#23
Beitrag
von lelebebbel » 15.06.2005 23:44
Insbesondere im Regen hängt die Haftung vieeeeeeeeeeeeeeeeel mehr von der Strasse ab, als vom Reifen.
Erstens sieht man Ölreste etc nicht, zweitens wird besonders bei leichtem Regen erstmal jeglicher Staub in Schmierseife verwandelt, drittens verhält sich jede Asphaltart auch ohne Dreck komplett anders, was den Grip angeht.
Die 2-3% Gripverlust bringen mich zum lachen, das sollen die mal Rossi erzählen. Warum denn seine Rundenzeiten bei Regen so viel schlechter sind, das dürfte doch nur 3 Sekungen ausmachen.... und das trotz extra Regenreifen und auf idealem Asphalt ohne Dieselschmiere....
Ich hab meine letzten Sommer in den Dolomiten beim Rausbeschleunigen übers Hinterrad abgelegt, und das mit dem sehr guten Me Z6 und im 3. oder 4. Gang bei niedriger Drehzahl und kaum noch Schräglage, weit nach der eigentlichen Kurve...
Der Pass (Rolle) war nunmal einfach scheiss glatt und ich hätte weniger Gas geben sollen.
Kleinere Rutscher hat man ja immer mal wieder, aber an die hier erinnere ich mich besonders, weil ich in den Situationen der Meinung war, mit sehr viel Reserve zu fahren:
Im Jahr davor hatte ich mit dem BT010 Superklebereifen bei Regen direkt in Folge zwei haarsträubende Rutscher: ohne Ankündigung blockiertes VR beim sehr sanften Bremsen auf ner Schnellstrassenausfahrt, und 1km später ein saftiger VR Rutscher bei ~20km/h und praktisch 0 Schräglage im Kreisverkehr, den ich mit nem ausgestrecktem Bein (aua) und nem Fass Glück abgefangen hab.
Vermutlich beides mal zuviel Gummiabrieb, Öl, oder einfach miserabler Belag, denn die normalerweise sehr guten Regenqualitäten des BT010 sind nicht zu bestreiten.
Somit ist der Fehler in deinem wie natürlich auch in meinen Fällen nicht beim Material zu suchen, sondern beim Fahrer, dessen Aufgabe es ist, die Haftungsbedingungen realistisch einzuschätzen.