Schalttechnik?


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Troubleshooter


#16

Beitrag von Troubleshooter » 03.04.2007 17:31

So wie Duffy es schreibt stell ich mir nen Schaltvorgang beim Motorrad vor - aber ist bei meinem Motorrad wohl nicht ohne Abänderung anwendbar.

Was ich mir ja inzwischen angewöhnt habe war das Zwischengas beim Runterschalten (festgestellt dass es besser geht wenn die Drehzahl im Moment das Schaltens nicht stark abfällt oder steigt). Wobei eben das Runterschalten weniger Probleme macht.

Ich stell's mir zwar eher schädlich vor, werde aber das mit dem Vorbelasten mal ausprobieren.

Und wie kann man den Schalthebel verstellen?? Wusste garnicht dass das geht. 8O

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Teo
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#17

Beitrag von Teo » 03.04.2007 19:58

Ich bin der Meinung, dass die SV-Getriebe nicht zu den besten Ihrer Zunft zu zählen sind. Selbst meine Yamaha XS400 (Baujahr 1978) ließ sich vor 25 Jahren schon leichter und mit weniger Geräuschen schalten. Und bei der SV scheint es große Streuungen in der Qualität zu geben. Manche schalten vom ersten Kilometer an ohne Kraftaufwand oder größere Geräusche, und manche sind eben etwas schwergängiger.

Meine 650er hat auch - wie bei Jenny - zwischen dem 4./5. bzw. 5./6. Gang ab und an gezickt. War dann plötzlich der Leerlauf drin und es hat einmal schön aufgeheult beim Kupplung kommen lassen. War aber nur ab und zu der Fall - man musste aber schon mit Bedacht und sehr bewusst schalten, um es zu vermeiden.

Bei meiner Dicken war das Getriebe am Anfang 'ne glatte sechs!!! Wenn ich etwas länger an der Ampel gestanden hatte oder wenn sie noch kalt war, ließ sie sich nur mit viel Geduld vom 2. in den 3. Gang schalten. Das hieß: Kupplung für einige Sekunden(!) gezogen halten und dann erst schalten. Ansonsten fühlte es sich an, als ob jemand den Schalthebel festgeschweißt hätte. Zwischen dem 5. und 6. gab es dieses Phänomen auch manchmal. Ist 'n blödes Gefühl, wenn Du überholst und das Getriebe beim Schaltversuch stecken bleibt. :evil:

War damit zwei Mal in der Werkstatt, weil ich mir ernsthaft Sorgen machte, dass damit etwas nicht stimmt. Aber dort gab es die Info, dass so ein Getriebe eben noch ein bisschen Einlaufzeit braucht und ich mir erst nach einigen Tausen Kilometern Gedanken machen sollte, wenn's dann noch immer so wäre. Tja, jetzt hab ich gut 2.000km runter, und das Schalten wird von mal zu mal leichter.

Fazit: Warte mal ab, ob sich Deine Beschwerden nicht mit höherer Laufleistung von selbst erledigen - auch wenn Du Dich damit anfreunden solltest, dass das SV-Getriebe eben nicht ein sehr leicht zu bedienendes ist.
Bin dann mal wieder da! :-)

Troubleshooter


#18

Beitrag von Troubleshooter » 03.04.2007 20:09

Wie stabil ist denn so ein Getriebe in Sachen Kilometerleistung? :roll:

Aufgrund einiger Aussagen ("hab ich auch manchmal, mach mir da keine Sorgen") bin ich am Überlegen mich einfach damit abzufinden und so zu fahren.

Meine technische Gehirnhälfte lässt sich dazu aber kaum überreden...

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#19

Beitrag von Teo » 03.04.2007 20:23

Troubleshooter hat geschrieben:Wie stabil ist denn so ein Getriebe in Sachen Kilometerleistung? :roll:
Ich glaube, der Rest meines Moppeds wird das Getriebe nicht überleben - einigermaßen schonende Benutzung vorausgesetzt. Also ohne Kupplung zu schalten wäre nix für mich...
Troubleshooter hat geschrieben:Aufgrund einiger Aussagen ("hab ich auch manchmal, mach mir da keine Sorgen") bin ich am Überlegen mich einfach damit abzufinden und so zu fahren. Meine technische Gehirnhälfte lässt sich dazu aber kaum überreden...
Genau - find Dich damit ab, auch wenn es Dir schwer fällt. Mich hat es auch total angenervt, wenn das Getriebe auffällige Geräusche von sich gab oder sich einfach nicht schalten lassen wollte. Habe mich dann einfach mit der Zeit dran gewöhnt - und freu mich jetzt einfach, dass es von Ausfahrt zu Ausfahrt besser wird.

Gruß,
Teo
Bin dann mal wieder da! :-)

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#20

Beitrag von K.haos-Prinz » 03.04.2007 20:29

Ich habe es auch mal einige Zeit ohne Kupplung beim Hochschalten versucht und war sehr überrascht, wie leicht das doch geht. Zudem ohne Kratzen und Knirschen.
Trotzdem mache ich das jetzt nicht mehr.
Ein bisschen mehr Getriebeverschleiß hat man damit bestimmt und dass ist mir die Nanosekunde, die ich damit spare irgendwie nicht wert.
Ich finde aber, dass es sich irgendwie ziemlich geil anhört, wenn man die Gänge ohne Kupplung reinknallt.
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#21

Beitrag von LazyJoe » 03.04.2007 21:32

Dass beim Runterschalten vom 2. in den 1. Gang ab und zu der Leerlauf rein geht passiert mir auch .. Grade wenn ich zu faul zum Schalten bin. Ist kein Technikproblem, kommt aber vor..
Nur: Dann wieder nen Gang einzulegen bricht mir jedes mal das Herz - da kommt so'n fürchterliches Krachen aus dem Getriebe.. :roll:
Hab schon paar Sachen probiert, es lässt sich aber kaum vermeiden.. Kupplung im Leerlauf wieder kommen lassen, neu ziehen und Gang einlegen hilft nicht (man kann's ja mal probieren :D), von Neutral wieder in den Zweiten zu schalten geht auch net..
Das einzige, was hilft, ist ne ganze Weile rollen lassen und dann wieder nen Gang einlegen..

