die perfekte linie am berg


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fleischmo


die perfekte linie am berg

#1

Beitrag von fleischmo » 29.05.2007 21:09

Heute beim durchblättern vom MOTORRAD hab ich die fahrsicherheitstips überflogen. Im grunde nix neues, Kurve von außen anfahren, nach vorne gucken, wieder frühzeitig am beschleunigen sein, etc.... Sachen die jeder kennt.

Aber ich habe ein problem, vorallem bei >180° kurven. ich fahr die kurve von außen an, blicke vorraus und *zack* ich will abkürzen(quasi den kürzesten weg zum anvisierten punkt). die runde linie will mir nicht gelingen und ich fahre doch recht kantig ins kurveninnere. mehr gas oder aufstellen der maschine führt zu nem rumgeeiere in der kurve und ist weit weg von einer perfekten linienführung.

jemand eine idee wie ich dieses "abkürzen" abstellen kann?

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svbomber
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#2

Beitrag von svbomber » 29.05.2007 21:21

>blicke voraus
Kannst du ändern, indem du deine Blickführung änderst.
"Wo man hinschaut, da fährt man auch hin."

Kurve außen anfahren ist korrekt. Einlenkpunkt so spät wie möglich.

http://www.thefusion-clan.de/scr_new/al ... ic_id=6823
Die rote Linie wäre korrekt. Dargestellt wird nur die eigene Fahrbahn!

fleischmo


#3

Beitrag von fleischmo » 29.05.2007 21:31

die blickführung ist mein problem, finde da kein zwischending zwischen, zu weit vorrausschauen und damit das verbundene abkürzen, und nicht zu weit vorrausschauen und dann die kurve falsch einschätzen.

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#4

Beitrag von Knudelhupps » 29.05.2007 21:46

Man kanns natürlich theoretisch angehen, meiner Meinung nach hilfts dir aber in der Praxis nur bedingt weiter, da sich Abläufe wie das vorausschauende Fahren in der Praxis automatisieren müssen. Ich würde in deiner Situation jemanden mit viel Praxis und sicherem Fahren bitten, vor dir auf deiner Hausstrecke herzufahren und du kuckst dir erstmal seine Linienwahl an und fährst sie nach. Ruhig einzelne Sequenzen mehrmals abfahren(kannst ihm ja nachher nen Kaffee und ne Pommes austun). Der Blick aufs vorausfahrende Mopped und dein Vertrauen in die Fahrkunst des Vorwegfahrenden helfen ungemein, die richtige Linie zu finden und nach mehrfachem Üben klappen auch die 180er Kehren schon besser.... ansonsten Fahrertraining auf abgesperrter Strecke.

Schönen Gruß Dietmar
MC Hilaritas...2026....zum 34sten Mal...

Steve


#5

Beitrag von Steve » 30.05.2007 1:49

Mein Fahrlehrer meinte damals immer: Bei solchen Kurven Blick immer in Richtung Mittelpunkt der Kurve. Also dir denken das sei ein Kreis, den Mittelpunkt suchen und in diese Richtung gucken.
Weiß nicht ob ich das überhaupt selbst mache ... gibt bei mir in der Gegend eigentlich kaum solche Kurven.
Hmm ... vllt leicht an das Gas gehen wenn du merkst, dass du zu weit in's innere der Kurve kommst. Um ein Rumgeeiere zu vermeiden alles aber in Maßen.

Bluebird


#6

Beitrag von Bluebird » 30.05.2007 2:04

ich schau immer soweit es mein Genick (und die Gegend) zulässt in die Kurve

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#7

Beitrag von svbomber » 30.05.2007 8:03

Knudelhupps hat geschrieben:... Der Blick aufs vorausfahrende Mopped ...
... kann auch in die Hose gehen. Fährt er in der Kurve geradeaus, fährst du hinterher :?
Imho lieber die eigene Linie finden. Kurven nicht mit dem Ziel, schnell zu sein, durchfahren. Lieber langsamer und sauber.

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#8

Beitrag von Stefan1000 » 30.05.2007 10:03

Du fährst dort durch wo du vorher durchgeschaut hast. Du zeichnest also mit Deinen augen die Linie vor auf der Du fahren willst. Wenn Du nun in eine Spitzkehre fährst und blitzchnell den Kopf drehst und womöglich noch auf einen Punkt starrst, dann fährst du direkt darauf zu. Dadurch kann es sein, dass Du die Kurve schneidest. Immer mit den Augen eine runde Linie "vorzeichnen".

Gruss Stefan

neodrei


#9

Beitrag von neodrei » 30.05.2007 10:34

... und wie immer gilt: nicht verkrampfen bei der Sache! Locker bleiben!

Ich habe vor 2 Wochen ne Tour gemacht, bei der ich ne Menge Kehren fahren musste. Dabei habe ich mir manchmal auch nen Kopf gemacht (vor allem bergrunter nach links - keine ahnung warum) und bin entsprechend schlecht gefahren... die Kehren, die ich einfach gefahren bin, "ohne nachzudenken", haben viel besser funktioniert.
Wenn man aber schon mit den Gedanken "mist, das wird doch wieder nichts" in solch eine Kehre reinfährt, kann man sich sicher sein, dass das auch wirklich nichts gibt...

