Angst


Allgemeine Gesprächsthemen, Fragen und Antworten.
mattis


#31

Beitrag von mattis » 27.05.2005 15:51

Moin,

ich kann das problem mit der Anspannung gut nachvollziehen.
Es gibt Tage, da hab ich das Problem auch. Leider.

Für mich hab ich folgendes entdeckt:

- WEIT vorrausschauen - das Mopped folgt der Linie wie von selbst
- Bewusst lenken (Lenkimpuls und Druck am richtigen L-Ende)
- Oberkörper mittels Bauch- und Rückenmuskulatur "halten" - nicht am lenker festhalten, Mopped nur leicht führen. Dann flutscht das gleich viel besser
- Oft Pausen machen
- Sich nicht treiben und/oder mitreißen lassen. NIE.
- Auf fremden Strecken nur auf Sicht fahren

Trotzdem mach ich heute teilweise immer noch die gleichen Fehler wie am Anfang.
Es gibt immer wieder Situationen wo man erschrickt, bremst, aufrichtet, anstarrt, etc.

man gewöhnt sich das Falsche einfach an.
Sicherheitstraining schieb ich auch vor mir her.

Trial und Enduro sind sehr empfehlenswert.
Auch für nur Straßenfahrer. Man kann viel probieren und auf losem Untergrund die Reaktion des Moppeds relativ sicher ausloten.


Gruß
Matthias

SVDuja


#32

Beitrag von SVDuja » 27.05.2005 16:03

Hallo,
also das mit dem Trial-Training scheint eine wirklich gute Sache zu sein. Habe auch schon was in der näheren Umgebung gefunden (sogar nur für Frauen) und ich denke 58 € für 3 Stunden sind o.k. Allerdings waren sämtliche Termine im März :-(
Ich hab aber mal per eMail angemailt, ob auch weitere Termine verfügbar sind. Sicherheitstrainings werden dort auch angeboten (für 78 €) und auch für blutige Anfänger. ADAC hat mir gesagt, für deren SHT sollte man schon sehr viel Praxis haben und sehr erfahren sein (was ich mit 3000 km vor 2 Jahren sicher zur Zeit nicht bin).

Danke noch mal, ich freu mich über alle Tipps :D

mattis


#33

Beitrag von mattis » 27.05.2005 16:10

SVDuja hat geschrieben:ADAC hat mir gesagt, für deren SHT sollte man schon sehr viel Praxis haben und sehr erfahren sein (was ich mit 3000 km vor 2 Jahren sicher zur Zeit nicht bin).D
Achwas.

Der ADAC bietet doch auch Trainings für Einsteiger, Wiedereinsteiger, Saisonanfang, Intensiv und Perfektion an.

Da wirst du wohl an eine der gelben Pappnasen geraten sein.


Gruß
Matthias

FossiL


#34

Beitrag von FossiL » 27.05.2005 16:11

SVDuja hat geschrieben:ADAC hat mir gesagt, für deren SHT sollte man schon sehr viel Praxis haben und sehr erfahren sein (was ich mit 3000 km vor 2 Jahren sicher zur Zeit nicht bin)
Ich habe zwar kein ADAC SHT gemacht, aber ich konnte noch während meiner Fahrschulzeit bei einem Sicherheitstraining mitmachen. Mein damaliger Fahrlehrer organisiert nämlich neben der Fahrschule auch SHTs und Renntrainings.

Ich muss sagen, dass mir das SHT während meiner Fahrstunden am meisten gebracht hat. Wenn man, gerade am Anfang, mal nen ganzen Tag auf dem Bike verbringt und Ausweichen, Slalom etc übt, wird man viel sicherer und vetrauter mit seinem Bike. Ich kann also nicht glaube, dass man dafür "sehr erfahren" sein muss.

Mir hats auf jeden Fall ne Menge gebracht!

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#35

Beitrag von heikchen007 » 27.05.2005 17:48

SVDuja hat geschrieben: ADAC hat mir gesagt, für deren SHT sollte man schon sehr viel Praxis haben und sehr erfahren sein
Hääh ? Mit was für ´ner Null haste denn da gesprochen ? :roll:

Ich habe die letzten beiden Jahre zum Saisonbeginn jeweils ein SHT beim ADAC gemacht.

Das war absolut auch für Anfänger geeignet ! Und bringt (mir persönlich) richtig viel. 8)
Ich lehne es ab, eine Schlacht des Geistes mit einem unbewaffneten Gegner zu führen

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#36

Beitrag von SunnyFrani » 27.05.2005 17:52

Der ADAC bietet doch auch Wiedereinsteigertrainings an?!

