Großstadt, db-eater und unser Freund und Helfer


Allgemeine Gesprächsthemen, Fragen und Antworten.
DER.s.m.a.r.t.y


#46

Beitrag von DER.s.m.a.r.t.y » 05.07.2006 17:45

Führst Du im Verkehr ein Fahrzeug von dem Du weisst, dass die BE erloschen ist (z.B. durch entnommene DB-Killer) und es kommt zu einem Unfall, kann die Verischerung dir ganz klar grobe Fahrlässigkeit vorwerfen!
Und dann kommt es darauf an, wie kulant Deine Versicherung ist.
In der Police wird unter Haftungsauschluss sicherlich die grobe Fahrlässigkeit eingetragen sein. Das Heisst die Versicherung kann Dich sehr wohl ganz oder teilweise in Regress nehmen, bzw beim Nachweis der groben Fahrlässigkeit die Haftung komplett ablehnen!

B.i.B.


#47

Beitrag von B.i.B. » 05.07.2006 19:03

@Donut

Mensch Leute trefft doch nicht immer Aussagen die ihr nicht begründen könnt oder wollt. Es kann doch nicht so schwer sein mal mehr als einen Satz zu schreiben! Natürlich kann sie dich zur Zahlung der von ihr ausgelegten Beträge auffordern!! :sauer:

Siehe Beitrag von DER.s.m.a.r.t.y welcher vernünftig geschrieben ist und auch auf dieses Thema eingeht!! :ACK:

schraddlmeister


#48

Beitrag von schraddlmeister » 06.07.2006 18:27

@ZephyrJens : Endlich einer, der sich auch mal Gedanken über den tatsächlichen Sachverhalt macht und seinen Denkapparat einschaltet, anstatt hier nur Panikmache zu betreiben. Den deine Aussage trifft genau den Kern der Sache.

B.i.B.


#49

Beitrag von B.i.B. » 07.07.2006 0:35

ZephyrJens hat geschrieben:Ich habe mal aus Interesse bei 3 verschiedenen Versicherungen nachgefragt (Allianz, HUK, R+V) und alle haben mir bestätigt, dass man bei Modifikationen am Auspuff nicht in Regress genommen wird, also hört doch mal auf, so ´nen Schmarn zu erzählen :roll:.

Anders sieht´s natürlich aus, wenn man am Motor, Fahrwerk oder an den Bremsen was gemacht hat, wasnicht abgenommen wurde.
Lieber Jens!

Morgen frage ich persönlich bei meiner Versicherung nach wie diese so ein Vergehen handhabt. Ich rede hier nicht von einer Modifikation am Auspuff, sondern von Fahren ohne ABE, nur um das noch einmal zu verdeutlichen.

Sollten sie mir deine Aussage bestätigen werde ich alles zurücknehmen was ich hier zu dem Thema geschrieben habe.

Sorry, aber ich kenne es halt nicht anders! :) empty

BlaueSau


#50

Beitrag von BlaueSau » 07.07.2006 5:12

B.i.B. hat geschrieben:
ZephyrJens hat geschrieben:Ich habe mal aus Interesse bei 3 verschiedenen Versicherungen nachgefragt (Allianz, HUK, R+V) und alle haben mir bestätigt, dass man bei Modifikationen am Auspuff nicht in Regress genommen wird, also hört doch mal auf, so ´nen Schmarn zu erzählen :roll:.

Anders sieht´s natürlich aus, wenn man am Motor, Fahrwerk oder an den Bremsen was gemacht hat, wasnicht abgenommen wurde.
Lieber Jens!

Morgen frage ich persönlich bei meiner Versicherung nach wie diese so ein Vergehen handhabt. Ich rede hier nicht von einer Modifikation am Auspuff, sondern von Fahren ohne ABE, nur um das noch einmal zu verdeutlichen.

Sollten sie mir deine Aussage bestätigen werde ich alles zurücknehmen was ich hier zu dem Thema geschrieben habe.

