierbar. Kopfprobleme werden mit'm Kopf gelöst.
Ein anderes besseres Motorrad oder Auto ist nicht die Abhilfe. Jede Karre steckt Grenzen.

So, und gleich für diejenigen, die meinen, das sei das Geschwätz von Oberlehrern und alten Männern: Wann reißen die Jüngsten der Jünger wieder das Maul ganz weit auf, wenn einer seine Dose nicht verkehrsgerecht beherrscht und schrottet?

Michael


Re: gestürzt... bin ich straßenuntauglich?

#19

Beitrag von Michael » 18.06.2006 22:11

lelebebbel hat geschrieben: :arrow: SV Verkaufen und die Straßenfahrerei vorerst lassen. Stattdessen mit einer älteren 600er auf die Rennstrecke und da nochmal von vorne lernen.
Nachteile: Das kann ich mir nicht leisten, Rennstreckenfahrerei ist zu teuer, 2 mal im Jahr wäre mir viel zu wenig. Wäre zumindest für Jahre das Ende meiner Motorradfahrerei, das darf nicht sein.
In die Richtung wäre mein Tipp gegangen.

Sieh zu, dass Du mit dem Studium schnell fertig wirst. Dann kannst Du Dir das öfter leisten.

Für mich war Rennstrecke sehr heilsam, sagte ich Dir wohl schonmal. Bin da so oft - auch unerwartet - gestürzt, dass ich bis in die Untiefen meiner Tiefenperson eingesehen habe, dass ich mit so einer Fahrweise auf der Straße schnell tot wäre.

Du bist ja jetzt schon einige Male sogar auf der Straße gestürzt. Bist doch ein sehr helles Kerlchen: Sieh es ein, langsamer Fahren ist gut für Deine Lebenserwartung. Mach mir Sorgen um Dich. Viele Leben hast Du nicht mehr.
Urgestein hat geschrieben:kauf dir endlich einen rückenprotektor!
Zwar gibt es auf der Straße viele Gefahren, die dadurch nicht entschärft werden, trotzdem stimme ich voll zu. Ich fahre auch immer mit. Ein bisschen was bringt er.

PS: Dirk, ich habe in den letzten 2 Jahren auch sparen müssen und konnte nicht Rennstrecke fahren. Aber 2007 möchte ich wieder. Wenn Du auch fahren willst (z. B. Oschersleben), können wir sehr gerne zusammen dahin fahren. Spart Geld.

PPS: Dirk, hast Du auch eine tote Oma? Ich glaube langsam ernsthaft an Schutzengel, Du hast anscheinend auch einen guten. Aber auch ein Schutzengel ist irgendwann machtlos.
Zuletzt geändert von Michael am 18.06.2006 22:43, insgesamt 5-mal geändert.

dee
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#20

Beitrag von dee » 18.06.2006 22:34

was ich aus meinem ersten und einzigen heftigeren sturz (vor 10 Jahren) gelernt habe: es kostet nix extra, eine kurve vielleicht 10 meter früher anzubremsen und du hast unheimlich viel mehr reserven in der kurve und konzentrationsreserven aufs ordentliche andrücken ab scheitelpunkt der kurve - ein rutschendes vorderrad oder overspeed am eingang regelt unsereiner nicht mit links.

Seit dieser erkenntnis komme ich mit weniger als den fingern einer hand aus, um die situationen abzuzählen, wo ich ein etwas mulmigeres gefühl hatte.

Dee

PS: zu glauben, man kenne eine straße auswendig, halte ich für grundfalsch - jede fahrsituation ist für sich einzigartig und in der kombination immer ein wenig anders - der zustand des motorrads, der reifen, des fahrwerks, der straßenzustand, die lieben mitbürger auf und neben der straße und nicht zuletzt man selbst, seine wahrnehmung, aufmerksamkeit und reaktionsfähigkeit!

Chef


Re: gestürzt... bin ich straßenuntauglich?

#21

Beitrag von Chef » 18.06.2006 22:40

lelebebbel hat geschrieben: Es gibt ja auch ein paar, die nur (noch) Rennstrecke fahren.
Zu denjenigen zähle ich seit fast 2 Jahren. Ich bin durch den gleichen Grund wie du auf den Trichter gekommen: Langsames fahren machte mir keinen Spaß sodass ich es immer fliegen gelassen habe. Nach einem Horror-Crash bei knapp 100 km/h und einigen Überschlägen hatte ich 1 Monat Zwangspause. Bin dann wieder auf den Bock gestiegen im Glauben vernüftig unterwegs zu sein. Pustekuchen. Schon nach wenigen Wochen bin ich wieder "am Knie" durch die Kurven - dachte mir dann so kanns nicht weiter gehen und hab die Strassenfahrerei aufgegeben.


