Continental RoadAttack 3


Richtige Einstellungen am Fahrwerk und den für dich richtigen Reifen wählen.
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Canny_Flow
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Continental RoadAttack 3

#1

Beitrag von Canny_Flow » 29.08.2017 20:00

Servus zusammen!

Hab bei mir im Galerie-Thread ja schon angefangen kurz über meine Erfahrungen mit dem RA3 zu berichten, da ich hier aber noch keinen eigenen Thread zu dem Reifen finden konnte, kommt der eigentliche Erfahrungsbericht jetzt hier rein.

Bekommen habe ich die Reifen Ende letzter Woche, auf dem Bike waren sie dann Samstag und wurden direkt ca. 50 km auf hauptsächlich kurvigen Landstraßen eingefahren. Meinen ersten Eindruck hatte ich wie folgt gepostet:
Canny_Flow hat geschrieben: - Gabel fühlt sich mit dem härteren Öl deutlich besser an (noch auf Werkseinstellung). Nicht ideal, aber "satter" als vorher.
- Die Conti RA3 sind seeeeeehr geil! Vermitteln direkt auf den ersten Metern Sicherheit, nach 19km waren die Stiefelschleifer am Boden, nach 22km die Rasten. Kein Rutschen, schön agil, herrvorragende (für meinen Arsch empfundene) Eigendämpfung und Geradeauslauf wie auf Schienen. Einzig das Aufstellmoment beim Anbremsen in Kurven, schien mir gefühlt etwas stärker als bei den Metzler Z8 die vorher drauf waren. Mehr feedback dazu schreib ich die Tage, wenn mehr km abgespult wurden.

Hier mal nen Bild des Hinterreifens nach 25 km... Man kommt sehr schnell auf Kante ^^
HR 25km (Large).jpg
An diesen ersten Eindrücken hat sich auch im Verlauf der Sonntag gefolgten SEHR sportlichen 250 km Tour nichts grundlegendes geändert. Und über die 100 km gestern und heute auch nicht. Ich denke einen ersten Eindruck kann ich jetzt trotzdem etwas differenzierter geben, möchte das Ganze aber aufteilen in "subjektiv" und "objektiv", weil einige Punkte einfach NUR meinem "Gefühl" entsprechen aber vermutlich nicht messbar und/oder unter Laborbedingungen reproduzierbar sind :P

(Eher) Objektiv:

Der Reifen hat Grip. Im trockenen und bei Temperaturen (Luft) die zwischen 14°C (Sonntag morgen) bis 30°C (heute tagsüber) lagen, hat der Reifen Grip. Ohne Ende. Von Anfang an! Ob es daran liegt das Conti ihn angeraut ausliefert, oder an einer sehr soften oberen Gummischicht weiß ich nicht, aber der Reifen klebt vom ersten Meter an auf der Straße. Wie oben beschrieben gehts sehr schnell ihn auf Kante zu bringen und wirklich Einfahren konnte man das nicht nennen, da er wirklich sofort haftet. Ich hab es bisher auch nur einige wenige male geschafft, das Hinterrad wirklich zum blockieren zu bekommen. Man muss schon VERDAMMT hart vor ner Kurve die Gänge runterprügeln und die Kupplung flitschen lassen, damit der Hinterreifen blockiert. Mit der HR-Bremse alleine kaum machbar. Und selbst wenn das Rad blockiert, kommt die Haftung sehr schnell zurück und alles fühlt sich sehr kontrollierbar an. Auch beim harten Rausbeschleunigen aus großer Schräglage im zweiten Gang habe ich es bisher nur einmal geschafft (vielleicht nur eingebildet), das es hinten etwas wegschmierte. Sollte dies der Anfang vom Grenzbereich sein, dann kündigt er sich wirklich angenehm an! Am Voderrad konnte ich bisher keinen Haftungsverlust feststellen (was auch gut so ist :mrgreen:).
Auch eher objektiv würde ich sagen, dass der Reifen eher "hoch" und "schmal" baut. Leute die eine HR-Abdeckung haben sollten wirklich gucken ob sich das ausgeht! Ich habe den Unterschied gemerkt, als ich das Rad wieder unters Bike bugsiert hab. Unter den alten Z8 (der immer noch 3.5 mm Profil auf der Mitte hatte) passte mein Holzblock, unter den Conti passte nichts mehr.

