Motorölwechsel überflüssig?


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Alpines
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Motorölwechsel überflüssig?

#1

Beitrag von Alpines » 20.01.2008 21:37


Wandi


#2

Beitrag von Wandi » 20.01.2008 21:45

Hört sich auf jeden Fall interessant an, trotzdem bin ich skeptisch :roll:

Benni86


#3

Beitrag von Benni86 » 20.01.2008 21:48

Ein Auto hat auch keine Ölbadkupplung :!:
Ich wechsle mein Öl selber jeden Saisonstart. Schau dir doch die Plörre mal an, die da rauskommt :wink:

ichneumon


#4

Beitrag von ichneumon » 21.01.2008 9:38

Sowas hab' ich nun schon mehrfach seit Jahren im TV gehört, muss also wirklich was dran sein, auch wenn sich diverse Institutionen nicht dazu äußern wollen.
Vielleicht fressen die Motoren von den Beispielfahrzeugen aber auch 'nen halben Liter Öl auf 1000km, dann ist der Ölwechsel wirklich nicht nötig...

Eifelschleicher


#5

Beitrag von Eifelschleicher » 21.01.2008 10:57

Kein Ölwechsel ??
Jeder der schonma en Ölsieb nach en paar tausen KM Fahrt inner Hand hatte weiß warum es wechseln sollte, selbst wenn der Motor 5 Liter Öl auf 100 KM frisst, der "Schmutz/Abrieb" bleibt doch im ÖL ??!!

euer


#6

Beitrag von euer » 21.01.2008 14:05

Ich kann ja mal ein Bild von dem Ölfilter meiner SR125 hochladen. Der besteht noch aus einem Drahtnetz und ist voll mit Schmodder und Eisenabrieb. :wink:

Buddy


#7

Beitrag von Buddy » 21.01.2008 14:29

Ihr könnt ja mal Spaßeshalber, wer da lust zu hat eine Ölprobe einschicken und mal schaun, wie weit das Öl noch nutzbar ist. So eine Analyse kostet etwa 75€ und bietet jeder Schmierstoffhersteller an.
Die sind eigentlich bei Großmaschinen gedacht um den Intervall so lange wie möglic hinnaus zu zögern und evtl Mängel anhand der Ölqualität festzustellen. Das macht man aber eigentlich nur bei großen Baumaschinen oder anderem Großgerät wo schon mehrere 100L Öl drin sind ;)

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Dieter
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#8

Beitrag von Dieter » 21.01.2008 14:36

Ölprobe
Stimmt ham wir immer mit unserem Schaufelradgetriebe gemacht, da waren 3000Liter drinne...

Ansonsten altert Öl dadurch das durch hohe Flächenpressungen an den zu schmierenden Bauteilen die Molekülketten "zerschnitten" werden und dadurch die Schmierfähigkeit leidet... Desweiteren bindet das Öl Russpartikel aus der Verbrennung die an den Kolbenringen vorbei kommen... Die sind auf dauer auch nicht den Verschleiss "förderlich"...

aber stimmt, wer mehrere hundert Euro in nen lauten Auspuff investiert und in Reifen sollte am Schmierstoff sparen... :top:

Gruß Dieter

rap


#9

Beitrag von rap » 21.01.2008 15:13

Yup

beim Mopped leidet das Öl imho hauptsächlich unter dem Getriebe das beim Auto eigenes, druckstabileres Öl, hat.

Die VI-Verbesserer (Viskositätsverbesserer, heißt dünnes Einbereichsöl wird durch lange Molekülketten künstlich eingedickt um so ein Mehrbereichsöl zu basteln) werden im Betrieb zerschnipselt und so hat man nach einer gewissen Zeit wieder ein Einbereichsöl.

Synthetik ist "von Natur aus" temperaturstabiler so das man es imho länger drinlassen kann.

Ich persönlich fahre 5W50er Poloöl und lasse es 12000km drin.
Jedes Mal Ölfilterwechsel.

Insgesamt würde es mich aber nicht wundern wenn das Öl mehr abkönnte als man annimmt.
Probleme gibt es aber auch durch Sprit- und Kondenswasseranreicherungen zB von Kaltstarts.
Dies sollte man aber durch eine längere Autobahnfahrt "rauskochen" können.
Ölschlamm sollte sich heutzutage kaum noch bilden.
Dreck sollte im Ölfilter hängenbleiben.

Da das Polosynthöl nicht so teuer ist werde ich aber obigen Zyklus beibehalten. 2,5l sind auch keine ruinösen Mengen....
Bei Kälte ist es dünn (5W) und so läuft im Winter der Motor früher rund und die Durchölungszeit (sehr veschleißfreudig) beim Kaltstart ist auch kürzer.

