Lichtmaschinenrotor abdrehen??


Wie mach ich und wo bekomme ich was? Was ist gut und günstig?
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Meisterproper
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Lichtmaschinenrotor abdrehen??

#1

Beitrag von Meisterproper » 02.12.2007 20:55

Hallo,
hat schon mal jemand versucht den Lichtmaschinenrotor selber an der Drehmaschine ein wenig abzudrehen?

Soll ja angeblich (fast) keine Auswirkung auf Funktion haben.
Die Drehzahl soll ja schneller hochdrehen und somit schneller Beschleunigen.

Kann ich das selber abdrehen oder muss man was beachten?
Erfahrungen?

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Anaconda
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#2

Beitrag von Anaconda » 03.12.2007 7:45

Thiel-Motoren macht so etwas.
Gedanke der Woche:
Schön wenn die SV fährt.

Ich freu mich! Machste mit?
Hach, ist das schön.
Kantsteinschwalbe 2015

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Dieter
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#3

Beitrag von Dieter » 03.12.2007 8:49

Hallo,

ich hab mir das mal angeschaut, ich persönlich würde am Rotor selber nix drehen, ich weiss nicht wie es sich mit dem Magneten der Lima verhält wenn da zu viel/an den falschen Stellen abgedreht wird.
Was mir aber aufgefallen ist, der Aussenkranz vom anlasserfreilauf hat m.E. noch gut Potenzial zum Abdrehen...
Dort ist ausserhalb der Schrauben "totes" Material was eigentlich weg kann...

Kostet aber etwas ruhigen motorlauf wegen weniger Schwungmasse -> mehr vibrationen und unrunderer Lauf -> ist es dir das wert??

Gruß Dieter

rap


#4

Beitrag von rap » 03.12.2007 12:29

Dafür dreht der Motor schneller hoch und das Mopi beschleunigt auch schneller.
Schluß mit der langweiligen Sesselmentalität ;) :)

Das ist doch der sportliche Pferdefuß bei den Zweizylindern.
Die 4rer Sportler drehen hoch wie nix imho wegen fehlender Schwungmassen.

Man steckt so die Antriebsleistung beim Beschleunigen nicht in die Beschleunigung des Motors sondern in die des Moppeds.

Vielleicht gibts ja irgendwann die SV (ich rechne nicht damit das die so was tolles bauen, könnte ja richtig Spaß machen, Ironie aus) mit nem direkteingespritzten V2-Zweitakter (imho wäre R2 besser, man kann durch Kurbelwellenversatz ja die Zündfolge eines V2 erreichen; kompakter, leichter, weniger Spritverbrauch), 400ccm würden vielleicht reichen, Mopi mindestens 20kg weniger.
Da bräuchte man auch kaum noch Schwungmasse weil er ja so oft zündet wie ein V4. Die Beschleunigung würde sich also bei gleicher Leistung deutlich spürbar steigern :)
Weniger Gewicht ist auch mehr Spaß und mehr Fahrsicherheit durch bessere Kontrolle.

Also ich hab nen Thielrotor drin. Der ist mit Augenmaß abgedreht, nicht wirklich viel.
Trotzdem merkt man ein freieres beschleunigen.
Keine Abstimmungsprobleme, kein TÜV-Problem, keine Riesenschrauberei, kein ganz leeres Konto etc.
Untenrum fühlt! er sich ein bißchen schwächer an, ist es aber natürlich nicht.
Beim V2-Tuning ist das normalerweise immer die erste Maßnahme.
Bei den Ducatispezies gibt es massenweise leichte Rotoren in allen Gewichtsklassen. Da kann man zwischen Rundlauf und Kick in Abstufungen wählen.
Ist wohl ein bißchen die Frage der Nutzung.

Raus mit den Drosseln aus dem Motor ;) :)
Natürlich erst nach Fahrwerksumbau, das macht erst mal deutlich schneller.

Wenn man die genauen Gewichte kennen würde könnte man genau berechnen wieviel Leistung in den rotierenden Masse hängenbleibt...

PS selberabdrehen geht bestimmt ich weiß aber nicht wie es danach mit der Wuchtung aussieht.... ne Feinwuchtung, dazu braucht man bestimmt gewisses teures Equipement

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Meisterproper
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#5

Beitrag von Meisterproper » 03.12.2007 14:40

Ja klar Wuchtig muss das ganze schon sein.
Hab mir halt gedacht nen gebrauchten Rotor kaufen.
Ab in die Drehmaschine, etwas abdrehen, mit der Messuhr überprüfen auf Wuchtigkeit
Wieder einbauen, probefahren und evtl. nochmal abdrehen und Vorgang wiederholen.
Falls es nicht klappt orginalen Rotor wieder rein.

Nur ich glaub der Rotor is nicht ganz billig?
Muss ich mal schauen.

Gruß Stefan

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Dieter
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#6

Beitrag von Dieter » 03.12.2007 14:51

Hallo nochmal,

wie eben gesagt würde ich das Material am Aussendurchmesser der Starterkupplung abdrehen, da ist potential "ohne Ende" siehe rote Linie, das ganze ist an der Stelle ca. 8mm dick und hat keine tragende Funktion (im Gegensatz zum Aussendurchmesser des Rotors, der ja stabil sein muss wegen der Magneten...)

Bild

Zum Thema wuchten: rund laufen sollte es natürlich schon, aber ich denke (bzw. weiss es aus erfahrung) das z.B. ein Big Bore Kit mit etwas schwereren Kolben/weil grösser vie mehr einfluss hat als sauber rund abgedrehtes material...

