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Knowledgebase -> SV650N & SV650S Bj. 99-02 -> Wartungsanleitungen SV650 Bj. 99-02
Ventilspiel Kontrollieren und Einstellen an der SV 650 Knubbel und Kante
 

Wartungsintervall: Alle 24.000km (24 Monate) überprüfen.
Der Arbeitsumfang wird im kalten Zustand der Maschine durchgeführt

Die Schritte die bei der Kante anders sind wurden gelb markiert!

Eine Überprüfung/Einstellung des Ventilspiels ist z.B. bei fälligem Wartungsintervall, nach Wartung des Ventilmechanismus oder der Nockenwellen durchzuführen.

Erstmal ein bißchen Theorie:

 Das Ventilspiel im Motor hat mehrere Aufgaben:

-Durch das Ventilspiel wird sichergestellt das die Ventile einwandfrei schließen

-Das Ventil benötigt die Zeit in der es auf den Ventilsitz aufliegt um die Hitze an den Zylinderkopf abgeben zu können -> zu kleines Spiel kann das Verbrennen der Ventile verursachen

-zu großes Spiel mindert die Leistung da der Ventilquerschnitt nicht optimal geöffnet wird

-das Ventilspiel ändert sich im laufe der Zeit und wird in der Regel kleiner (gefährlich-> siehe oben) weil sich die Ventile in die Ventilsitze einarbeiten und somit das Spiel kleiner wird.

-Das Ventilspiel wird bei betriebswarmen Motor kleiner da sich die Ventilschäfte durch die große Hitze stark ausdehnen, deshalb muß der Motor zum messen kalt (max. Handwarm) sein.

 Hier wird beschrieben wie das Ventilspiel im Rahmen der Wartung kontrolliert wird, das sehr aufwändige Einstellen steht in der 2. Hälfte der anleitung beschrieben. Meine persönliche Erfahrung zeigte bei mir aber das das Spiel bei der SV 650 bei 24000km noch am oberen Limit war und bei 48000km noch innerhalb der Toleranz war. Das ist aber nicht pauschal zu sehen, bei einem User haben wir bei 26tkm kontrolliert, da waren 4 Ventile am Minimum der Toleranz.

 -Kontrolle sollte deshalb auf jeden Fall geschehen wegen der oben genannten Folgen!

Die Fotos sind teilweise von mir und teilweise von SVbomber und Anaconda (Danke!). Daher wechseln sich schon mal Knubbel und Kante ab, ist aber prinzipiell das gleiche! Analog hierzu vielleicht die Anleitung von Svbomber für die 1000er lesen zum Verständnis!

Das Ventilspiel der 650er Knubbel und der 650er Kante wird prinzipiell gleich eingestellt, nur die Demontage des Tanks und des Luftfilters kann ggf. abweichen!

 Nun zur Kontrolle:

Das eigentliche Messen ist nur Minutensache, aber die aufwändigen Demontagearbeiten verschlingen ca. 2-3 Stunden.

Werkzeug und Arbeitsmittel:
- Inbusschlüssel-Satz
- Schraubendreher-Satz
- Steckschlüssel-Satz
- Ringschlüssel-Satz
- Flach- und/oder Spitzzange
- Auffangbehälter für Kühlwasser
- Taschenlampe
- Feinfühlerlehre (0,04-1mm)
- Drehmomentschlüssel (4-24Nm)
- Trichter
-kleiner Magnet um die Tassenstössel zu ziehen

- 2x Zylinderhaubendichtung (empfohlen, aber m.E. nicht nötig, ich hab jetzt schon 3x kontrolliert und immer die noch gleiche Dichtung drin)

Arbeitsschritte:

-Sitzbank abnehmen

-Tank demontieren

dazu Tank wie gewohnt hochklappen und alle Verbindungen (Benzinleitung, Unterdruckleitung, Tanksensor und Überlaufschlauch) trennen, anschliessend die hintere Tankhalterung (Gelenk) abschrauben und Tank abnehmen.

