lenkanschlag


Wie repariere ich...? Wie baut man was an der SV um? Die Bastelbude für den Laien bis zum Profi.
obi


#16

Beitrag von obi » 17.04.2005 21:08

kaputti hat geschrieben:oh-ja, obi mach mal von der "obi-lösung" ein foto / oder 2.
der kaputti hat zwar kein prob. dieser art, aber interesse :wink:
sodala, hier das gewünschte foto:
Bild
das rote isolierbandzeugs ist nur temporär, schäm ich eh dafür :oops:


nun zur diskussion:

keine ahnung, wie das mit dem tüv in deutschland so funktioniert, soweit ich das bisher im forum mitbekommen habe, ist das meist auslegungssache des zuständigen. ich finde es nicht sinnvoll, einen rahmen (und damit das ganze motorrad) wegzuwerfen, nur weil der lenkanschlag beschädigt ist. mir ist klar, dass das fehlen rechtlich ein problem darstellt - aber mit der selben lockerheit, mit der ich manchmal sperrlinien oder geschwindigkeitsbeschränkungen ignoriere, verzichte ich in diesem fall auf die 100% legalität der lösung, mir ist nur wichtig, dass sie funktioniert. (ich hoffe, das mit den sperrlinien liest jetzt keiner von den grünen :wink: )

*) funktion: die aufgabe des lenkanschlagbegrenzers ist in meinen augen nur der schutz des tanks vor dellen durch die anschlagenden armaturen BEIM RANGIEREN (beim abschleppen nach meinem crash hab ich mir eine kleine beule mit dem lenker reingemacht, aber fällt kaum auf)
die sache mit dem lenkerpendeln seh ich so: wer angst vorm lenkerschlagen hat, soll sich einen lenkungsdämpfer montieren, ist meines wissens der einzige effektive schutz vor lenkerpendeln. sollte der lenker meiner sv mal so wüst ausschlagen (mir zum glück noch nie passiert - 24tkm), dann ist mir der lenkanschlag oder beulen im tank völlig egal, dann will ich nur keinen abflug erleben.

*) schweissen vs bohren
irgendwie klar, dass keine variante richtig ideal ist. mir wurde von mehreren seiten stark vom schweissen abgeraten, weil dadurch die festigkeit des rahmens in dem betroffenen bereich deutlich reduziert werden KANN. meine bescheidenen metallkenntnisse (bauingenieur) lassen mir diesen einwand durchaus plausibel erscheinen.
RAINOSATOR hat geschrieben:Im übrigen halte ich die "lochreinbohr-und-schraube-reindreh-methode" für "gefährlicher" als das anschweissen;
Da bei einem erneuten sturz ein noch grösseres stück bricht.........
sollte ich nochmal einen derartigen crash mit der sv haben, bau ich sie sicher nicht mehr auf. ich steck nicht nochmal 3000 euro rein. dann ist sie halt schrott - ob mit oder ohne lenkanschlag.

*) wiederverkauf
ich will niemanden bescheissen, deshalb würde ich im falle eines verkaufs mein motorrad eindeutig als unfallmaschine deklarieren. ich kann allerdings ein protokoll der rahmen-vermessung und die rechnung der reperatur (durchgeführt von einer suzuki werkstatt) vorlegen. also wertmindernd, aber durchaus verkäuflich.
Erkanbeyabi hat geschrieben:Und was ist wenn ich die Maschine irgendwann mal verkaufen will!

Reicht es nicht wenn ich den Käufer sage was krumm bzw. ausgetauscht wurde wie gabel, vorderfelge, verkleidung usw. oder muß ich auch sagen das
der Lenkanschlag futsch ist??
Deshalb eindeutig: "JA!"

abgesehen davon: sowas wie den lenkanschlag schaut sich jeder halbwegs informierte käufer an, weil der im gegensatz zu den anderen teilen deutlich auf einen unfall hinweist. => wenn ich dein moped kaufen wollte, ich hätte dich schnell durchschaut :wink:

SV-988
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Lenkanschlag

#17

Beitrag von SV-988 » 17.04.2005 21:45

Hey Brezelschorsch Die Firma Köster in 89358 Kammeltal-Goldbach , (www.motorrad-koester.de ) repariert auch Alurahmen mit TÜV-Gutachten und Garantie . Übrigens Obi , wenn Du glaubst ,die Hersteller wüssten genau was sie wie machen , kann ich nur lachen . Vor einigen Jahren ist mir ein Supersportmoped eines großen Herstellers , dessen Name mir soeben entfallen ist , durch eine gerissene Schweissnaht unterm A...h zusammengebrochen !!! mfG SV988