Fakt ist ( wie du schon richtig beschrieben hast ) dass die Rennstreckenfahrerei Unmengen an Geld verschlingt. Ein "Renn-WE" kostet inkl. Reifen, Streckenmiete, Verpflegung etc. schnell 1000 Euro !
Wenn du dich da mal auf die Nase legst, was durchaus sehr schnell passieren kann, kostet es entsprechend mehr ...
Wenn man also diesen Weg einschlägt und es halbwegs ernst meint, kann man sich nix nebenher leisten. Man muss quasi für diesen Sport leben. Ich bin mir mittlerweile auch nicht sicher, ob mir der Spaß so viel Geld wert ist :?

Michael


Re: gestürzt... bin ich straßenuntauglich?

#22

Beitrag von Michael » 18.06.2006 22:49

Chef hat geschrieben:Man muss quasi für diesen Sport leben. Ich bin mir mittlerweile auch nicht sicher, ob mir der Spaß so viel Geld wert ist :?
Hmmm, ich ja auch nicht so ganz. Aber die Kreisfahrerei fehlt mir schon sehr.

Chef


#23

Beitrag von Chef » 18.06.2006 23:09

Nebenbei zu erwähnen: Glaube nicht dass Sumo-fahren billig ist. Die Reifen werden wohl der Kostenschwerpunkt sein. Ich denke dass ein Satz nach wenigen Tagen auf der Kartbahn fertig ist - dann musst du über 200 Euro für einen neuen berappen.

Als Rennstreckenfahrer findet man die Diskossionen ob nun ein Reifen 6000 oder 8000 km hält fast lächerlich. Bei mir hält ein Reifen keine 800 km !!

Wilhelm hat es eigentlich schon auf den Punkt gebracht: Entweder man kann sich im Straßenverkehr beherrschen und es etwas gemütlicher angehen lassen oder man sollte es einfach sein lassen.

lelebebbel


#24

Beitrag von lelebebbel » 19.06.2006 2:18

Danke erstmal für alle Antworten - groß kommentieren muss ich das meiste wohl nicht, es deckt sich ja mit dem was ich mir schon selber überlege
dee hat geschrieben:was ich aus meinem ersten und einzigen heftigeren sturz (vor 10 Jahren) gelernt habe: es kostet nix extra, eine kurve vielleicht 10 meter früher anzubremsen und du hast unheimlich viel mehr reserven in der kurve und konzentrationsreserven aufs ordentliche andrücken ab scheitelpunkt der kurve - ein rutschendes vorderrad oder overspeed am eingang regelt unsereiner nicht mit links.
Das stimmt - in den Alpen oder auf unbekannten Straßen fahre ich auch genau so. Im Prinzip ist das eine Form von "langsamer Fahren", die sich auf die erste Hälfte der Kurve beschränkt
WilheLM TL hat geschrieben: Das klingt so, als ob der einzige Kick beim Radeln für Dich nur noch in der Frage „Spital oder Pokal” liegt. Wohlgemerkt - aus Kostengründen im Öffentlichen Verkehr!
Ganz so extrem ist es nicht, aber die Tendenz stimmt schon. Ist auch schwierig das unmißverständlich aufzuschreiben.
Im Verkehr fahr ich anständig, bin auch nie großartig schneller als erlaubt - beides ist aber auf vielen Strecken hier keine Aussage, da weder Verkehr noch Tempolimit vorhanden sind.
Gestein hat geschrieben:mach deine sv selber etwas mehr zum mittelpunkt und erfreu dich an ihr
soll ich mir ein Fell drankleben? :lol: so ein Blubberpott würde eher nicht helfen, ich kann den Dingern dauerhaft nicht viel abgewinnen. Erfreuen kann ich mich z.b. an einem Fahrwerkstuning aber....... eben.
chef hat geschrieben:...Bin dann wieder auf den Bock gestiegen im Glauben vernüftig unterwegs zu sein. Pustekuchen. Schon nach wenigen Wochen bin ich wieder "am Knie" durch die Kurven - dachte mir dann so kanns nicht weiter gehen und hab die Strassenfahrerei aufgegeben.
das scheint genau das gleiche Problem zu sein, abgesehen davon dass ich keine Knieschleifer hab.