Aus der Benzinleitung kommen nur ein paar Tropfen Benzin, mit Lappen auffangen

 -bei der „S“ Version Verkleidung demontieren, geh ich jetzt hier nicht näher drauf ein weil ich ne „N“ habe.

 -Kühlwasser in ein geeignetes sauberes Gefäß (Schüssel, Eimer) ablassen, dazu Deckel vom Kühler abnehmen und anschliessend die Kühlwasser Ablassschraube am Motor rechts rausdrehen (SW10). Das Wasser kommt ziemlich herausgeschossen! Also aufpassen!

 -Ablasschraube danach wieder eindrehen (5Nm)

 -Kühlerschläuche rechts und links demontieren

 

 -Überlaufschlauch vom Kühler zum Ausgleichsbehälter abziehen, dazu Spange mit Spitzzange zusammendrücken

 -Stecker der Kabel für Kühlventilator und Thermoschalter ausstecken.

 -Hupe ausstecken und demontieren

 -Kühler ausbauen, dazu zuerst die untere Schraube am vorderen Ventildeckel herausdrehen und dann die oberen rechts und links. Kühler nach unten herausnehmen.

 

 -Vorderen und hinteren Kerzenstecker entfernen

-Die Zündkerzen können montiert bleiben, ein Ausbau erleichtert jedoch das drehen des Motors in die richtige Position. Wenn sie Ausgebaut werden vorher die Kerzenschächte mit Druckluft (oder Luftpumpe) von Dreck befreien damit dieser nicht in den Zylinder gelangt!

-Beide Ventildeckel nach dem lösen der 3 Schrauben abnehmen. Auf den verbleib der Deckeldichtung achten! Mestens bleibt sie an einem der beiden Bauteile kleben. Vorsichtig ablösen! Aufpassen das kein Dreck in den Motor gelangt.

 

 -Motor kann nach öffnen des Stopfens auf dem Generatordeckel mit einer Stecknuss gedreht werden. Der Stopfen (Inbus SW10) sitzt oft sehr fest. Durch klopfen mit einem Gummihammer vor dem Drehen löst er sich und lässt sich dann leichter lösen!

(hatte leider keinen Gummihammer zur Hand was mit einem kaputten Generatorstopfen der ca. 8€ kostet „belohnt“ wurde L)

 -Der Motor lässt sich auch gut drehen wenn der 6. Gang eingelegt wird und dann das ganze Motorrad vor oder zurück geschoben wird. (musste ich dann machen…)

 -wenn der Motor die richtige Position zum Einstellen des vorderen Zylinders hat ("F" = front im Fenster und die Nocken stehen wie mit "A" in blau gezeichnet) das Ventilspiel messen. Die passende Stellung wird beim Viertaktmotor nur jede 2. Kurbelwellenumdrehung erreicht.

Ventilspiel laut Anleitung: Einlass: 0,10mm-0,20mm, Auslass 0,20mm-0,30mm

 

Zum Messen das Fühlerlehrenblatt zwischen Tassenstössel und Nockenwelle durchführen.

-Vorgang wie folgt am Einlass beschrieben: Blatt 0,10mm auswählen -> passt durch d.h. das Ventilspiel ist schonmal nicht zu klein. Dann mit Blatt 0,15mm wiederholen -> wenn es nicht passt liegt das Spiel zwischen 0,1 und 0,15mm. Logisch oder? Um den genauen Wert zu erfahren muß jetzt mit 2 Blättern der Fühlerlehre gearbeitet werden. 0,08mm+0,05mm = 0,13mm…. Und so weiter…

Wieder kontrollieren, meist steht in solchen Anleitungen das die Lehre „saugend“ durchgleiten muß…? Wer das selten macht (wie ich) und sich nicht auf sein Gefühl verlassen will, einfach die Lehre immer bis zum nächsten hundertstel zusammenlegen und prüfen, irgendwann passts nicht mehr und das letzte ist dann logischerweise das Ist-Spiel.

   

 -Das gleiche mit den Auslassventilen mit den entsprechenden Werten wiederholen.

