@ razzle
Hi. Hab meine SV650SK3 beim 1.000er Service zum Susi-Händler, wo ich sie gekauft habe, hingetan, zumal ich beim Kauf 50% Nachlass auf das erste Service ausverhandelt hatte. Da ich dort keinem Mechaniker vertraue (die dortige Werkstatt hat leider keinen guten Ruf), bin ich natürlich während des Service die meiste Zeit daneben gestanden und hab ihm auf seine Pratzen geschaut ( ihr könnt euch vorstellen, daß er dabei keine große Freude hatte

). Jedenfalls kommt er mit einer Kanne "allerbesten" Castrol 20W40 daher. Darauf ich

oder soähnlich und fragte, was er mit dem "Scheissöl" vorhat. Darauf der Werkstättenleiter, auch etwas angefressen, daß diese Viscosität für alle Zweizylinder von Suzuki vorgeschrieben sei und er mir, wenn ich einen Servicestempel will, nur dieses Öl einfüllen darf. Als Begründung gab er an, daß man mit einem dünnflüssigen Öl (z.B. 10W40) Probleme mit der Kupplung haben könnte (sog. Kupplungsrutschen), weshalb das dickflüssigere 20W40 von Suzuki "angeblich" vorgeschrieben wird. Da ich den blöden Servicestempel haben wollte, mußte ich die Brühe in meine Susi einfüllen lassen. Ein paar Tage später ging ich zu einem anderen Suzuki-Vertragshändler bzw. Werkstatt und fragte dort den Meister (hat im Freundeskreis einen sehr guten bzw. seriösen Ruf), was für ein Öl er bei einem Service in meine Susi einfüllen würde. Und da sagte er, 10W40 teilsyntetisch. Mann könnte auch vollsyntetisches reinfüllen, aber bei den 6.000er Intervallen sei das 10W40 einfach die beste Wahl (Preis-Leistung). Jedenfalls füllt er bei einem Service in alle Suzuki-Zweizylinder ein teilsyntetisches 10W40 von Motul ein.
Jetzt zu meiner Erfahrung:
Bin mit dem 20W40 (oder war es 20W50) ca. 500 km gefahren. Dann hats mich so geärgert, daß ich in Eigenregie das Öl samt Ölfilter gewechselt habe und nun das Castrol 10W40 teilsyntetik eingefüllt habe. Danach bildete ich mir ein, daß der Motor etwas leiser lief und geschmeidiger bzw. williger hochdrehte. Aber das ist nur meine "fachunkundige" Beurteilung. Jedenfalls klingt es für mich logisch, daß ein mineralisches Öl (20W40) sicher dickflüssiger und zäher ist als ein teilsyntetisches 10W40 Öl. Das merkt man auch, wenn man beide Öle berührt. Von einem Kupplungsrutschen habe ich bis dato (bin nun ca. 2.000 Km mit dem Öl unterwegs) nichts bemerkt. Kann dir also das 10W40 nur wärmstens empfehlen.
Hoffe, dir (euch) mit meinem (etwas langen) Erfahrungsbericht weitergeholfen zu haben.
Schöne Grüße, Werner