Ich bin der Meinung, dass die SV-Getriebe nicht zu den besten Ihrer Zunft zu zählen sind. Selbst meine Yamaha XS400 (Baujahr 1978) ließ sich vor 25 Jahren schon leichter und mit weniger Geräuschen schalten. Und bei der SV scheint es große Streuungen in der Qualität zu geben. Manche schalten vom ersten Kilometer an ohne Kraftaufwand oder größere Geräusche, und manche sind eben etwas schwergängiger.
Meine 650er hat auch - wie bei Jenny - zwischen dem 4./5. bzw. 5./6. Gang ab und an gezickt. War dann plötzlich der Leerlauf drin und es hat einmal schön aufgeheult beim Kupplung kommen lassen. War aber nur ab und zu der Fall - man musste aber schon mit Bedacht und sehr bewusst schalten, um es zu vermeiden.
Bei meiner Dicken war das Getriebe am Anfang 'ne glatte sechs!!! Wenn ich etwas länger an der Ampel gestanden hatte oder wenn sie noch kalt war, ließ sie sich nur mit viel Geduld vom 2. in den 3. Gang schalten. Das hieß: Kupplung für einige Sekunden(!) gezogen halten und dann erst schalten. Ansonsten fühlte es sich an, als ob jemand den Schalthebel festgeschweißt hätte. Zwischen dem 5. und 6. gab es dieses Phänomen auch manchmal. Ist 'n blödes Gefühl, wenn Du überholst und das Getriebe beim Schaltversuch stecken bleibt.
War damit zwei Mal in der Werkstatt, weil ich mir ernsthaft Sorgen machte, dass damit etwas nicht stimmt. Aber dort gab es die Info, dass so ein Getriebe eben noch ein bisschen Einlaufzeit braucht und ich mir erst nach einigen Tausen Kilometern Gedanken machen sollte, wenn's dann noch immer so wäre. Tja, jetzt hab ich gut 2.000km runter, und das Schalten wird von mal zu mal leichter.
Fazit: Warte mal ab, ob sich Deine Beschwerden nicht mit höherer Laufleistung von selbst erledigen - auch wenn Du Dich damit anfreunden solltest, dass das SV-Getriebe eben nicht ein sehr leicht zu bedienendes ist.