 -Danach den hinteren Zylinder auf die richtige Position drehen ("R" = rear im Fenster und die Nocken stehen wie mit "B" in rot gezeichnet) und die oben genannten Arbeitsschritte wiederholen. Auch hier wird logischerweise die passende Stellung nur jede 2. Kurbelwellenumdrehung erreicht.
 

 Bei mir kamen Werte für das Ventilspiel Einlass = 0,12-0,13mm und Auslass 0,24mm heraus. Das liegt schon relativ nahe an der unteren Verschleißgrenze, ich habe daher für mich beschlossen beim nächsten mal die Ventile schon nach 8000km nochmal zu kontrollieren.

edit: das hab ich auch gemacht und bei 56tkm war das Spiel "aufgebraucht" und ich hab die Plättchen getauscht...

 Zusammenbau:

Dichtung sauber in die Nut der Ventilhauben einlegen, evtl. mit etwas Fett oder Dichtungspaste „einkleben“ damit sie beim Umdrehen nicht herunterfällt.

Deckel auf den Zylinderkopf auflegen und schauen ob die Dichtung überall richtig sitzt, besonders auf den „Halbmond“ im Bereich des Nockenwellenrades und die Stelle um die Zündkerze achten. Die 3 Schrauben wieder eindrehen (14Nm). Achtung: eine ist länger als die beiden anderen!

-Zündkerzen (falls Ausgebaut) wieder einbauen

-Zündkerzenstecker wieder einstecken, dabei drauf achten das die Dichtung sauber anliegt so das vor allem beim vorderen Zylinder kein Wasser eindringen kann (sonst Ausfall bei Regen). Evtl. direkt die Zahnstochermethode anwenden um die Löcher zu verschliessen....

-Kühler wieder einbauen, dabei darauf achten das das Kabel der Hupe über dem Kühler durchgeführt werden muß!

-Kühlerschläuche wieder aufstecken und mir Schlauchschellen sichern

-Kühlwasser (neues Gemisch laut Anleitung oder alte Flüssigkeit wieder verwenden) durch den Kühlerstopfen einfüllen. Wenn voll die Maschine einmal gerade stellen und hin und her schaukeln. Meistens gluckert dann die Luft nach oben und es kann nochmal nachgefüllt werden (ca. 3x wiederholen). Wenn dann noch Flüssigkeit über ist die durch den kleinen Gummistopfen neben dem Luftfilter direkt in den Ausgleichbehälter einfüllen.

-Hupe wieder montieren

-Tank wieder montieren und anschließend die Maschine starten und schauen ob alles dicht ist

-Maschine warmlaufen lassen und schauen ob der Kühlwasserstand richtig ist, ansonsten durch den kleinen Stopfen am Lufi beifüllen

-wenn alles in Ordnung ist Tank absenken und Verkleidung (bei der „S“) wieder montieren.

Das Einstellen der Ventile ist um einiges komplizierter:

 
-Ventilspiel an allen Ventilen messen und notieren wie oben beschrieben

-Nockenwellen Ausbauen:

-Den betreffenden Zylinder auf den oberen Totpunkt drehen so das beide Nocken kein Ventil betätigen und die Markierung an der Lichtmaschine fluchtet. Dazu die Deckelchen an der Lima abmachen und mit einer Stecknuss (SW17) mit Knarre den Motor drehen.
  

Erklärt wird alles am vorderen Zylinder:

-Schlecht zugänglich ist der vordere Steuerkettenspanner. Zum demontieren ist es nötig den Luftfilter auszubauen.

   

-Den Steuerkettenspanner entspannen. Das kann entweder durch o.g. Ausbauen passieren, dazu beide Schrauben rausdrehen:



 Alternative:

Man kann auch die Schraube SW 10 abnehemen, unter der Schraube ist eine Öffnung durch die man mit einem Schraubendreher eine Schlitzschraube packen kann. Durch drehen im Uhrzeigersinn gegen die Federkraft wird der Spanner entspannt. Mit etwas Glück (hatte ich scheinbar) bleibt der Spanner am rechten Anschlag stehen (fühlt sich an wie so ne Art „Schraube festdrehen“). 