Einfach aufgeben kann ich aber nicht, irgendwas motorisiertes mit 2 Rädern muss schon bleiben..
Was die Sumogeschichte angeht muss ich mich mal umhören, hab da so n Bekannten mit ähnlicher Geschichte...

Michel, das große Kreiselfahren würde ich wirklich gerne mal probieren, auch wenn ich es als "Hobby" nicht bezahlen kann. Hoffentlich ergibt sich da eine Gelegenheit.
Werde diesen Sommer erstmal mehr MTB fahren, da kann ich noch einiges lernen ohne mir den Hals zu brechen.

B.i.B.


#25

Beitrag von B.i.B. » 19.06.2006 11:31

Jetzt muss ich meinen Senf doch auch mal dazugeben obwohl ich mit eigenem Motorrad noch keinen Meter gefahren bin. Also bitte nicht schlagen :)

Das Problem des zu schnellen Fahrens ist mir aber bestens bekannt. Habe das jahrelang mit meinen Autos betrieben. Es mussten immer schnellere, noch Hubraum- und PS- stärkere Autos angeschaft werden. Am Ende waren es 3.2 L mit 280 PS. Jetzt fahre ich einen 1.9 L Heizölbrenner mit 150 PS.

Zum Umdenken bewogen haben mich meine Frau und in erster Linie unser 9 Monate alter Windelvernichter. Da macht man(n) sich schon mal Gedanken ob es so weitergehen kann und soll. Jetzt fahre ich so wie ich es früher nie für möglich gehalten hätte!

In der Raser-Zeit hatte ich auch mehrere Umfälle zwar war nur einer selbstverschuldet, aber immerhin. (Frontalzusammenstoss mit einem 40 t)
Mir ist heute noch mulmig wenn ich an einem LKW vorbeifahre.
Versuch einfach deinen Fahrstil zu ändern, wirst sehen es funktioniert, oder schaff dir auch ein Kind an :wink:

Ich hoffe du triffst die für dich richtige Entscheidung!

In diesem Sinne "Immer schön rechts fahren"

Grip und Gruß
B.i.B.

Pepe


#26

Beitrag von Pepe » 19.06.2006 14:36

Und wieder einmal fühle ich mich bestätigt, danke Wilhelm, B.i.B und Chef.
Erst am Wochenende bin ich von so ein paar ganz schnellen auf der Elbuferstraße hergebrannt, schön nach hinten durchgereicht worden. Gerade dann ärgere ich mich über meine touristische Fahrweise und meinen blöden Angst(?)rand.
Sei´s drum - ich setze mich nicht mehr unter Druck und freue mich immer wieder, wenn ich von einer Tour nach Hause komme und meine Tochter in die Arme nehmen kann.

Gruß Pepe :) sv

Hotte
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#27

Beitrag von Hotte » 19.06.2006 16:35

Mir ist das gleiche am Samstag passiert, zu schnell, keine Ahnung, auf jeden fall kam erst die Raste dann kam der Abflug!War ja nicht das erste mal das ich auf der Raste unterwegs war!

Ich hatte glück.Eine Prellung und am Genick was.
Die SV, komplett geschohnt durch XXL Lenker, Kellermann und Soziusfussrastenhalter kriege ich für 200 bis 300€ wieder nagelneu (kein Lackschaden, kein schaden am Leo 8O :D )

Ich werde mir evtl MPP kaufen und hoffe das ich wiede auf meinen alten Stand zurückkomme und mir nicht vor jeder Kurve in die Hose scheisse!


Also für mich keine Frage:ich mache weiter!

@Chef: wie teuer ist so ein Satz Reifen der keine 1000km aushält?

jensel
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#28

Beitrag von jensel » 19.06.2006 16:44

Moin lele!

Hast Du ne S oder N? Bei mir hat der Umbau auf SBK geholfen. Dadurch sitz ich so aufrecht dass ich mehr LAndschaft sehe und weniger Straße.