Lässt sich da wirklich nix machen außer richtig zu schalten?
Proper planning and preparation prevents piss poor performance.

Troubleshooter


#22

Beitrag von Troubleshooter » 04.04.2007 17:22

@Lazy: Das meinte ich mit dem Problem im 2. und im 1. Gang (ist bei mir beim Hoch- und Runterschalten). Da rutscht einfach gerne der N rein und wehe der ist drin und du bist schon schnell..

Ich hab da einfach das Gefühl dass die Zahnräder zu unterschiedlich schnell sind und man selbst zu langsam den Gang einlegt - genau da hilft bei mir nur ein rasches und "betontes" einlegen. Selbst dann meistens mit nem unschönen Krachen verbunden.

Jenny


#23

Beitrag von Jenny » 04.04.2007 18:13

mhh, es scheint ja schon Unterschiede zu geben :roll:
Ich kann zwar Kinderleicht und ohne Geräusche schalten, dafür habe ich aber wie schon geschrieben Problem wenn ich vom 4. in den 5. und vom 5. in den 6. schalten möchte.

Ich habe auch eher Probleme in den Leerlauf zu schalten.
Z.B. an der Ampel stehe ich immer wie blöd da, da ich einfach den Leerlauf nicht rein bekomme. Egal wie leicht ich das Pedal antippe, es rutscht direkt vom 1. in den 2. Gang und das Gleiche auch wieder vom 2. in den 1.

Der Leerlauf wird immer übersprungen. Falls ich es dann doch mal nach dem 8. Versuch schaffe, ist die Ampel wieder grün und ich kann weiter fahren. Echt bekloppt :?

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Flo
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#24

Beitrag von Flo » 04.04.2007 18:15

wegen der rasten-umstellerei:

hebel abschrauben und n zahn tiefer wieder drauf stecken.
Ist der Motor kalt, gib ihm zehneinhalb!

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#25

Beitrag von Drifter76 » 04.04.2007 18:21

Flo hat geschrieben:wegen der rasten-umstellerei:

hebel abschrauben und n zahn tiefer wieder drauf stecken.
Leider ist genau das Falsch!
Nimm 2 Maulschlüssel (ich glaube Größe 10).
Dann schau dir mal die Schaltstange an. Da sind vorne und hinten 2 Gewinde dran, die mit Muttern gekontert sind. Wenn du eine von den Muttern lockerst. kannst du die Schaltstange mit der Hand drehen. Dabei wirst du sehen wie der Schalthebel auf- und abwandert. Wenn du die richtige Position gefunden hast ziehst du die Muttern wieder an und gut ist!

Gruß Drifter76
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#26

Beitrag von Flo » 04.04.2007 19:49

von mir aus, wenn man etwas grober rangehen will, raste versetzen.
die gewinde sind bstimmt nicht ewig lang!

ne mischung aus beidem wird das beste sein.wenn man den hebel versetzt, ändert sich ja auch der abstand.
Ist der Motor kalt, gib ihm zehneinhalb!

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#27

Beitrag von Drifter76 » 04.04.2007 19:52

Das schon. Nur verschlechterst du damit die Schaltbarkeit des Getriebes, da die Schaltstange nicht mehr senkrecht über der Schaltwelle steht. :wink:
R.I.P. Patrick
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rennbär


#28

Beitrag von rennbär » 04.04.2007 22:23

Ich steig nicht hinter das Geheimnis des Schaltens ohne Kupplung....wieviel Millisekunden spart das noch mal? Jedesmal vorher in mentale Versunkenheit abtauchen, um den richtigen Zeitpunkt zu erwischen...? Kapier ich nicht...Kupplung ziehen, Fuß bewegen, Gas geben...gut is....

Michael


#29

Beitrag von Michael » 04.04.2007 22:37

Jenny hat geschrieben:Der Leerlauf wird immer übersprungen. Falls ich es dann doch mal nach dem 8. Versuch schaffe, ist die Ampel wieder grün und ich kann weiter fahren. Echt bekloppt :?
Du hast's gut! Mir wird an der Ampel immer langweilig.
rennbär hat geschrieben:Ich steig nicht hinter das Geheimnis des Schaltens ohne Kupplung....wieviel Millisekunden spart das noch mal?
Auf der Rennstrecke merkte ich wie das richtig Meter bringt (als ich es noch nicht konnte und die neben mir nach vorne wegzogen). Aber auf der Straße mache ich das nicht oft.

Jenny


#30

Beitrag von Jenny » 04.04.2007 22:49

Michael hat geschrieben:
Jenny hat geschrieben:Der Leerlauf wird immer übersprungen. Falls ich es dann doch mal nach dem 8. Versuch schaffe, ist die Ampel wieder grün und ich kann weiter fahren. Echt bekloppt :?
Du hast's gut! Mir wird an der Ampel immer langweilig.
:rofl: da hast Du recht, langweilig wird mir sicherlich nicht :wink:

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