Der motor für den sv nachfolger scheint fertig zu sein


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Carlos


Der motor für den sv nachfolger scheint fertig zu sein

#1

Beitrag von Carlos » 13.10.2005 21:24

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Die Notwendigkeit umweltgerechter Mobilität treibt PKW-Hersteller zu intensiver Entwicklungsarbeit an Hybrid-Antrieben, Brennstoffzellen und anderen Konzepten, die den Benzinmotor in Automobilen ersetzen könnten. Unglücklicherweise ist die Anwendbarkeit dieser Antriebe in Motorrädern aus vielerlei Gründen begrenzt.

Aus diesem Grund hat Suzuki nun einen drosselklappenlosen Motor mit stufenlos variablen Steuerzeiten entwickelt. Enorm reduzierter Kraftstoffverbrauch und eine hochdynamische Leistungsentfaltung machen diesen Motor tauglich für das Motorrad der Zukunft.

In diesem innovativen Motor der nächsten Generation ermöglichen dreidimensional nach Art eines Kennfeldes gestaltete Nockenprofile die stufenlose elektronisch gesteuerte Variation von Steuerzeiten und Ventilhüben. Drosselklappen werden dadurch überflüssig. Pumpverluste, die einen der wesentlichen Nachteile konventioneller Benzinmotoren darstellen, werden damit drastisch reduziert. In der Folge sind im Vergleich zu Benzinmotoren gleicher Größe Kraftstoffeinsparungen von ca. 40% möglich. Möglicherweise ist also der ideale Motor für Fahrer UND Umwelt bereits in Sichtweite.

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SVHellRider


#2

Beitrag von SVHellRider » 13.10.2005 21:26

Kann mir das mal einer in einfachem Deutsch erklären?
Mein Fach-Japanisch reicht da leider wieder mal nicht aus :lol:

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Peter GE
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SVrider:

#3

Beitrag von Peter GE » 13.10.2005 21:45

Das ist aber nicht neu.
Variable Steuerzeiten - toll,
den Ventiltrieb möcht ich erst mal sehen.
Papier und Theorie eben.
Ich danke allen, die zur Sache nichts zu sagen hatten
und trotzdem geschwiegen haben.

Vid


#4

Beitrag von Vid » 13.10.2005 21:46

An und für sich nix neues. Wäre aber Toll wenn Suzuki das Teil jetzt in Serie produzieren würde...

RAINOSATOR


#5

Beitrag von RAINOSATOR » 13.10.2005 21:56

Zitat / auszug:

SUZUKI stellte erstmal auf der Tokyo Motor Show2003 eine sehr interessante Konstruktion eines Vollvariablen Ventiltriebs .
Auf Basis des Zylinderkopfes der bekanten Zweizylindermodelle vor.

verwendet werden räumliche Nockenkonturen. Durch eine Axiale verschiebung der Raumnockenauf ihren wellen wirken unterschiedliche Profile auf den darunterliegenden tassestössel (wegen der Nockenkontur als Rollenstössel ausgeführt), wodurch unterschiedliche Ventilerhebungen und Steuerzeiten realisiert werden .
Die Axialverschiebung geschieht über eine Kulisse mit einem elektrischen Schraubtrieb.

Zitat/ auszug ende.

Quelle : Motorradtechnik ; 5.Auflage Jürgen Stoffregen.
2 Fotos sind auch mit drinn ; (derselbe Motor wie oben)

So neu ist das ganze also gar nicht ;
Wenn ich nicht irre baut HONDA seit geraumer zeit Auto`s mit variablen Steuerzeiten.

gruss
Raino

bswoolf
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#6

Beitrag von bswoolf » 13.10.2005 22:04

nockenwellenverstellung? nix neues.

viel interessanter wird es, wenn die nockenwellen entfallen werden und die ventile über ein kennfeld mit einem direktantrieb angesteuert werden.

lelebebbel


#7

Beitrag von lelebebbel » 13.10.2005 23:12

Die verstellbaren Nocken sind nicht neu, aber das Konzept damit den Motor zu steuern und stattdessen auf die Drosselklappen zu verzichten wohl schon, oder?

bswoolf
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#8

Beitrag von bswoolf » 13.10.2005 23:18

o.k., das hatte ich überlesen. da habe ich aber washttp://www.innovationmarket.de/summary.php?sum_id=219

allerdings sehe ich keinen echten vorteil im entfall der drosselklappen. was ich sehe, ist, wie die kollegen versuchen dafür sichere fertigungsprozeße zu finden. :P

lelebebbel


#9

Beitrag von lelebebbel » 13.10.2005 23:32

bswoolf hat geschrieben:
allerdings sehe ich keinen echten vorteil im entfall der drosselklappen. was ich sehe, ist, wie die kollegen versuchen dafür sichere fertigungsprozeße zu finden. :P


Suzuki aber sehrwohl...
#1 hat geschrieben:Drosselklappen werden dadurch überflüssig. Pumpverluste, die einen der wesentlichen Nachteile konventioneller Benzinmotoren darstellen, werden damit drastisch reduziert. In der Folge sind im Vergleich zu Benzinmotoren gleicher Größe Kraftstoffeinsparungen von ca. 40% möglich.

