Bundeswehrstiefel geeignet?


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D101


#31

Beitrag von D101 » 28.11.2005 19:30

Brauner Bär hat geschrieben:Wenn man Motorradfahren für sooo gefährlich empfindet, wieso macht man es dann? Für mich steht der Spaß an vorderster Stelle. Hätte ich den wenn ich mir jedes mal ins gedächnis rufen müsste dass ich mich bei jeder Fahrt schwer verletzen könnte? Hätte ich ein besseres Gewissen wenn ich voll ausgerüstet wäre? Ich denke nicht. Beim Mopped fahren geht man halt ein gewisses Risiko ein...ich fahr mit Dr. Martens rum. Warum? Weil sie einfach bequem sind und ich gut mit denen fahren kann. Wass nützt mir ein Motorradstiefel mit dem mir dass Fahren schwer fällt weil er unbequem ist? Ich denke mal dass des ein erhöhtes Unfallrisiko ist...
Ich mein, ich mit meinen zarten 21 jahren kann noch nit über viel Erfahrung berichtenund bin garantiert kein Moralapostel, aber das find ich krass.
Ich mein, wenn ich´s so einfach haben kann mich und meinen Körper zu schützen, warum dann nicht machen? Kann mir keiner verzällen, das es nurbequeme Stiefel gibt. Dazu fällt mir ein Text ein, der hier schonmal gepostet wurde, leider weiß cih die Quelle nit, aber kommt aus irgendeinem Englischen-Forum:

Titel: No need for safety gear...

------- Übersetzung Anfang ------------


Schutzkleidung? Brauch ich nicht!


Motorradfahren ohne Stiefel und zu Stürzen könnte Dir zerschundene oder gequetschte Füsse bescheren, oder könnte sogar im Extremfall zu einer Amputation führen. Es könnte sein, Du kannst nie mehr gehen ohne zu hinken. Du könntest für den Rest Deines Lebens mit Gewichts- und Fitnessproblemen zu kämpfen haben. Aber es wird Dich wahrscheinlich nicht umbringen.

Motorradfahren ohne Handschuhe und dann zum Sturz zu kommen könnte Dir eine zerschundene oder beschädigte Hand kosten, oder die schweren, quälenden Schmerzen, wenn ein Körperteil, der reich an Nervenenden ist, zerfleischt wird. Oder Du könntest einen Finger verlieren oder zwei. Oder es könnte Dich die Fähigkeit kosten, mit Deinem Sohn Ball zu spielen, die sanfte Rundung der Brust einer Frau richtig zu fühlen, oder ein Bier zu halten. Aber es wird Dich wahrscheinlich nicht umbringen.

Motorradfahren ohne wenigstens eine armierte Jacke und Lederhose, oder eine Lederkombi, einen Aerostich, oder einfach eine Lederjacke und Jeans, und dann zu stürzen könnte Dich ernsthafte Abschürfungen von der Strasse kosten. Kann sein, dass Du Dir eine Brustwarze wegschleifst. Kann sein, dass Strassensplitt irgendwo im Ellbogen eingeschlossen zurückbleibt. Kann sein, dass Dein ganzer Rücken aufgeschunden ist. Kann sein, dass Du Dir die Kniescheibe wegradierst oder dass Du, wie einer meiner Freunde, auf Deiner Wade eine Narbe hast, die an die Form von Australien erinnert. Du könntest Dein Leben lang Narben tragen und Dich nicht mehr am Strand mit blossem Oberkörper zeigen wollen, ohne Dich unsicher zu fühlen. Es könnte Dir so gehen wie dem Typen, den Kevin Spacey in "Das Glücksprinzip (Originaltitel: Pay It Forward)" spielt, und Du müsstest Dich jedesmal überwinden in diesem unguten Augenblick, wenn Du Deine Kleidung vor einem neuem Lover ausziehst. Aber es wird Dich wahrscheinlich nicht umbringen.