Sorry, aber ich kenne es halt nicht anders! :) empty
senf dazugib....geht jemand nach seiner versicherung und fragt: hallo habe ich noch versicherungsschutz ohne ABE......ANTWORT: NEIN
fragt man ob es wurst ist....ob man ohne eater oder ohne schnorchel gefahren ist heißt es: EGAL .... weil's keiner kontrolliert (geschwindigkeit und/oder fahrlässigkeit ist tumpf). was für ein aufwand wäre dzu nötig jedes fahrzeug vom versicherten und vom gegner(!!!!!) zu kontrollieren bei jedem fall ....auf irgendwelche nichtigkeiten. oh ja das kind wäre ihm/ihr nicht vor das fahrzeug gelaufen wenn es leiser gewesen wäre....jaaaa der PKW hätte nicht die vorfahrt genommen wenn der schnorchel der airbox eingebaut gewesen wäre......................
offensichtliche updates an leistung oder bremsanlage geben zu denken...aber sonst....pffffff
ach dooooch die rennleitung interessiert es....bringt kohle....und die nachbarn wenn die mühle um 5uhr morgens angeworfen wird (beispiel zum eater).
>>>heißt nicht dass ich es bejahe<<<

zum ausgangsfred...unser freund und helfer hat auch noch andere sorgen als ein etwas lauteres töpfchen. bei einem unfall oder einer bevorstehender...was weiß ich was...ist das total nebensächlich.
mich haben sie auch schon wegen einem unfall fahren lassen (glück gehabt) oder waren ein paar besoffene kiddies am beobachten...wo ich den grü/silbernen beinahe in der kurve draufgefahren wäre...wo nur schrittgeschwindigkeit erlaubt gewesen wäre.

(((wegelagerei mag ich aber auch net....blitzen oder lasern...nach der ausfahrt wo es öfters zu unfällen kommt: ist geldmacherei (wollt' ich nur mal so hinzugefügt haben wollen tun) )))

Sledge


#51

Beitrag von Sledge » 07.07.2006 8:48

ZephyrJens hat geschrieben:
B.i.B. hat geschrieben: Ich rede hier nicht von einer Modifikation am Auspuff, sondern von Fahren ohne ABE, nur um das noch einmal zu verdeutlichen.
Man verliert natürlich die ABE, aber das scheint für die Versicherung egal zu sein, wenn die Veränderung, die zum Erlöschen der ABE geführt hat, nicht ursächlich für den Unfall war.

So hat man´s mir erklärt.
So kenn ichs auch. :!:

Donut


#52

Beitrag von Donut » 07.07.2006 9:01

ZephyrJens hat geschrieben:
B.i.B. hat geschrieben: Ich rede hier nicht von einer Modifikation am Auspuff, sondern von Fahren ohne ABE, nur um das noch einmal zu verdeutlichen.
Man verliert natürlich die ABE, aber das scheint für die Versicherung egal zu sein, wenn die Veränderung, die zum Erlöschen der ABE geführt hat, nicht ursächlich für den Unfall war.

So hat man´s mir erklärt.
dito....der rest wäre ja auch schmarrn.... es muss immer eine verbindung hergestellt werden können. ist klar, wenn der unfall wegem dem zu lautren auspuff passiert, dann kann die versicherung regress nehmen. aber sonst ned... denn sonst wäre ja schon alleine das wort regress einen witz....

