Motorradfahren in Wikipedia


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Michael


Motorradfahren in Wikipedia

#1

Beitrag von Michael » 24.06.2006 13:13

http://de.wikipedia.org/wiki/Motorradfahren

Finde ja gut, dass es da jetzt einen Artikel gibt, der auch von Fahrtechnik handelt.

Das rot Markierte darin finde ich aber nicht so gut gelungen (Abschnitt "Vorbereitung einer Kurve"):
Das Anbremsen vor (!) der Kurve erfolgt mit der Vorderradbremse. Beim Hineinkippen und bei der ggf. notwendigen Geschwindigkeitskorrektur in der Kurve muss auf die Hinterradbremse umgestiegen werden. Das streckt das Fahrzeug und ermöglicht mit einen sauberen Strich durch die Kurve zu fahren.
Das "Strecken des Fahrzeugs", sofern es überhaupt auftritt(?), würde ich nicht für vorteilhaft halten. Ich meine, es würde das Motorrad unhandlicher machen. Außerdem finde ich die Hinterbremse sowieso fast immer schlecht.

Ich würde diese Formulierung besser finden:

Das Anbremsen vor (!) der Kurve erfolgt mit der Vorderradbremse. Vor dem Einlenken sollte bereits der passende Gang eingelegt sein und eingekuppelt sein. Beim Einlenken sollte die Bremse höchstens noch schwach betätigt sein. Durch weites Vorausschauen sowie entsprechende Kurveneingangsgeschwindigkeit und richtige Linienwahl sollte es nicht nötig sein, in der Kurve zu bremsen.

Was meint Ihr?
Zuletzt geändert von Michael am 24.06.2006 13:44, insgesamt 1-mal geändert.

lelebebbel


#2

Beitrag von lelebebbel » 24.06.2006 13:31

Viel besser.

Im übrigen, fragt mal irgendeinen Rennfahrer oder Fahrtrainer oder was auch immer - KEINER wird empfehlen in der Kurve die HR Bremse zu benutzen. Die hat keinen Vorteil gegenüber der vorderen, sie ist nur schlechter dosierbar weil man viel weniger Gefühl im Fuß hat.

HR Bremse kann man anlegen um in Spitzkehren bergab keine Lastwechsel zu haben, aber nicht zur Geschwindigkeitskorrektur.

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#3

Beitrag von svbomber » 24.06.2006 13:35

>Beim Einlenken sollte die Bremse höchstens noch schwach betätigt sein.
Würde ich gar nicht schreiben. Kurvengeschwindigkeit muss passen und Bremsmannöver ist abgeschlossen, wenn der Einlenkpunkt erreicht ist. Andernfalls war man zu schnell :)

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#4

Beitrag von Shattered_Dream » 24.06.2006 13:38

Hmmm, in der Kurve Hinterradbremse betätigen und Gas anlegen....
Also im PS2 Spiel TT funzt das ganz klasse, muss das heut mittag ma austesten....

>Beim Einlenken sollte die Bremse höchstens noch schwach betätigt sein.
Würde ich gar nicht schreiben. Kurvengeschwindigkeit muss passen und Bremsmannöver ist abgeschlossen, wenn der Einlenkpunkt erreicht ist. Andernfalls war man zu schnell

In dem Falle bin ich sehr oft zu schnell, aber mit der kleinen 650er geht das auch richtig geil, beim Einlenken noch bremsen, man sollte es nur ned übertreiben, Stichwort wegschmierendes Vorderrad
Streite dich nie mit einem Wahnsinnigen.... Er zieht dich auf sein Niveau runter und schlägt dich durch Erfahrung...

Pinky


#5

Beitrag von Pinky » 24.06.2006 13:40

also ich find die kiste liegt dann besser... sicher in ner 180grad mit 30 sachen isses nich nötig aber in ner schnellen kurve isses top mit der hr-bremse zu kontrollieren

aber ich werd wohl auch nie verstehen was ihr über die hr-bremse rumheult... meine funzt klasse und tut immer was ich ihr sage (vom blockieren bis zum leichten "geschwindigkeitskontrollieren" im rollenden stadtverkehr)

Black_Rider


#6

Beitrag von Black_Rider » 24.06.2006 13:44

lelebebbel hat geschrieben:Viel besser.