SVDuja


#37

Beitrag von SVDuja » 27.05.2005 18:23

Ich hab da mit welchen vom ADAC bei der Motorradmesse in Dortmund 2003 auf deren Stand gesprochen, und da hatte ich ja gerade mal eine Fahrpraxis von ca. 1000 km - da haben die mir eindeutig von abgeraten.

Auch ein Kollege meinte, man sollte seine Maschine schon gut beherrschen. Aber einige Gedankengänge weiter - im vergleich zu heute morgen - weiß ich jetzt, dass vieles in meinem Kopf querläuft. Ich rede mir zu sehr ein: ich kann das nicht - bzw. verdeutliche mir immer, was passieren könnte... das hab ich beim Auto nie gehabt.

Mein Mann ist eben mit mir Fahrphysik durchgegangen, da ich die bisher nie so wirklich verstanden habe, hilft mir das auch schon. Wir sind mal durchgegangen, warum und wieso man auf Schotter etc. die Vorderradbremse nicht betätigen soll. Es hilft doch, wenn man das Warum versteht und nicht einfach nur den Fakt hinnimmt.

Mein Mann hat auch grad mit mir gemeckert, weil uns jetzt schon mehrere Bekannte angesprochen haben, dass wir mal zusammen fahren und ich immer sofort abschrecke - das kann ich nicht, weil ich noch nicht genug Fahrpraxis habe und ich mir das nicht zutraue - dass ich doch durch diese Grundeinstellung auch blockiere anstatt zu sagen, ok und wenn es nicht klappt, lass die anderen halt fahren...

Trotzdem werden wir (sobald mein Arm wieder in Ordnung ist) das Thema jetzt gezielt angehen (üben, Eure Tipps beherzigen, versuchen ein Trial Training zu machen und eben auch ein Sicherheitstraining).

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#38

Beitrag von heikchen007 » 27.05.2005 19:11

SVDuja hat geschrieben:Auch ein Kollege meinte, man sollte seine Maschine schon gut beherrschen
Aber dann brauche ich ja kein SHT mehr ! :roll:

Du bist da wirklich Fehlinformationen aufgesessen...
Ich lehne es ab, eine Schlacht des Geistes mit einem unbewaffneten Gegner zu führen

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Mutti vom Schilfgras

Kara


#39

Beitrag von Kara » 27.05.2005 19:18

Jan Zoellner hat geschrieben: Und ganz wichtig: Das Dingens vorne dran heißt LENKER und nicht Halter.
Wenn ich sagen sollte, was mir den größten Aha-Effekt beim Fahren gebracht hat, dann würde ich den Satz von Jan zitieren.
Der gilt nicht nur bei Schotter, sondern bei so ziemlich allen brenzligen Situationen!

Tschüß, kara

einsamerreiter


#40

Beitrag von einsamerreiter » 27.05.2005 19:41

heikchen007 hat geschrieben:
SVDuja hat geschrieben:Auch ein Kollege meinte, man sollte seine Maschine schon gut beherrschen
Aber dann brauche ich ja kein SHT mehr ! :roll:

Du bist da wirklich Fehlinformationen aufgesessen...
Na ja, wer beherrscht schon seine Maschine? Vielleicht die Jungs (und Mädels) der oberen Motorradsportklassen.

Sicherheitstraing ist immer gut!

@SVDuja: Vielleicht hilft´s, wenn Du Dir einfach mal klarmachst, daß das mit dem Motorradfahren bei den meisten irgendwie klappt - auch wenn sie mal ein bisserl schneller fahren.
Die physikalischen Grenzbereiche sind i.d.R. gaaaaanz weit weg!
Die persönlichen Grenzbereiche sind das Problem. Und genau das ist es, wofür man viel tun kann.
Daß Du Dich gestresst fühlst, wenn Du an eine gemeinsame Tour mit anderen denkst, kenne ich auch von meiner Frau.
Aber: Probier´s doch mal aus. Und wenn Du Dich dabei nicht wohlfühlst, wird Dein Ehegespons mit Sicherheit dafür Verständnis haben und sich mit Dir abseilen. Oder die Tour-Genossen machen halt mal ein bisserl langsamer.
Schließlich geht´s ums Miteinander. Und auf solchen Touren kann man ganz heftig Benzin quatschen. Dann kannst Du Deine konkreten Ängste gleich mal live diskutieren (außer es sind ein paar &$%§-Fahrer dabei, dann hilft nur die Abseilvariante...)