Motorradfahren ohne einen Rückenprotektor und zu Stürzen wird in so gut wie allen Fällen ohne Konsequenzen bleiben. Allerdings gibt es da draussen so viel Unwägbares - Randsteine, Stossfänger, Säulen, Leitschienen, alles mögliche Zeugs auf der Strasse - jedes einzelne davon kann diesen gänzlich unwahrscheinlichen Zufallstreffer darstellen, der Dir die Wirbelsäule in gerade der falschen Weise trifft, und Dich für den Rest Deines Lebens in den Rollstuhl befördert. Oder, vielleicht hast Du nur diesen andauernden Ischias-Schmerz in einem Bein. Oder Du kannst Deine Beine nicht bewegen. Oder Du brauchst Windeln, wenn Du @#%$en musst, und/oder musst den Beutel vom künstlichen Darmausgang aus der Hose ziehen, um Deine Exkremente in die Toilette zu entleeren, wie ein Typ, den ich kenne. Oder Du kannst Dich unterhalb des Brustkastens nicht bewegen. Oder vom Hals abwärts. Bist Du gut beim Arbeiten mit Joysticks mit dem Mund? Oder vielleicht brauchst Du ein Atemgerät? Oder Hilfe rund um die Uhr? Keine Frage, es gibt ihn, den Aufprall, bei dem es sonnenklar ist, dass Du permanente Verletzungen davontragen wirst, auch wenn Du den besten Rückenprotektor der Welt verwendest. Aber gleichermassen gibt es Crashes mit darauffolgendem Aufprall, bei denen auch nur mittelmässige Rückenprotektoren den kleinen Unterschied ausmachen - die, mit denen Du aufstehst, zwar tut Dir jedes einzelne Bein weh, aber Du *gehst*.

Möchtest Du wirklich, dass es Dein letztes Mal auf Deinen zwei Beinen war, nachdem Du aus dem Laden mit einer Packung Zigaretten gekommen und dann auf Dein Motorrad gestiegen bist? Diese 5 kostbaren Schritte von Ausgang hinüber zum Bike, die jene 5 Schritte sein werden, Du Dein Leben lang nicht vergessen wirst, weil beim nächsten Mal, an dem Du nicht mehr am Bike gesessen bist, Du auf die Bahre geschnallt warst und an die Decke des Ambulanzwagens gestarrt hast, Tränen rinnen über Dein Gesicht weil Du nichts mehr spüren kannst, und Du bist nahe daran, Dich zu übergeben wegen des Gestanks Deiner @#%$ weil Du Deine Eingeweide nicht unter Kontrolle hast? Motorradfahren ohne einen Rückenprotektor und zu stürzen kann überhaupt keine Konsequenzen haben, oder es kann alle Konsequenzen dieser Welt haben. Es mag sein, es bringt Dich nicht um, aber es könnte es Dich wünschen lassen, es hätte Dich umgebracht.