Vorne ist das ganze sehr eng weil der Rahmen im Weg ist:
Die Methode mit dem „nach rechts drehen“ funktioniert am auch vorderen Zylinder, wenn man einen Schraubenzieherbit nimmt und einen Schraubendreher mit flexiblem Schaft nimmt (gibt es schon mal an der „Grabbeltheke“ im Baumarkt) dann kann auch der Luftfilter drinbleiben...

Ich hab mir ein Spezialwerkzeug gebastelt, ist nix Weltbewegendes funktioniert aber Top! Klick den Link!

-Bei der Kante ist der Steuerkettenspanner anders aufgebaut, es ist eine federbelastete Ratsche, die man auch entspannen kann. Dazu die mittlere Abdeckung rausschrauben, die Feder ist dann schon mal entspannt. Die Ratsche kann man dann vom Ventildeckel her an den Nockenwellen vorbei mit einem langen Schraubendreher "betätigen" und so die Sperrung aufheben.

 


-Jetzt ist die jeweilige (hier die vordere) Steuerkette lose.

-Obere Führungsschiene demontieren (hier ist die hintere gezeigt, vorne siehts exakt genau so aus).

-Lagerdeckel demontieren. Dazu 6 Schrauben SW 10 rausschrauben. Auf den Verbleib der Führungshülsen achten.


 

-Steuerkette von den Kettenrädern abheben und Nockenwellen entnehmen.

-Tassenstössel mit einem Magneten abheben. Oder mit spitzen Fingern rausziehen. Leichte Drehbewegungen helfen!

-Einstellplättchen (Shims) entnehmen, die sind entweder im Tassenstössel kleben geblieben oder liegen auf dem Ventil.  Shims messen bzw. auf Kennzeichnung achten und sortieren -> Am besten nach Lage der Ventile in einen Eierkarton legen. 

Ich hab immer nur eine Welle demontiert und danach die andere. Geht dann m.E. einfacher und die Steuerkette bleibt halbwegs da wo sie soll…

-Abweichungen zum Sollspiel werden durch Plättchen mit anderer Dicke ausgeglichen. Je dünner das Plättchen desto größer das Spiel -> eigentlich logisch, oder? Die Plättchen bekommt man beim Händler. Kosten ca. 5€ das Stück, manche Händler tauschen die gegen Passende. Der Preis hierfür ist oft eine Kaffeekassenspende.

-häufig kann man die eingebauten Plättchen untereinander Tauschen und muß nur ein paar kaufen um überall das Sollspiel zu erreichen. Beispiel: Bei mir waren an allen Auslässen 175er (1,75mm dick) und an den Einlässen 168er (1,68mm dick) verbaut. Ich hab jetzt die der Einlässe am Auslass verbaut und dadurch das Spiel um 0,07mm (175->168) erhöht. Und für die Einlässe die 175er beim Händler gegen 160er getauscht die jetzt im Einlass das Spiel um 0,08mm vergrössern (168->160).

-Nockenwellen unter Beachtung der Steuerzeiten wieder einbauen, die gekennzeichneten Markierungen sind auf den Nockenwellen vorhanden und müssen 100% exakt so eingebaut werden!!! 

Die Nockenwellen sind gekennzeichnet falls man vergessen hat welche wo hin gehört:

"INF" Einlass-Vorne
"EXF" Auslass-Vorne
"INR" Einlass-Hinten
"EXR" Auslass-Hinten



Hier der vordere Zylinder:

Die Steuermarkierungen des vorderen Zylinders zum Einstellen nach dem tauschen der Shims:

 

Markierung "F" im Fensterchen dann die Markierung "1F" passend zur Gehäusekante, dann ab der Markierung "2" 16 Kettenbolzen Zählen und dort muss dann "3" passend stehen.

-Lagerböcke wieder einbauen. Dabei auf exakten Sitz der Böcke achten und ein Verkanten vermeiden, die Anlageflächen müssen selbstverständlich sauber sein! Die Schrauben auf Drehmoment (10Nm) anziehen. Die Böcke sind mit "IN" und "EX" gekennzeichnet und dürfen nicht vertauscht werden weil am Auslass noch ein Ölkanal ankommt.