Wenn ich mir zu viele Sorgen um manche Dinge mache, denk ich mir oft: "Der doofe X oder Y machen das auch - so blöde kann ich mich gar nicht anstellen..."

Viele Grüße, Gerhard :wink:

capri1600gt


#41

Beitrag von capri1600gt » 28.05.2005 0:21

Ich kenne deine Situation ziemlich genau!
Ich bin 10 Jahre lang nach dem Schein nicht gefahren und hab dann von einem Bekannten eine 9er Monster als "anfängertauglich" aufs Aug gedrückt bekommen. In der zweiten "Kurve" (über eine vierspurige Straße abbiegen) bin ich gradaus gefahren: Fazit war ein paar blaue Flecken und über 1000 Euro Schaden. Eigentlich noch Glück gehabt. Dann hab ich die Monster ums gleiche Geld verkauft und mir eine DR (Enduro) gekauft. Als ich dann bei der ersten Ausfahrt vor der gleichen Situation stand, Ampel rot, ich als Erste (mein Freund ist leider genau noch drüber gefahren und ich hab mich nicht getraut), hab ich fast geheult vor Angst und bin schlotternd draufgesessen. Dann bin ich die Kurve gefahren und nix ist passiert. Ab dem Zeitpunkt hab ich die DR geliebt!
Ich war am Beginn genauso wie du: eine Ausbesserungslinie in einer Kurve und ich hab mich nicht drüberfahren getraut und bin lieber eine Sch...-Kurvenlinie gefahren. Schotter? Huch, hilfe! Vor zwei Jahren und fast 20000km später bin ich mal in einer Kurve _wirklich_ mit dem Hinterrad auf Schotter ausgerutscht. Nachdem es (wie meist auf der Straße) nur ein schmaler Streifen war, hat sie sich natürlich gleich wieder gefangen und ich bin weiter. Da ist eigentlich mein Puls kaum in die Höhe gegangen und ich habs im Nachhinein lustig empfunden, wie völlig cool ich das gemeistert hab. Und ich sag die auch warum: weil ich mein Motorrad gekannt hab und einfach ziemlich eins mit ihr war. Gegen solche Ängste hilft nur eins: fahren, fahren, fahren! Mit der Sv, die ich jetzt ca. 650km hab, würd ich das auch noch nicht erleben wollen. Die kenn ich _noch_ zu wenig. Aber das kommt schon noch. 3000km sind einfach viel zu wenig, vor allem in 2 Jahren. Ich bin im ersten Jahr ca. 10000km gefahren und das war schon gut so!
Und noch eins: wenn du so panische Angst um dein Motorrad hast, dann solltest du eine Vollkasko abschließen oder dir eine Enduro kaufen. Da geht nicht so rasch was kaputt. Meine DR hab ich so 5-6mal hingeschmissen von einem "Nein, man soll nicht mit eingeschlagenem Lenker stehen bleiben" über "Verdammt, ich hab doch den Seitenständer ausgeklappt, WO IST DER JETZT?" bis zu einem "SCH...., wo ist mein Vorderrad hin?". Letzteres bei einer an und für sich völlig harmlosen Bremsung im Regen.
Merk dir eins: _jedes_ Motorrad fallt mal hin. Das ist so sicher wie das Amen im Gebet! Das ist auch weder ein Zeichen dafür, daß man zu unfähig ist Motorrad zu fahren, noch daß jetzt der Weltuntergang knapp bevor steht. Es ist einfach so. Akzeptier es als Tatsache. Die Frage ist jetzt nur, warum. Wenn dir deine auf Schotter umfallt, dann vermutlich nur, weil du verkrampft bist. Ich fahr derzeit auf Schotter auch ziemlich langsamer, deutlich langsamer als mit der Enduro. Und die hatte auch "Straßenreifen" oben, war also im Prinzip genauso schottertauglich wie die SV, nämlich gar nicht. :) Schotter ist nicht böse und er fallt dich auch nicht an. Er macht eigentlich genau genommen gar nichts, wennst eine Grundregel beachtest: keine extremen Manöver! Wennst also drüber mußt, tucker einfach im Standgas drüber, notfalls lass die Füße mitschleifen am Boden. Es zwingt dich ja keiner schneller zu fahren! Du wirst merken, nach einiger Zeit denkst du dir dann:"Warum fahr ich eigentlich so doof langsam?" und wirst es ohne Füße probieren. Und irgendwann ohne die Kupplung nur schleifen zu lassen. Und irgendwann mit mehr als nur Standgas. Und irgendwann wirst du dich an den Beitrag erinnern und nur noch lachen! Ich bin mir da ganz sicher!
Noch eins zu den Fleckerlteppichen: dein Fahrlehrer in Ehren, aber stell dich mal an so eine Strecke und beobachte einen Tag lang die Mopedfahrer dort. Ich bin sicher, obwohl du dich als "gute" Motorradfahrerin bezeichnest, daß du noch nicht mal annähernd in den Bereich kommst, wo der Unterschied zwischen Flicken und normaler Fahrbahn zwischen Fahren und Abfliegen entscheidet. Merk dir einfach, daß dort zwar wirklich schlechterer Grip ist, aber in einem Bereich, in den du sicher noch ein paar Jahre nicht kommst. Ok?
Sorry, daß dieser Beitrag so lang geworden ist und Glückwunsch an alle, die bis jetzt durchgehalten haben!
Duja: Kopf hoch und üben, üben, üben!
Fahrsicherheitstraining ist sicher sinnvoll, aber probiers vielleicht erst mal allein. Und setzt dich in keiner Hinsicht unter Druck. Schieb zur Not mal dein Moped mit den Beinen draufsitzen über den Schotter. Und dann lass sanft die Kupplung und deine Beine schleifen. Es zwingt dich keiner zu 50km/h! Und merk dir eins: echter Mut ist, seine Angst zu überwinden. Wer keine Angst hat, ist nicht mutig, sondern nur dumm!