Und schliesslich, Sturzhelme. Motorradfahren ohne Helm und zu Stürzen mag keinerlei Konsequenzen haben. Mag sein, Du berührst den festen Boden mit Deiner Birne nie. Oder Du gibst Dir ein Facelift mit Hilfe des Asphalts. Du fasst vielleicht nur eine Gehirnerschütterung aus, und hast den ganzen nächsten Tag Schädelweh. Kann aber auch sein, dass Du eine ernsthafte Gehirnerschütterung davonträgst, die Dich in die Klinik bringt, wo Du endlos durch Computertomografie und Magnetresonanz gehst, und dann für den Rest Deiner Tage mit Migräne geplagt bist. Deine Augenhöhle kann gebrochen sein und Du verlierst Deine Sehkraft. Du kannst einen Schädelbruch davontragen, dabei voll funktionsfähig bleiben, aber eine schreckliche Narbe wie Frankenstein und eine Metallplatte behalten, die Dir einerseits an kalten Tagen fest zusetzt, anderersits jedesmal die Metalldetektoren auf den Flughäfen anschlagen lässt. Du kannst eine innere Verletzung im Schädel haben, von der Du Stunden oder Tage oder Wochen oder Monate lang nicht aufwachen wirst - während immer Deine Mutter, Dein Vater, Deine Schwester, Dein Bruder, Deine Kinder, Arbeitskollegen, und / oder Bikerfreunde Dich besuchen kommen, sie machen aus einem beklemmenden Spitalsraum einen seltsamen Dschungel aus Blumen, die Du vielleicht nie riechen und gutgemeinten "Gute Besserung"-Karten die Du vielleicht nie sehen können wirst. Klar, es kann auch sein, dass Du wieder ganz normal aufwachst, wenn man von dem Loch absieht, das in Deine Schädeldecke gebohrt werden musste, damit der Druck abgelassen werden kann. Oder, Du könntest so eigenartig benommen aufwachen, ohne richtig zu wissen, wer all diese Leute rundum sind. Oder Du könntest aufwachen und müsstest alles, was Du in Deinem Leben bisher gelernt hast, neuerlich lernen, möglicherweise mit dem Erfolg, wieder ganz normal oder vielleicht sogar besser, wie Harrison Ford in "In Sachen Henry (Originaltitel: Regarding Henry)" zu werden. Oder Du könntest als Mann-Kind erwachen, sabbernd und lachend wenn Du Bausteine aufeinanderschlichtest, in Sweatpants und mit einem T-Shirt, das von Deiner Mutter, Vater, Schwester, Bruder, Kinder, Arbeitskollegen, Bikerfreunden unterschrieben wurde, was Du aber nie wirst lesen können. Oder Du könntest eine offene Schädelverletzung, von der "DU" wie Du Dich gekannt hast, Dich nie wieder erholen wird. Der Rest Deines Lebens - sei es ein Tag, eine Woche, ein Monat, ein Jahr - wird aus künstlicher Ernährung, der endlosen Geräuschkulisse des Herztätigkeitsmonitors und des Atemgerätes, dem Tropf-Tropf der intravenös verabreichten Flüssigkeiten, dem Katheter im (hm, so genau wolln wir's gar nicht wissen) und den Ernährungsschläuchen. Natürlich wirst Du das alles nicht so mitkriegen, denn Du wirst in einem Traumland sein, das niemand so richtig kennt. Dein Körper wird dahinvegetieren und verkümmern. Irgendwann wird die Hülle, die Du einmal gewesen bist, aufgeben, und Deine Liebsten werden die beschissenste Entscheidung ihres Lebens treffen müssen. Oder aber, Du stirbst auf der Strasse, Deine Gehirnmasse gemischt mit Blut und Rückenmarksflüssigkeit. Vielleicht ist Deine letzte Fahrt mit 30 km/h vor Deinem Haus, wenn ein ungeduldiger junger Verkehrsteilnehmer eine Stoptafel ignoriert. Oder es passiert auf der Autobahn, wo ein Schlagloch Felge und Reifen demoliert und Du in der Leitschiene landest. Oder Du zelebrierst einen Wheelie bei 160 km/h, der ungeplant endet. Egal wie es passiert, es wird kaum mehr als einen Bericht von 10 Sekunden Dauer geben, je nachdem, wo Du lebst, möglicherweise einen kleinen Absatz auf Seite 32B des lokalen Blättchens. Motorradfahren ohne Helm kann keinerlei Auswirkung haben - oder es kann den Unterschied bedeuten zwischen weiterzumachen wie bisher, oder das Leben genommen zu bekommen, so als ob der Lebensschalter auf AUS geklickt wurde.


Ich kann leben ohne Zehen oder mit einem zerstümmelten Fuss - aber ich entscheide mich, das zu verhindern zu versuchen. Ich kann leben mit einer Hand, die aussieht wie die eines Brandverletzten, und möglicherweise auch mit der linken Hand wieder schreiben lernen - aber ich entscheide mich, das zu verhindern zu versuchen. Ich kann mit einer Narbe auf meiner Wade leben, die die Gestalt von Australien hat - aber ich versuche, es zu verhindern. Ich kann leben mit Strassenabschürfungen auf meinem Körper und meinen Armen - aber ich versuche, das zu verhindern. Ich könnte wohl auch im Rollstuhl leben und mich durch jeden Tag quälen - aber ich entscheide mich, das zu verhindern zu versuchen.

Als Mann-Kind könnte ich nicht leben. Mit Bausteinen habe ich bereits ausreichend gespielt. Sabbern tu ich nur im Schlaf.

Wir alle treffen unsere Entscheidungen. Schutzkleidung kann Dich nicht immer retten. Alles, auch das beste Leder, Denim, Cordura, Kevlar, Fiberglass und Plastic hilft nichts wenn das Schicksal Dir das unbewegliche Objekt oder die unwiderstehliche Kraft in den Weg stellt. Aber: Ich versuche, die Karten zu meinen Gunsten zu mischen. Sollte alles nutzlos gewesen sein, und die Karten in meinem Ärmel ungenügend gewesen sein gegen den Royal Flush des Schicksals: so sei es. Aber ich habe es wenigstens versucht.