(Eher) Subjektiv:

- Der Geradeauslauf ist top. Egal ob Schritttempo oder 200 km/h (schneller war ich bisher nicht), die Kiste ist absolut stabil.
- Eigendämpfung passt zur Dicken. Bin ich den Z8 vorher mit 2.3 bar vorne und 2.5 bar hinten gefahren (weil es sonst eine ziemliche Hoppelei war), so passt der RA3 mir jetzt auch richtig gut mit 2.5 vorne und 2.9 hinten. An diesem Gefühl ändern auch Fahrbahnrillen oder Schlaglöcher nicht viel. Spurstabil und satt auf der Straße.
- Der reifen ist agil aber stabil. Schnelles Umlegen, auch bei höheren Geschwindigkeiten, geht spielerisch einfach, trotzdem wird die Linie super gehalten.
- Langsame Kurven, rangieren, oder Spitzkehren fahren sich irgendwie einfacher und angenehmer. Dieser Eindruck kann natürlich täuschen, vor allem weil die alten Räder schon ein wenig eckiger waren, aber gefühlt ist das auf jeden Fall so.
- Aufstellmoment beim Anbremsen in Kurven ist spürbar da. Aber versteht mich nicht falsch: Das ist nicht unangenehm. Für mich jedenfalls nicht. Es ist kein radikales Aufstellen und macht das Fahren, oder auch die Korrektur der Linie, ziemlich transparent. Man bekommt einfach eine gute Rückmeldung.

Soweit mein nun "wirklich" erster Eindruck. 400+ km sagen einem zwar noch nicht wirklich wie der Reifen sich in Zukunft (vor allem gegen Ende seines Lebens) verhalten wird, oder wie lange er bei MEINER Fahrweise hält, aber soweit jetzt erstmal mein Arschgefühl. Da habt ihr`s! ;) bier

Hier noch Bilder von VR und HR, Stand heute. Hab leider keine Bilder Sonntag nach der Tour gemacht (da hats doch etwas rauher ausgesehen).
HR 450km (Large).jpg
Hinterreifen
VR 450 (Large).jpg
Vorderreifen
Für die Fahrwerksprofis da draußen: Wie man sehen kann hab ich mehr Abrieb an der Vorderkannte der Profilrillen am HR. Zugstufe oder Druckstufe weiter auf?? :?:

Update wirds hier immer mal wieder geben, je nachdem wieviele km ich vor dem Winter noch schaffe :D

Bis dahin cheers,
Flo

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Re: Continental RoadAttack 3

#2

Beitrag von Black Jack » 30.08.2017 13:22

Canny_Flow hat geschrieben: Bin ich den Z8 vorher mit 2.3 bar vorne und 2.5 bar hinten gefahren (weil es sonst eine ziemliche Hoppelei war)...
Da ich die Z8 jetzt schon ziemlich lange fahre, kann ich dir sagen, da hoppelt nix. und zwar bei 2,5 Bar vorne und 2,9 Bar hinten.
Aus Gesprächen mit Franz (Franzracing) weis ich daß es da einen Zusammenhang (crossover) gibt.
Ist das Fahrwerk zu hart, muß man den Luftdruck senken und umgekehrt.

Da mein Fahrwerk optimal abgestimmt ist, gehe ich davon aus, daß deins zu hart ist.
Deshalb mußt Du den Druck absenken damit es nicht "hoppelt".

Das als Anregung zur weiteren Abstimmung...
Gruß Jürgen

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Re: Continental RoadAttack 3

#3

Beitrag von Canny_Flow » 30.08.2017 13:55

Besten dank für den Input! (und ja, ich bin bestimmt kein Fahrwerksspezialist :oops: )

Das würde aber erklären warum es sich gegen Ende mit dem Z8, wo ich hinten nochmal die Druckstufe weiter aufgemacht hatte, besser anfühlte (trotz des eh schon niedrigeren Reifendrucks). Ich muss jetzt eh nochmal neu austesten was mir wie/was mit den neuen Reifen am besten ist. Passen tuts auf jeden Fall hinten schon mal nicht, sonst hätte ich keine ungleichmäßige Abnutzung an der Vorderkante der Profilrillen.