 

-Steuerkette wieder spannen. ->

Bei der Knubbel:

Das geht indem man besagtes Schräubchen etwas nach links dreht (der Spanner schnappt wieder zu und spannt die Kette automatisch). Oder den demontierten Steuerkettenspanner entspannen indem man ihn in der Hand hält und das Schräubchen nach rechts dreht und danach den SKS mit einem kleinen T-Förmigen Blech blockiert. 

    

Dann den entspannten Steuerkettenspanner wieder einbaut und die T-Förmige Sperre entfernt. Auch dann spannt sich die Kette automatisch.

Bei der Kante: 

Hinterher einfach wieder die Feder mit der Kappe einschrauben, die klinke ratscht dann wieder so weit bis die Kette gespannt ist.

-Die Markierungen nochmals kontrollieren! 

-Steuerkettenführung wieder einbauen.

-Motor 2 mal durchdrehen und Einstellung des Ventilspiels nochmals kontrollieren ggf. Plättchen nochmals tauschen.

-Die beiden Zylinder nacheinander bearbeiten. Es ist nicht gut möglich den Motor zu drehen wenn bei einem Zylinder die Nockenwellen demontiert sind!

Jetzt in Kurzform die Anleitung für den hinteren Zylinders, nach dem vorderen sollte das dann kein Problem mehr darstellen:

-Position einstellen: Den Motor nach dem Einstellen des vorderen Zylinders exakt eine Umdrehung drehen so das wieder "F" im Fensterchen steht (die "R" Markierung ist nur fürs Messen des Ventilspiels, also Achtung!!!! * ). Jetzt stehen die hinteren Nocken so das sie kein Ventil betätigen und ausgebaut werden können.

Also Markierung "F" im Fensterchen dann die Markierung "1R" passend zur Gehäusekante, dann ab der Markierung "2" 16 Kettenbolzen Zählen und dort muss dann "3" passend stehen.


 

-Nockenwellen ausbauen

-Shims tauschen

-Nocken wieder wie oben einbauen ("F","1R","2"und "3" passend)

-Lagerböcke wieder einbauen

-Anschließend alles wie oben beim Kontrollieren beschrieben alles wieder zusammenbauen!

-Steuerkette wieder spannen

Ein Tip: Wer seine SV lange fahren möchte sollte sich die verbauten Shims mit der Einbauposition irgendwo notieren. Das erspart bei einer erneut fälligen Einstellung die aufwändige Demontage. Mann kann das/die benötigten Shims dann vorher schon besorgen und dann alles wieder direkt zusammenbauen. Ansonsten geht’s dann wieder los wie bei mir, alle Wellen ausbauen und die Shims messen, dann entscheiden welche gekauft/getauscht werden müssen. Alles wieder provisorisch zusammen damit kein Dreck in den Motor staubt. Erst dann die passenden besorgen und dann alles einbauen. Das lässt sich beim 2. Mal alles durch ein bißchen Dokumentation ersparen weil man vorher weiß was verbaut ist…

Viel Spaß!

* Das die "R"-Markierung nicht die Richtige ist für den hinteren Zylinder musste ich am eigenen Leib erfahren, wenn man die einstellt um die hinteren Nocken einzubauen, stehen die Nockenwellen um 45° falsch. Das hat zur Folge das sich der Motor nicht vollständig drehen lässt weil das Einlassventil auf den Kolben stösst... Hat gut 1,5 Stunden gedauert bis ich drauf gekommen bin was ich falsch gemacht hatte, das Reperaturbuch lag im Betrieb....

Das ganze ist eine ziemliche „Fummelei“ und dev. nix für „Anfänger“, der hohe Preis der Inspektion mit Einstellung beim Händler ist aufgrund des enormen Aufwands nachvollziehbar…

Alle Angaben ohne Gewähr!

Danke an Anaconda und SVbomber für die vielen Fotos!