-Autor unbekannt-

------- Übersetzung Ende ------------

Ich find den Text einfach genial geschrieben. Ist ja im Endeffeckt jedem Selbst überlassen, was er tut und läßt und gerade weil du dir ja auch drüber im klaren bist das Mopped fahrn ne Runde gefährlicher als Auto fahrn ist, les es dir ma durch.
Ist quasi schon angewohntheit bei Mir, Lederkombi an, Stiefel und Handschuhe sowie Helm drauf und ab gehts.


MfG

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Aldo
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#32

Beitrag von Aldo » 28.11.2005 19:32

gibb3n hat geschrieben:Klar sind die von SIDI ein gutes STück besser aber ich kann mir Stiefl nur fürs Biken für 240€ nicht leisten.
Was für einen Gegenwert hat ein ganz gebliebener Knöchel? :roll:
Jeder muss halt selber wissen was die eigene Gesundheit "wert" ist!
Meiner Gesundheit wegen das Maximum, was der Markt hergibt!
Für andere ist eben ein lauter Auspuff wichtiger!

(ist nicht persönlich gemeint sondern allgemein zu verstehen. der zitierte Satz passte nur gerade)
1992 Rinderwahn,
1999 Weltuntergang nach Nostradamus,
2000 Millenium-Bug,
2002 SARS,
2005 Vogelgrippe H5N1 Virus,
2009 Schweinegrippe H1N1 Virus,
21.12.2012 Weltuntergang im Maya-Kalender,
2014 Ebola,
2020 Corona auch überlebt

Ruh-Fi


#33

Beitrag von Ruh-Fi » 28.11.2005 19:36

Speedfanatic81 hat geschrieben: Die beiden haben vollkommen recht es gibt nichts schlimmeres als am Falschen ende zu sparen.
safty first ist meine deviese :top:

Auserdem kann ich mir nicht vorstellen das man in den BW Stiefeln überhaubt noch irgendein Gefühl beim schalten hat :) pc
..naja - das mit dem Sparen..OK !!

aber von wegen kein Gefühl in BW-Tretern - ich fahre mit solchen Teilen und muss sagen, eine "Menge" Gefühl im linken Fuss.....

ich finde meine echt super - ok - hab sie ja auch schon ~ 6 Jahre und halten noch ( echte BW-Pflege halt )

da finde ich die, welche sich die Treter von L..is und co. holen für total behämmert - diese Kunststoff-Gummi-Teile meine ich natürlich...
Zuletzt geändert von Ruh-Fi am 28.11.2005 19:38, insgesamt 1-mal geändert.

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#34

Beitrag von Topper » 28.11.2005 19:37

Da muss ich Aldo zustimmen. Und es gibt auch gute, billigere Stiefel.
Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom!
I´m from Bavaria. That´s near Germany.
http://www.riddari-leon.de

Walle


#35

Beitrag von Walle » 28.11.2005 19:57

Irgendwann stell ich mal ein paar Bilder von meiner Schwabenleder Kombi rein, zu sehen sind: fast durchgescheuerten Ellenbogen / Knieprotektoren, gepaart mit einem Daytona Stiefel dessen Spitze im bereich des großen Zehens zwei parallel verlaufende, ca. 2 mm tiefe Kettenausfräsungen zeigen, sowie ein paar Held Handschuhen bei denen die Schleifnieten zu 75 % abgetragen sind.

Nach 8 Wochen konnte ich wieder fahren, ohne diese Schutzkleidung - nicht auszudenken, wahrscheinlich gar nicht mehr .

Man hat nur einen Körper, und für den sollte nichts gut genug sein.

Gruß Walle

Martin650


#36

Beitrag von Martin650 » 28.11.2005 19:59

Ihr redet von Gefühl im linken Fuß beim Schalten. Braucht man das ? Ich könnte mit einem Betonstiefel genausogut schalten wie mit einem Turnschuh.

Und zur Schutzkleidung gibts keine Alternative. Eigentlich sollten alle, die keine Schutzkleidung tragen ihre Krankenhausrechnung für die Versorgung von Schürfungen und Quetschungen selbst zahlen müssen, denn warum sollte das die Gemeinschaft der Versicherten übernehmen.