Wir hatten ja schon einmal in einem anderen Thread eine Diskusion über Druck und Z8. Schade ist einfach, dass ich den Z8 bisher nie in neu erlebt habe. Meine Pellen waren 4 Jahre alt (und schon mehr als angefahren) und ich bin mittlerweile auch immer mehr der Meinung, dass auf jeden fall mit dem HR iwas chemisch nicht mehr ganz normal war. Gegen Ende konnte ich mit den Fingern die Reifenkannte abknippsen, so spröde war da das Gummi. Auch der Hauptgrund warum ich jetzt gewechselt hab, obwohl eigentlich noch Profil da war.

Ich will bestimmt nichts gegen den Z8 sagen! Es ist auf diesem Motorrad nur die einzige Referenz die ich bis jetzt habe/hatte... :)

Cheers,
Flo

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Re: Continental RoadAttack 3

#4

Beitrag von Black Jack » 30.08.2017 14:09

Das hab ich auch gar nicht angenommen, daß du etwas gegen den Z8 sagst.
Aber durch diesen Reifen hab ich einen Vergleich.
Wobei die Frage ist war das der Z8 Interact M oder O?
Also doppelte oder einfache Karkasse...
Gruß Jürgen

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Re: Continental RoadAttack 3

#5

Beitrag von Canny_Flow » 30.08.2017 17:01

Wollt`s nur sicherstellen ;)

Ich bin fast sicher das es einer mit "O" Kennung war. Ist das einfache oder doppelte?

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Re: Continental RoadAttack 3

#6

Beitrag von Black Jack » 30.08.2017 18:00

Dann hattest du den härteren mit doppelter Karkasse, ich fahre den M...
Gruß Jürgen

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Re: Continental RoadAttack 3

#7

Beitrag von Canny_Flow » 30.08.2017 20:43

Hmm. Würde dann ja dafür sprechen das ich`s zu holperig fand. Ich bin zwar nicht grade eine zarte Elfe, aber genug Gewicht wie mit Sozia oder viel Gepäck bringe ich doch nicht zusammen :mrgreen:

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Re: Continental RoadAttack 3

#8

Beitrag von Thorsten_Köhler » 30.08.2017 21:13

@TE
Kontrolliere mal die HR-Bremse.
Wenn Du damit das Rad nicht zum Blockieren bringen kannst, hast Du entweder eine mangelhafte Bremse oder zu wenig Beinmuskeln.
Das habe ich bislang noch problemlos bei jedem Mopped geschafft.
Lack oben, Gummi unten.

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Re: Continental RoadAttack 3

#9

Beitrag von Canny_Flow » 30.08.2017 21:22

Nah, mit Beinen und Bremse ist alles gut. Vielleicht etwas zu euphorisiert geschrieben :oops:
Klar kringt man das HR mit der Bremse blockiert wenn man es drauf anlegt. Aber im normalen Fahrbetrieb (wenn man nur unterstützt) passiert das eigentlich nicht mal eben so, auch wenn man etwas kräftiger reinlangt. Dann eben nur mit Kräftiger Unterstützung des Motors.

Finde es aber gut das Du mich darauf hinweist! Wäre durchaus sicherheitsrelevant wenns die nicht richtig tun würde!

Cheers,
Flo

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Re: Continental RoadAttack 3

#10

Beitrag von Black Jack » 30.08.2017 21:39

Canny_Flow hat geschrieben:Hmm. Würde dann ja dafür sprechen das ich`s zu holperig fand. Ich bin zwar nicht grade eine zarte Elfe, aber genug Gewicht wie mit Sozia oder viel Gepäck bringe ich doch nicht zusammen :mrgreen:
Wäre auch meine Annahme...
Gruß Jürgen

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Re: Continental RoadAttack 3

#11

Beitrag von Kurvenguide » 05.09.2017 8:05

@Canny_Flow

Ich kann die Ausführungen von Canny_Flow, bezüglich des CRA3 durchaus genau bestätigen.
Ein wirklich geiler Reifen.....und ein echter Sprung in der Tourensport-Reifenabteilung!
Der CRA3 ist praktisch ein Supersport-Tourensportreifen!