Gruß Dieter

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#7

Beitrag von Meisterproper » 03.12.2007 15:04

Danke für die Info und das Bild.

rap


#8

Beitrag von rap » 03.12.2007 15:16

Ich hatte den damals gegen meinen originalen eingetauscht, gegen Aufpreis natürlich.
Der war in einem seiner 850er Motoren verbaut.

Mein Limarotor war bei einem Motorwechsel runtergefallen und ich wollte sichergehen das die stärkeren Vibrationen beim "neuen" Motor (aus Unfallmaschine) nicht davon stammten.
Statt meinen zu wuchten sind wir auf die Lösung gekommen ihn einfach zu tauschen.
War Tuning aus Problemgründen....

Ich denke wenn Du in relativ kleinen Schritten vorgehst kannst Du das mit Deinem orginalen Rotor/Starterkupplung machen.
Du merkst ja die Veränderungen beim Fahren.
Die Dinger sind nicht ganz billig.

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Dieter
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#9

Beitrag von Dieter » 03.12.2007 21:10

Hier noch mal ein Foto von der Seite, da sieht man das das glaube ich sogar min. 10mm dick ist...

Bild

Ach ja, den Rotor nicht am Aussendurchmesser bearbeiten, die "Klötzchen" also die Rechtecke/Quadrate steuern die Zündung!

Gruß Dieter

daniel90060k


#10

Beitrag von daniel90060k » 04.12.2007 6:47

und gibt's hier auch wen, der nur den Rotor vorher/nachher Vergleich erlebt hat? (ohne anderes Tuning)
Ich glaub nicht, dass ich persönlich da einen Unterschied in der Leistung merken würde.....

LG,
Daniel

rap


#11

Beitrag von rap » 04.12.2007 12:23

Die Leistung ändert sich ja auch nicht nur die Beschleunigung.
Wirkt wie Mopped leichter machen.

Ich bin ja mit dem normalen Rotor hin zum Thiel und mit dem abgedrehten zurück (in strömendem Regen).

Ich meine schon das sich die Drehfreudigkeit merkbar verbessert hat.

Gibt aber vielleicht noch Themenbereiche die zuerst dran wären zB Sitzposition, Fahrwerk, Windschutz, Kettenöler etc....
(siehe meine Ownerliste)

Wenn man nicht öfter das Ding auch mal ausdreht lohnt sich das wohl nicht. Leistung für den Normalbetrieb hat sie ja sowieso im Übermaß.

Wird einfach eine Tick spritziger, speziell in oberen Drehzahlbereichen.

daniel90060k


#12

Beitrag von daniel90060k » 04.12.2007 16:06

die Beschleunigung ändert sich, aber nicht die Leistung??
Das muss man mir erst mal erklären, wie das funktionieren soll....
Aber danach hab ich ja nicht gefragt, sondern ob man's merkt und diese Frage wurde ja beantwortet :wink:

Danke u. LG,
Daniel

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#13

Beitrag von LazyJoe » 04.12.2007 16:17

daniel90060k hat geschrieben:die Beschleunigung ändert sich, aber nicht die Leistung??
Naja die Lichtmaschine wird ja vom Motor angetrieben und dreht sich umso schneller, je schneller der Motor sich dreht. Beim Beschleunigen wird die Lichtmaschine bzw. der Rotor der Maschine also auch mit-beschleunigt. Und je kleiner dessen Masse ist, umso leichter lässt er sich beschleunigen. Daher "klaut" er dem Motor weniger Leistung, die dann zur Beschleunigung des gesamten Motorrad beiträgt - so zumindest hab ich das verstanden.
Proper planning and preparation prevents piss poor performance.

rap


#14

Beitrag von rap » 04.12.2007 18:00

Genau, die zu beschleunigende Masse (rotierende Massen werden ja auch in ihrer Drehzahl beschleunigt) wird geringer und so steigt die Beschleunigung bei gleicher Leistung.
Rotierende Massen zählen quasi doppelt (Räder), bei hohen Drehzahlen noch wesentlich mehr..... (sehr ungenau ;))

Der Grundsatz der Mechanik: Kraft = Masse x Beschleunigung

Wenn also der SUV nur die Hälfte wiegen würde würde er doppelt so stark beschleunigen oder man könnte die Kraft (Motorleistung und Verbrauch) halbieren bei gleicher Beschleunigung.
Ist auch der Grund warum Motorräder so stark beschleunigen. Masse ist gering.
Der Limarotor hängt an der Kurbelwelle und dreht mit deren hohen Drehzahlen.
Deshalb wirkt sich eine kleine Änderung hier spürbar aus.

Außerdem bewirken kleinere rotierende Massen mit Drehachsen waagrecht und quer zur Moppedlängsachse (Räder, Kurbelwelle etc) das sich die Maschine schneller abwinkeln läßt weil die stabilisierenden Kreiselkräfte sich reduzieren.

Masse ist imho bei Fahrzeugen immer schlecht....

Und auf das Argument Masse bringt Komfort sage ich ein sensibleres Fahrwerk bringt auch mehr Komfort. Braucht kein Gewicht dazu.
Ist überhaupt die Frage wieviel Komfort man in einem Fahrzeug braucht.

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Seh ich das richtig?

#15

Beitrag von Meisterproper » 04.12.2007 20:35

Bild

Nur damit ich nichts falsch verstehe?
Soll ich bei C Längsdrehen oder bei D Plandrehen?

Und mit Quadrate für die Zündung meinst du B oder?

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