SVHellRider


#10

Beitrag von SVHellRider » 14.10.2005 8:37

Also, wenn das was taugt, dann wir's sicher auch gebaut.
Dann werden wir schon sehen.
Aber 40% Kraftstoffeinsparung 8O
halt ich für ein wenig optimistisch - ohne was von der Technik zu verstehn. :wink:
Das geht sicher nur unter bestimmten "Laborbedingungen". :roll:

In diesem Sinne: "Schau mer mal" :wink:
Zuletzt geändert von SVHellRider am 14.10.2005 9:34, insgesamt 1-mal geändert.

Onkel Tom


#11

Beitrag von Onkel Tom » 14.10.2005 8:54

Ich halte 40% auch für sehr optimistisch.
Eine Drosselung der frischluft ist bei Ottomotoren immer notwendig. Ob diese nun über Drosselklappen oder den Strömungsquerschnitt am Ventil erreicht wird, ist doch eigentlich egal. BMW hat ein ähnliches Konzept, da heißts glaub ich Vanos.
Aber Hauptsache, der Zweizylinder bleibt im Programm!!!

rap


#12

Beitrag von rap » 14.10.2005 10:35

Die Drosselklappen verhindern eine gute Füllung des Motors und deshalb haben die Ottomotoren einen schlechten Wirkungsgrad und damit Verbrauch im Teillastbereich.

Deswegen ist der Verbrauch auch "witzigerweise" am geringsten wenn das Gas möglichst voll offen ist (der Verbrauch ist da natürlich drehzahlabhängig ;) ).
Wenn man also bei einer bestimmten Geschwindigkeit diese halten kann mit wenig Gas bei höherer Drehzahl (größerer Teillastanteil, da die Max Leistung bei höherer Drehzahl höher ist) oder bei Vollgas mit niedriger Drehzahl dürft Ihr mal raten , wie man weniger verbraucht ;)

Also je mehr Gas man muß umso weniger verbraucht man.
Deshalb immer im tiefmöglichsten Gang (für meine Fahrabsicht) fahren

Einer der Vorteile des Dieselmotors ist ja das fehlen der Drosselklappen und des damit auch verbundenen Widerstands. Der wird über die eingespritzte Spritmenge gesteuert.


Der Aprilia-Ditechmotor für 50er Roller hat eine Benzindirekteinspritzung und ist im Moment konkurrenzlos sparsam und hat trotz 2-Taktens gute Abgaswerte. Den haben sie extra drosseln müssen damit der Roller nicht 80 fährt...
Den als 250er (ich hab extra nicht geschrieben 500er) 8O. Der ging.... kaum Gewicht. Vielleicht kann man den ja noch modifizieren.
Die haben diese Projekte aber leider weitgehend eingestellt....

Am besten verwendet man gleich einen klimaneutralen Brennstoff wie Pflanzenöl.
Da kann man auch mal ein bißchen mehr verbrauchen (auch wegen der 60ct/Liter).
Schafft auch Arbeitsplätze wenn man die ganzen stillgelegten Flächen die jetzt subventioniert werden (Idioten) mit diversen Ölpflanzen bebauen würde. Das ganze Ölgeld bleibt dann auch im Land.


rap
Zuletzt geändert von rap am 14.10.2005 10:41, insgesamt 2-mal geändert.

dave
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#13

Beitrag von dave » 14.10.2005 10:37

lelebebbel hat geschrieben:Die verstellbaren Nocken sind nicht neu, aber das Konzept damit den Motor zu steuern und stattdessen auf die Drosselklappen zu verzichten wohl schon, oder?
Nix neues. Gibt schon bei BMW (Dosen), nennt sich Valvetronic.

Dave

RyoOh


#14

Beitrag von RyoOh » 14.10.2005 11:13

rap hat geschrieben:Wenn man also bei einer bestimmten Geschwindigkeit diese halten kann mit wenig Gas bei höherer Drehzahl (größerer Teillastanteil, da die Max Leistung bei höherer Drehzahl höher ist) oder bei Vollgas mit niedriger Drehzahl dürft Ihr mal raten , wie man weniger verbraucht ;)

Also je mehr Gas man muß umso weniger verbraucht man.
Deshalb immer im tiefmöglichsten Gang (für meine Fahrabsicht) fahren
Bist du dir da sicher? In einem höheren Gang verringert sich ja auch die Drehzahl und damit das zu befüllende Zylindervolumen pro Zeiteinheit.
Das dürfte die Drosselverlust doch mehr als ausgleichen, oder mache ich da einen Denkfehler?

rap


#15

Beitrag von rap » 14.10.2005 11:47

Die querstehende Drosselklappe erzeugt doch eine Druckverlust.

Der Motor will die Luft reinsaugen und die Klappe stellt sich quer ;)
Dadurch kommt weniger Luft in die Zylinder als wenn die Klappe weiter offen ist.
Der Ansaugqueschnitt wird durch die Klappe aerodynamisch ungünstig verengt.
Ist das anschaulich?

Das Problem ist daß der Wirkungsgrad der Verbrennung, also auch die Ausbeute, auch vom Zylindermitteldruck abhängt.
Also je weniger Benzinluftgemisch pro Verbrennungstakt in den Zylinder kommt ums schlechter ist die spezifische gewonnene Leistung.

Alles was bremst ist in diesem Fall Mist.

Fakt ist ja daß der Verbrauch bei gleicher Geschwindigkeit mit der Drehzahl sinkt.
Das würde ich auf das sinken der Strömungsverluste durch niedrigere Gasgeschwindigkeit und auf die offenere Drosselklappe zurückführen.
Bin aber kein Motoringenieur.



rap

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