Auch im Regen ist er gut dabei, nicht absolute Spitze aber Ok, mit breitem Grenzbereich und dem direkten Fahrgefühl!

Nur die Standzeit ist bei mir noch etwas fraglich......die Reifenoberfläche wird rau, wie ein Sportreifen bei hoher Temperatur......hat zwar viel Gummi drauf, aber .......mal schauen.

Übrigens!
Wenn die Profil-VORDERKANTE am HR ZU STARK auswäscht, bedeutet das, dass deine Druckstufe (Hi oder Low) und/oder Feder zu hart ist!
Wenn die Profil-Hinterkante nach oben aufsteht, ist deine Zugstufe wahrscheinlich zu straff!
Und umgekehrt!
Das kann sich aber auch gegenseitig beeinflussen und vom Negativfederweg und Reifendruck überlagert werden!
Bis zu einem bestimmten Rahmen ist das Abriebverhalten der Kanten NORMAL, besonders hinten, ganz aussen auf den Flanken, wenn du immer wieder stark aus den Ecken rausballerst!

Ciao
Patrick

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Re: Continental RoadAttack 3

#12

Beitrag von Canny_Flow » 05.09.2017 21:38

Hi Patrick,

freut mich das Dir der Reifen auch so zusagt :D

Was die Standzeit angeht.. nun ich hoffe das ich diese Saison noch die 1k oder 1,5k km auf den Reifen bringe. Ich mess dann mal Profiltiefe und dann kann man hoffentlich ein wenig interpolieren wo ich (mit meinem Fahrstil!!) so ungefähr auskommen sollte. Freu mich aber wenn hier auch andere Leutz ihre Erfahrungen mitteilen!

Danke für die Info bzgl. der Profilkanten!!! Ich hatte das iwo schon einmal nachgeguckt aber vergess immer welche Kante was bedeutet. Dass die Feder vielleicht zu hart ist, ist ja eher ein bekanntes Problem der Dicken. Wobei, mit meinen 105 kg Fahrfertig passt sie vielleicht ganz gut :P Ich werde auf jeden Fall die Druckstufe mal weiter aufmachen und gucken wie sich das entwickelt ;)

Cheers,
Flo

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Re: Continental RoadAttack 3

#13

Beitrag von twindance » 09.09.2017 14:26

Hab den CR3 jetzt 3000km auf der Dicken - und der ist soooooo geil. Ich finde ihn selbst im Regen richtig gut, selbst da wird er richtig mollig warm :D. Wenn es zu übermütig wird, gibt er sehr breit zu verstehen, dass es jetzt reicht. Im Trockenen habe ich den Reifen zwar auf die Kante, aber nicht an seine Grenzen bringen können. Echt genialer Reifen, da muss sich selbst mein geliebter Sportec M7RR hinten anstellen.
Kampfspuren schänden nicht!
Das Leben ist eines der Härtesten und endet grundsätzlich mit dem Tod.

Bitte verwirren Sie mich nicht mit Tatsachen, ich habe bereits eine Meinung!

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Re: Continental RoadAttack 3

#14

Beitrag von Canny_Flow » 29.09.2017 20:05

So,

die ersten 1000km (1021 um genau zu sein) haben die Contis jetzt hinter sich und ich denke es ist Zeit für ein Update.