Kathi (die auch schon so manche Angst überwinden mußte und dann jedesmal stolz auf sich sein konnte)

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blueSV
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#42

Beitrag von blueSV » 28.05.2005 2:08

:) grins Dem ist nichts hinzuzufügen.
Ich hoffe, daß Du noch schreibst, wenn ich mal in eine solche Angstsituation komme.

Robert
"DJ. not a Jukebox."
(Armin van Buuren)

SVDuja


#43

Beitrag von SVDuja » 28.05.2005 7:44

Kathi, auch Dir vielen Dank für Deinen Beitrag - aber wehe, Du entschuldigst Dich nochmal dafür, dass er zu lang ist :wink:

Mir tut es jedenfalls verdammt gut, Eure aufmunternden Worte zu lesen und besonders bei Dir Kathi, denn es tut gut zu wissen, dass auch andere Angstprobleme hatten, welche sie überwunden haben.

Ich bin jetzt sogar so (er)mutig(t) geworden, dass ich es kaum noch abwarten kann, mich dem Feind Schotter zu stellen, aber mit meinem Arm muss ich leider noch ein paar Tage warten.

Vielleicht liegen meine Probleme auch ein wenig darin begründet, dass ich in allen Dingen die ich tue ein Perfektionist sein möchte. Es muss von Anfang an gelingen, sonst werf ich schnell das Handtuch bzw. mache mir tierisch einen Kopf darüber. Lese mir zu viel an...

Beispielsweise habe ich als Kind (12-16) wahnsinnig viel geritten. Jetzt habe ich bei einer Bekannten, die 4 Pferde hat wieder damit begonnen. Und: nix klappt. Das Biest läuft einfach so wie es will und nicht wie ich will und meine Bekannte korrigiert in einer Tour meine Sitzhaltung. Das macht mich fertig, aber dennoch - ich geb nicht auf - genau wie beim Motorrad. Komischerweise WilheLM, habe ich hier überhaupt keine Angst runterzufallen (obwohl die Pferde von ihr mit einem Stockmaß von 1,76 ziemlich groß sind und ich mit meinen 1,69 ziemlich tief fallen könnte).
Worauf ich aber hinauswollte, sie hat mir ein Buch gegeben, in dem Trockenübungen für die richtige Sitzposition drin sind. Es geht aber in den ersten Kapiteln auch darüber, dass wenn man zu sehr den Kopf einschaltet, vieles nicht gelingt und man soll einfach versuchen zu machen und nicht überlegen. Wenn man jeden Frühling beginnen würde mit dem Fahrradfahren und dabei nur überlegen würde wie das denn überhaupt geht, dann würde es auch nicht so gut funktionieren, wie wenn man es einfach macht. Aber ich merke auch selbst, als Kind hab ich einfach gemacht, als Erwachsene mach ich mir zu viel Gedanken, könnte ich dem Pferd weh tun etc. und darin liegt begründet, warum es nicht so gut klappt.