Nachtrag:
Wenn das Fahrzeug stark verschmutzt ist kann es besonders am vorderen Zylinder schnell mal passieren, dass von oben Schmutzpartikel in den geöffneten Motor fallen.
Eine gespannte Schutzfolie (Plastiktüte und ein paar Stücke Klebestreifen) hat sich bei unseren Arbeiten als hilfreich erwiesen.
Krümelschutz Krümelschutz




Nachtrag
Habe hier mal zur leichteren Dokumentation des Ventilspieles und der dicke der verbauten Shims zwei Entwürfe, welche Ihr -  wenn ihr mögt - gerne nutzen dürft.
Ein mal mit Sollwerten SV650 K04 und ein mal generell, Blanko für V2 Motoren ohne Sollwerte.

Anklicken, mit rechtsklick "speichern unter" ausdrucken - fertig...

SV650 K04


V2 Blanko
 

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Autoren:   Dieter, Dragol, svbomber, svfritze64

Kommentare:
tcan
12 Oct 2018 15:27
 
 
Gibt es hier auch jmd. im Raum 77xxx der fit ist im kontrollieren bzw. Einstellen der dies privat anbietet?
 
Ben
02 Apr 2018 11:15
 
 
Hallo,

habe heute das Ventilspiel an meiner neu angeschafften SV 650 S (Bj. 2001) geprüft. Zumindest beim hinteren Zylinder, da ich zwecks Lackierarbeiten eh alles auseinander habe. Beim Auslass passt die 0,2er Lehre geeerade so durch. Ist hier jemand aus Umkreis Bremen / Delmenhorst der mir beim Einstellen zur Hand gehen kann? Hab zwar technisches Know How, aber würde trotzdem jemand Erfahrenes dabei haben...
Gruß
Ben
 
nitramp80
23 May 2017 16:48
 
 
Unsere SV650SA (K7) ist nun fast 10J und hat 25000 runter. Bin nun über das Ventilspiel gestolpert was prinzipiell bei 24k angeschaut gehört... Was sagt ihr aus eurer Insider Erfahrung: MACHEN oder NICHT, wenn bis jetzt 10J alles tadellos lief!?!? Wenns zu 90 / 95% eh bei allen soweit passt bin ich am Überlegen es überhaupt wegzulassen, aufgrund des Alters mittlerweile... Erfahrungen welcome, besonders jene der jüngeren SV Generationen K6/K7/K8 wie´s bei euch ausgesehen hat...

P.S: Gelten die K04 Toleranzwerte aus dem File auch noch 1:1 so für die K07?
 
svfritze64
13 Dec 2016 22:32
 
 
Nach Ventilspiel messen steht fest - muss eingestellt werden.Hatte früher hier schon mal durchgeschmökert - und bin jetzt drauf zurück gekommen, nach dem das WHB in einer Pasage für mich etwas unverständlich war - habe mir hier die bestätigung geholt ...Klasse Anleitung - Vielen Dank
 
SportRitter
19 Oct 2016 20:20
 
 
Hi!
Vielen Dank für die ausführliche Anleitung. Werde es diesen Winter mal angehen.

Zur anfänglichen Demontage des Kühlers: Wenn die Ablassschraube entfernt wird, während der Kühlerdeckel noch drauf ist, wird das Kühlwasser durch Unterdruck zurückgehalten. Man kann in Ruhe einen Eimer unterstellen (vorhalten!) und danach den Deckel öffnen. So kann das Wasser stress- und kleckerfrei aufgefangen werden.
 
SvRider20
03 Jan 2016 22:12
 
 
Vielen Dank für die ausführliche Anleitung.
Kann echt gut selber gemacht werden, macht Spaß und Geld spart man sich auch noch...
 
andi2
21 Mar 2012 17:29
 
 
Ich fand es leichter, wie Du, die Nockenwellen nicht gleichzeitig zu entfernen, sondern immer nur eine. Wenn man dann auf der verbleibenden Nockenwelle die Kette mit Blumendraht, durch die Löcher des Zahnrades fixiert, muss man nur auf die 16 Bolzen achten.
 
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