Generell erstmal: An meiner ersten Einschätzung hat sich bisher wirklich nichts geändert. Der Reifen klebt bombastisch, ist agil und gleichzeitig stabil, macht auch im Regen was er soll (wobei ich da immer ziemlich vorsichtig vor mich hin eier) und ist was Vertrauen und Transparenz angeht mit das Beste, was ich je unterm Hintern hatte. Was er nicht mag sind nasse Bitumenstreifen in heißem Zustand (mögen vermutlich die wenigsten). Mich hats im Spätsommer bei 33° Lufttemp. spontan mit nem Regenguss erwischt, da muss man ein wenig aufpassen. Bei kaltem Wetter im Regen hatte ich derartige Erlebnisse aber noch nicht. Da ists neutral.

Was er auch überhaupt NICHT mag ist.............. Kuhscheiße. Ziemlich ätzend wenn man so ne Asphaltmiene übersieht. Nicht nur schmierts für ein paar Meter wie blöde, aber was man hinterher alles saubermachen darf :( hell :( hell :( hell

Für die meisten hier vermutlich aber auch noch interessiert ist die Laufleistung und das Abriebverhalten. Zum Abriebverhalten kann ich sagen, dass je kühler es ist und je härter man den Reifen ran nimmt, umso deutlicher löst sich die Oberfläche auf. Die nachfolgenden zwei Bilder zeigen den Hinterreifen bei ca. 16° Lufttemp. nachdem ich etwas zügiger mal die 15 Kehren von meinem Hausberg raufgejodelt bin:
HR 1000 (Large).jpg
HR 1000 2 (Large).jpg
Witzigerweise: Je heisser es ist (Asphalt, Luft, Reifen), umso weniger dramatisch fällt die sichtbare Auflösung aus. Ich könnte mir vorstellen das die Gummioberfläche bei höheren Temperaturen vielleicht einfach schneller/mehr zusammenschmilzt?! Keine Ahnung, aber es ist auffällig...

Thema Laufleistung. In der gleich folgenden Tabelle habe ich das Profil der Reifen nach Kauf und dann nach den jetzt abgespulten 1000 km eingetragen. Sind natürlich nur Richtwerte, da nicht an mehreren Stellen/mehrmals gemesse, keine Statistik... usw...., aber ich denke es gibt doch einen groben Richtwert, wie sich die Reifen verhalten.

Zum Fahrprofil:
Von den 1000 km:
85% Landstraße
10% Stadt
5 % Autobahn

Außerdem ca. 70% alleine und 30% mit Sozia gefahren. Ebenfalls ca. 10% der Gesamtlaufleistung im Regen. Generelles Fahrprofil wenn ich alleine unterwegs bin: Vermutlich eher "sportlich".

Aus den gemessenen Werten und der Annahme das bei 1,6 mm Restprofil schluss mit dem Reifen ist, habe ich außerdem eine MÖGLICHE Lebensdauer extrapoliert. Hier die Tabelle:
Conties nach 1000.png
Geht man danach, dann ist bei mir der Hinterreifen nach ca. 5k durch (kleinster Wert, Mittlere Lauffläche) und vorne wäre nach 7,5k schluss, weil der äußere Rand dann platt ist. Die Realität dürfte aber wahrscheinlich irgendwo dazwischen liegen und man kann jetzt auch noch nicht sagen, wie sich der Reifen zu einem späteren Zeitpunkt seines Lebens verhält (ob Abbau über die komplette Zeit z.B. konstant bleibt). Mit den 1000km die ich jetzt habe, ist das aber die beste Einschätzung die ich bisher geben kann. Ich bin außerdem gespannt wie sich die Tabelle über die nächsten Intervalle verändert. Poste die Updates dann natürlich hier :D

In diesem Sinne cheers und einen schönen Start ins WE!
Flo

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Re: Continental RoadAttack 3

#15

Beitrag von jubelroemer » 29.09.2017 20:44

Canny_Flow hat geschrieben:Was er auch überhaupt NICHT mag ist.............. Kuhscheiße.
....... was fürs Lastenheft für den RA4 :D .

Dass der (optische) Verschleiß bei niedrigen Temperaturen höher ist liegt vermutlich daran, dass da mehr Schlupf im Spiel ist.
Wolfgang Müller, Rennfahrer, † 26.06.2020

ab 11:05 - wie geil ist das den !

Scheisse ist, wenn der Furz was wiegt !

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