Im übrigen, fragt mal irgendeinen Rennfahrer oder Fahrtrainer oder was auch immer - KEINER wird empfehlen in der Kurve die HR Bremse zu benutzen. Die hat keinen Vorteil gegenüber der vorderen, sie ist nur schlechter dosierbar weil man viel weniger Gefühl im Fuß hat.

HR Bremse kann man anlegen um in Spitzkehren bergab keine Lastwechsel zu haben, aber nicht zur Geschwindigkeitskorrektur.

Man kann in langgezogenen Kurven leicht die hintere Bremse betätigen, dass man ne saubere Spur hat. Bzw. dass die Kette unter Zug steht. Hab ich auch noch nie gemacht, ich kenn aber jemanden, der macht des oft mit seiner Hornet 900 un des würd auch was bringen.
Wenn man ohnehin so flott unterwegs is, dass man nicht durch die Kurven "rollt" sondern ab Scheitelpunkt wieder ans Gas geht (oder auch früher) braucht man´s eh nicht.

Michael


#7

Beitrag von Michael » 24.06.2006 13:54

lelebebbel hat geschrieben:Viel besser.
Okay, dann ändere ich das sofort mal.
Black_Rider hat geschrieben:Man kann in langgezogenen Kurven leicht die hintere Bremse betätigen, dass man ne saubere Spur hat. Bzw. dass die Kette unter Zug steht. (...) Wenn man ohnehin so flott unterwegs is, dass man nicht durch die Kurven "rollt" sondern ab Scheitelpunkt wieder ans Gas geht (oder auch früher) braucht man´s eh nicht.
Ich gehe sofort nach dem Einlenken wieder schön "smooth" ans Gas (entsprechend der Gasregel #1 von Keith Code). Dadurch erreiche ich besagten Zug (= leichte Beschleunigung, dadurch Fahrwerk etwas choppermäßiger und spurstabiler). Durch Bremsen geht die Fahrwerksgeometrie noch mehr in Richtung Supersportler (= handlicher, aber weniger Geradeauslauf- und Kurvenstabilität). Um die Spur besser zu halten, halte ich bremsen also für kontraproduktiv.

Black_Rider


#8

Beitrag von Black_Rider » 24.06.2006 13:59

SV Michel hat geschrieben:
Black_Rider hat geschrieben:Man kann in langgezogenen Kurven leicht die hintere Bremse betätigen, dass man ne saubere Spur hat. Bzw. dass die Kette unter Zug steht. (...) Wenn man ohnehin so flott unterwegs is, dass man nicht durch die Kurven "rollt" sondern ab Scheitelpunkt wieder ans Gas geht (oder auch früher) braucht man´s eh nicht.
Ich gehe sofort nach dem Einlenken wieder schön "smooth" ans Gas (entsprechend der Gasregel #1 von Keith Code). Dadurch erreiche ich besagten Zug (= leichte Beschleunigung, dadurch Fahrwerk etwas choppermäßiger und spurstabiler). Durch Bremsen geht die Fahrwerksgeometrie noch mehr in Richtung Supersportler (= handlicher, aber weniger Geradeauslauf- und Kurvenstabilität). Um die Spur besser zu halten, halte ich bremsen also für kontraproduktiv.
Wie gesagt, es bringt auch eher was bei langgestreckten Kurven die man gemütlich durchrollt. Bei meiner Fahrweise bringts auch nix :D Vor de Kurve anbremsen, wieder bissl ans Gas um Zug drauf zu halten und so früh wie möglich wieder es Gas aufmachen.

Garry


#9

Beitrag von Garry » 24.06.2006 17:04

Bisserl Gefühl im Füsschen sollte man schon haben .

MFG Garry

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#10

Beitrag von Wörsty » 24.06.2006 21:26

Ich bremse in Kurven nur, wenn ich mich verschätzt habe :lol: :roll: :oops: :?