Tiara


#37

Beitrag von Tiara » 28.11.2005 21:06

Martin650 hat geschrieben:Eigentlich sollten alle, die keine Schutzkleidung tragen ihre Krankenhausrechnung für die Versorgung von Schürfungen und Quetschungen selbst zahlen müssen, denn warum sollte das die Gemeinschaft der Versicherten übernehmen.
Ich persönlich lege großen Wert auf meine Schutzkleidung, aber für diese Argumentation bin ich überhaupt nicht zugänglich. Gleiches gilt dann für Raucher? Wird ja schließlich keiner dazu gezwungen. Für Leute, die sich ungesund ernähren? Generell für jedes etwas riskantere Hobby? Wo ziehst du die Linie? Bei einem vermeidbaren Risiko? Wer definiert das wiederum?

Pinky


#38

Beitrag von Pinky » 28.11.2005 23:15

ich hab an schuhen auch schon ne menge mitgemacht... von schlappen für die testrunde (sogar barfuss - tut schweine weh :oops:) über turnschuhe, gummistiefel bis halt hin zu ordentlichen stiefeln (was halt da war)... wer da von unbequem redet is einfach nur zu dämlich die richtigen stiefel zu kaufen :evil: mit den stiefeln isses aufm mopped weit angenehmer wie mit allem anderen was ich je an den füssen hatte :? der fuss hat halt und es schaltet sich wunderbar... labbert nix und beim fahren muss er sich eigentlich eh kaum bewegen... will ja nich mitlaufen

ici et ailleurs


#39

Beitrag von ici et ailleurs » 09.12.2005 22:44

pü hat geschrieben:Hallöle,

kann Gott sei Dank nicht aus Eigener Erfahrung sprechen, sondern nur die meines Schwagers mitteilen, der bei einem unfall mit meinen Springerstiefeln unterwegs war. Bei ihm wurde bei einem nicht selbst verschuldeten Unfall mit 40 km/h sein linkes Bein zwischen Motorrad und einem PKW eingeklemmt. Bekleidung : leichte Lederjeans und meine Springerstiefel. -Er war auf der Heimreise von einer lägeren Tour; sonst währen es bei ihm nur Turnschuhe gewesen.

Fazit : von Oben nach Unten : Große Schnittwunde am Oberschenkel durch ein Metallblech, über dem Kniegelenk gebrochener Oberschenkel, 3-Fach offen gebrochenes Schienenbein, ein Teil des Knochens lag auf der Straße, der verbliebene Teil des Schienenbeins hatte den Stiefel vom Knöchel bis zur Oberkante aufgerissen.

Fazit : 6 Monate Krankenhaus, Hauttransplantationen, externer Fixierer am Bein, Knochen strecken, Lymphdrainage etc. und anschließend Reha. Bein noch immer zwei cm kürzer.

Die Frage ist wie es mit anderen Klamotten ausgesehen hätte. Für mich jedenfalls haben sich die Springerstiefel und Lederjeans als Motorradbekleidung erledigt.

Da fällt mir ein alter witz ein...
(ohne deinem Schwager zu nahe zu treten zu wollen... )

Also in österreich haben sie nen test gemacht.
Von einem 40m turm haben sie erst ne wollmütze und dann nen helm herunterfallen lassen.
die wollmütze war hinterher unbeschädigt, der helm war schrott.
deshalb ist in österreich jetzt wollmützenpflicht.


Meine erfahrungen mit den s-stiefeln sind gut. mopedstiefel sind praktischer, weill das schnüren entfällt und leichte unfälle dürften glimpflicher ausfallen. Aber wenn dich einer so abrasiert, wie oben beschrieben, dann glaube ich nicht, dass schweren verletzungen mit wesentlich geringer ausgefallen.

ici iet ailleurs

Michael


#40

Beitrag von Michael » 10.12.2005 18:46

D101 hat geschrieben:
Brauner Bär hat geschrieben:Wenn man Motorradfahren für sooo gefährlich empfindet, wieso macht man es dann? Für mich steht der Spaß an vorderster Stelle. Hätte ich den wenn ich mir jedes mal ins gedächnis rufen müsste dass ich mich bei jeder Fahrt schwer verletzen könnte? Hätte ich ein besseres Gewissen wenn ich voll ausgerüstet wäre? Ich denke nicht. Beim Mopped fahren geht man halt ein gewisses Risiko ein...ich fahr mit Dr. Martens rum. Warum? Weil sie einfach bequem sind und ich gut mit denen fahren kann. Wass nützt mir ein Motorradstiefel mit dem mir dass Fahren schwer fällt weil er unbequem ist? Ich denke mal dass des ein erhöhtes Unfallrisiko ist...
Ich mein, ich mit meinen zarten 21 jahren kann noch nit über viel Erfahrung berichtenund bin garantiert kein Moralapostel, aber das find ich krass.
Mit 35 find' ich das nicht viel anders.