Ansonsten wurde ja schon viel gesagt... also einfach üben üben üben - ist das beste was du machen kannst! (Und es macht noch Spaß ;))

Mike-BC


#10

Beitrag von Mike-BC » 30.05.2007 12:16

Wir waren übers Pfingstwochenende in Südtirol und hatten vorsichtig geschätzt mindestens 150 Kehren auf dem Weg. (Stilfserjoch alleine 48 *g*)

Es war erstaunlich, wie jeder einzelne von uns, ob erfahren oder nicht sein "Können" im Laufe der Zeit gesteigert hat.

Also üben, üben, üben...

Ich fahr die Kehren ganz aussen an und lass mich dann rein "fallen", klappt ganz gut :)

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Üben, Üben, Üben

#11

Beitrag von tdassel » 30.05.2007 12:59

Moin,

wenn Du Probleme hast, dann helfen Dir sog. Kurventrainings, wie z.B, von Doc Scholl ( Bilder unter http://fotoservice.ecosell.de/ecodata/P148868m.jpg ) oder beliebigen anderen Anbietern.
Dort wird gezielt in Richtung Blickführung und Technik gearbeitet.
Ich habe für meine zwei Tage 165 Euro bezahlt und noch einiges gelernt.
Lass Dich wirklich von Fachmännern ( InstruktorInnen ) beraten bevor Du auf dem Mopped verkrampfst, rumeierst und deshalb vieleicht einen Unfall hast. Richtig Mopped fahren lernt man nach meiner Meinung nur unter Anleitung am Besten. Wenn ich sehe, welche Fehler selbst "erfahrene" Autodidakten machen, dann graust es mich manchmal schon.
Das was ich jetzt kann, könnte ich ohne die Trainings bestimmt nicht, bzw. wäre viel unsicherer unterwegs. Ich hätte das natürlich auch auf die "harte" Tour lernen können, aber für 1x Mopped in den Busch schmeissen kann ich mir diverse Tage training finanzieren, die mir viel mehr bringen.

Thomas
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Elin


#12

Beitrag von Elin » 30.05.2007 13:22

Bei solchen Problemen kann ich auch nur 4 Tage Berge (Vogesen, Alpen oder ähnliches) empfehlen. Den ersten halben Tag machst Dir noch über jede einzelne Kurve einen Kopf, die restlichen 3 1/2 Tage fährst Du einfach nur noch. Und bei der Heimfahrt fällt Dir dann auf, dass Du mit allermöglichen Kurven auf einmal erstaunlich gut zurecht kommst.

Viel Fahrpraxis und eine ganz eigene Methode finden, damit fertig zu werden - meist beinhaltet diese Methode "Kopf ausschalten, Rest machen lassen" (im Sinne von "sehr entspannt bleiben"). :lol:

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@Eilin

#13

Beitrag von tdassel » 30.05.2007 15:05

Hallo Eilin,

da schmeisst Du fleischmo ganz schön ins kalte Wasser, würde ich sagen.
Wenn jemand schon zu gibt, daß er mit Kurven Schwierigkeiten hat, dann würde ich ihn nicht gleich mit den Extremen belasten, das kann nämlich ins Auge gehen und zwar heftig. Gerade in den Alpen gibt es ausser Kurven noch ne ganze Menge andere Dinge auf die man achten muss und wenn man in die Alpen geht, dann sollte man wirklich schon gut Kurven fahren können, sonst hat man ratz fatz Probleme mit alle den anderen Dingen, die das Fahren schwierig gestalten, wie z.B, Kühe und deren Hinterlassenschaften auf der Bahn, Mountainbiker, Wohnwagen, Busse etc. die Kurven schneiden, Hobby Rossis...
Kilometer abreissen ist nicht immer die beste Methode, um was zu lernen.

Grüße

Thomas
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Elin


#14

Beitrag von Elin » 30.05.2007 15:26

Hm. Daran hatte ich ehrlich gesagt nicht gedacht. So habe ich es nämlich vor 2 Jahren selbst gemacht: mit 4000 km Fahrpraxis ab in die Vogesen. Und letztendlich bedeutet Moppedfahren auch immer Kurvenfahren, da kommt man (zumindest hier in Südwestdeuschland :wink:) nicht drumherum.

Naja, Fleischmo wird schon die richtige Methode für sich selbst finden. :lol:

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fleischmo wird das schon hinbekommen !

#15

Beitrag von tdassel » 30.05.2007 15:39

Leider posten viele Mitglieder gut gemeinte Tips, dabei schliessen sie jedoch meist von sich auf Andere. Das ist jetzt kein Vorwurf !!

Nur ist jeder von uns total unterschiedlich. Der eine lernt Kurvenfahren in kürzester Zeit, der andere nie ( zumindest nicht von alleine ).

Ich würde immer zum Training unter Anleitung raten ! Auch dieses und das Rennstreckenforum sind voll von Lenkern, die meinen, daß man sich das Geld sparen kann und lieber in Sprit und Reifen investieren sollte, um damit auf der Hausstrecke zu üben. Nur wer sagt denen, was Sie falsch machen, was ihre Fehler sind und was sie anders machen müssen ? Mit etwas Glück verbesser ich mich, weil ich durch die vielen Kilometer ein besseres Gefühl für die Maschine bekomme, das kann aber auch trügerisch sein, weil ich auch meine Fehler "reinfahre" und einschleife. :!: :!:

Grüße

Thomas
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