PS hab jetzt das Filmchen gesehen.
15-20.000km Synthöl ohne Wechsel würden der SV vermulich auch nicht Schaden.

Buddy


#10

Beitrag von Buddy » 21.01.2008 16:35

@Dieter,
da sind ja noch so viele Dinge, die auserhalb der Grenzwetre Liegen können.

Rap,
das mit dem Rauskochen ist bei modernen Ölen nicht mehr so leicht. Die haben eine menge an Emulgatoren drinne, die enorme Wassermengen binden können, ohne die Schmierwirkung zu verliehren. Das gebundene Wasser verdampft aber kaum noch. Für Kurzstreckenfahrer top, für alle anderen überflüssig.

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#11

Beitrag von Alpines » 21.01.2008 20:04

Dieter hat geschrieben:Ansonsten altert Öl dadurch das durch hohe Flächenpressungen an den zu schmierenden Bauteilen die Molekülketten "zerschnitten" werden und dadurch die Schmierfähigkeit leidet... Desweiteren bindet das Öl Russpartikel aus der Verbrennung die an den Kolbenringen vorbei kommen... Die sind auf dauer auch nicht den Verschleiss "förderlich"...
Freut mich, dass ich nicht alleine mit dieser Meinung bin. Ich für meinen Teil halte die Wechselintervalle ein, außer ich fahre auf der Rennstrecke - nach einem Ringaufenthalt wechsel ich das Motoröl inkl. Filter -> danach ticken die 6.000km weiter, außer ich fahre innerhalb dieser 6k km wieder auf die Rennstrecke.

Bei dem Zeug, das da rauskommt... und das reine goldene Öl das ich dann einfülle... kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen dass diese schwarze - wie ihr sie nennt - "Plörre" gut für den Motor ist.

Es kann natürlich auch absolute Einbildung sein, aber ich meine rausgehört zu haben, dass der Motor nach dem Ölwechsel runder, harmonischer dreht. :) empty

Passt somit :top:

splatterface


#12

Beitrag von splatterface » 21.01.2008 20:23

Ich bin auch der Meinung das Öl quasi einem Verschleiß, wie oben schon erwähnt, ausgesetzt ist und zusätzlich durch Ruß, Kohle und Kondenswasser verunreinigt wird. Deshalb sollte man es regelmäßig wechseln. Wobei sich über die intervalle streiten lässt.

Gruß Splatterface

flieger-baby


#13

Beitrag von flieger-baby » 21.01.2008 21:14

Im Motoröl sind so viele Additive, Antioxidantien udn andere nützliche Chemie drin, das Öl auf Dauer zu fahren halte ich nicht für sinnvoll.

Lieber die 35€ investiert und man hat ein ruhiges Gewissen. Da der Ölwechsel auch für den Laien kinderleicht ist, spart man schonmal das Geld für ne Fachwerkstatt. :wink:

MfG... Carsten

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#14

Beitrag von Neuling » 22.01.2008 21:49

hmmm also mein öl sieht nach der 2. saison jetzt noch aus wie frisch aus dem kanister! wenn ich nich dank des hinkelsdeckels bald wechseln müsste, würd ichs auch weiter drin lassen.
ich persönlich glaube schon das des öl mehr mitmachen kann als die meisten glauben oder behaupten, auch ohne schaden!
DAS LEBEN IST BUNT UND GRANATENSTARK!!
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Becks


#15

Beitrag von Becks » 22.01.2008 21:54

Hatte da mal schon einen Beitrag über einen Hersteller von Feinfiltern für KFZ gelesen. Dabei sollte nach den normalen Intervallen nur der Filter gewechselt werden und es konnte mit ganz normalen Öl gefahren werden. Dieser hatte das Öl von mehreren Kunden nach etlichen Intervallen prüfen lassen, dabei stellte sich heraus das durch einen erhöten Kohlenstoffanteil (eingefangener Ruß) sich die Schmierfähigkeit sogar erhöt hat. (was für Motorräder mit Ölbadkupplung natülich problematisch wäre) Das Material für den Ersteinbau sollte aber 300,-€ kosten und jeder weitere Filter 15,-€. Da lohnt es sich dann wieder für den, der eh immer selbst Hand anlegt nicht mehr. Aber genau das wollen die Ölkonzerne (Autofirmen, Werkstätten, ....)ja, deswegen finden solche Tüftler auch keinen Großhersteller, durch den das dann alles viel billiger werden würde.

PS: und auf der anderen Seite sollen wir immer mehr für die Umwelt bluten :evil: :evil: :evil:

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