Black_Rider


#11

Beitrag von Black_Rider » 24.06.2006 22:13

Es geht ja nicht darum Geschwindigkeit abzubauen sondern darum Zug auf de Kette zu ham. :wink:
Bei großer Schräglage werd ich mich hüten hinten zu bremsen :ergeben:

WilheLM TL


#12

Beitrag von WilheLM TL » 24.06.2006 22:44

Baby-Biker das (fast) alles hier!

@Black_Rider: richtig...

Also mal im Ernst: Ago&Rossi werden sich am Wiki-Text eher weniger orientieren. Und für Anfänger ist der Vorschlag von Wiki nach meiner bescheidenen Meinung nicht übel.
Ich meine, daß Herr Spiegel das besser formuliert und STÜTZBREMSE nennt.
... denn wahrscheinlich hat der Herr Spiegel auch schon so störrische Böcke wie die TL geritten und nicht nur handliche 650er...

... denn wenn die TL nicht super eingestellt ist (das ist sie i.d.R. von Werkstätten nicht!), dann ruckelt sie in langsamen Kurven bei 3000U/Min., die Kette peitscht und die Fuhre wird unruhig. Deshalb hält man sie am Gas und baut den Überschuß an Drehmoment mit der Hi-Bremse ab...

Steht ja nirgens geschrieben, daß die Stützbremserei zur eigentlichen Geschwindigkeitsreduzierung dienen soll. Die sollte gerade für Nichtganzperfekte wohl klar vor der Kurve stattfinden!
Bei schnellen Kurven, Rennstrecke und/oder viel Fahr- und Streckenkenntnis ist die Stützbremserei ja dann nicht mehr nötig.

Es ist eben schwierig, in ein paar Zeilen alles und für jeden und jede Gelegenheit richtig zu schreiben.

XBRaptor


#13

Beitrag von XBRaptor » 25.06.2006 8:21

Jep Wilhelm!

Und genau aus diesem Grunde habe ich gestern, als ich den Thread und die Änderungen sah, auch einiges, etwas anders zwar, aber doch zurückgeändert.
(z.b. wird gemäß jedem !!! Experten immer mit beiden Bremsen verzögert!!!)

Gleichzeitig noch den Fehler vom "gefährlichen" Lenkerflattern beseitigt und Lenkerschlagen eingefügt.

Zu beidem Gab's übrigens sogar schon einen eigenen Artikel, die sich vielleicht viele auch mal durchlesen sollten!!

Gruß,
XBRaptor

Michael


#14

Beitrag von Michael » 25.06.2006 12:39

WilheLM TL hat geschrieben:Ich meine, daß Herr Spiegel das besser formuliert und STÜTZBREMSE nennt.
Nenn mal bitte die Seite, wo das stehen soll. Ich meine von StützGAS schreibt er was. Stützbremse sagt mir gar nix, wie oben begründet halte ich es für kontraproduktiv.
XBRaptor hat geschrieben:(z.b. wird gemäß jedem !!! Experten immer mit beiden Bremsen verzögert!!!)
Das ist ganz falsch. Zwei Gegenbeispiele: Keith Code, Doug Chandler (Seitenangaben/Zitate auf Anfrage).
Wie kannst Du eigentlich sowas behaupten? Hast Du mit jedem Experten darüber gesprochen?

XBRaptor


#15

Beitrag von XBRaptor » 25.06.2006 13:35

SV Michel hat geschrieben: Das ist ganz falsch. Zwei Gegenbeispiele: Keith Code, Doug Chandler (Seitenangaben/Zitate auf Anfrage).
Wie kannst Du eigentlich sowas behaupten? Hast Du mit jedem Experten darüber gesprochen?
Nein, das ist ganz richtig, deine beiden Experten sprechen über die Rennstrecke, der Artikel handelt aber nicht vom Rennen fahren sondern vom normalen Fahren auf der Straße!!!
Aber selbst auf der Strecke wird von sehr vielen guten Fahrern hinten mitgebremst!

Und ich behaupte das desshalb, weil es stimmt!!
Quellen? Bitte:

Fahrschule
Motorrad-action-Team
ADAC
PS
MO

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