Duke


#53

Beitrag von Duke » 07.07.2006 11:08

aaaalsooo,

mein Versicherungsvertreter von der Allianz sagt klar: kommt es zum Unfall zwischen Mopped und Auto sind alle Polizisten sehr sensibel, zumal wenn Personenschaden vorliegt. Dann sehen sie sich in der Regel das Mopped (ist zwar ne Vorverurteilung, basiert aber auf schlechten Erfahrungen der Versicherer) genauer an. Bei solchen Unfällen kommt es i. d. R. zu Streitigkeiten bezüglich der Schuldfrage und der Höhe der zu erstattenden Kosten, da ist JEDE Versicherung knauserig! Also, die Polizei schaut sich das Mopped genauer an bzw lässt es mit dem Abschleppwagen zum Gutachter bringen (hat es heftiger geknallt, wird defintiv von einer der involvierten Parteien ein Gutachter bestellt). Und dann sehen alle Versicherungen zu, dass sie nichts bezahlen müssen: die Gegnerische will eh nix zahlen, also sucht sie nach Schwachstellen. Wie, da ist die ABE durch Mainpulation an der Auspuffanlage erloschen? Na prima, dann haben wir einen Grund die Schuld unseres Versicherten (oder Teilschuld) in Frage zu stellen. Dann klärt ein Gewrcht, inwieweit sich der Führer des Zweirades als Verkehrstauglich im Sinne der Straßenverkahrsordnung erweist. Und glaubt ja nicht, dass Ihr damit gut vor Gericht ausseht, wenn Ihr wissentlich ohne ABE unterwegs seid.

Muss Eure Versicherung zahlen, sieht diese ebenfalls zu, dass der Betrag gering bleibt. Und wenn wirklich ein Gutachten das mit dem Auspuff ans Licht bringt, werden die sich das Geld bei Euch wiederholen. Seid Ihr wirklich so naiv zu glauben, dass eine Versicherung Euer Freund ist? Die maximieren Ihre Gewinne, um schön Dividende ausschütten zu können. Gerade das Beispiel Allianz verdeutlicht das doch. Die sind NICHT vom Sozialamt...

btw..ich hatte einen Unfall mit der Dose, klare Sache, mir hat jemand die Vorfahrt genommen, war zu schnell...kein Problem dachte ich. Bis die gegnerische Versicherung die Zahlung der Reparaturrechnung um 25 Prozent gekürzt haben. Warum? Tja, als Führer eines KFZ trägst Du automatisch 25 Prozent schuld an Unfällen, wei Du Dich mit dem Fahrzeug in öffentlichen Verkehr bewegst. Das gibt es wirklich...Am 27. steht mein Anwalt
für mich vor Gericht. Das dürfte doch die Grundeinstellung der Versicherer etwas verdeutlichen, oder?

Duke

SLP


#54

Beitrag von SLP » 07.07.2006 17:12

Verfahrensweise in Berlin: Solang der Moppedfahrer nicht Tot ist oder mit seinem Ableben zu rechnen ist, wird der Haufen an den Strassenrand geschoben und interessiert die Polizei nicht die Bohne.

Tritt aber doch einer der o.g. Fälle ein, erscheint der Verkehrsunfalldienst, welche i.d.R. auch Ahnung von Moppeds haben, sieht sich das Ding an und wenn sie nur Anhaltspunkte dafür haben, dass irgendwas nicht StVZO-Konform sein könnte, kloppen sie die Karre ein und lassen selbst ein Gutachten erstellen.

Wie gesagt trifft aber nur auf Berlin zu, da hat jedes Bundesland so seine eigene Verfahrensweise.

Socki


#55

Beitrag von Socki » 13.07.2006 14:05

Ich finde man kann hier nichts fest machen kommt sicher auf jeden Fall einzeln drauf an!

Auf einer Tour hat ein Kumpel von mir und paar Unbekannte nen Unfall gehabt. Die unbekannten hat es sehr schwer erwischt frontal/ungebremst mit ca. 100 Sachen in eine Kutsche rein.Hubschrauber alles dagewesen.

Kumpel glück gehabt nur hand gebrochen. In die klinik gips drauf. Motorrad haben wir beim abschleppdienst am selben tag paar stunden nach unfall wieder nach hause geschleppt.

Das hat keine sau interessiert was am moped modifiziert worden ist.

Also verallgemeinern läßt sich auf keinen Fall was!