RAINOSATOR


Re: Lenkanschlag

#18

Beitrag von RAINOSATOR » 17.04.2005 22:21

SV-988 hat geschrieben: Übrigens Obi , wenn Du glaubst ,die Hersteller wüssten genau was sie wie machen , kann ich nur lachen . Vor einigen Jahren ist mir ein Supersportmoped eines großen Herstellers , dessen Name mir soeben entfallen ist , durch eine gerissene Schweissnaht unterm A...h zusammengebrochen !!! mfG SV988

Da fallen mir als beispiel ein ,die tolle in Amerika Produzierte GOLD-WING
(die zum reparieren auf Honda`s anweisung auf die seite gelegt und nachgeschweisst wird; wie Fachmännisch.... :roll: )
oder Suzuki`s TL1000 und die GSX1200 wo die Federbein-aufnahmen abgerissen sind...............

Sind schon lustig diese "Hersteller die wissen was sie tun";



>>vom schweissen abgeraten, weil dadurch die festigkeit des rahmens in dem betroffenen bereich deutlich reduziert werden KANN. <<

so so, und ein loch was da reingedrällert wird reduziert die festigkeit nicht ?
obwohl man Material abträgt ? obwohl das ganze einer seitlichen
(scher)belastung ausgesetzt ist ?


na was solls :wink: hat halt jeder seine ansichten.

obi


Re: Lenkanschlag

#19

Beitrag von obi » 17.04.2005 22:29

RAINOSATOR hat geschrieben: Sind schon lustig diese "Hersteller die wissen was sie tun";

>>vom schweissen abgeraten, weil dadurch die festigkeit des rahmens in dem betroffenen bereich deutlich reduziert werden KANN. <<

so so, und ein loch was da reingedrällert wird reduziert die festigkeit nicht ?
obwohl man Material abträgt ? obwohl das ganze einer seitlichen
(scher)belastung ausgesetzt ist ?


na was solls :wink: hat halt jeder seine ansichten.
nicht mir so auf die füsse steigen :!:

mal langsam: klar bauen die hersteller auch scheisse, aber eigentlich wollte ich nur sagen, dass die chance, dass irgendein fuzzy in irgendeiner werkstatt die sache verbockt recht groß ist.

@rainosator: schaumal, wo das loch ist. was soll da groß an schubbelastung sein? beim schweissen heizt sich im normalfall ein wesentlich größerer bereich auf ein u.U. bedenkliche temperatur auf.

so, ich hab genug, geh jetzt schlafen, a guate nacht wünsch i enk.

brezelschorsch


Re: lenkanschlag

#20

Beitrag von brezelschorsch » 20.04.2005 10:19

brezelschorsch hat geschrieben:Hallo , habe mir bei einem sturz den lenkanschlag am rahmen abgebrochen , kann mir jeman einen tipp geben was ich machen kann ??
sv 650 , bj 2000
habe zur repatur bis jetzt 450€ kosten gehabt , Motorrad fährt einwand frei und ich fahre täglich damit zur Arbeit kein wackeln oder irgend etwas , nur der blöde anschlag . Werde nächtes Jahr mein glück beim TÜV probieren .

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#21

Beitrag von K.haos-Prinz » 01.06.2007 16:12

lelebebbel hat geschrieben:die Obi Lösung ist in Deutschland KEINE LÖSUNG!!!

Schaut euch mal ne Checkliste vom TÜV an:
Punkt 1 a) Lenkanschlag vorhanden und in Ordnung?

Der Lenkanschlag am Rahmen darf weder mit Schrauben o.ä. geflickt sein, noch geschweisst. Beides unzulässige Änderungen am Rahmen. Es gibt allerdings angeblich Reparaturfirmen, die das zertifiziert mit TÜV-Abnahme machen können.

Meine CB500 habe ich damals deswegen aufgegeben, und da wäre eine Reparatur dank Stahlrahmen vergleichsweise noch leicht gewesen!
Also ich hab ja nen SBL drauf, von daher musste der Lenkanschlag geändert werden. Als ich nach meinem Unfall die Verkleidung ab hatte, habe ic gesehen, dass der Lenkeinschlag genau mit dieser "Lochdurchbohr-und-Schrauben-reinsteck"lösung verändert wurde.
Ich habe das Motorrad so gekauft und es ist alles eingetragen (Auch der Lenkanschlag).
Satzzeichen sind keine Rudeltiere

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