Mein Mann sagt auch, er kann meine Probleme nicht nachvollziehen, er ist auch seit 1,5 Jahren nicht mehr gefahren, aber er setzt sich einfach auf die Maschine und macht, wird eins mit ihr... so wie ich beim Auto auch. Aber beim Motorrad fang ich an: erste Fahrt: "Oh Gott, kann ich das überhaupt noch, wo ist nochmal Gas und Bremse und Kupplung und was ist das für ein Knopf und wie geht das?" Damit blockiere ich mich auch. Gut, das ist jetzt vorbei, jetzt blockieren mich wieder Schotter und Flickenteppiche, aber nächstes Frühjahr wird es vielleicht wieder so sein wie gerade beschrieben.

Wichtig ist für mich auch - habe ich gestern gemerkt - dass ich mich ein wenig mehr mit Fahrphysik beschäftige. In Kurven hab ich immer gedacht, wenn die Schräglage zu groß wird, dann kann man ja hinfallen (richtung Schräglage, also dass der Reifen wegrutscht und man umkippt). Gestern hat mir mein Mann mit einem Ballexperiment gezeigt, dass die Fliehkraft so groß ist (bei Tempo), dass das Motorrad immer Richtung Kurvenaußenseite fliegen will und eben nicht einfach umkippt (es sei denn, man gibt kaum Gas) und dass man die Maschine, wenn es in der Kurve eng wird soweit runterdrücken kann, bis einen die Fußrasten hindern weiter zu drücken...

Oder er hat mir gezeigt, dass der Motorradreifen eben nicht nur Briefmarkengroß auf dem Boden ist sondern doch eine verhältnismäßig große Auflagefläche hat und auch bei Schräglage - dadurch das der Reifen "walkt" - diese auch immer so groß ist (ich hab immer gedacht, man fährt dann auf einem Fingerbreit).

Naja, für Euch ist das sicher alles nix neues, für mich schon... scheinbar hat hier aber auch (muss ich ganz ehrlich sagen) die Fahrschultheorie gepennt, dort haben wir fast nur gelernt, wie wichtig das "Straßenlesen" ist (Ölspur, Bahnschienen, Steine, aufgerissene Straße etc.) und wie gefährlich das eben sei. Was es auch ist, aber eben doch nicht sooo dass ich mir in die Hosen machen muss :)

Ihr merkt, so langsam bekomm ich meinen Kopf in die richtige Richtung :D und wenn jetzt bald die Praxis dazu kommt, dann bin ich mittlerweile so optimistisch, dass ich sage: ich schaff das :twisted:

Ich denke nur, es ist wohl wirklich nicht gut, wenn man erst mit 32 den Lappen macht, hätte ich doch den früher gemacht, dann wäre es sicherlich nicht so, dass man sich nen Kopp macht (hab ich beim Auto auch nie und ich gehöre nicht zu den Frauen, die nicht einparken können und ich fahre auch sehr "männlich" und unfallfrei!, es gibt sogar einige Männer, die staunen, in welche Parklücken ich reinkomme - während ich beim Schieben des Motorrads in die Garage probleme habe (auch hier blockiert mich die Angst, sie könnte mir umfallen, aber das üben wir auch zur Zeit, will ja nicht immer meinen Mann bitten).

So und jetzt habe ich wahrlich genug geschrieben. Herzlichen Dank nochmal für Eure Tipps!

Wurzlsepp


#44

Beitrag von Wurzlsepp » 28.05.2005 11:29

@SVDuja: schön, dass es Leute gibt mit den gleichen Problemen wie ich :wink:

Dafür kann ich mit dir wetten, schon im Spätsommer lachst du, wenn du dein Ausgangsposting nochmal liest, drüber.
Ich hab so ziemlich dasselbe durchgemacht, aber das würde hier zu weit führen - wenn du mal mit sachichnich fährst, könntet Ihr mich ja mitnehmen dann quatschen wir gerne mal.

Schnuppelhase


#45

Beitrag von Schnuppelhase » 28.05.2005 13:07

@SVDuja
Hallo !!
Habe das vorher Geschriebene mit Interesse gelesen, mache morgen ein Sicherheitstraining vom ADAC für Frauen. Kann Dir/ Euch ja mal berichten wie es war.
Ich habe das nämlich noch Schwangerschaft und Geburt, ergo nicht-fahren, auch bitter nötig! :?

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