14er


#56

Beitrag von 14er » 18.07.2006 11:23

Ohje, ohje, Kinder, Kinder,

kein Wunder, dass sich solch ein Schmarrn so hartnäckig in der Volksmeinung hält. :roll:

Veränderungen am Auspuff führen ggf. zum Erlöschen der Betriebserlaubnis. Soweit ist hier ja noch alles korrekt.
Aber das dadurch auch gleich der Versicherungsschutz entfällt ist völliger Humbug. Dafür müsste die Auspuffmanipulation mit ursächlich für den Unfall gewesen sein. Sollte sich seit dem Ende meines Jurastudiums eigentlich nichts dran geändert haben. :wink:

So und nun schildert mir mal einen Unfall, bei dem der Auspuff ohne Eater mit ursächlich war.
Ok, bitte nicht solche Stories, dass die Pupillen eines Kind beim Reingucken in den offenen, dunklen Topf so erweitert wurden, dass es beim wieder hochgucken geblendet war und das von der Seite kommende Auto übersehen...blablablabla :wink:

Den gewünschten Fall, in dem der Wegfall der Betriebserlaubnis sich auf die Versicherung auswirken kann:
Änderung der Bremsanlage durch nicht zulässige Bremsleitungen oder Beläge. Diese können dann unzweifelhaft ursächlich für einen Unfall sein. Und damit ist dann auch die Versicherung flöten.

Gruß
René

Flipster


so so

#57

Beitrag von Flipster » 18.07.2006 12:16

Duke hat geschrieben:Tja, als Führer eines KFZ trägst Du automatisch 25 Prozent schuld an Unfällen, wei Du Dich mit dem Fahrzeug in öffentlichen Verkehr bewegst. Das gibt es wirklich...Am 27. steht mein Anwalt
für mich vor Gericht. Das dürfte doch die Grundeinstellung der Versicherer etwas verdeutlichen, oder?

Duke
Und genau diese Sache ist gesetzlich geregelt aufgrund der Gefährdungshaftung, die durch das Führen eines Kfz entsteht. Das hat nichts damit zu tun, daß die Versicherungen dieses festlegen!!!

Es ist gesetzlich geregelt, ich meine im BGB! Schaue gleich nach welcher Paragraph!

Kritisch gegenüber Versicherungen eingestellt zu sein ist okay meiner Meinung! Aber es sind sicher nicht alle schlecht!!!

SVDieter


#58

Beitrag von SVDieter » 18.07.2006 14:20

14er hat geschrieben:So und nun schildert mir mal einen Unfall, bei dem der Auspuff ohne Eater mit ursächlich war.
Ok, bitte nicht solche Stories, dass die Pupillen eines Kind beim Reingucken in den offenen, dunklen Topf so erweitert wurden, dass es beim wieder hochgucken geblendet war und das von der Seite kommende Auto übersehen...blablablabla
Ein Bekannter von mir steht auf dem Gehweg und startet sein Kawa mit Brüllrohr ohne Eater. Ein vorbeikommendes Kind erschrickt dermassen und rennt auf die Strasse und kann von der Mutter gerade noch festgehalten werden. Hab ich selber gesehen weil ich dabei war. So abwegig ist sowas also garnicht. Was sagt denn dein Jurastudium dazu?


Tschö aus Essen, Dieter

14er


#59

Beitrag von 14er » 18.07.2006 15:05

Hallo Dieter,

über diesen Fall könnte man sich nun über Kausalität und objektive Zurechenbarkeit über ca. 5 Din A4 Seiten streiten.
Wie hätte das Kind denn auf das Starten des Motors mit eingebauten DB Eatern reagiert ? Hätte es sich dann nicht so erschreckt ?
Halte ich für fragwürdig, insbesondere bei Aussagen, dass eine Leo mit Eatern, also legal, auf der SV gerade mal 1 DB leiser ist ?

Sorry, aber ich denke, dass in dem von Dir geschilderten Fall eine Ursächlichkeit des fehlenden DB Eaters durchaus noch diskussionswürdig ist.

Gruß
René

bswoolf
SV-Rider
Beiträge: 2909
Registriert: 17.09.2002 14:20


#60

Beitrag von bswoolf » 18.07.2006 15:30

man hätte vielleicht 5 Seiten disputieren können, aber wie das urteil vor einem gericht aussähe ist ja wohl klar. der böse motorradrocker erschreckt ein kind, das auf die straße läuft.... ausgang des verfahrens dürfte klar sein, egal welche technischen fakten da erläutert werden. :roll:

Antworten