Kettenrad aus Kunststoff?


Wie repariere ich...? Wie baut man was an der SV um? Die Bastelbude für den Laien bis zum Profi.
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rap


Kettenrad aus Kunststoff?

#1

Beitrag von rap » 20.07.2005 18:41

Hallo,

ich war gestern bei Hein Gericke in Wiesbaden.

Der Chef zeigte mir ein 25 Jahre altes Kettenrad der französischen Firma JPX aus PVC mit einer Laufleistung von 40000km 8O

Das hat er früher auf einer 1000er Honda gefahren.

Das sah aus wie meine Stahlteile nach 20000km...

Das Material ist weich und das Rad läßt sich leicht ein bißchen biegen.

Ein Rätsel.
Gewicht vernachlässigbar, Kosten?

Hat jemand mal von sowas gehört.

Einziges Manko scheint zu sein daß man eher behutsam anfahren muß, sonst rasierts die Zähne ab. In den höheren Gängen könnte man dann Vollgas geben.

Der möchte solche Teile neu produzieren und verkaufen.
Da wäre erst mal die Materialfrage.
Das Material ist weich und passt sich schätzungsweise der Kettenrolle extrem gut an...
Große Kontaktfläche.

Irgendwelche Ideen? Google hat leider kaum was ausgespuckt...


rap

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Kettenrad aus Kunststoff

#2

Beitrag von SV-988 » 20.07.2005 19:31

Ja , sowas gabs wirklich schonmal . Ich denke , ich hab das Ende der 70 er Jahre mal auf einer Egli - Honda gesehen . Das Kettenrad war weiß ohne Erleichterungsbohrungen . Es hat farblich nach Polyamid ausgesehen . Schätze mal , das war ein Versuch den heftigen Kettenverschleiß zu reduzieren . In der Vor - O - Ringkettenzeit hielt die Kette z . B . auf einer CB 750 nur ca . 5000 km ! Das war halt eines von mehreren Experimenten wie Duplexketten oder geschlossene Fettkettenkästen um die Lebensdauer der Ketten auf leistungsstarken Mopeds zu verlägern . Durchgesetzt hat sich , wie man heute weiss , die O - Ringkette . Die kann bei richtiger Pflege auch auf einem 160 PS - Bike 40000 km halten . Geschlossene Fett - oder Ölbadkettenkästen waren schwierig dicht zu kriegen , Duplexketten schlucken viel Leistung und brauchen viel Platz und Kunststoffräder waren damals bestimmt nicht mit allen Kettensprays ( Lösungsmittel ) , Benzin , Verdünnung oder Batteriesäure verträglich . so long Karlheinz

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Kasumi02
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#3

Beitrag von Kasumi02 » 20.07.2005 20:50

Enuma bot solche Kettenräder an. War damals besonders an den Aprillia RS 250 verbreitet. In der PS gab es mehrere Artikel darüber.
Danke für alles Patrick!

1 + 1 = 3

Role


#4

Beitrag von Role » 22.07.2005 13:12

Hi,
ich hatte seinerzeit auch mal so ein Kettenrad an meinem CB500;
das Teil war aus Teflon, superleicht, aber nicht lange haltbar.
Es hatten sich an den Bohrungen der Befestigungsschrauben Risse gebildet.

Gruß Role

Markus SVS


#5

Beitrag von Markus SVS » 23.07.2005 3:51

Also ich denke mal wenn da das Drehmoment der SV dran reisst hast du danach eine Scheibe für Zahnriemen :roll:

Es soll jetzt auch keiner Sagen das er immer dran denken würde behutsam anzufahren oder Gas zu geben.

Razorhawk


#6

Beitrag von Razorhawk » 27.07.2005 21:25

Ich hatte heute einen SV'ler mit umgebauten Kettenantrieb gesehen.
Seine Kette ist nicht mehr aus Metall, sondern Kunsstoff (ich glaube er sagt sogar Gummi). Natürlich musste auch ein anderer Ritzel rein.
Er fands gfut, da die Kette länger hält, die Maschine Ruhiger läuft und der ganze Fett-Dreck wegfällt!

Mir fällt leider nicht mehr ein, wie das Teil hieß, aber soll wohl bei Suzi ein Standardpreis von 1200€ haben der Umbau!

Markus SVS


#7

Beitrag von Markus SVS » 28.07.2005 7:03

Razorhawk hat geschrieben:Ich hatte heute einen SV'ler mit umgebauten Kettenantrieb gesehen.
Seine Kette ist nicht mehr aus Metall, sondern Kunsstoff (ich glaube er sagt sogar Gummi). Natürlich musste auch ein anderer Ritzel rein.
Er fands gfut, da die Kette länger hält, die Maschine Ruhiger läuft und der ganze Fett-Dreck wegfällt!

Mir fällt leider nicht mehr ein, wie das Teil hieß, aber soll wohl bei Suzi ein Standardpreis von 1200€ haben der Umbau!
Kann es sein das du die umgebaute "Kette" mit einem Zahnriemen verwechselst?

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Dieter
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#8

Beitrag von Dieter » 28.07.2005 8:11

Glaub ich auch das er da was verwechselt...

Siehe da: www.vh-motorradtechnik.de

Ist wahrscheinlich ein Stützpunkthändler von denen...

Geht aber auch anders, siehe meine Ownerlist :D

Gruß Dieter

KuNiRider


#9

Beitrag von KuNiRider » 28.07.2005 8:21

Hi Dieter,

nimm dir mal ein Beispiel an Jan :!:

:arrow: und leg ne Kleinserie deines Riemenumbaus auf und verkauf sie auf dem Treffen :wink: :) Angel

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Dieter
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#10

Beitrag von Dieter » 28.07.2005 10:47

KuNiRider hat geschrieben:Hi Dieter,

nimm dir mal ein Beispiel an Jan :!:

:arrow: und leg ne Kleinserie deines Riemenumbaus auf und verkauf sie auf dem Treffen :wink: :) Angel
Würde ich ja machen :wink: , aber wenn ich die Teile bei BMW kaufe und die Adapterteile fertigen (lassen) muß komm ich auch auf einen Preis von ca. 800€. Dann wollen die Leute ja wahrscheinlich Garantie haben und ich bekomme Krach mit BMW wegen der Lizenzen... :hammer:
Also so hoch ist der Preis von VH-Motorradtechnik gar nicht, der ist ja mit Einbau.

Die Riemen fallen halt nicht wie Tupperware aus der Maschine sondern müssen def. Temparaturen durchlaufen um Ihre Haltbarkeit zu erreichen und sind deshalb so teuer (angeblich). :) empty

Was verkauft denn der Jan? Das Federbein?

Werd mich stattdessen etwas mehr am Biestand aufhalten! :D ;) bier
Gruß Dieter

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