Oder halt einfach die Einstellung ändern.
Ich pfeif mir einen und versuche "langsam" aber umso "ordentlicher" (perfekter Brems/ Einlenkpunkt, perfekte Linie, perfekt wieder ans Gas, keine Fehler) zu fahren. Wenn man sich so stark und bewusst selbst kontrolliert fährt man langsamer. Zumindest ich ;)

Ich war vor ein paar JAhren auch so weit. Ich hab mir dann gedacht dass ich nicht ohne kann, Chopper scheiße sind und ich noch länger leben will.
Jetzt bin ich mit meinem Fahrstil zufrieden.

jensel
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#29

Beitrag von jensel » 19.06.2006 16:48

lelebebbel hat geschrieben:...sondern mich dazu bringen, diese zumindest auf der Straße nicht mehr auszuloten.
Das ist übrigens reine Kopfsache und wesentlich einfacher als mit dem Rauchen aufzuhören.
Nur mal so als Veranschaulichung. Der Beitrag von Wilhelm ist gut.

peter_s


#30

Beitrag von peter_s » 19.06.2006 16:51

Hallo!

Noch eine Portion Senf von mir ;) Da du ja selbst einsiehst, dass du viel zu schnell unterwegs bist und es einfach herausforderst, solltest du entweder an dir arbeiten und versuchen, deinen Fahrstil zu ändern oder künftig ausschließlich am Ring fahren (wobei zweiteres bei dieser Einstellung zwar etwas besser aber trotzdem alles andere als ungefährlich ist...). Soweit, so gut, eigentlich noch nix neues.

Ich würde dir empfehlen:

- Anderes bike hat keinen Sinn, nicht Fahrwerk, Motor und Bremserei machen die Geschwindigkeit bzw. die Nähe zum physikalischen Limit sondern der Fahrer.

- Versuche mal, von deinen Hausstrecken wegzukommen und irgendwelche Alternativrouten zu fahren. Hausstrecken sind schön und gut aber extrem gefährlich, da man hier vom Glauben verführt wird, eh alles auf dieser Strecke zu kennen. Habe selbst natürlich auch solche Strecken, ich fahr sie aber nicht immer und einzelne Abschnitte nicht öfter als maximal 2x am Tag. Mehr Wiederholungen kann man auf der Rennstrecke machen, auf der Straße wird man da aber immer übermütiger und kann nur hoffen, dass sich die Rahmenbedingungen (Gegenverkehr, Radfahrer, Fußgänger, Wild, Schmutz auf der Straße) nicht ändern.

- Mach zusätzlich 1-2 Fahrtechniktrainings pro Jahr am Ring, das hilft sowohl hinsichtlich Fahrtechnik als auch hinsichtlich ruhigerem Fahrstil auf der Straße (zumindest bei mir).

- Ein kompletter (und nicht konsequent durchgezogener - der Kostenfaktor wurde ja bereits erwähnt) Wechsel auf die Ringfahrerei wird sich nicht sehr positiv äußern in Kombination mit der dann geringeren Fahrpraxis. Habe selbst einen Bekannten, der innerhalb von zwei Jahren neben extrem wenigen Straßenkilometern insgesammt lediglich 3 Ringtrainings absolviert hat. Bei diesen drei Wochenenden hatte er einen Rutscher übers Vorderrad mit reichlich Materialschaden sowie einen Highsider mit dem Resultat von zwei gebrochenen Rippen sowie einem gebrochenen Schlüsselbein. Wäre beides nicht passiert, wenn er sich entsprechend seiner geringen Fahrpraxis etwas zurückgehalten hätte (obwohl er ein guter und auch flotter Fahrer ist!).

- Kauf dir 'Die obere Hälfte des Motorrads' von Bernt Spiegel. Dieses Buch wird zwar leider von vielen etwas überbewertet, es ist aber unangefochten die Bibel für den interessierten Motorradfahrer. Für dich wird vor allem der erste - für manchen etwas langatmige - Teil interessant sein, in dem Spiegel auf die Psyche des Fahrers eingeht und z.B. untersucht, warum wir zu riskanter Fahrweise neigen. Alleine das Wissen über bestimmte Zusammenhänge könnte dir vielleicht zu einer Fahrweise etwas mehr auf der sicheren Seite verhelfen.

In aller Kürze: schau, dass du dich motivationsmäßig beim Fahren etwas 'abkühlst' und konzentrier dich mehr aufs erlernen einer sicheren Fahrweise. Ab und an mal die eigene Fahrweise kritisch zu hinterfragen ist recht hilfreich, das machst du aber letztlich eh schon.

mfg, Peda

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