Es gibt übrigens auch Stiefel, die sicher und bequem sind, z. B. von Daytona.

gibb3n


#41

Beitrag von gibb3n » 10.12.2005 22:24

@D101

In dem von dir zitierten text kommt so oft "kann sein" vor.

Kann auch sein du hast 2000€ in Sicherheitskleidung investiert und dich fährt einer mit nem Auto um. Oder der Klassiker,
kann sein du gehst vor die Tür und, rutschst aus und brichst dir das genick! Sehr utopisch aber möglich.

>Kann sein, dass Du Dir die Kniescheibe wegradierst.......
Ich hab schon keine Orginal Kniescheibe mehr und die neue ist 10 mal geiler als die alte. Kann eben auch sein!

greetz :twisted:

Michael


#42

Beitrag von Michael » 10.12.2005 23:50

gibb3n hat geschrieben:@D101

In dem von dir zitierten text kommt so oft "kann sein" vor.

Kann auch sein du hast 2000€ in Sicherheitskleidung investiert und dich fährt einer mit nem Auto um. Oder der Klassiker,
kann sein du gehst vor die Tür und, rutschst aus und brichst dir das genick! Sehr utopisch aber möglich.

>Kann sein, dass Du Dir die Kniescheibe wegradierst.......
Ich hab schon keine Orginal Kniescheibe mehr und die neue ist 10 mal geiler als die alte. Kann eben auch sein!
Nene, da ist die natürliche Auslese angeblich schon seit Milliarden Jahren im Gange, und man liest immer noch sowas. Darwin hatte wohl doch zuviele Pilze geraucht...

gibb3n


#43

Beitrag von gibb3n » 11.12.2005 11:31

Aber bitte nicht Gesellschaftdarwinismus.
Das ist nämlich der größte Schwachsinn den es ja gegeben hat, siehe 1933-45, also lass den Scheiss!

Shattered_Dream
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#44

Beitrag von Shattered_Dream » 11.12.2005 11:58

Jedem selber überlassen in was für Stiefel er fährt... Ich zumindest fahr nimmer ohne komplette!!!! Schutzkleidung.... SChaute auch ma nach nem Blackout auf ne Bahre geschnallt auf die Decke des Rettungswagens, und der Notarzt sagte nur zu mir" Zum Glück hattest gute Schutzkleidung an, sonst wärst tot oder zeitlebens ein Krüppel!" Und das war auf ner kleinen Fahrt um bei nem Kumpel was zu holenm!!!!
Streite dich nie mit einem Wahnsinnigen.... Er zieht dich auf sein Niveau runter und schlägt dich durch Erfahrung...

ramsed


#45

Beitrag von ramsed » 19.12.2005 14:15

Martin650 hat geschrieben:Eigentlich sollten alle, die keine Schutzkleidung tragen ihre Krankenhausrechnung für die Versorgung von Schürfungen und Quetschungen selbst zahlen müssen, denn warum sollte das die Gemeinschaft der Versicherten übernehmen.
Hmmmm und was machen wir mit denen, die sich mit ihrer "Ritter-Ruestung" als die wahren - unverletzbaren - Helden vorkommen, sich dauernd ueberschaetzen und fahren wie die Henker ??? - Wohl am Besten gar nicht versichern und gleich abschreiben !

Ich finde allein das Wort "Schutzkleidung" schon zum K... vor was soll das Zeug den schuetzen ?? Wohl nicht vor einem Abflug mit + 100 km/h ?

Wenn jemand nicht angemessen faehrt - dh. vermeidet, dass es ihn auf die Schnauze haut - kann er soviel Zeugs anziehen wie er will; da wird auch die Versicherung frueher oder spaeter keine Rolle mehr spielen !

Gruss,

David

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